Hausspeicher Praxisprobleme

Informationen zum Tesla Hausakku...

Hausspeicher Praxisprobleme

von rulaman » 4. Feb 2017, 16:09

hallo,
ich will den anderen Fred "Energiewende" nicht kapern und hier mal ein paar reine Praxisfragen in die Runde werfen.

Bei mir ist es so, daß ich eine "Altanlage" auf dem Dach habe 7kWp und demnächst die 20 Jahre auslaufen,
ja EEG Schnorrer, aber das Teil hat damals auch soviel gekostet wie demnächst ein M3.
Nebenbei bemerkt, es hat alle Jahre seinen Dienst getan. Nach langen Jahren war bei einem einzigen Panel die Scheibe gesprungen, es wurde gegen ein neues ausgetauscht und kurz danach war bereits das neue auch gesprungen. Kann es sein,
daß vor 20 Jahren besseres Schottglas verbaut wurde als heute in den Chinamodulen? Gleich wieder die Garantie einlösen
war mir zu blöd, jetzt bleibt es halt gesprungen. Die Stringwerte sind unverändert.

Jetzt habe ich begonnen mich in Hausspeicher einzulesen. Die Akkus sehe ich nicht als Problem, sondern eher
den dazugehörigen Wechselrichter. Dreiphasig sollte schon sein, ich will doch nicht anfangen, Phasen umzuklemmen.

Lastmanagement sollte sein, daß der MS erst morgens zum Schluß mit dem Überschuß dran kommt. Kann der Wechselrichter überhaupt soviel Dauerstrom ab um mit 11kW zu laden? Ein DC Ausgang auf den Tesla ist wohl noch Zukunftsmusik.
Habe sogar noch den Doppellader, aber 11kW würde mir zuhause reichen.

Ältere erinnern sich, daß trotz des gründlichen deutschen Netzes mal im Winter bei strengem Frost die Masten geknickt sind
und eine ganze Region ohne Strom war. Heutzutage geht dann ja nicht mal mehr ein Rolladen hoch. Also muß er Netzersatz können.

Habe mal mit einem Elektriker vorab telefoniert, der meinte, diese Wechselrichter können nicht viel cos phi ab und auch keine
hohen Anlaufströme. Ginge dann überhaupt eine elektrische Wärmepumpe fürs Haus?

Bin mal gespannt ob ich die eierlegende Wollmilchsau finde und denke daß solche Themen ja auch von allgemeinem Interesse sind.
Werde demnächst Gugel anwerfen und anfangen Datenblätter der diversen Hersteller zu lesen.

Gruß
 
Beiträge: 36
Registriert: 18. Jun 2016, 10:44

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von Spüli » 4. Feb 2017, 16:24

Moin!
Wie viel Geld magst Du denn auf den Tisch legen?
Die heute üblichen Hausspeicher haben ja meist eine Größe von um die 10kWh und werden nur mit einer Phase angeschlossen. Die entsprechenden Wechselrichter werden dann meist mit 10-20A angeschlossen, können also irgendo zwischen 2-4kW an Leistung aufnehmen oder abgeben. Das reicht für einen normalen Haushalt eigentlich aus. Die Zähler in Deutschland arbeiten saldierend, daher ist es egal welches Gerät auf welcher Phase arbeitet.
Solche Systeme gibt es für unter 10k€ von verschiedenen Herstellern.

Wenn Du 11kW Ladeleistung auf drei Phasen haben möchtest, darf deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. In der Liga wird dann auch gerne mal eine Notstrom-Tauglichkeit mit verbaut. Der Speicher hat das eine Größe von >20kWh, schon alleine um die C-Rate in den Griff zu bekommen.

Wenn Du im Sommer Dein Dach komplett in den Speicher packen willst, würde das ja bedeuten das so grob 40kWh aufzunehmen sind. Das ist schon eine Hausnummer!
Gruß Ingo
Benutzeravatar
 
Beiträge: 661
Registriert: 29. Sep 2014, 08:22

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von rulaman » 4. Feb 2017, 16:52

Hallo Ingo,

die Geldfrage kommt bei mir erst ganz zum Schluß.
Erstmal will ich einen Hersteller finden, der die Funktionen alle anbietet, die ich mir vorstelle/wünsche.
Ich denke das wird der größte Zeitaufwand werden.

Dann will ich überlegen,welche Akkukapazität ist sinnvoll.
Dann will ich sehen, passen die DC String Eingänge des neuen Wechselrichters, können die direkt übernommen werden.
Arbeitspunkte und Installation ist damals gut dokumentiert worden, sollte schnell erledigt sein.
Die jetzigen sind 3 WR von SMA, jede Phase hat einen eigenen WR, ich glaube mit je 2 Strings, müßte ich nachsehen.

Dann muß ich einen Installateur finden, der alte ist schon lange weg vom Markt, an mir hat es nicht gelegen....

