3-phasig Laden mit 3 einzelnen Phasen - geht das?

Da ich in einem anderen Forum nicht schlau(er) geworden bin und auch hier das Thema nicht wirklich gefunden habe, poste ich mal drauf los.

Ich habe einen Mercedes B250e (W242) mit Tesla Model S Technik. Das verbaute Ladegerät im Wagen ist ein Mercedes „A 242 340 41 01 /001“ bzw. Tesla „TPN: 1021389-00-J“.
Ich lade schon Jahre zufrieden 3-phasig mit einer EVSE-WLAN Ladestation.
Nun habe ich ein neuen Hybrid Wechselrichter, der 8000W einphasig liefert, welchen ich als Generator für die Ladestation nehmen möchte.

Meine Frage nun: Benötigt dieses Ladegerät zwingend Drehstrom (3phasig) oder würde es auch mit drei einzelnen Phasen auf den Pins L1/L2/L3 im Typ2 Stecker funktionieren?
Läuft der Strom praktisch über die Außenleiter (Drehfeld!) oder gesammelt über den Nullleiter (=3x einphasig)?

Lt. Datenblatt lädt mein Benz mit max.11kW AC Dreiphasig. Einphasig mit 3,6kW - und theoretisch sind drei mal 3,6kW auch „11kW“ (3x230Vx16A=11040W).

Bei solch einer Frage kann ich nur sagen… Finger weg von elektrischen Anlagen.

Natürlich fließt der Strom über den Nulleiter.

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Zur Frage: Janein, erstmal bitte keine Versuche unternehmen. Ein Drehfeld bei einer Phase gibt es nicht. Ein Drehfeld kommt nur zustande, indem die 3 Phasen um 120° phasenverschoben sind. Wenn man einphasig laden möchte, ist dies kein Problem. Allerdings soll bitte hier ein Fachmann dies anschließen.
Und: 3x230V*16A sind falsch.
Wenn überhaupt: 400V x√3 x16

@Elektromote Da stimme ich dir nicht zu:
Wenn der Verbraucher (z.b. E-Motor) 3-phasig angeschlossen ist belastet er alle 3 Phasen (annährend…) gleich und damit ergibt sich auf dem Neutralleiter (Sternschaltung) ein Stronfluss von 0. Deshalb kann dieser auch weggelassen werden (Dreieckschaltung).

@Voltandamp
Klar, das mit der Phasenlage (120°) ist mir klar.
Es geht mir um die interne Schaltung des Ladereglers: Arbeitet er intern als 3facher 230V_zu_DC-Wandler (z.b.„simpler Brückengleichrichter“ mit nachgeschaltenem DC-DC Booster) was auch ein einphasiges Laden ohne „Umschaltung“ ermöglichen würde, oder als 400V_zu_DC-Wandler der technisch deutlich komplizierter ist.
Und klar, mit Drehfeld wird’s so berechnet: 400V x√3 x16, ich wollte nur den Vergleich 11kW dreiphasig und 3x3,6kW veranschaulichen.

Wie das Ladegerät arbeitet hängt vom Aufbau ab. Bei Tesla wird dies mit SiC-MOSFET’s (das Gleichrichten) realisiert.
Wenn ich den Gedankengang mit einer Phase weiter verfolge… Theoretisch würde das gehen(aber nicht mit den bestehenden Ladegeräten), dies würde aber bei einer Phase bedeuten: 3x16A = 48A auf L1 und N. Um eben auf die ähnliche Leistung wie mit Drehstrom zu erhalten.

Mit meinen 8kW einphasig würde ich die Leitung(en) natürlich nicht mit mehr als 11A belasten. Regeln lässt sich das recht schön und selbst da müsste der WR erst mal auf Dauer mitspielen. Aber darum geht’s mir ja hier nicht.

Wenn ich den thread Ersteller richtig verstehe (was nicht einfach ist, weil der Post ist ziemlich konfus für jemanden, der so etwas kompliziertes bauen möchte):

Er will alle drei Phasen von einer gemeinsamen einphasigen Quelle einspeisen.
Ergo werden alle drei Phasen synchron laufen und dann auf dem N…

Lieber @riogrande75 : wenn du diesen Satz nicht selbst vervollständigen kannst, dann lasst bitte dringend die Finger von deiner Bastelei. Das ist lebensgefährlich.

Und wenn du es vervollständigen kannst, dann weißt du ja, warum es nicht geht.

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@Loose_gravel Ja, das wäre genau der Plan: Die eine Phase mit 8kW intern z.B. im Typ2 Stecker brücken und den Strom begrenzen (PWM Signal).
Sorry, dass ich das nicht explizit angeführt habe, aber darauf wollte ich hinaus.

Ich bin gelernter Elektroniker und habe solche und andere Hochvolt-„Basteleien“ schon sehr oft gemacht. Ich habe auch viele Jahre (praktische) Erfahrung im Elektrotechnik und PV Bereich, deshalb verstehe ich nicht, warum hier gefühlt jeder 2. meint, ich wäre zu blöd das zu verstehen oder umzusetzen… :crazy_face:

Es geht hier NUR um eine Frage bzgl. der internen Arbeitsweise des Ladereglers im Wagen.

