Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 12. Nov 2017, 19:06

Ich finde es faszinierend, dass OS immer auf den 0,1% Marktanteil rumreitet, aber auf Lösungen für die Zukunft besteht.
Es ist schön für ihn, dass er schon seit 10 Jahren elektrisch unterwegs ist, in den nächsten Jahren wird es halt erst losgehen, weil erst dann die entsprechenden Fahrzeuge zu kaufen sein werden.
Es kommen mittlerweile immer mehr Player auf den Markt. Bei der Telekom kann man auch davon ausgehen, dass sie eher AC als DC anbieten werden.
Von daher alle Anbieter, Hotels, Parkhausbetreiber etc. ansprechen und immer weiter nerven...;)
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 12. Nov 2017, 20:02

Ja und ich bin sehr gespannt wie sich das entwickeln wird. Komisch ist aber, dass sich hier lauter Aussagen aus dem Bauchgefühl verbreiten und keiner mal den Taschenrechner anschmeißt.
Ich finde es spannend was hier viewtopic.php?p=450082#p450082 erzählt wird. Denn so kenne ich das auch. Gibt es was umsonst stehen die EVler schlange wird mal ein normaler Preis verlangt stehen sich die Säulen die Beine in den Bauch.

Einfach mal rechnen wie groß die Auslastung sein muss einer Säule damit sie sich lohnt! Und ja, Geld muss sich eben rechnen und nicht jede Ladesäule wird sich über einen Einzelhandel finanzieren lassen. Und nach mancher Auffassung hier müssten ja auch Einzelhändler Tankstellen betrieben weil dort ja so viel Geld zu holen ist.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 12. Nov 2017, 20:46

Du redest immer nur vom Umsatz und gehst von Kosten von mehreren 1000 Euro pro Ladepunkt aus.

Nehmen wir doch einfach mal nur 200 Euro Kosten pro 3,6 kW Ladepunkt mit einfacher Steckdose aus.

Bei einer Marge von 10 ct/kWh braucht man nur 2000 h damit der Ladepunkt bezahlt ist.

Wird der Ladepunkt für 10 h pro Tag genutzt so sind das im Jahr schon 3650 h.

Jetzt kann man mit den Randbedingungen spielen und hat viele Möglichkeiten das zu optimieren.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 12. Nov 2017, 20:53

Aha 200€ je Ladepunkt? Was ist das eine Camping Steckdose? Mehr gibt es dafür wohl nicht. Abrechnung geht auch nicht. 1000€ je Ladepunkt geht eigentlich auch nicht.
Du musst das Ding warten, messen, überwachen, versichern..

Was mich wundert... Hier behaupten so viele Leute unisono dass andere doch alle nur zu doof sind den Wald vor lauter Bäumen zu sehen. Warum baust Du nicht so ein Ladenetz auf? 10h am Tag soll eine Ladesäule genutzt werden? wie soll das denn gehen?

Ich würde es wirklich begrüßen wenn man nicht nur von Basteleien ausgeht sondern von konkreten Dingen die auch einsetzbar sind.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 12. Nov 2017, 21:16

@egn

volle zustimmung!
genau so (oder ähnlich) ist die kalkulation der strompunkte auf campingplätzen und stellplätzen.
die camper unter uns sind damit zufrieden.

(es wird nicht DIE lösung für jeden und alles geben, so lange sich akkukapazitäten nicht verdoppelt und die ladegeschwindigkeit sehr stark reduziert hat)
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 12. Nov 2017, 21:17

Für was komplizierte Abrechnung und der anderen Schnarrn?

Der Strom wird mit den Parkkosten pauschal bezahlt. Das Auto parkt einfach über die Nacht, am Tag parkt der Pendler, oder der Arbeitnehmer vor seinem Büro oder in der Tiefgarage. 10 h sind kein Problem, denn immerhin stehen Autos 23 h von 24 h nur herum. :roll:

Ist klar dass Dir das nicht in den Kram passt, wenn jemand seinen Taschenrechner hervor holt und Dir beweist dass es funktioniert.

Dass Dir jetzt die Felle davon schwimmen zeigt Deine Nebelkerze mit der Forderung dass ich doch so ein Ladenetz aufbauen soll.

Gegenfrage:
Warum sollte ich?

Es ist nicht mein Business, genauso wenig wie anscheinend Deines der Aufbau eines HPC Ladenetzes ist.

Wie viele HPC hast Du denn schon aufgebaut? :roll:
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von wolfgangP85D » 12. Nov 2017, 21:26

Ich würde es wirklich begrüßen wenn man nicht nur von Basteleien ausgeht sondern von konkreten Dingen die auch einsetzbar sind.


Ok. Ich fang mal an.


Statt die vorhandenen Ladesäulen von kostenlos in der Einführungsphase dann auf Vollkostendeckung hoch zu katapultieren einen Mittelweg nehmen.

Ganz einfach 20 Cent pro Kwh verlangen. Plus 50 Cent für die Abrechnung per EC Karte oder SMS.
Abrechnung nach Kwh, nicht nach Zeit.
Die Technik dazu müßten die neuen Säulen können und bei 20 Cent müßte etwas dabei übrigbleiben
um die Säule zu amortisieren.

Und dann mal abwarten ob sich zwischen Andrang und Leerstand auch ein Mittelweg entwickelt.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 12. Nov 2017, 21:40

egn hat geschrieben:Für was komplizierte Abrechnung und der anderen Schnarrn?

