Mobiler 22 kWh-Lader!

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von JeanSho » 9. Mai 2014, 16:30

Ich auch. Danke Danke Danke
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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von Klaus B » 9. Mai 2014, 18:31

Danke Eberhard und gern geschehen JeanSho.


Eigentlich müssten wir nun in Erfahrung bringen, wie sich das Model S verhält? Liegt beim Model S eine vollständige Trennung zwischen Wechselstrom- und Gleichstromquelle vor? Oder liegt sie nicht vor, aber die glatten Gleichströme bleiben immer unter 6 mA?
In beiden Fällen könnte man mit dem juice booster 1 ein Model S gefahrlos laden.

Dass beim Model S ein etwaiger glatter Gleichstrom im Normalfall immer unter 6 mA bleibt, darauf deutet der Umstand hin, dass sonst das UMC und Ulis crohm Box auslösen und die Ladung unterbrechen würde, weil beide Ladeboxen ein Differenzstromüberwachungsgerät verbaut haben, das bei über 6 mA auslösen würde.

D.h. im Normalfall kann mit der hier besprochenen Box ein Model S gefahrlos für alle Beteiligten geladen werden. Nun sind Sicherheitseinrichtungen aber nicht für den Normalfall, sondern für den Schadensfall gemacht.

Die Frage ist daher, ob beim Model S ein Schadensfall möglich ist, bei dem ein höherer (als 6 mA) glatter Gleichstrom über die Ladeleitung in die Wechselstromleitung fließen kann oder ob das technisch unmöglich ist?
Das kann außer Tesla vermutlich niemand beantworten.

Wenn das möglich wäre, dann könnte es zu einem Wechselstromschlag kommen, wenn gleichzeitig zum Schaden am Gleichstromsystem des Model S an der Wallbox ein Wechselfehlerstrom auftritt, der zuvor nicht aufgetreten ist, denn sonst hätte der FI Typ A bereits vorher mal ausgelöst oder
wenn die Wallbox falscherweise in Serie mit der Hausinstallation angeschlossen ist und in dem Moment der FI Typ A der Hausinstallation blind wird und gleichzeitig an einem Hausgerät ein Wechselfehlerstrom auftritt.

Beim Model S müssen also sowohl ein Gleichstromfehler und in der Installation der Wallbox oder im Haus müssen gleichzeitig ein Wechselfehlerstrom zusammen kommen, die zuvor noch nicht aufgetreten sind, damit es zu einem Wechselstromschlag bei Verwendung der Box kommt. An den Gesamtumständen sieht man schon, dass das ein sehr geringes Risiko sein wird. Aber es ist eine denkbare Verkettung von Unfallumständen. Das Risiko ist also nicht Null, was es bei einer Box wäre, die einen glatten Gleichstromfluss über 6 mA sofort trennen würde.

Ist es beim Model S so, dass selbst im Schadensfall kein Gleichstrom ins Wechselstromnetz fließen kann, dann passiert unter keinen denkbaren Umständen durch die Box etwas.
 
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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von Volker.Berlin » 10. Jun 2014, 15:28

Ich habe mir am Wochenende mal eine crOhmbox (22 kW) ausgeliehen. Ich wolle sie an zwei Orten zum Einsatz bringen, zugegebenermaßen beides keine ausgewiesenen/erprobten DSK-Standorte. Die crOhmbox ist ja dem Vernehmen nach das Beste, was es so an mobilen Ladeboxen gibt, und ich wollte bei der Gelegenheit einmal ausloten, ob mir ohne eigene mobile Ladebox und "nur" mit dem Tesla UMC eigentlich etwas Wesentliches fehlt. Hier meine Eindrücke:

  • Obwohl die crOhmbox einer der besseren (und teureren) Vertreter ihrer Gattung ist, ist sie "ein ganz schönes Trumm". Gerade im direkten Vergleich mit dem Tesla UMC (der natürlich auch nur 11 kW kann) ist sie echt sperrig und schwer.
  • Die Einknopf-Bedienung mit Geheimcodes aus farbigen LEDs wirkt nicht gerade zeitgemäß. Ja, ich weiß, LCD-Displays sind teurer (für crOhmbox kein Argument) und können bei extremer Witterung leichter mal ausfallen als LEDs. Außerdem bietet die crOhmbox (gegen Aufpreis optional) eine Bluetooth-Schnittstelle für's Smartphone an, die sicher superkomfortabel ist. Trotzdem -- dass ich ohne Decodierungstabelle nichts einstellen kann, ist ein Unding, und wenn das schon so ist, dann müsste die Tabelle wenigstens auf der Box aufgedruckt (oder besser: aufgeätzt) sein.
  • Am ersten Lade-Ort (Segelflugplatz mit Campingplatz) gab es nur CEE16 und CEE63, keine einzige CEE32-Dose. Für CEE63 fehlte mir der (sicher recht klobige) Adapter mit entsprechenden Sicherungen. Folglich habe ich an CEE16 geladen. Dafür braucht man aber keine crOhmbox, des Tesla UMC ist dafür bereits perfekt.
  • Am zweiten Ladepunkt ist bei 32 A die Sicherung geflogen -- aber nicht sofort, sondern erst nach einer Weile, so dass es ziemlich lange unbemerkt blieb. Danach hab ich mich in 2er-Schritten runtergetastet -- 26 A ging dann wohl zuverlässig, aber da war der Akku auch schon so voll, dass der Ladestrom eh heruntergeregelt wurde. 26 A (18 kW) ist natürlich immer noch deutlich mehr als 16 A (11 kW), aber der Unterschied ist dann doch schon nicht mehr so groß wie wenn man wirklich mit 32 A (22 kW) laden könnte.
Um die vorhandene Infrastruktur maximal auszureizen, braucht man also eine mobile Wallbox -- aber das ist noch kein Allheilmittel. Ein 63-auf-32-Adapter gehört mindestens auch noch ins Sortiment. Und selbst wenn man derart ausgestattet ist, heißt das noch nicht, dass überall wo 32 A drauf steht auch 32 A Dauerlast rauskommen. Wenn so ein Ladeabbruch unbemerkt bleibt, ist die durch das schnellere Laden vermeintlich eingesparte Zeit auch schnell wieder verloren...

Mein persönliches Fazit: Der zusätzliche Nutzen gegenüber dem Tesla UMC ist für mich minimal und rechtfertigt für mich zurzeit nicht die gegenüber dem Tesla UMC erheblichen Nachteile in Form von Anschaffungskosten, Größe, Gewicht und umständlicher Handhabung. Das hat sich hier am Beispiel der crOhmbox so herausgestellt, dürfte aber mehr oder weniger für alle mobilen Ladeboxen in ähnlichem Maße gelten.
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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von ChrisG » 10. Jun 2014, 15:57

@volker

Naja wenn du ein CEE63er kabel hast müsste es eigentlich auch bei CEE32er steckdosen funktionieren. Von demher brauchst auch wieder nur ein Kabel. Schlussendlich Kann man mit so einer Box an 2 Steckdosen mehr laden als vorher. Hätte es jetzt nur einer 32er und 63er steckdose gehabt, würde der Tesla stecker nicht funktionieren.

Zugegeben ich bin nicht der abenteuerlichste, und habe sehr selten ausserhalb meiner Garage geladen. Aber die Preisdifferenz einer Wallbox zu einer portablen box fand ich dann klein genug das ich lieber was mobieles habe als etwas fixes an der wand.
 
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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von Volker.Berlin » 10. Jun 2014, 16:14

ChrisG hat geschrieben:Naja wenn du ein CEE63er kabel hast müsste es eigentlich auch bei CEE32er steckdosen funktionieren. Von demher brauchst auch wieder nur ein Kabel.

Prinzipiell ja, aber ein Kabel tut es nicht. Da man von einer höheren Stromstärke auf eine niedrigere geht, braucht man auch noch drei entsprechende Sicherungen. Der daraus resultierende Adapter ist vermutlich nicht besonders schwer, aber ganz schön klobig. Und -- ich hatte ihn eben nicht dabei, als ich ihn gebraucht hätte.

