Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 3. Nov 2017, 13:35

Dornfelder10 hat geschrieben:
Joe-EV hat geschrieben:Aber eine Quelle mit 3,6kW Netzteil einzeln für ca. 380€ habe ich mehrmals verlinkt. Dass diese (für wenig Geld) zu Ladegeräten umzufunktionieren sind, ebenso.

Dann sind die aber für genau so wenig Geld auch zu DC-Heimladestationen umzufunktionieren.

:lol: . :lol: . :lol:
Dann mach mal los! Die ersten derartigen Angebote habe ich ja mit Preisen von 4.300€ (10kW) und 20.000€ (20kW) verlinkt. Viel mehr gibt es (noch) nicht in der Praxis, erst Recht nicht im Privatbereich. Warum wohl?
Weil mittelständische Firmen das in Kleinserien zusammenfrickeln und nicht vollautomatisiert im Millionenstückzahlbereich?

Könnte es daran liegen, dass der AC-400V Anschluss für Typ2 genormt ist, aber die DC-Ladestation zum Auto hin sinnvollerweise für alle EV von ca. 300V bis 800V Traktionsspannung kompatibel sein muss? Ein Bordlader ist für das jeweilige Fahrzeug optimiert und muss nicht "vollkompatibel" sein!

Dornfelder10 hat geschrieben:Wenn der Einkaufspreis für die lächerlichen Stückzahlen vom i3 tatsächlich so niedrig ist, dann ist es auch möglich jedem i3 das interne Ladegerät zu streichen und dem Kunden für den selben Fahrzeugpreis eine DC-Wallbox zu "schenken".

Echt jetzt?!? Oder hast Du das Ironie-Smiley vergessen?
Die schenken Dir dann noch Gehäuse, Bedienelemente und DC-Ladekabel dazu? Tolle Illusion! :roll:

Dornfelder10 hat geschrieben:Eine 11 kW-DC-Ladesäule darf dann auch nur 300 EUR mehr kosten als eine AC-Säule.

Du hast das mit Stückkosten /Einkaufspreis /Endkundenpreis nicht wirklich begriffen.

Aber für alle, die an den <100€ für ein 3,5kW Lademodul zweifeln: Fragt mal den Teslafahrer Horst Lüning. Der hat in seinem Blog ein Video zur Effizienz gemacht:
Der Wirkungsgrad von E-Autos - Tesla Model S 70D und 90D, BMW i3, e-Golf, Nissan Leaf, Renault Zoe

So ab 17min. erwähnt er, dass das 4,2kW-Ladegerät (optional 7,4kW) des (alten) BMW i3 von einem amerikanischem Zulieferer stammt und:
... wenn das in Großserie von einem Zulieferer kommt, ich glaube nicht, dass BMW dafür mehr als 20€ für so ein Teil bezahlt ...

Gerade hat BMW den 100.000sten i3 gefeiert - seit 2013 !!! In gut 4Jahren !!!

Ich schreibe als Massenproduktion von mehreren 100.000 Einheiten im Monat - nicht im Jahr! Immerhin haben wir allein in D >40Mio. PKW im Bestand mit >3Mio. Neuzulassungen/Jahr zu elektrifizieren! Das sind >250.000 PKW im Monat, wo bei nur 11kW Drehstromladung je PKW 3x3,6kW also 750.000 dieser Ladeeinheiten (im Monat!!!) verbaut werden! Wem fehlt hier eigentlich die Zukunftssicht?!?

Selbst wenn es nur die Hälfte sind: Da purzeln die Dinger vollautomatisiert vom Fließband wie heutzutage Zündkerzen. Kann ja mal jemand probieren, so etwas wie Zündkerzen, Nockenwellen, ... in Kleinserie zu produzieren!

Tja, was nun?!? Wird das Auto 20€ billiger, weil der Autokonzern bei der Herstellung den Bordlader spart?
Dafür darf der (End-)Kunde für hunderte /tausende Euro dann eine DC-Ladebox erwerben?
Meiner Meinung nach ein schlechtes Geschäft. Nicht nur finanziell, sondern auch bei Praxistauglichkeit und Komfort.

Wer das nicht begreift, dem ist kaum zu helfen - bin erst mal raus.
Zuletzt geändert von Joe-EV am 3. Nov 2017, 13:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 3. Nov 2017, 13:40

Joe-EV hat geschrieben:Wer das nicht begreift, dem ist kaum zu helfen - bin erst mal raus.


Ist auch albern darüber zu diskutieren denn einmal nimmst Du den 3,7kW Lader und dann den 22kW Lader... Dass 3,7kW irgendwie zusammengeschustert werden können ist klar denn das ist noch keine Leistungselektronik. Da entstehen im schlimmsten Fall 180W Wärme Leistung, das ist gut zu organisieren.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 3. Nov 2017, 13:51

Klar doch. Deswegen skaliert Tesla seine DC-Supercharger aus den Bordlademodulen ... :lol:
Genau die identischen Bordladeeinheiten stecken auch in jedem SuC! Ich bin mir sicher, das weißt Du.