Gruß
Tesla MS85D seit 2016, Zoe Q90 seit 2017, letzten Verbrenner verkauft 2017
 
Beiträge: 36
Registriert: 18. Jun 2016, 10:44

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von Ralf Wagner » 4. Feb 2017, 17:36

Viele Antworten zu dem was machbar ist findest im Video von Horst Lüning
https://www.youtube.com/watch?v=ZXtLwjaYtrk
1990 - 2012 mini el Serie 1 / City el 85 Tkm | Citroen AX el | 2009 - 2015 Prius III 215Tkm | Tesla S85 schwarz seit 03/2015 130 Tkm | Vielfahrer und Geniesser
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1357
Registriert: 7. Nov 2014, 21:05
Wohnort: DE 70794 Filderstadt

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von Sucseeker » 4. Feb 2017, 18:16

Hallo rulaman,

alle Deine Anforderungen kannst Du mit SMA abdecken:

- Du brauchst keine neuen Wechselrichter
- Du kannst 1,2 oder 3-phasig aus der Batterie entnehmen
- Du kannst dazu SMA Sunny-Island Batteriewechselrichter verwenden
- Leistungsstufen von 2,3kW, 3,3kW, 4,6kW und 6,0 kW x1, x2 oder x3 Dauerlast, also 2,3kW bis 18kW.
- Du kannst für die Batterie eine Plug and Play Lösung (z.B. LG Chem RESU 10) oder ein Eigenbau verwenden
- Du kannst mit PV-Überschuss und mit Lastmanagement laden (mit SMA Home-Manager)
- Du kannst einphasigen oder vollen dreiphasigen Notstrom erhalten (mit Enwitec-SMA-Backup-Box)

Alles oben beschriebene kannst Du dir bei mir gerne im Betrieb ansehen.

Grüße SuCseeker
SIE:12/14 S85 grey-21"grau-Nappa beige-AP1.0
ER:09/17 XP100D Midnight-Silver-20"schwarz-6-Sitzer-AP2
EX:03/15-09/16: 62tkm SP85D, 09/16-11/17 27tkm X90D
FOR FUN:2012 Roadster VIN962- Roadster 2020?
PV46kWp+5kWp im Bau/41kWhSpeicher/85kWh im Bau
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1534
Registriert: 27. Sep 2014, 20:46
Wohnort: Mensfelden bei Limburg auf 252m Höhe.

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von Papsele » 4. Feb 2017, 18:29

Hallo,

Warte noch nen paar Monate.
Dann gibt es den SMA Sunny Island
3 Phasig als 1 Gerät. Mit genügend Leistung. :D
Die 3 PV WR auf jedenfall lassen.
Es gibt nichts solideres.
Notstrom 3 Phasig gibt es von Enwitec. Ist aber keine kleine Kiste.
Batterien sind von TESVOLT am sichersten und langlebigsten.
Die von LG sind auch sehr gut. Gehen aber nur bis 17,8 kWh.

Grüße Martin

Edit. SuCseeker war schneller.
 
Beiträge: 509
Registriert: 29. Mai 2015, 22:06
Wohnort: Grimmen

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von Jan » 4. Feb 2017, 18:56

Bei uns werkelt die Kiste von e3dc und das in Perfektion. Das Gerät steht dort und macht einfach. Der Speicher hat 13,8 KWh, das Gerät ist 3 Phasig und Notstromfähig, heißt, fällt der Netzstrom aus, kein Problem. Wir würden das Hauskraftwerk wieder kaufen. :) Und auch wenn es so rüber kommt, ich habe weder etwas mit Installation, noch mit dem Hersteller zu tun. Das Teil hat uns einfach nur überzeugt.

http://www.e3dc.com/
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
 
Beiträge: 188
Registriert: 29. Aug 2014, 11:21

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von rulaman » 4. Feb 2017, 20:21

Liebe Leute,
genial, so viele so kompetente Antworten und das auch noch innerhalb weniger Stunden.

Da habe ich Wochen zu tun, alles erstmal zu verstehen und nachzuarbeiten,
und die verschiedenen Geräte/Firmen zu vergleichen.

Ich hoffe ich kann Euch auch einmal einen Stein in den Garten werfen.

Gruß
Tesla MS85D seit 2016, Zoe Q90 seit 2017, letzten Verbrenner verkauft 2017
 
Beiträge: 36
Registriert: 18. Jun 2016, 10:44

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von Jan » 4. Feb 2017, 21:17

Bitte gern. :)

L.G.
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
 
Beiträge: 188
Registriert: 29. Aug 2014, 11:21

Re: Hausspeicher Praxisprobleme

von tnt369 » 5. Feb 2017, 11:25

Den E3DC kann ich nur empfehlen. Ich habe meinen mit einer Loxone-Steuerung erweitert und damit das Lastenmanagement selbst erstellt.
Die E3DC kann aber nur max. 3kW aus dem Akku entnehmen bzw. einspeichern. Das ist mit dem Lastmanagement
aber kein Problem, da ich den Wallbox-Ladestrom entsprechend der Netzeinspeisung regle.

Notstrom geht auch, aber nur bis 3kW aus dem Akku. Das reicht fürs Haus, für die Wärmepumpe muss dann schon
die Sonne scheinen (hoher PV-Ertrag) der steht dann zusätzlich zur Verfügung (3kW Akku + 7kWp PV = 10kWp Notstrom).
Bei mir hat die Wärmepumpe eine Einschalt-Strombegrenzung auf 16A. Damit sollte sie auch anlaufen im Notstrombetrieb.
Gebraucht/getestet habe ich das allerdings noch nicht, da die Wärmpumpe bei mir auf einen eigenen Zähler geschaltet ist
und ich das erst umverdrahten müsste.

Wichtig ist die Verluste zu berücksichtigen. Bei deiner Anlage mit 7kWp würde ich keine großen Wechselrichter
einsetzen da dann die Verluste locker die 100W übersteigen können (100W = 2,4kWh täglich, das summiert sich!).
S90D schwarz (seit April 2016)
 
Beiträge: 93
Registriert: 5. Nov 2015, 21:55

Nächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste