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4-Jahres-Wartungsplan - Sinnvoll oder Quatsch?

Tach!

Tesla bietet mir beim Kauf ja auch die Möglichkeit an, vorab eine „4-Jahres-Wartungsflatrate“ zu erwerben. Und da bin ich jetzt am nachdenken ob das Sinnvoll ist. Primär denke ich dass sich solche Wartungsverträge eh eher an Firmenkunden mit Flotten richten, die sich selbst für Wartung nicht all zu viel Zeit nehmen wollen oder können.

tesla.com/de_DE/support/maintenance-plans

Generell finde ich, die Wartungspreise sind für ein, eigentlich wartungsarmes, Elektroauto ziemlich hoch.
Das einzige das für mich z.B. bei 20.000km interessant wäre, wäre „Betriebsflüssigkeiten der Antriebseinheit kontrollieren/wechseln“ - da sind wir gerade in einem anderen Thema ja am diskutieren und schauen ob Dichtmittelreste im Öl der DU sind - das würde also Sinn machen.

Alles andere wie:

  • „Schlüsselbatterie erneuern“
  • „Wischerblätter austauschen“
  • „Reifen umsetzen“ und
  • „Spur einstellen“

empfinde ich für überflüssig. Das mache ich entweder selbst oder nach Bedarf (wenn die Reifen komisch abgefahren sind weiß ich z.B. dass was an der Spur nicht stimmt - einmal korrekt eingestellt sollte die Spur eigentlich auch korrekt bleiben).

Was bleibt sind dafür Dinge, die sinnvoll sein könnten, auch in Bezug auf die Garantie. Dazu zählen:

  • „Betriebsflüssigkeiten der Antriebseinheit kontrollieren/wechseln“ (20)
  • „Mehrpunktinspektion“ (20)
  • „Klimaanlagen-Trockenmittel wechseln“ (40)
  • „Batteriekühlmittel wechseln“ (80)
  • „Bremsflüssigkeit wechseln“ (40)

Nun spart man mit dem Servicevertrag über vier Jahre immerhin 457€ im Vergleich zu einzelnen Serviceterminen.
Wenn ich nun nur die beiden „sinnvollen“ Servicepunkte in Auftrag gebe dürfte ich ja günstiger weg kommen.
Nur macht das Sinn?

Wie habt ihr das gehandhabt oder wie würdet ihr entscheiden?

Bei einem Auto im Wert von knapp 100.000€ machen die 2475€ eigentlich nicht mehr sooo viel aus, dafür ist das Auto „scheckheftgepflegt“ und es kann sich positiv auf Garantiefälle auswirken…aber ich bin nunmal auch Schwabe und sehe es nicht ein wegen Wischerblättern zum SeC zu fahren :wink:

Also ich werd mir den Vertrag holen… fahre sicher auch nicht für Wischerblätter 200km ins SeC, aber dann hab ich eben einen Vorrat und ein gutes Gefühl alles was man machen kann auch für meinen grauen Hai zu tun. Wartungsarm heißt eben nicht wartungsfrei

Wartungen dieser Art kann mein lokaler Schrauber des Vertrauens gut machen. Das ist zuverlässig und auch preiswerter.

Gut ist halt, dass 2 mal Reifenwechsel pro Jahr mit drinn ist.

Naja, aber das mach ich selbst daheim - ich lad doch nicht für einen Reifenwechsel zwei mal im Jahr die Reifen in den Kofferraum und fahre dafür 111km nach Stuttgart :smiley:

Ja, ich könnte sie auch im SeC einlagern lassen - aber ehrlich, das ist ne Sache von einer halben Stunde, dann habe ich die getauscht - die Fahrt nach Stuttgart und zurück dauert 6mal so lang

Der Tesla Service weiß wo er hinsehen muß und wechselt teilweise Sachen kommentarlos und kostenfrei aus. Einer freien Werkstatt würde ich einen Golf anvertrauen, aber keinen Tesla, es sei denn für ganz bestimmte Arbeiten. Bei mir wurde am Service der Chargeport und ein Querlenker kostenlos ausgetauscht, obwohl die 80.000 km weit überschritten sind. Solche Tauschaktionen kann eine freie Werkstatt nicht wissen oder machen.

Reifenwechsel ist nicht in den Inspektionen enthalten.
Nur alle 10.000 km Reifen von vorne nach hinten umsetzen.

Ich wohne in der Nähe von der Schweiz und werde den 8-Jahresplan abschließen, der wurde mir beim Kauf noch angeboten. Dann kann ich bequem ca. 15 Kilometer in die Schweiz fahren und die Arbeiten sind bezahlt. Da es sich um ein Firmenfahrzeug handelt, kann ich so die Mehrwertsteuer direkt zurückholen. Würde ich den Wartungsvertrag nicht im Vorfeld abschließen, könnte ich die MwSt. der Schweiz nicht absetzen. Ich denke, das macht Sinn.

Also nach etwas Überlegung werde ich mich für den 4-Jahres-Servicevertrag entscheiden, habe dann meine Ruhe und immer ein gut gepflegtes Auto. Die Kosten sind zwar mehr als doppelt so hoch wie beim Prius, aber im Vergleich zu anderen Fahrzeugen noch auf relativ „normalem Level“ - die 457€ spare ich mir gerne. Immerhin ein Auto im Wert von 100.000€, da ist diese Investition, denke ich, schon okay.