Ist auch albern darüber zu diskutieren denn einmal behauptest Du Dinge ohne Nachweis, dann legst Du Aussagen falsch aus und zitierst falsch. Auf Nachfragen gehst Du konsequent nicht ein sondern eröffnest neue Randthemen mit aberwitzigen Behauptungen.
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Deshalb ist es jetzt wirklich gut mit Deiner "lustigen" Argumentation. Es macht keinen Sinn, mit Dir zu diskutieren! Entschuldige, dass ich mich so lange mit Dir aufgehalten habe!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 3. Nov 2017, 13:58

Das hat Fronius mit dem IG 500 auch mal gemacht. Aller Anfang ist schwer... Aber die nächste Generation wird ein Leistungsteil sein. Die Idee er ja auch dass die Leistung einfacher auf zwei Autos verteilt werden kann.

Es geht nicht darum was heute in den Autos einsetzt wird. Ist doch logisch dass da gerade überall AC verbaut wird. Das bedeutet aber nicht dass das in 5 Jahren auch noch so sein wird.

Wichtig wird sein dass die Menschen ein E Auto nicht als Belastung sehen, und das ist es aktuell. Man sieht das ja am Beispiel P5. Zwei Anbieter einer kostenlos der andere 7,2 die Stunde. Das ist kein Konzept sondern ein Mist...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 3. Nov 2017, 14:01

Dann entstehen bei drei von den Dingern knapp über 500W Abwärme, die sollten auch handlebar sein.
Ich glaube wir sind uns einig, dass die nächste Generation Fahrzeuge, zumindest im europäischen Bereich, allesamt mit AC-Ladern ausgerüstet sein werden.
Wenn man den Trend beobachtet, dann geht dieser aktuell eher in Richtung 11kW 3-phasig als in Richtung Streichung von AC-Ladung.
Also sollte doch ein Konzept für die nächsten 10-15 Jahre, ungefähre Laufzeit der Fahrzeuge die demnächst auf den Markt kommen, heißen, dass man die kleinen AC-Lademöglichkeiten massiv ausbaut und an den Achsen, so wie Tesla und die deutsche Autoindustrie, eine Vielzahl an DC-Schnellladern aufbaut.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 3. Nov 2017, 14:03

Dann schreib dochmal den Flughafen an und sag ihnen, dass das Mist ist.
Ist es ja auch.
Würde mich interessieren, was die dazu sagen.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Dornfelder10 » 3. Nov 2017, 15:41

Joe-EV hat geschrieben::lol: . :lol: . :lol:
Dann mach mal los! Die ersten derartigen Angebote habe ich ja mit Preisen von 4.300€ (10kW) und 20.000€ (20kW) verlinkt. Viel mehr gibt es (noch) nicht in der Praxis, erst Recht nicht im Privatbereich. Warum wohl?
Weil mittelständische Firmen das in Kleinserien zusammenfrickeln und nicht vollautomatisiert im Millionenstückzahlbereich?

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Beim Bordlader lässt Du die großen Jungs ran mit Millionenstückzahlen und bei der Ladesäule soll es die Hinterhoffirma richten. Bei den Ladestationen muss natürlich auch etwas Masse dahinter - so wie Tesla das eindrucksvoll vormacht.

Joe-EV hat geschrieben:Könnte es daran liegen, dass der AC-400V Anschluss für Typ2 genormt ist, aber die DC-Ladestation zum Auto hin sinnvollerweise für alle EV von ca. 300V bis 800V Traktionsspannung kompatibel sein muss? Ein Bordlader ist für das jeweilige Fahrzeug optimiert und muss nicht "vollkompatibel" sein!

Natürlich muss man sich auch auf einen zukunftstauglichen DC-Standard einigen. Die Mehrkosten für den größeren Spannungsbereich wird man locker wieder reinholen wenn man die Leistungselektronik dafür um den Faktor 10 besser auslasten kann.

Joe-EV hat geschrieben:Echt jetzt?!? Oder hast Du das Ironie-Smiley vergessen?
Die schenken Dir dann noch Gehäuse, Bedienelemente und DC-Ladekabel dazu? Tolle Illusion! :roll:

Deine AC-Wallbox hat kein Gehäuse? Deine AC-Wallbox braucht kein Kabel?
Bedienelemente will ich keine haben - die sind Oldschool 8-) Wenn ich schon eine Kabelverbindung zwischen meinem Auto und einer Ladestation herstelle dann sollen die gefälligst ohne Bedienelemente miteinander reden und einfach nur Laden. Kein Display. Keine Knöpfe. Kein Kartenleser.

Joe-EV hat geschrieben:Du hast das mit Stückkosten /Einkaufspreis /Endkundenpreis nicht wirklich begriffen.

Die Gesamtkosten steigen immer mit steigender Stückzahl. Egal wie hoch die Stückzahl wird.

1000 Ladegeräte x 1000 EUR = 1 Mio. EUR
10.000 Ladegeräte x 500 EUR = 5 Mio. EUR

Wenn man die 1000 Ladegeräte in DC-Säulen steckt und die zu 20% ausnutzt hat man den selben Kundennutzen als wenn man die 10.000 AC-Lader in jedes Auto steckt und nur zu 2% ausnutzt. Aber zu einem fünftel der Kosten.

Joe-EV hat geschrieben:Aber für alle, die an den <100€ für ein 3,5kW Lademodul zweifeln: Fragt mal den Teslafahrer Horst Lüning. Der hat in seinem Blog ein Video zur Effizienz gemacht:
Der Wirkungsgrad von E-Autos - Tesla Model S 70D und 90D, BMW i3, e-Golf, Nissan Leaf, Renault Zoe

So ab 17min. erwähnt er, dass das 4,2kW-Ladegerät (optional 7,4kW) des (alten) BMW i3 von einem amerikanischem Zulieferer stammt und:

Nicht Dein Ernst jetzt, oder? Der Horst macht ja ganz gute Unterhaltung und als Anregung zum selber Nachdenken ist er auch ganz gut. Bei den Fakten hapert es aber ganz gewaltig. Wenn der nur 1/3tel der Videos machen würde aber dafür ordentlich recherchieren würde dann hätten die Videos deutlich mehr Qualität.

Joe-EV hat geschrieben:Ich schreibe als Massenproduktion von mehreren 100.000 Einheiten im Monat - nicht im Jahr! Immerhin haben wir allein in D >40Mio. PKW im Bestand mit >3Mio. Neuzulassungen/Jahr zu elektrifizieren! Das sind >250.000 PKW im Monat, wo bei nur 11kW Drehstromladung je PKW 3x3,6kW also 750.000 dieser Ladeeinheiten (im Monat!!!) verbaut werden! Wem fehlt hier eigentlich die Zukunftssicht?!?

Das durchschnittlich deutsche Auto fährt 35 km am Tag. Bei einem angenommenen Verbrauch von 16 kWh/100 km bedeutet das eine Auslastung des Ladegerätes von 0,5h/Tag das entspricht ca. 2%. Die restlichen 98% ist der Lader im Fzg. "faul". Und am Ende des Fahrzeuglebens geht er mit 10% seiner Nennbetriebsdauer in die Schrottpresse.
Mit intelligenter Steuerung halte ich eine Auslastung eines DC-Ladesystems von 20% für durchaus realistisch.

Joe-EV hat geschrieben:Tja, was nun?!? Wird das Auto 20€ billiger, weil der Autokonzern bei der Herstellung den Bordlader spart?
Dafür darf der (End-)Kunde für hunderte /tausende Euro dann eine DC-Ladebox erwerben?
Meiner Meinung nach ein schlechtes Geschäft. Nicht nur finanziell, sondern auch bei Praxistauglichkeit und Komfort.


Die 20EUR als Gesamtkosten für ein Ladegerät anzunehmen ist halt einfach nur Blödsinn. Mit falschen Annahmen kann man sich alles zurechtlügen.
Und noch mehr belügt man sich selbst wenn man 20EUR für das Bordgerät und hunderte /tausende Euro für die externe Lösung heranzieht.

Joe-EV hat geschrieben:Wer das nicht begreift, dem ist kaum zu helfen

Die Zukunft wird es zeigen wer recht hat. Mir fällt kaum ein anderes Produkt ein das noch eingebaute Ladetechnik hat. Weder Handy, Tablet, Laptop, Akkuschrauber, Akkurasenmäher, Akkukettensäge, Akkurasierer, usw. usw. haben AC-Ladung. Alles läuft über externe Netzteile.
Aber die sind alle Dumm und haben es halt nicht begriffen. Oder?

Gruß

Bernhard
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 3. Nov 2017, 15:48

Hm, könnte es bei den von Dir erwähnten Geräten eventuell daran liegen, dass die meisten von denen immer kleiner werden und es schlicht keinen Platz für ein eingebautes Netzteil gibt? Und warum soll man bei einem Akkuwerkzeug, dass in den meisten Fällen eh mit Wechselakkus ausgestattet ist, ein internes Netzteil haben? Ergibt wenig Sinn.
BTW. meine beiden Markenrasierer haben nur ein Stromkabel und kein externes Ladegerät und ja sie arbeiten in den überwiegenden Fällen kabellos... ;)
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 3. Nov 2017, 15:57

Man sollte jetzt nicht USB Ladegerät mit einem 11kW Lader vergleichen. Während die Effizienz bei einem USB Ladegerät unerheblich ist so sind die vielen kWh die in ein Auto gehen schon eine ganz andere Nummer. Alleine bei dem Kabel zur Ladesäule können viele Fehler gemacht werden.
Da sind Ruck Zuck 20€ im Jahr im Eimer
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 3. Nov 2017, 15:59

Ist aber eh OT... Die Frage wird sein was der Otto normal Verbraucher will. Ich bin gerade in einem Freizeitpark und ich habe mit dem Chef schon vor drei Jahren gesprochen wegen einer Ladesäule... Steht noch keine und wird sehr wahrscheinlich in zwei Jahren auch noch keine stehen. Hier kommen wenn es brennt mehrere tausend Autos... Viele parken entlang der Straße wenn es voll ist...
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