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210 V, sollte ich mir Sorgen machen?

Mal sehen, was uns dann in 2 Wochen dort erwartet,… werde mal den NRGKick mitnehmen… Karte des Versorgers auch schon in der Sammlung…

Es gab da schonmal einen Thread dazu: „Laden in Italien“

Also so wie ich das sehe fahren ja nächste Woche ganze Heerscharen von Tesla in die Toskana.
Wir fahren am Freitag so gegen 12-14 Uhr in München los.
Richtung unser Haus in der südlichen Toskana.
Erster (Lade)-Halt dann so ca 16 Uhr am Brenner.

Wir haben am Haus einen 3kW 1 phasigen Anschluß. Vom Mittelspannungstrafo ca 4km Stromleitung über Masten quer durch die toskanische Pampas. Das ergibt beim Tesla Laden per UMC regelmäßig Spannungen unter 200V.
Aber auch die Waschmaschine zieht beim Heizen 10V runter. Seitdem alles mit LED Lampen ausgerüstet ist fällt es nicht mehr so auf.
Vorher mit Glühbirnen konnte ich anhand des Lichts sagen wann die Waschmaschine fertig war :wink:)))

Ich lade dort einfach 1phasig mit 5A (ca 1kW) und das eben andauernd. Das entspannt die italienische Steckdose und die Spannung ungemein *g
In meinem Fall tritt der Großteil des Spannungsabfalls bereits vor dem Zähler ein einfach aufgrund der Leitungslänge.

Viel unangenehmer ist die „Leerlaufspannung“, denn ab und zu haben wir > 250V und das mag der Tesla dann nicht zum Losladen.
Abhilfe ist dann entweder laden zu starten wenn die Spannung unter 240V ist… oder kurz nen Föhn anzuschalten und dann das Laden zu starten. Sobald Tessy dann lädt ist das kein Problem mehr.

Wahnsinn… solche Stromnetze machen den baldigen Erfolg der Elektromobilität (wahrscheinlich nicht nur in Italien) doch sehr unwahrscheinlich. Unterspannung könnte tagsüber ja noch durch Solaranlagen kompensiert werden aber Überspannung wäre ein echtes Problem. Zum Glück gibts ja den Föhn oder ein paar Klimaanlagen.

Könnte hier mal bitte ein Moderator ein bisschen aufräumen? In diesem Thread geht es um 210 V in Norddeutschland! :wink:

Back to topic: Die Installation hat durchgehalten und das Auto war pünktlich voll. Über Nacht war die Spannung etwas besser, so dass es sogar ein kleines bisschen schneller ging, als vorhergesagt.

Interessant (wenn auch nicht überraschend) waren die Ladeverluste. Von 60 kWh, die am Zwischenzähler vorbei gerauscht sind, sind laut Anzeige nur 50 kWh im Auto angekommen. Während ich sonst eigentlich sehr konsistent Ladeverluste von ca. 10% beobachte, waren es in diesem Fall 20%.

Volker,
deshalb hab ich oben ja auch den link hier reingesetzt… um das „umzuleiten“ :wink:

Ist heute ziemlich heiss, also weiss ich nicht wer von uns beiden gerade nur sehr grob überschlägig rechnet :wink: Aber ich komme auf Ladeverluste von 1/6 (16,3%, äh, nein, Korrektur: wie Volker.Berlin unten richtig anmerkte 16,7%) und nicht 1/5 sind doch 5/6 der Energie im Akku angekommen.

Gruß Mathie

Dank Klimaanlage ist es im Tesla angenehm kühl (ich bin gerade Beifahrer) aber Du hast trotzdem (fast) recht. Wir sind uns einig, dass ich in den ca. 17 Stunden 10 kWh in Wärme umgewandelt habe. Ich habe wieder den alten Fehler gemacht und als Bezugsgröße den Nettogewinn verwendet: 10 kWh sind 20% von 50 kWh. Dabei kommt natürlich Unsinn raus!

Man muss den Verlust auf die gesamte Energiemenge beziehen, also 10 kWh von 60 kWh, und das sind 16,7%. Danke für’s Aufpassen! Also weniger als 20% aber immer noch ungewöhnlich viel.

Doch zu heiss hier, ich habe oben fälschlich 16,3% statt 16,7% geschrieben… Hab’s oben korrigiert.

Gruß Mathie

Der Link dazu ist (beginnt ganz unten auf der Seite):

Volker in deinem Fall ist das „Glück“ dass du wegen der langen Leitung den Spannungsabfall merkst und hellhörig werden konntest. - Und egal wieviel du nun wirklich in Wärme umgesetzt hast, die Wärme wurde auch gleichmäßig verteilt über die ganze Kabellänge abgegeben.

Bei mir hängt im selben Hauptschrank eine 44 kWp-PV-Anlage, also die Kabelquerschnitte der Hauptzuleitung sind schon ausreichend. Aber zu den benannten Steckdose führten dann eben nur ganz kurze 1,5 mm² Kabel. Der Spannungsabfall war wegen der Kürze gleich null, egal ob ich 5A oder 16A zog. Ev. in Kombination mit einer mittelmäßigen Qualität der der Verbindungen wurde das System halt örtlich heiß, bis es nach 2 Monaten abschmorrte. Nur, wer misst schon Temperaturen der Kabel und der Verbindungen hinter den Hutschienen im Verteilerschrank.

Überschlägig gerechnet:

Bei 210 V und 10 A lädt man mit ca. 2 kW. Bei 60 kWh Ladung war das Auto 30 Stunden am Netz.
Da die Spannung von 230 auf 210 V gesunken ist, hatte man einen Spannungsabfall von 20 V. Die 20 V bei 10 A geben Verluste auf der Ladestrecke von 200 W. Wer schon mal eine 100 W-Birne angefasst hat, kann sich vorstellen, wie heiß manche Stellen werden könnten.
200 W und 30 Stunden Ladezeit ergeben 6 kWh Verluste.