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warum lädst du nicht einphasig, wenn dein wechselrichter 8kW einphasig zur Verfügung stellt?
230V x 32A = 7,36kW
da fehlt nimmer viel auf 8

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Wollte ich auch fragen, einphasig laden macht doch viel mehr Sinn.
Das Model 3/Y/S/X kann da definitiv bis zu 32A, manchmal zeigt es sogar 48A an, da muss man dann nur ein entsprechendes Kabel haben und hoffen das das geht.

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Ich habe nur aus deiner Fragestellung auf dein Wissen (bzw. Nicht-Wissen) geschlossen. Und deine Antwort zeigt mir, dass Du da scheinbar schon länger bastelst. Aber nicht unbedingt, dass du auch verstehst, was du da tust, inklusive aller potentiell tödlichen Folgen.

Formuliere doch deine Frage deinem Wissensstand entsprechend, dann bekommst du auch Antworten, die deinem Wissensstand entsprechen.

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Das Brücken würde ich mal lassen, wenn Du 32A oder 48A bereitstellst, verteilt der Tesla das intern auf die 3 Phasen. An anderer Stelle hier im Forum hatten wir das getestet, 32A geht, 48A sollte auch gehen, mangels Quelle konnte der Kollege das nicht nachstellen.

Also, folgende Teststellung könntest Du aufsetzen: nimm eine Wallbox die 22kw unterstützt, d.h. 32A pro Phase, und beschalte nur L1, dann wirst Du sehen, ob der Wagen die 230V / 32A (=7,36kw) komplett abnimmt.

L1/L2/L3 Deines Wechselrichters brücken ist eine sehr schlechte Idee. Die Spannungen bei Drehstrom sind (müssen!) 120 Grad phasenverschoben, also sind die Momentanwerte der Spannungen verschieden, Du machst also quasi einen Kurzschluss. Das wird Dein Wechselrichter nicht mögen, bitte nicht ausprobieren!

Einphasiges Laden mit 32A kann das Auto grundsätzlich, wie schon andere angemerkt haben (die Amis laden einphasig glaube ich sogar mit 48A). Ich wüsste aber nicht, wie das mit dem Typ2 Kabel funktionieren soll. Mit dem UMC2 sollte es möglich sein, wenn Du dort den 32A (nicht den 16A) CEE blau Adapter anschliesst (siehe hier: Blauer Adapter - 16A / 32A). Dann erlaubt das Auto jedenfalls 32A (weil der der Adapter entsprechend codiert ist und der UMC2 das dann weiss).

Die Frage ist aber auch, ob Dein Wechselrichter 32A auf einer Phase liefern kann.

Er sagt, der WR ist einphasig und liefert 8kw, das sollten dann knapp 35A sein. Mit 32A zu arbeiten, wäre meine Wahl. Wie das bei schwacher Sonne dann aussieht, wenn der WR nur 5kw liefert, muss er dann sehen.

Der Vollständigkeit halber (Klugscheissmodus an): Die Rechnung 3 * 230V * 16A, also das rechnen mit Strangströmen und Strangspannungen ist prinzipiell schon korrekt und es kommt auch das richtige raus, nämlich 11kW.

Die zweite Rechnung (Rechnung mit Aussenleiterspannung) ist natürlich genauso korrekt.

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@bero Einphasig kann mein Wagen nur 3,6kW - siehe initialer Post. Das ist ja das Dilemma :unamused:

@Loose_gravel Wo habe ich mich denn so „dumm“ Ausgedrückt, dass du auf mein „Nicht-Wissen“ schließen könntest? Hab nur versucht, das halbwegs verständlich zu formulieren.

Und es geht mir hier nicht um die Art und Weise, wie ich die 230V/8KW zur Verfügung stellen kann, sondern ob dieser Tesla Charger auch mit 230V auf L1/L2/L3 ohne Phasenverschiebung (=3x230V und kein Drehstrom) zurechtkommen würde.

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Das kannst Du doch so gar nicht sagen. Du musst, wie ich vorher geschrieben habe, eine WB anschließen, die 32A auf einer Phase liefert, die muss auch auf 32A codiert sein damit Dein Wagen „weiß“, dass er 32A ziehen kann. Unsere Tests haben ergeben, dass zumindest der Tesla (und u.a. der eGolf) die 32A intern auf 2x16A aufteilt.

Das wäre wirklich mal interessant - ich dachte irgendwo hier gelesen zu haben, das eine Phase bis irgendwo in der Mitte von 16 und 32A geht? 20A oder so, bin mir aber nicht sicher.
Für meinen Juice Booster gibt es einen 1x32A (Cekon Blau) Eingangsadapter, wäre mal gut zu wissen, was damit leistungsmässig machbar ist.

Scheisse, das „Mercedes“ habe ich irgendwie überlesen und nur „Model S“ ist im Kopf geblieben. Sorry, mein Fehler. Nicht sinnerfassend gelesen :frowning:

Edit: Du willst also die eine Phase Deines Wechselrichters L+N an L1/L2/L3/N des Autos führen? Hmm, eigentlich muss der 3-phasige Wechselstrom sowieso im Auto gleichgerichtet werden. Aber um das richtig beurteilen zu können, braucht man die Schaltung der Ladeelektronik im Auto, sonst kann man nur raten und das ist selten eine gute Idee. Speziell wenn es um Netzspannungen geht :woozy_face:

Das ist was in DE erlaubt ist (oder 24A?).

7.4kW, aber eben nicht erlaubt.