Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 11. Nov 2017, 10:10

Südstromer MS85 hat geschrieben: bye the way... ich lade eh immer in der öffentlichen TG an 22 kW. Aber "mein" Konzept willste ja nicht umsetzten. Was macht das Bowling Center? Gehts voran?


Also erstens... Hat eine Tankstelle so oder so einen Abscheider aber das weißt Du bestimmt alles :-) und zweitens geht es ja nicht darum was ICH will sondern was sein muss damit man eine verlässliche Infrastruktur hat die auch finanzierbar ist.

Ich sage es gerne nochmals, ich fahre seit fast 7 Jahren Tesla und habe früher so argumentiert bezüglich den 22kW AC Ladern. Ich habe mir es sogar schön geredet dass ich auf meinen Langstrecken mal die Innenstadt von Städten sehen konnte, an denen man sonst vorbeifährt... Seit dem SUC Netzwerk fahre ich wieder vorbei!

Ich habe erst vor kurzem auch mal den Taschenrechner angeschmissen und gerechnet, Du machst das ja nicht... vermutlich weißt Du was dabei raus kommt :-)
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 11. Nov 2017, 10:18

Südstromer MS85 hat geschrieben:
Die innerstädtischen Säulen von EnBW sind wirklich teuer, aber nur deswegen weil diese recht ungeschickt geplant wurden. Stichwort Straßenrand etc. Da muss gebudelt werden, Gehweg auf, Plastersteine weg, wochenlang gemacht, Pflastersteine zurück... und so. Aber unser System will es eben so, schwierig machen. Und dann steht so ne doppel Säule irgendwo im Wohngebiet... wo nix los ist. Minutenpreise dazu. Nur Laien wundert es, das dort niemand laden tut. Statt sich mal mit den Betreibern von Lebensmittelmärkten zusammentun und dort die Ladesäule hinstellen. Ich mag das so in Österreich ( zu unseren ZOE Zeiten), bei smartrics laden und dann in den Mpress rein. Dieses Konzept funktioniert, ich hab aber noch nirgends dafür Werbung gesehen.

Statt solche Artikel in der FAZ zu verbreiten :? sollte man ne flotte Werbeagentur ein schickes Fylerlein basteln das darauf aufmerksam macht!

Denn eines ist sicher. Wir haben kein Henne - Ei Problem. Die Infrastruktur ist jetzt schon da und kann mit leichten Mitteln verdoppelt oder verdreifacht werden.

Wenn wir ein Problem bei E-Autos haben, dann ist es die Auswahl an Fahrzeugtypen. Aber das ändert VW ja bald.


Ahja.. da spricht der Ingenieur? Also ich denke doch auch, dass das Baurecht und Sicherheit für Ladesäulen eingehalten werden muss... Was wäre wenn Dein Kind von einer Bastellösung erschlagen werden würde? Im Öffentlichen Raum gelten halt andere Gesetze als in Deiner Garage und das ist auch gut so! Und ja ich lese immer wieder solche lustigen Sätze mit Inhalten wie "Man sollte" dabei stellt sich doch gerade hier die Frage wer ist MAN? Ich gehe davon aus, dass man eine Firma sein wird die damit Geld verdienen kann. Ein fertiges Produkt mit Anschluss etc für 13.000€ ist schon sehr gut und ohne Gewinn gerechnet. Die Planer und Ingenieure arbeiten ja bekanntlich alle umsonst...


Ja genau, CCS wird die Welt retten, anders geht es ja nicht....


schön dass wir uns endlich einig sind! Denn das was für Dich akzeptabel ist ist für viele eben nicht vorstellbar! Ich kenne auch Leute die ihr Haus selber gebaut haben... Die Mehrheit aber eher einen Architekten damit beauftragt hat oder einen Fertighausanbieter.
Auf die Idee das man mit einem Akku mit 40kWh oder ca. 60 kWh eigentlich nur nachladen muss, statt vollladen kommt man ja nicht. Es muss gleich DC sein - wir wollen weiterhin zum tanken fahren. Drum hat ja Tesla auch die Strafe fürs dauerladen eingeführt, eben weil es Unfug ist. Und ich seh schon die dolle super flotte DC Säule in Restaurant Nähe "Du Schatz, ess Du schon mal den Hauptgang, ich such muss eben den Wagen umparken!"... viel spaß. Der Partner ist mind. bei der Nachspeise bis ein Parkplatz gefunden ist.
Mit der Kohle einer DC Säule kannste 6 AC hinstellen, macht Sinn wo Leute erfahrungsgemäß zwischen 1 und 3 Std. parken. Und damit reicht sich selbst 11 kW völlig aus. Um eben nachzuladen.

