Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Tolotos » 5. Nov 2017, 17:34

Ich hatte vor einiger Zeit per Mail bezüglich EV-Laden in Tripstrill angefragt. Die Antwort war, dass ich mich kurz vor der Anreise melden soll. Sie stellen mir dann auf dem Parkplatz des zugehörigen Wildparadieses eine Lademöglichkeit zur Verfügung.
Wenn genügend Anfragen incl. Benutzung des Angebotes kommen werden dort sicherlich auch feste Lademöglichkeiten kommen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 5. Nov 2017, 18:36

Dornfelder10 hat geschrieben:
egn hat geschrieben:Bezüglich AC und DC Laden geht die Diskussion an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei. Die wollen auch in Zukunft überall laden können und da ist ein in das Fahrzeug eingebautes Ladegerät viel praktischer als ein externes Ladegerät.

Erklär mir bitte mal den technischen Unterschied zwischen einem 11kW-Fahrzeugladegerät und einer 11kW-DC-Ladesäule. Danke!
....
...


ÜBERASCHUNG! Es gibt keinen Unterschied.


Das habe ich doch auch nicht behauptet und war nicht mein Punkt. :roll:


Bei einem angenommenen Marktanteil von 10% EV in Deutschland können also 300.000 11kW-Ladesäulen in Deutschland aufgestellt werden. Zu den selben Kosten als 300.000 Fzg. mit 11 kW Lader verkauft werden.


Was das insgesamt kostet interessiert mich nicht, sondern was es mich persönlich kostet dass ich das Auto an der überall vorhandenen AC Infrastruktur laden kann und wie einfach es ist zu laden.

Das Fahrzeug mit der Schuko, Typ 2 Dose mit Kabel zu verbinden als den viele kg schweren DC Lader aus dem Kofferraum zu wuchten, den DC Lader mit CCS ins Auto einzustecken, und den DC Lader dann wiederum mit einem Kabel an die überall vorhandene AC Infrastruktur mit vielen Millionen Steckdosen anzuschließen. Das muss dann auch noch IP68 und diebstahlsicher sein. Es wurden schon Typ2 Kabel geklaut, was wird dann erst mit den herumliegenden DC Ladern passieren. :roll:

Und das Argument dass 3,6 kW beim Parken zu wenig ist zählt für mich nicht, weil wenn solche Steckdosen überall vorhanden sind dann können auch Autos mit kleiner Reichweite meistens ausreichend laden. Und es spricht ja auch nichts dagegen dass auch Ladestationen mit mehr Leistung vorhanden sind. Allerdings dann mit dem Nachteil dass die Ladestationen nur während des Ladevorgangs belegt werden dürfen.
Zuletzt geändert von egn am 5. Nov 2017, 20:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 5. Nov 2017, 19:26

Wie schon mehrfach gesagt... ich habe mich nun ca. vier Jahre intensiv damit beschäftigt Ladesäulen zu schaffen weil ich ein mega Fan der 3,7-22kW AC Ladung war. Ich habe Herrn von Dobschütz und Herrn Thiel bei unserem Termin klar gesagt dass das die Zukunft sei, dort zu laden wo man parkt oder Erledigungen macht.

Ich denke aber nun, dass diese Idee nur noch zur Steigerung des Komfort dient, nicht aber dazu dass die Menschen sich ein EV kaufen... Es gibt einfach zu viele Dinge wo das nicht so schnell geht und somit die Verbreitung von EVs viel zu lange auf sich warten lässt... LEIDER!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 9. Nov 2017, 19:12

vor zwei Tagen war ich wieder in Ludwigsburg an meiner Säule... Dort konnte ich die Zähler wieder dokumentieren. Zwischen dem 27.09. und dem 07.11. wurden 591kWh abgegeben und das inklusive meiner 22kWh. Das bedeutet einen Schnitt von 14,44kWh je Tag in diesem Zeitraum. Zuvor waren es rund 15,3kWh am Tag in einem etwas kürzerem Zeitraum vom 19.09.

Der monatliche Betrieb kostet ca. 60€ oder aber 2€ am Tag was aktuell schon rund 14Ct /kWh ausmacht.

Ich habe dort BMW i3 laden sehen und auch andere PHEV. Model S und Co... wenn man mit ca. 7kW durchschittlicher Leistung an die Sache geht hat man dennoch eine Auslastung von rund 15% während der normalen Nutzungszeiten.

Nach RS mit einem Ladestellenbetreiber ist dies bereits eine gute Säule!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 10. Nov 2017, 13:14

Hier ein guter Artikel über das Henne Ei Problem...

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... e=Facebook
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 10. Nov 2017, 13:45

Eine Frage die bislang leider nicht beantwortet wurde. Gestern war ich bei Regen in BR, und musste dann erstmal meine Jacke im Auto anziehen, aussteigen, den Stecker einstecken und dann ins innere Rennen.

Dabei ist sowohl die H2 Säule als auch die Diesel und Benzin Säule überdacht. Warum müssen "wir" im Regen stehen?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 10. Nov 2017, 16:22

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 10. Nov 2017, 16:45

OS Electric Drive hat geschrieben: Warum müssen "wir" im Regen stehen?

Weil Strom eben nicht auf die Straße tropfen kann und das Grundwasser/Abwasser verunreinigen kann. Ich bin erstaunt das jemand der sich einen 100er Tesla ausm Automaten zieht, solche Fragen stellt. H2o Tankstellen sind so krank im Umfang/Aufwand, da kommt es auf 10 Dächer in Deutschland ja nun auch nicht an... bye the way... ich lade eh immer in der öffentlichen TG an 22 kW. Aber "mein" Konzept willste ja nicht umsetzten. Was macht das Bowling Center? Gehts voran?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 11. Nov 2017, 08:17

ie Kosten einer Ladesäule

Das Aufstellen einer Ladesäule kostet mehrere Zehntausend Euro. EnBW etwa kalkuliert die Kosten für eine Ladesäule an Autobahnen mit zwei Ladepunkten mit rund 30.000 Euro, die für langsam ladende Ladesäulen in Innenstädten mit etwa 10.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Betrieb und Wartung, in einer Größenordnung von 1500 Euro pro Jahr. Wenn man die 800 Millionen Euro der EU-Kommission durch 30.000 Euro teilt, ergäben sich theoretisch knapp zusätzliche 27.000 Ladesäulen - für ganz Europa, wohlgemerkt.


Die innerstädtischen Säulen von EnBW sind wirklich teuer, aber nur deswegen weil diese recht ungeschickt geplant wurden. Stichwort Straßenrand etc. Da muss gebudelt werden, Gehweg auf, Plastersteine weg, wochenlang gemacht, Pflastersteine zurück... und so. Aber unser System will es eben so, schwierig machen. Und dann steht so ne doppel Säule irgendwo im Wohngebiet... wo nix los ist. Minutenpreise dazu. Nur Laien wundert es, das dort niemand laden tut. Statt sich mal mit den Betreibern von Lebensmittelmärkten zusammentun und dort die Ladesäule hinstellen. Ich mag das so in Österreich ( zu unseren ZOE Zeiten), bei smartrics laden und dann in den Mpress rein. Dieses Konzept funktioniert, ich hab aber noch nirgends dafür Werbung gesehen.

Statt solche Artikel in der FAZ zu verbreiten :? sollte man ne flotte Werbeagentur ein schickes Fylerlein basteln das darauf aufmerksam macht!

Denn eines ist sicher. Wir haben kein Henne - Ei Problem. Die Infrastruktur ist jetzt schon da und kann mit leichten Mitteln verdoppelt oder verdreifacht werden.

Wenn wir ein Problem bei E-Autos haben, dann ist es die Auswahl an Fahrzeugtypen. Aber das ändert VW ja bald.


Auch das wird jedoch nicht reichen. Fachleute gehen davon aus, dass die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte mit der Anzahl der Elektroautos in den kommenden Jahren rasant steigen wird. Nach Angaben der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ werden schon im Jahr 2020 allein in Deutschland 70.000 öffentliche Ladepunkte und 7100 Schnellladesäulen benötigt.


Fachleute haben mal ausgerechnet, dass die Innenstädte meterhoch im Pferdemist versinken wird.

An normalen Ladesäulen müssen Elektroautos etwa sechs Stunden stehen bleiben, um aufgeladen zu werden, an Schnellladesäulen sind sie in bis zu 30 Minuten vollständig aufgeladen. Schnellladesäulen mit ihrer hohen Ladeleistung belasten jedoch das Stromnetz erheblich mehr. Ein wichtiger Fortschritt war die Schaffung eines einheitlichen Ladesystems in Europa und den Vereinigten Staaten, das „Combined Charging System“ (CCS). Es ist in der EU als Mindeststandard für alle neuen Ladesäulen vorgeschrieben.


Ja genau, CCS wird die Welt retten, anders geht es ja nicht....

Auf die Idee das man mit einem Akku mit 40kWh oder ca. 60 kWh eigentlich nur nachladen muss, statt vollladen kommt man ja nicht. Es muss gleich DC sein - wir wollen weiterhin zum tanken fahren. Drum hat ja Tesla auch die Strafe fürs dauerladen eingeführt, eben weil es Unfug ist. Und ich seh schon die dolle super flotte DC Säule in Restaurant Nähe "Du Schatz, ess Du schon mal den Hauptgang, ich such muss eben den Wagen umparken!"... viel spaß. Der Partner ist mind. bei der Nachspeise bis ein Parkplatz gefunden ist.
Mit der Kohle einer DC Säule kannste 6 AC hinstellen, macht Sinn wo Leute erfahrungsgemäß zwischen 1 und 3 Std. parken. Und damit reicht sich selbst 11 kW völlig aus. Um eben nachzuladen.

Der Aufbau von Ladesäulen ist Teil des typischen Henne-Ei-Problems: Ladesäulen zu installieren lohnt sich nur, wenn genug Kunden zum Aufladen kommen.


Ladesäulen werden ab einem Prozent der Zulassungen Magnete für Umsatz sein. Wenn das Möbelhaus KEINE Lademöglichkeit anbietet, fährt der E-Fahrer eben zu IKEA.... Und dann kommt eben das Sofa aus Schweden, statt von inhofer. thats the life..
Wer denkt mit Strom verkaufen lohnt sich eine Ladesäule hat nix, garnix vom Thema verstanden.

Eben doch ein typischer cheerleader Artikel der ach so freien dt. (Auto) Journalie
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 11. Nov 2017, 09:44

Bei mir ein Ort weiter ein topschicker Bäckerei Neubau, richtig viel Geld wurde da in die Hand genommen, tolles rund um Programm, schöner Verweilplatz und sogar ne doppel Mennekes Ladesäule. Problem, die Säule ist immer mit dem abgezogenen Schlüssel abgeschlossen - bei Nachfrage sieht man nur komische Gesichter. Beim ersten mal hab ich noch gefragt, bis dann endlich jemand kam der was wusste, wären eigentlich schon 30 KM im Akku. Seit dem schaue ich beim vorbei gehen drauf, der Schalter ist immer auf "0". Kann man nur den Kopf schütteln. Was soll man da noch sagen... An der Technik liegt es in den wenigsten Fällen.
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