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210 V, sollte ich mir Sorgen machen?

Du könntest jetzt mit nem Messgerät an den verschiedenen Klemmstellen von Einspeisung bis CEE16 entlang gehen und suchen, wo der Spannungsabfall hauptsächlich hängt. Ein guter alter Ferraris-Zähler macht da aber durchaus schon was aus, wieviel kann ich nicht sagen. Aber ne Ecke mehr als ein Zähler mit Stromwandlern wo die Leitung nur durchgeht, denn er hat ja immerhin schonmal ne Wicklung für den Strommagneten drin…

Meinst Du sowas? :mrgreen:

Unverkennbar an der sich drehenden Scheibe.
Und mit 10(20)A auch noch ein recht kleines Modell, was nochmal für einen etwas höheren Durchgangswiderstand spricht. Guck mal, wie warm allein der ist nach 15 Stunden einphasig 14A laden :stuck_out_tongue:

Schön, dann haben wir ja eine Erklärung! :smiley: Fühle ich mich doch gleich viel besser. Danke mal wieder für Eure Unterstützung!

Nach 3,5 Stunden ist von außen am Zähler allerdings keine Erwärmung spürbar, nur die Kabel, die rein und raus führen, sind gerade mal handwarm.

In der Toscana gibt Orte da wärst du mit der Spannung noch Spitzenreiter. Hatte Ostern mal bei 5A (einphasig) 196 V.
Denke auch, wenn du etwas auf die Wärme von Zähler, Stecker und Verteilerstellen achtest dann gibts keinen Grund nasse Hände zu bekommen.

Ich würde aus Erfahrung die allergrößte VORSICHT walten lassen.
Grundsätzlich stimmt ja alles was ihr geschrieben habt. Aber nachdem ich vor ca. 9 Monaten ein Riesenglück hatte eine neue Installation nach 6 Wochen Betrieb fast zum Brennen gebracht zu haben, lasse ich bei allem, was mir nicht ganz lupenrein vorkommt, größte Vorsicht walten. Die Antworten in diesem Forum waren auch, dass man über Schuko grundsätzlich nicht über 10A Dauerstrom ziehen darf.
In deinem Fall sitzt irgendwo ein großen Widerstand, der für dem Abfall sorgt. Aber was ist, wenn nur eine Schwachstelle im System ist (erwähnte angebrochene Leitung, schadhaft Klemmung, etc.): Der Abfall ist gar nicht so groß aber über die Stunden wird es punktuell sehr heiß, bis es schmorrt …
Drum im Zweifelsfall lieber die Stromstärke runter regeln, wenn du Zeit hast!!
(wenn mein Schockerlebnis jemanden im Detail interessiert, suche ich gerne den Thread raus)

+1

Sorgen nicht aber drauf achten ob sich Verbindungsstellen erwärmen

Happy charging

Ja, würde mich natürlich interessieren und sollte auch für die Nachwelt hier verlinkt werden! Kannst Du kurz sagen, wo in Deinem Fall die Schwachstelle lag?

Wir haben das jetzt über Stunden hinweg beobachtet. Hier und da ist es leicht warm (von kaum wahrnehmbar bis gerade eben handwarm), aber die eine Stelle, an der es richtig heiß wird, scheint es nicht zu geben. Also gehen wir mal im Moment davon aus, dass sich die Verluste einigermaßen verteilen und somit unkritisch bleiben.

Mal sehen, was uns dann in 2 Wochen dort erwartet,… werde mal den NRGKick mitnehmen… Karte des Versorgers auch schon in der Sammlung…

Es gab da schonmal einen Thread dazu: „Laden in Italien“

Also so wie ich das sehe fahren ja nächste Woche ganze Heerscharen von Tesla in die Toskana.
Wir fahren am Freitag so gegen 12-14 Uhr in München los.
Richtung unser Haus in der südlichen Toskana.
Erster (Lade)-Halt dann so ca 16 Uhr am Brenner.

Wir haben am Haus einen 3kW 1 phasigen Anschluß. Vom Mittelspannungstrafo ca 4km Stromleitung über Masten quer durch die toskanische Pampas. Das ergibt beim Tesla Laden per UMC regelmäßig Spannungen unter 200V.
Aber auch die Waschmaschine zieht beim Heizen 10V runter. Seitdem alles mit LED Lampen ausgerüstet ist fällt es nicht mehr so auf.
Vorher mit Glühbirnen konnte ich anhand des Lichts sagen wann die Waschmaschine fertig war :wink:)))

Ich lade dort einfach 1phasig mit 5A (ca 1kW) und das eben andauernd. Das entspannt die italienische Steckdose und die Spannung ungemein *g
In meinem Fall tritt der Großteil des Spannungsabfalls bereits vor dem Zähler ein einfach aufgrund der Leitungslänge.

Viel unangenehmer ist die „Leerlaufspannung“, denn ab und zu haben wir > 250V und das mag der Tesla dann nicht zum Losladen.
Abhilfe ist dann entweder laden zu starten wenn die Spannung unter 240V ist… oder kurz nen Föhn anzuschalten und dann das Laden zu starten. Sobald Tessy dann lädt ist das kein Problem mehr.

Wahnsinn… solche Stromnetze machen den baldigen Erfolg der Elektromobilität (wahrscheinlich nicht nur in Italien) doch sehr unwahrscheinlich. Unterspannung könnte tagsüber ja noch durch Solaranlagen kompensiert werden aber Überspannung wäre ein echtes Problem. Zum Glück gibts ja den Föhn oder ein paar Klimaanlagen.

Könnte hier mal bitte ein Moderator ein bisschen aufräumen? In diesem Thread geht es um 210 V in Norddeutschland! :wink:

Back to topic: Die Installation hat durchgehalten und das Auto war pünktlich voll. Über Nacht war die Spannung etwas besser, so dass es sogar ein kleines bisschen schneller ging, als vorhergesagt.

Interessant (wenn auch nicht überraschend) waren die Ladeverluste. Von 60 kWh, die am Zwischenzähler vorbei gerauscht sind, sind laut Anzeige nur 50 kWh im Auto angekommen. Während ich sonst eigentlich sehr konsistent Ladeverluste von ca. 10% beobachte, waren es in diesem Fall 20%.

Volker,
deshalb hab ich oben ja auch den link hier reingesetzt… um das „umzuleiten“ :wink:

Ist heute ziemlich heiss, also weiss ich nicht wer von uns beiden gerade nur sehr grob überschlägig rechnet :wink: Aber ich komme auf Ladeverluste von 1/6 (16,3%, äh, nein, Korrektur: wie Volker.Berlin unten richtig anmerkte 16,7%) und nicht 1/5 sind doch 5/6 der Energie im Akku angekommen.

Gruß Mathie

Dank Klimaanlage ist es im Tesla angenehm kühl (ich bin gerade Beifahrer) aber Du hast trotzdem (fast) recht. Wir sind uns einig, dass ich in den ca. 17 Stunden 10 kWh in Wärme umgewandelt habe. Ich habe wieder den alten Fehler gemacht und als Bezugsgröße den Nettogewinn verwendet: 10 kWh sind 20% von 50 kWh. Dabei kommt natürlich Unsinn raus!

Man muss den Verlust auf die gesamte Energiemenge beziehen, also 10 kWh von 60 kWh, und das sind 16,7%. Danke für’s Aufpassen! Also weniger als 20% aber immer noch ungewöhnlich viel.

Doch zu heiss hier, ich habe oben fälschlich 16,3% statt 16,7% geschrieben… Hab’s oben korrigiert.

Gruß Mathie

Der Link dazu ist (beginnt ganz unten auf der Seite):

Volker in deinem Fall ist das „Glück“ dass du wegen der langen Leitung den Spannungsabfall merkst und hellhörig werden konntest. - Und egal wieviel du nun wirklich in Wärme umgesetzt hast, die Wärme wurde auch gleichmäßig verteilt über die ganze Kabellänge abgegeben.

Bei mir hängt im selben Hauptschrank eine 44 kWp-PV-Anlage, also die Kabelquerschnitte der Hauptzuleitung sind schon ausreichend. Aber zu den benannten Steckdose führten dann eben nur ganz kurze 1,5 mm² Kabel. Der Spannungsabfall war wegen der Kürze gleich null, egal ob ich 5A oder 16A zog. Ev. in Kombination mit einer mittelmäßigen Qualität der der Verbindungen wurde das System halt örtlich heiß, bis es nach 2 Monaten abschmorrte. Nur, wer misst schon Temperaturen der Kabel und der Verbindungen hinter den Hutschienen im Verteilerschrank.

Überschlägig gerechnet:

Bei 210 V und 10 A lädt man mit ca. 2 kW. Bei 60 kWh Ladung war das Auto 30 Stunden am Netz.
Da die Spannung von 230 auf 210 V gesunken ist, hatte man einen Spannungsabfall von 20 V. Die 20 V bei 10 A geben Verluste auf der Ladestrecke von 200 W. Wer schon mal eine 100 W-Birne angefasst hat, kann sich vorstellen, wie heiß manche Stellen werden könnten.
200 W und 30 Stunden Ladezeit ergeben 6 kWh Verluste.