Du denkst dabei aber immer dass jeder eine eigene Garage hat. Niemand hat bock an einem Tag wie heute das Ladekabel am Supermarkt raus zu suchen um "nachzuladen" Schnell aus dem Auto raus und schnell wieder rein...

[quote]
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 11. Nov 2017, 10:39

OS Electric Drive hat geschrieben:Also erstens... Hat eine Tankstelle so oder so einen Abscheider aber das weißt Du bestimmt alles :-) und zweitens geht es ja nicht darum was ICH will sondern was sein muss damit man eine verlässliche Infrastruktur hat die auch finanzierbar ist.


Das Dach drüber hat den Grund, das nur 18 Liter am Tag abgeschieden werden müssen und nicht das gesamte Regenwasser wenn die Anlage ohne Dach wäre. Bequemlichkeit ist lediglich eine dankenswerte Nebenfunktion des Dachs.

Zu dem Rest deiner Beiträge soviel, eine DC Auswahl an Ladestationen werden nur über Zeitmodelle funktionieren. Das wird also wieder ein zum tanken fahren Konzept werden. Oder meinste echt das jemand vom Restaurant/Sporstudio etc. raus läuft um den Wagen umzuparken? Nochmal zu "meinem" Beispiel mit dem parken am Frankfurter Flughafen. Da ich den Wagen eben NICHT beim parken (voll)laden konnte, während ich 3 Std. vor Ort war, musste ich am SuC zwischenladen und Zeit verschwenden. Wenn Parkhausbetreiber schon an AC Säulen scheitern, warum dann sündhaft teure DC Anlagen?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 11. Nov 2017, 10:55

OS Electric Drive hat geschrieben:Ahja.. da spricht der Ingenieur? Also ich denke doch auch, dass das Baurecht und Sicherheit für Ladesäulen eingehalten werden muss... Was wäre wenn Dein Kind von einer Bastellösung erschlagen werden würde? Im Öffentlichen Raum gelten halt andere Gesetze als in Deiner Garage und das ist auch gut so! Und ja ich lese immer wieder solche lustigen Sätze mit Inhalten wie "Man sollte" dabei stellt sich doch gerade hier die Frage wer ist MAN? Ich gehe davon aus, dass man eine Firma sein wird die damit Geld verdienen kann. Ein fertiges Produkt mit Anschluss etc für 13.000€ ist schon sehr gut und ohne Gewinn gerechnet. Die Planer und Ingenieure arbeiten ja bekanntlich alle umsonst...


Parkhäuser haben dicke Betonwände, um die Statik selbst bei Erdbeben auszuhalten. Der Zufall will es, das dort auch Autos für längere Zeit stehen. Da werden 4 TÜV geprüfte M8 Schrauben vom Doppellolo keinen Schaden an den etlichen Betonwänden anrichten. Ladesäulen müssen nicht zwangsläufig freistehend und bedacht sein. Das eine (schnelles laden) machen ohne das andere ("normale" laden) zu vernachlässigen.

Nochmal zu den Preisen. Die billigste 20 kW DC kostet 15.000 Euro nackig bestellt - als 50 kW eher das 3fache (und das ist in deinen Augen ja immer noch Schnarchladen...). Das selbe als AC 22kW kommt auf 10 Prozent davon...

Und nebenbei... das mit dem Zuladen des Akkus funktioniert. Mach ich nachher wieder wenn wir kurz (2std.) shoppen gehen. Der akku hat aktuell 230 KM, ich steck aber trotzdem ein. Warum? Weil der Betreiber sehen soll, das seine 4 Schätzchen in der öffentliche Garage auch genutzt werden. Ich könnte auch daheim laden, und bei Amazon bestellen.... merkst was?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 11. Nov 2017, 11:48

OS Electric Drive hat geschrieben:Niemand hat bock an einem Tag wie heute das Ladekabel am Supermarkt raus zu suchen um "nachzuladen" Schnell aus dem Auto raus und schnell wieder rein...


Genau das ist heute auch eine Sache die die Elektromobilität behindert.

Holt man an der Verbrennertanksäule auch seinen eigenen Schlauch aus dem Kofferraum? :roll:

Ladesäulen ohne Anschlusskabel sind völlig daneben. Da wird am falschen Ende gespart. Und natürlich ist es auch ein Problem dass jeder E-Autohersteller die Ladedose an einer anderen Ecke des Fahrzeugs platziert. Das Ladekabel müsste heute zwischen 1 m und 8 m lang sein. Genau solche Details behindern heute in ganz subtil die Elektromobilität.

