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12'000 km mit Model X75D - meine Erfahrungen

Das mit dem Fön hat was, Danke…

Habe noch genügend Strom und vorsichtig zum nächsten sc zu kommen, ist mehr als Sicherheit Reserve gedacht, falls die kalten temp. Mir da noch einen kleinen Strich spielen würden…

Danke für den tip

Gesendet von iPad mit Tapatalk

Wenn es sich wieder öffnen lässt mal die Dichtungen mit einem Silikonstift einreiben - dann sollte es nicht passieren. Meiner steht auch immer draußen - normalerweise passiert dann nichts.

Mittlerweile habe ich 44’000 km abgespult. Letzthin war ein weiterer Service Center-Besuch nötig, da der Ultraschall-Sensor in der hinteren rechten Falcon-Wing-Türe kaputt war.

Als Ersatzwagen gab es einen MS P90D - Ludicrous-Modus ist schon nett :slight_smile:. Allerdings sind die Leihwagen von Tesla nicht mehr (Kasko-)-Versichert (!). D.h. man muss den Schaden komplett selber bezahlen. Das ist schon etwas gefürchig beim Fahren. Es kann ja immer etwas passieren bei winterlichen Bedingungen, auch wenn man vorsichtig fährt. Bisher hatte ich noch nie so einen Fall, dass ein Händler das volle Kaskorisiko auf den Kunden abwälzt.

Nicht schon wieder diese Diskussion. Man muss max. den Selbstbehalt bezahlen. Das sind 2.000 oder 2.500 €. den Rest übernimmt Tesla, auch wenn Sie kein Vollkasko haben.
LGH

Das kann ich nur unterstreichen. Beim derzeitigen S P85D Loaner sind es 2000 €, beim X100D Loaner zuvor waren es 2500€ Selbstbeteiligung.

Nun rund 55k km and Counting. Toller Wagen. Zwischenzeitlich hatte ich das Problem, dass das USB Qi Ladegerät für das Handy offenbar den Computer für den Zentralbildschirm durcheinander gebracht hat - der Touchscreen war immer mal wieder nicht reaktiv, d.h. man könnte nichts mehr eingeben, wenn das Ladegerät am USB Port bei der Armlehne eingesteckt wurde, bis man neu gestartet hat über die zwei Lenkradtasten. Tesla hat das Problem schnell diagnostiziert und seit ich wieder am 12V-Anschluss lade, sind die Probleme weg.

Sehr angenehmer Bericht! Hab ich unter Favoriten gespeichert. Danke für die Arbeit.

77’000 km auf dem Odometer. Soeben den 80’000er-Service gemacht - der erste Service, den ich am X gemacht habe. Es gab nichts zu beanstanden. Bremsen sind auch noch ok nach so vielen km, das hatte ich noch nie bei einem Auto.

Getauscht werden musste der Fahrersitz (auf Garantie). Da gab es ein manchmal ein Knacken beim Justieren des Sitzes. Wurde anstandslos und ohne Diskussion gemacht. Ausserdem hat Tesla die Einstiegs-Seiten-Verkleidung beim Fahrersitz auf Garantie ersetzt, da gab es Kratzspuren durch das Ein-/Aussteigen. Echt zuvorkommend Tesla. Ich mein, das Auto hat immerhin schon 2.5 Jahre und 70’000 km auf dem Buckel. Da kann man nicht einfach so erwarten, dass einem abgenützte Innenraumteile kostenlos ersetzt werden. Toller Service.

Bin echt happy mit dem Wagen. Erstaunlich, welch hohe Qualität ein Newcomer am Markt bieten kann.

habe dein thema erst heute entdeckt und genossen.
und es freut mich, dass tesla und du/ ihr immer noch so gut zueinander passt :smiley: :exclamation:

Nach weiteren 30’000 km, nun 110’000, ist es wohl Zeit für ein weiteres Update. Zwischenzeitlich ist mein Auto nicht mehr unter Garantie (geht nur bis 80’000 km beim 75er), d.h. die Reparaturen sind nun meine Sache. Ein mir bewusstes Risiko, gerade bei einem Neuhersteller.

CCS Upgrade
Zuerst mal das Positive. Mitte 2019 hab ich das CCS Retrofit machen lassen. Kostenpunkt 570 Franken. Hab ich auch schon mehrfach benutzt, funktioniert einwandfrei und erhöht die Ladeflexibilität auf der Langstrecke doch nochmal. Wenns geht, lad ich aber schon weiter am Supercharger, das ist viel bequemer und die Supercharger sind auch nie kaputt, was man von den CCS-Säulen nicht behaupten kann. Ich finds lässig, bietet Tesla solche Hardware-Upgrades an. Das erübrigt einem ein Fahrzeugwechsel, der ja immer auch mit Kosten und Umtrieben verbunden ist.