ChrisG hat geschrieben:Hätte es jetzt nur einer 32er und 63er steckdose gehabt, würde der Tesla stecker nicht funktionieren.

Fast richtig. Ich besitze aber (für deutlich unter 100 Euro) einen Adapter von CEE32 auf CEE16 (natürlich mit entsprechenden Sicherungsautomaten). Somit kann ich mit meinem Tesla UMC an jeder 32er-Dose laden, wenn auch nur mit 16 A. Da aber offenbar manche 32er-Dosen ohnehin keine 32 A Dauerlast vertragen (100% der von mir am Wochenende getesteten Dosen ;-) ) ist der Zeitgewinn nicht mehr so groß -- oder verkehrt sich gar ins Negative, wenn der Ladeabbruch nicht gleich bemerkt wird.

ChrisG hat geschrieben:Zugegeben ich bin nicht der abenteuerlichste, und habe sehr selten ausserhalb meiner Garage geladen. Aber die Preisdifferenz einer Wallbox zu einer portablen box fand ich dann klein genug das ich lieber was mobieles habe als etwas fixes an der wand.

Gutes Argument, das kann ich nachvollziehen. Da ich zu Hause gar nicht laden kann und deswegen auch an der Wand keine Box habe, funktioniert diese Logik in meinem Fall nicht. Aber selbst wenn ich irgendwann eine Lademöglichkeit in der Garage bekommen sollte, würde ich mich wohl in meinem Fall für eine "Wallbox" im eigentlichen Sinne entscheiden, da es sich um eine Gemeinschaftsgarage mit 20 Stellplätzen und Fahrradkeller handelt -- will sagen, "da will man nix lose rumfliegen haben".
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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von MichaRZ » 10. Jun 2014, 16:37

Volker.Berlin hat geschrieben:
ChrisG hat geschrieben:Naja wenn du ein CEE63er kabel hast müsste es eigentlich auch bei CEE32er steckdosen funktionieren. Von demher brauchst auch wieder nur ein Kabel.

Prinzipiell ja, aber ein Kabel tut es nicht. Da man von einer höheren Stromstärke auf eine niedrigere geht, braucht man auch noch drei entsprechende Sicherungen. Der daraus resultierende Adapter ist vermutlich nicht besonders schwer, aber ganz schön klobig. Und -- ich hatte ihn eben nicht dabei, als ich ihn gebraucht hätte.

Ich bin jetzt nicht ganz sicher, ob das verständlich genug war. Die 400V/63A-Dose ist mechanisch größer, als die 400V/32A-Dose (die wiederum größer ist als 400V/16A). Mit einem Kabel funktioniert das also aufgrund der Steckergrößen nicht. Darüberhinaus sind bei einem 63A-auf-32A-Adapter die entsprechenden Sicherungsautomaten 3x32A erforderlich. Solch ein Kabel wird handelsüblich kaum zu bekommen sein - und für diesen seltenen Anwendungsfall möchte ich das auch gar nicht mitschleppen...
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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von trimaransegler » 10. Jun 2014, 19:01

Ich habe einen Kompromiss gemacht und die kleine Box von Christof Erni gekauft: Sie funktionierte an CEE 3x 32 sehr gut. Dafür habe ich sie im Notfall. Das reicht mir.
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von trimaransegler » 19. Jun 2014, 20:25

Habe sie heute schon gebraucht siehe viewtopic.php?f=55&t=3631
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von teslaMS » 29. Okt 2014, 10:39

Die Auswahl wird immer grösser.
Und es gibt Lösungen für unterschiedlichen Bedarf und Geschmack ;)
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Re: Mobiler 22 kWh-Lader!

von OS Electric Drive » 29. Okt 2014, 10:52

Was aber viel wichtiger wäre für die ganzen Kindergarten Lader von VW und i3 ein mobiler 22kW DC Lader.
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