Ich bin gespannt für welche Position der Ladesteckdose an den Fahrzeugen die HPC Charger optimiert sein werden. Sicher nicht für die Position beim Tesla. :roll:
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 11. Nov 2017, 12:24

Es wird in Zukunft auch kein Problem mehr mit Säulen mit Kabel geben.
Seit letztem Jahr ist am Fahrzeug Typ2 vorgeschrieben, von daher werden in Zukunft alle Fahrzeuge mit diesem Anschluß ausgestattet sein und entsprechend auch alle Säulen.
Von daher dürfte es kein Problem sein, auch bei Sauwetter nicht.
Achso, @OS wir Dir aufgefallen sein dürfte, gibt es in ganz Europa genau einen SuC der überdacht ist. Widerspricht doch auch Deiner Weltsicht, oder? ;)
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 11. Nov 2017, 13:42

Kabel müssten sich im Gehäuse aufwickeln lassen, erstens wegen der unterschiedlichen Position der Ladestellen am Auto und zweitens könnte man damit ein Schnippchen schlagen, wenn doch mal wieder einer mit dem Verbrenner vor der Säule steht und daneben frei ist. Das bei Typ2 bisher kein festes Kabel installiert wurde, liegt am gewissen Anteil Typ1 Autos. Wir stehen erst am Anfang der e-mobilität.

Und wer meint nur Tankstellen und Ladesäulen bräuchten ein Dach, soll man am Gardassee in Affi, neben dem Supercharger die recht interessante Solarcarport Anlage (über 200 Meter Länge) am Einkaufszentrum anschauen. Im Sommer im Schatten, im Winter kein Eis und Schnee. tolle Sache. Achso, bei Regen hilft es auch. Egal was für ein Motor im Auto verbaut ist... Und Strom gibt so was auch noch für umme. Kann man alles miteinander kombinieren. Tolles Konzept.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 11. Nov 2017, 16:07

Ihr seit sowas von Theoretisch unterwegs... Also bitte mal konkret werden. Um E-Autos verlässlich mit Strom zu versorgen müssen ausreichend Ladestellen zur Verfügung stehen. Somit ist es egal ob ein Verbrenner darauf parkt oder ein E-Auto das dort nicht lädt. Nun stellt sich die Frage wie man das vor allem an selten frequentierten Plätzen macht wie Oktoberfest, Volksfest, Wintersport und Sommerurlaub.

Hier wird immer mit "MAN braucht" oder "MAN sollte"

Jetzt meine Frage:

=> WER soll das machen was Euch da vorschwebt
=> WER soll das betreiben
=> WIE viele Lademöglichkeiten braucht man dazu?

In Ludwigsburg, was ja bekanntlich eine Kreisstadt ist mit kulturellem Wert hat eine zentral gelegene Säule ÜBER einem Parkhaus das in der Regel gut besucht ist je Tag 14kWh Absatz an BEIDEN 22kW stellen.

=> WIE soll sich das rechnen?

Ich würde es begrüßen wenn jemand sich mal die Mühe macht das GROB einzuschätzen!

Danke
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 11. Nov 2017, 17:02

Ich wiederhole mich sehr gerne... Nichts fände ich besser als ein Ladepunkt überall dort wo man parkt. Diese Frage stellt sich nicht und muss daher auch nicht weiter vertieft werden. Das Beispiel mit dem Bowling Center zeigt ja nur wie schwer das alles ist.
Und eine oder zwei Säulen bringen mir auch nichts. Wenn ich nach München fahre verlasse ich mich nie auf eine Säule. Ich habe doch gar kein Interesse daran entweder 10 Minuten zu suchen um eine Säule zu suchen oder aber dann 10-20min von meinem Ziel entfernt zu parken. Daher lade ich immer in Jettingen zumindest so viel, dass ich zurück dort hin komme!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von wolfgangP85D » 11. Nov 2017, 18:26

in Ludwigsburg, was ja bekanntlich eine Kreisstadt ist mit kulturellem Wert hat eine zentral gelegene Säule ÜBER einem Parkhaus das in der Regel gut besucht ist je Tag 14kWh Absatz an BEIDEN 22kW stellen.


Ich seh vom meinem Esszimmer aus genau auf eine EnBW Ladesäule.
Die ist sowas von selten besucht. Bei dem Preis dort wundert mich das auch nicht. :mrgreen:

Ein Preis so wie ihn Tesla an den Superchargern will ist, denke ich, die Messlatte Oberkante.
Sonst wird das nix. Wenn die Säule mal steht, gilt die Devise "Filling the Pipeline". Alles Andere
ist kaufmännischer Quatsch. Da läßt sich für keinen Stromverkäufer Geld verdienen.
 
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