Kühlflüssigkeit
Bei km 100’000 kam eine Fehlermeldung, der Kühlflüssigkeitstand sei zu gering. Musste ich in der Garage auffüllen lassen. Kosten mit Dichtigkeitscheck um die 300 Franken mit Dichtigkeitsprüfung. Soweit recht undramatisch.

MCU/Charger/UMC/Türschlösser
Bei 110’000 km dann der erste richtig heftige Defekt respektive gleich mehrere aufs Mal. Alles fängt harmlos an mit der Beifahrertür, die nicht mehr richtig öffnet und schliesst. Muss ersetzt werden mit einem „Türschloss Retrofit“, offenbar gabs hier mal ein Upgrade an der Konstruktion und dazugehörigen Elektronik im Verlaufe der Serie. Mein alter X hatte das wohl noch nicht drin.

Während dem Warten auf die Ersatzteile fängt der Bildschirm an, Probleme zu machen, bleibt oft schwarz. Bekanntes Speicherchip-Problem vermutlich. Gleichzeit lädt das Ladegerät nur noch mit 2 Phasen und 10A statt 16A. Die Sache eskaliert so weit, dass der Wagen nach einigen Versuchen gar nicht mehr mit AC geladen werden kann, es haut direkt die Sicherung raus. Zwei Wochen Tesla-Verzicht bahnt sich an.

Nach Ersatz des Schliessystems, des durchgebrannten Onboard-Chargers, dem halb-defekten mobilem Ladegerät und MCU/Center Screen ist der Wagen nun wieder flott und erfreut wieder mein Fahrerherz. Man gewöhnt sich schon an die Annehmlichkeiten des Wages (Türen, Autopilot, Soundsystem, …). Die km-Kostenbilanz wurde durch die Reparatur so ziemlich verhagelt, von „günstigstes Auto, welches ich bisher pro km hatte“, hoch auf das Niveau meiner bisherigen Premium-Verbrenner. Mal schaun wie sich das weiter entwickelt bis zum Ersatz durch das Model Y. Evtl. pendelt es sich wieder ein, oder ich hab Pech und da kommt noch das eine oder andere auf mich zu. Innerhalb der Garantie zu bleiben und dann einzutauschen wäre im Nachhinein die bessere Wahl gewesen. Mit den neuen Xen hat man wohl einige der Probleme nicht mehr (Türschlösser, MCU, evtl. auch anderer Charger). Aber irgendwie konnte ich mich nicht dazu überwinden, wieder ein X zu bestellen, da das Y ja am Horizont ist.

X vs. Outlander
Da Tesla aufgrund der Kurzfristigkeit keine Ersatzwagen vorrätig hatte und diese ja sowieso nicht mehr kostenlos sind ausserhalb der Garantie, hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin mal wieder aus der Blase ausgebrochen. Die zwei Wochen bis der X repariert war hab ich mir den letzten Schrei aus Japan gemietet, einen Mitsubishi Outlander Plug-In-Hybrid. Der ist schön günstig (Neupreis nur 35’000 CHF!), auch ein SUV wie es mir von der Sitzposition gut gefällt. Die Sitze sind bequem. Das wars auch schon mit den positiven Punkten. Meine Güte. Wir ziehen hier ja oft über die deutschen Althersteller her. Die Japaner sind da noch rückständiger unterwegs. Das war schon ein heftiges Flashback nach 4 Jahren Tesla. Infotainment totale Steinzeit, unlogische Grafiken, es lagt und man verliert sich im Menü-Dschungel, Apple Carplay und Bluetooth geht nicht gleichzeitig. Im Innenraum findet man Verarbeitungsdefizite, die würde man bei Tesla in allen Foren breitschlagen. Die Öffnungsgeschwindigkeit der automatischen Heckklappe kann auch als Demovideo der Slowmotion-Funktion einer Videokamera herhalten. Hartplastik überall, Fahrassistenzen mit dauernden Fehlalarmen. Der Antriebsstrang hat die medizinische Freigabe als Schlaftablette. Der Tempomat funktioniert im EV-Modus nicht, keine Ahnung warum. Der Verbrauch ist jenseits von gut und böse, sobald der Verbrenner angeht. Spätestens nach 30 km ist Schluss mit EV-Betrieb, dann gehts nur noch Hybrid vorwärts, so ähnlich wie bei den Toyotas mit dem Planetengetriebe. Erst nach Kickdown und hohen Drehzahlen spürt man, dass das Fahrzeug beschleunigt. Lange Rede, kurzer Sinn, ein Kurzstrecken-SUV für UHU-Fahrten (Ums Huus Umä). Dafür schön günstig und vmtl. trotz der komplexen Technik wohl auch zuverlässiger als ein Tesla. Aber eben, da ist schon eine sehr sehr grosse Technologie-Lücke zwischen Mitsubishi und Tesla. Da fragt man sich schon, ob die das jemals schliessen können. Ich bin jedenfalls froh, wieder mit dem Fabergé-Ei unterwegs zu sein. Richtig lässig zu fahren. Nach den Grenzerfahrung mit dem Mitsubishi frag ich mich umso mehr, wie sich manche in den Foren über pingelige Details am Tesla nerven können.