Der Strom wird mit den Parkkosten pauschal bezahlt. Das Auto parkt einfach über die Nacht, am Tag parkt der Pendler, oder der Arbeitnehmer vor seinem Büro oder in der Tiefgarage. 10 h sind kein Problem, denn immerhin stehen Autos 23 h von 24 h nur herum. :roll:

Ist klar dass Dir das nicht in den Kram passt, wenn jemand seinen Taschenrechner hervor holt und Dir beweist dass es funktioniert.

Dass Dir jetzt die Felle davon schwimmen zeigt Deine Nebelkerze mit der Forderung dass ich doch so ein Ladenetz aufbauen soll.

Gegenfrage:
Warum sollte ich?

Es ist nicht mein Business, genauso wenig wie anscheinend Deines der Aufbau eines HPC Ladenetzes ist.

Wie viele HPC hast Du denn schon aufgebaut? :roll:


Es gibt ja bereits solche Modelle... da frage ich mich warum diese nicht viel weiter verbreitet sind! Selbst große Betreiber haben sowas im Programm. Aber es ist nirgends zu sehen dass das großflächig ausgerollt wird. Es hat eher den Anschein dass man das halt macht, damit man sagen kann dass man was tut.

Ach ja... 10h sollte aber STROM fließen nach Deiner Annahme... Das ist absolut lächerlich! Selbst die seltenen Säulen die es gerade gibt kommen auf kaum 2h. Für alle Ladeplätze 10h anzunehmen ist sowas von Weltfremd...

In Stuttgart gibt es das mit 5€ / Ladung in der Hofdiener. Tolles Konzept für alle die die ein großes Auto haben. Mit 10kWh ist man auch wieder bei 50Ct. Die Säulen sind fast IMMER FREI!

Ich würde mich sehr sehr freuen wenn ich mich täusche! Ich würde nichts mehr begrüßen als Millionen von Ladepunkten immer verfügbar zu fairen Preisen! Ich habe keinen Bock auf meinem Weg zum Feldberg in Sulz von 60 auf 93% zu laden da ich eigentlich zum Feldberg OHNE Laden kommen würde. Wenn ich aber dort keine Lademöglichkeit verbindlich bekommen würde ich auch niemals das Risiko eingehen ohne vorzuladen dort zu stranden. Wäre aber auf der Streche an einer Tanke noch eine 150kW Säule so würde ich mir auch keinen abbrechen am Feldberg einen Ladestelle zu suchen.

Gleiches gilt für München und andere Städte! Ist super wenn man dort laden kann wo man parkt, ich bin ein großer Fan von diesem Konzept aber ich sehe einfach keinen Business Case.

Und wer die Camper aufführt, ja dort sind Zähler installiert und die werden bei der Ankunft und Abreise gemeinsam persönlich abgelesen. Ist bestimmt auch beim Laden so machbar :roll:
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 12. Nov 2017, 21:42

wolfgangP85D hat geschrieben:Ich würde es wirklich begrüßen wenn man nicht nur von Basteleien ausgeht sondern von konkreten Dingen die auch einsetzbar sind.


Ok. Ich fang mal an.


Statt die vorhandenen Ladesäulen von kostenlos in der Einführungsphase dann auf Vollkostendeckung hoch zu katapultieren einen Mittelweg nehmen.

Ganz einfach 20 Cent pro Kwh verlangen. Plus 50 Cent für die Abrechnung per EC Karte oder SMS.
Abrechnung nach Kwh, nicht nach Zeit.
Die Technik dazu müßten die neuen Säulen können und bei 20 Cent müßte etwas dabei übrigbleiben
um die Säule zu amortisieren.

Und dann mal abwarten ob sich zwischen Andrang und Leerstand auch ein Mittelweg entwickelt.



Diese Idee ist sehr gut. Die Frage ist aber wer will das so machen! Nur darum geht es mir... Ich würde mich sehr freuen wenn es jemand gäbe der das so angeht!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von r.wagner » 12. Nov 2017, 21:47

Südstromer MS85 hat geschrieben:Warum muss man aus allem ein Geschäft machen? ...

Wir parken/shoppen nur noch wo ein Doppellolo installiert ist, oder ein SuC. Keine Stromquelle, kein Umsatz. Ist jetzt noch für viele uninteressant, aber in Zukunft wird sich das ändern. Ikea und Aldi haben es kapiert. Inhofer, Breuninger eben noch nicht, die leben von was anderen.
...
Die Tankstelle verdient auch nix am Verkauf von Diesel, jedoch verdient man am Umsatz von nebensächlichkeiten.


Volle Zustimmung für diesen Post von Dir. Ist wie mit dem WLAN im Hotel. Hier trauen sich auch nur noch „geschützte Werkstätten“ Geld extra zu verlangen.
Wer keine Lademöglichkeit bietet wird Kunden verlieren.
Kreditkartenunternehmen und andere Zahlungsdienstleister kassieren 2-4% vom Umsatz. Das zahlt jeder von uns mit (auch die Barzahler). Der Handel/Dienstleister wird das Laden genauso auf die Preise aufschlagen.
Ich sehe KEIN Geschäftsmodell für das Laden alleine. Nur in Kombination mit anderen Services. Ausnahme: Langstrecke. Aber hier ist Laden am ehesten mit Tanken vergleichbar und auch heute kostet der Sprit an der AB deutlich mehr als sonstwo.

Ich erwarte flächendeckendes Gratisladen als AC Destination-Charging als Service am Kunden. Nebenher kostenpflichtiges Schnell-Laden auf der Langstrecke (bei 120kW+ Ladern in Zukunft und 3C bis 4C Akkus ist das nicht mit viel mehr Dienstleistung als heutiges Tanken verknüpfbar).
bG, Richard
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