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19,8 ct./kWh - fast zu schön, um wahr zu sein...

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Man kann sein E-Auto auch mit einem „Wärmepumpentarif“ laden, wenn man keine Wärmepumpe hat!

Hier eine Liste der europäischen Strompreise von 2017

1-stromvergleich.com/strompreise-in-europa/

Meiner Erfahrung nach muss zuerst der zuständige Netzbetreiber der Installation eines fernabschaltbaren Stromzählers zustimmen, der für die meisten Stromanbieter Voraussetzung für einen sog. Heizstrom- oder Wärmepumpentarif ist. Und dann ist es nicht gesagt dass ein Stromanbieter dann einem auch den Tarif anbieten kann, da die mögliche Belieferung wieder vom Netzbetreiber abhängig ist.
Daher besser zuerst mit dem Netzbetreiber sprechen, ob der einem abschaltbaren Zähler zur Ladung des Akkus eines EVs zustimmt.
Dann muss in der Regel auch eine Wallbox nach Installation gemeldet werden.

In meinem Fall habe ich zuerst und ausschließlich mit dem Stromanbieter gesprochen. Der hat das alles für mich geregelt, Termine für den Einbau des „Rundsteuerempfängers“ vereinbart, usw. Es hat sich etwas hingezogen, war aber für mich mit sehr wenig Aufwand verbunden.

Also da möchte ich, zumindest für meinen Bereich hier, wiedersprechen.
Ich habe bei unserer „SWB in Bremen“ in 12/2017 bereits versucht, den Tarif mit einem extra Stromzähler zu nutzten, was mir schriftlich verweigert wurde. Ein zweiter Versuch, den ich nach einem Artikel des Vorstandes der SWB über Elektromobilität ( er fährt selbst einen Ampera ) vor einigen Tagen gestartet habe, steht noch das Ergebins aus.
Also wenn Du da mehr weißt, wäre ich danbar…

„Wärmepumpe“ ist nur ein umgangssprachlicher Platzhalter für das, was technisch „abwerfbare Last“ (auch: „abschaltbare Last“, „unterbrechbare Verbrauchseinrichtung“, „steuerbare Verbrauchseinrichtung“) heißt. Für „abwerfbare Lasten“ dürfen besondere Stromtarife angeboten werden. Beispiele sind Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen und Kühlhäuser, denen es nichts ausmacht, wenn sie mal unvermittelt für ein oder zwei Stunden keinen Strom bekommen. Gegenbeispiel: Ein normaler Haushalt darf ausdrücklich (per Gesetz) nicht als „abwerfbare Last“ deklariert werden und muss 24/7 mit Strom versorgt werden.

Vor etwa ein oder zwei Jahren hat der Gesetzgeber Vorrichtungen zum Aufladen von Elektroautos in die Liste der „abwerfbaren Lasten“ aufgenommen (§ 14a Energiewirtschaftsgesetz). Seitdem darf jeder Stromversorger seinen Wärmepumpen- oder Nachtspeichertarif auch zum Aufladen von Elektroautos anbieten – unter der Voraussetzung, dass die Ladestation ihren eigenen Zählpunkt hat, der keine anderen Verbraucher versorgt. Der Stromversorger darf das natürlich auch „Autostrom“ oder sonst wie nennen, Namen sind Schall und Rauch.

Wenn Dein Stromversorger Dir seinen Wärmepumpentarif für Deinen Fall nicht anbieten will, dann hat er vielleicht noch nicht mitgekriegt, dass der Gesetzgeber E-Autos inzwischen zu den „abwerfbaren Lasten“ zählt.

Siehe dazu auch:
:arrow_right: Stromanbieter mit netzdienlichen E-Auto-Tarifen
:arrow_right: Wallbox als Unterbrechbare Verbrauchseinrichtung abgelehnt

Vielen lieben Dank.
Werde heute am Nachmittag meine Anfrage mit den Argumenten überarbeiten

man sollte aber auch beachten, das ein 2. Zähler ebenfalls eine 2. Grundgebühr nach sich zieht.
Je nach Anbieter und Netzbetreiber in unterschiedlicher Höhe.

Des weiteren kostet die Montage (von Rundsteuerempfänger, 2. Zähler)
und neu Verkabelung der Wallbox auch noch den einen oder anderen Euro.

Mmm, darf ich dann ab einem solchen Zähler auch eine Wärmepumpe und ein eAuto anschließen?

Und: wird der Strom per Schütz im Zähler abgeschaltet oder muss das per „EVU-Sperre“ Signal in der Wärmepumpe bzw. der wallbox gemacht werden?

das wird denke ich von deinem Netzbetreiber abhängen,
bei unserem gibt es wirklich noch die analogen Empfänger die nur einen Schaltausgang haben.
Hier wird noch ein Lastschütz abgeworfen (zumindest bei den mir bekannten Nachtspeicheröfen)

Man könnte mit dem Ausgang ja auch dem Wallbox Controller das „Enable“ entziehen.
Dann wird dein Netzbetreiber aber auch deine Wallbox versiegeln wollen, damit du diesen Eingang nicht modifizieren kannst.

Ein zugelassener Elektriker sollte dir aber auch erklären können, wie das bei deinem Netzbetreiber geregelt ist.

Konkret zu meinem Tarif, von dem ich oben berichtet habe: Die monatliche Zählergebühr fällt natürlich an, ist aber bei dem Angebot direkt neben den Stromkosten unmissverständlich ausgewiesen. Muss man halt mal durchrechnen. Im Fall von EQ Strom gibt es für E-Auto-Fahrer sogar noch eine jährliche Gutschrift, die die Zählerkosten zum Teil schon wieder kompensiert.

Montage des Rundsteuerempfängers hat mich gar nichts gekostet (außer ein wenig Geduld) und eine „Neuverkabelung“ der Wallbox entfiel bei mir. Ist mir auch nicht klar, was da für Kosten anfallen sollten.

Ganz so günstig wie in Post 1 sind wir nicht, aber wenn ich alle Boni gegenrechne sind es bei EON auch ~23,5ct. Ich mache mir mittlerweile auch die Mühe jährlich per verivox/check24 mit Jahresverträgen weiterziehen.

Also wir hatten bis vor ein paar Tagen ein 2-Tarif Zähler drin. Also HT/NT Zähler. Da hat jeder Tarif den ich mir raus gesucht habe, gute 2-300€ mehr im Jahr gekostet. Bei vergleichbarem Verbrauch mit einem abschaltbaren Zähler war der Unterschied noch etwas mehr. Und spezielle eAutotarife waren auch deutlich teurer. In einem Artikel habe ich gelesen, dass ein normaler günstiger Tarif und ein jährliches Vergleichen am günstigsten ist.
Daher haben wir den Zähler gegen einen normalen austauschen lassen. Mit dem kann man auch einspeisen. Und nun bezahlen wir für 2500kw mehr nur 20€ monatlich drauf. Damit kann ich leben, wenn der Tesla nicht mehr verbraucht :mrgreen:

Bei uns wird momentan übrigens kein abschaltbarer Zähler angeboten.

Der Zählerwechsel war umsonst.

Allerdings wird der ganze Installationkram der Wallbox etwas kosten. Ist blöd weil der Elektriker das anmelden muss. So kann ich es nicht ganz allein machen. Einfach nur anmelden will hier keiner. Naja, verständlich. So habe ich die ganzen material- und zeitaufwendigen Dinge alleine gemacht und die Verteilung verkabeln kann dann der Elektriker. Sonst wäre ich bestimmt bei über 2000€ gelandet.

Also einfach mal den günstigsten Tarif googeln. Das war bei uns immer das beste. Ich habe jetzt aber trotzdem Maingau genommen. Das ist keine 100€ mehr wie der günstigste hier, Und wegen der Tankkarte spare ich ja auch noch ein paar Cent.

Hallo Leute,

habe aktuell den Fall, dass mein Stromanbieter (örtliche Stadtwerke) sich querstellt.
Wir haben eine Wärmepumpe, die zweimal am Tag abgeschaltet werden kann. Ich wollte nun die feste Ladestation umklemmen lassen auf den separaten Stromzähler der WP, um den vergünstigten Tarif der WP zu nutzen.
Meine Frage wäre jetzt, ob die Stadtwerke laut §14a des EnWG verpflichtet sind mir dies zu erlauben. Oder ist es sozusagen eine freiwillige Leistung, die nicht angeboten werden muss, aber kann?

Danke für eure Hilfe!

Ich habe neulich mal irgendwo gehört das sie das müssen, wenn technisch machbar. Ob das stimmte weiß ich aber nicht.
Meine Stadtwerke bieten noch nicht mal ein Doppelzähler an :unamused:

Schau dir das Video von Oliver (163 Grad) zum Thema einmal an.
youtu.be/A1NlMARQaQM

Fazit: Ja es ist gesetzlich erlaubt E-Autos da ran zu hängen.

Das war ja nicht seine Frage.
Er wollte wissen ob die auch dazu verpflichtet sind, wenn er es will. Oder ob die sagen dürfen, nö, machen wa nich.

Es ist gesetzlich geregelt, dass es zulässig ist. Ein Anbieter oder Verkäufer kann dir immer den Verkauf seiner Waren verwehren (wie in diesem Fall). Dann geh einfach zu einem anderem Anbieter und gut ist.
Der Wechsel ist in 15 Minuten ohne Aufwand erledigt.

Das ist komplett falsch. Die Hoheit liegt hier beim Netzbetreiber, und den kannst Du nicht wechseln. Ich schau gleich mal nach, bin aber der Meinung, dass E-Autos mittlerweile im 14a explizit aufgeführt sind. Dann müsste er müssen. :wink:

Also ich habe bereits vor über einem halben Jahr einen solchen Antrag bei unserem Energieversorger gestellt. Der liegt dort in der Rechtsabteilung und das einzige, was sich in dieser Zeit geändert hat, ist der betreuende Anwalt!
Es geht vom Grundsatz her darum, dass ich behaupte sie müssten ( e-Autos sind im Gesetz expliziert aufgeführt ) und sie sagen sie müssten nicht. Mir wurde nun als Übergangslösung bis zur Entscheidung angeboten, einen weiteren Zähler für Euro 69 zu erhalten und dann meine Ladestation über einen Nachtstromtarif ( war wohl früher mal üblich für Nachtspeicherheizungen ) abzurechnen.
Interessant fand ich, das der Chef der SWB einen Ampera fährt. Nützt mir aber leider auch nichts. :frowning:
Also ganz so eindeutig scheint es nicht zu sein, sonst wäre mein Antrag sicherlich schon abgelehnt worden…