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Danke für den Bericht. Ich hatte neulich ein interessantes Angebot eines MX 75D mit 141tkm gesehen. Bin am Überlegen, ob ich das mal Probefahren soll. Wie sieht denn bei dir die Akkukapazität aus? Du meintest ja im ersten Bericht, dass du 330km weit kommst. Wie sieht es nun aus? Klar, das ist immer unterschiedlich, aber würde schonmal einen guten Richtwert zeigen.

Es sind aktuell etwa 7% weniger, etwas über 300 km, also etwa so viel wie ein neuer e-tron 55. Meiner liegt etwas unter der Streuung von 5% nach der Laufleistung. Um den Akku mach ich mir am wenigsten Sorgen, der liegt ja noch eine ganze Weile unter Garantie.

True. Ich nehme mal an, dass du auf Grund des Free SuC auch viel dort geladen hast? Dann wäre die Degradation ja noch super. Das MX ist von 05/17 hat aber wie gesagt schon 141tkm runter. Preislich ist es aber bei ca. 70t€. Naja, über den Werterhalt liest man ja immer viel (Gutes).
Bitte berichte weiterhin über dein MX, liest sich sehr interessant!

SuC eigentlich nur auf der Langstrecke, wohl weniger als 10% der Energie.

**Langstrecke Südfrankreich - Schweiz **
Ich habe kürzlich einen Urlaubstripp nach Südfrankreich gemacht mir. 3’000 km Langstrecke mit der ganzen Familie, vollgepackt. Das Model X ist ein fantastischer Reisewagen. Autopilot auf dreispurigen französischen Autobahnen - einfach Klasse. Platz ohne Ende, spurtreues Fahren, dichtes Ladenetz auch in Frankreich, tolle Landschaftsaussichten mit der Panoramascheibe.



Die „verschachtelten“ Platzverhältnisse eines 6-Sitzer-X sind für Urlaub sogar ein Vorteil. Je nach Gepäckstück ist man froh, kann man es irgendwo reinschieben oder dazwischenstellen. Den Frunk kann man gut mit Souvenirs füllen, die man erst am Ende der Reise wieder auspackt. Insofern finde ich den „Bananabox“-Test von Björn nicht wirklich praxisrelevant. Gepäckstücke haben nun mal unterschiedliche Grössen. Als Familienkutsche im Urlaub ist das Model X ein tolles Fahrzeug.

** Panne **
Leider bin ich nach 4 Jahren nun das erste Mal mit dem Wagen liegengeblieben. Da der Wagen lange rumstand, habe ich Onlineverbindung und Quickstart ausgeschaltet („Energiesparmodus“), um den Vampire-Drain zu reduzieren. Das hätte ich nicht machen sollen, denn offenbar war die 12V-Batterie nicht mehr in gutem Zustand und war nicht mehr fähig, den Wagen nach dem Tiefschlaf hochzufahren. :frowning: Die Fehlermeldung, die es im Vorfeld dazu offenbar gab, habe ich offenbar übersehen.

Der Tesla Notfalldienst war sehr hilfsbereit und organisierte mir einen Pannenhelfer, der den Wagen überbrückte und wieder zum Leben erweckte. Dass die 12V-Batterie abliegen kann gibts nun mal bei jedem Auto. Nicht lustig ist aber, wenn man dann im Urlaub 250 km zum nächsten Service-Center fahren darf. Da habe ich gewisses Verständnis für die Tesla-Kritiker, die nicht gerade ein SeC in der Gegend haben. Immerhin hatten die eine neue 12V-Batterie an Lager und das Ding in 30 Minuten getauscht. 580 Franken ärmer (320.-- für den Pannendienst, 260 für das Tauschen der Batterie) waren wir wieder mobil.

** CCS-Retrofit und Ladeinfrastruktur in Frankreich **
Ich hatte mir vor einiger Zeit ja das CCS-Retrofit machen lassen und das auch im Urlaub genutzt. In zwei Städchen wo wir waren hatte es etwas abseits CCS-Lader der lokalen Energieunternehmen (50 KW). Das Erlebnis war durchzogen. Es ging, aber meist erst im zweiten Anlauf. Das Handling dieser Säulen mit den zweitklassigen Apps ist einfach fummelig. Aber die Option, auch CCS laden zu können, ist schon ein Gewinn, auch für einen Tesla mit SuC. Schnelle Lademöglichkeiten kann man eigentlich nie genug haben.

Insgesamt ist die Ladeinfrastruktur in Frankreich aber recht bescheiden. An den Mautautobahnen hat es ab und zu an den Raststätten (vielleicht jede 4.) einen Schnellader. Jenen, den wir ansteuerten, war jedoch „indisponible“, also kaputt!

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Ohne Supercharger-Netzzugang wären wir da wohl gestrandet und der Trip wäre wohl auch sonst nicht lustig gewesen. Sicher „ginge“ es, aber nicht mit der gleichen Reisegeschwindigkeit und wohl kaum mit der ungeplanten Reisesicherheit wie mit einem Supercharger-Zugang. Eines unserer Hotels hat Tesla Destination Charger, jenes in Monaco hatte einen 220V-Schnarchlader-Anschluss bereitgestellt. Ansonsten war man auf öffentliche Säulen angewiesen. Von denen hatte es meistens nur einer, mit 50KW. Elektromobilität in Südfrankreich findet praktisch auch nicht statt. Wenn man ein Elektroauto sieht, dann einen Tesla. Es hat viele Elektrotrottinette. Manchmal ein Zoe in den Städtchen. Insgesamt scheint es mir aber immer noch Elektro-Wüste zu sein. Das Strassenbild ist geprägt von vielen (schönen) französischen Verbrennern. Die neuen Peugeots (2008) sind schick, auch die vielen DS gefallen. Sieht man hier selten.

** Klimananlage kollabiert **
Auf der Rückfahrt über Italien war Mittagspause in Varazze am Supercharger angesagt, wo auch grad die Briten vom Cannon-Run ihre Rast machen.

Nach einigen Minuten Supercharging kam plötzlich die Meldung, dass der Ladevorgang abgebrochen sei. Das hatte ich bisher noch nie an einem Supercharger. Also ging ich zurück zum Wagen und da stand die Meldung, dass die Geschwindigkeit von DC-/Schnelladen/Supercharging möglicherweise reduziert sei.

Es war sehr heiss an jenem Tag und insofern war das nachvollziehbar. Ich habe die SuC-Säule gewechselt und den Ladevorgang wieder gestartet. Das Laden funktionierte dann anstandslos.

Leider funktionierte nachher die Klimaanlage nicht mehr. Die Meldung blieb während der Fahrt aktiv, aus der Klima kam aber nur lauwarme Luft. Bei 35° durch Italien mit offenem Fenster. Geht. Wie früher in der Kindheit. Aber nicht lustig.

teure Reparatur
Am nächsten Tag war die Fehlermeldung weg, die Klimaanlage ging aber weiterhin nicht. Im Gegenteil kam nun ein lautes Knattern und spürbares Rumpeln dazu, wenn man den Klimakompressor aktivierte. Nicht gut. Das Problem hatte ich schon mal 2017. Und tatsächlich musste erneut der Klimakompressor getauscht werden und das ganze System von Abrieb gespült werden. Eine aufwändige Reparatur (2 Tage). Das letzte Mal ging die Geschichte auf Garantie und war mir weitgehend egal. Nun durfte ich diese Reparatur (CHF 6500.-- Listenpreis exkl. Ersatzwagen) selber berappen. Nach etwas Verhandlung kostete der Spass immer noch rund 4’000 Franken inkl. Ersatzwagen. Auch hier muss ich sagen, ein Klimakompressor kann ja mal kaputtgehen. Passierte kürzlich auch beim Toyota meiner Eltern. Dort kostet sowas dann aber 1’500 Franken und nicht 4’000 Franken. Und er ging nach 10 Jahren kaputt, nicht das zweite mal innert 4 Jahren. Hier hat Tesla sicher noch nachholbedarf.

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Sehr wohlwollend formuliert.

@Teslanaut Du bist / warst ja auch X-Fahrer der ersten Stunde. Wie geht denn deine Story weiter?

@Tescroft: Na ja, ich fahre noch immer MX und liebe es. So alle 4-6 Wo bin ich im SEC :upside_down_face:. Rückschauend würde ich sagen, dass ich etwas zu früh gekauft habe, aber ich war einfach zu sehr geflashed, um zu widerstehen. Dazu kann ich heute ganz gut stehen.