Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 3. Nov 2017, 11:09

r.wagner hat geschrieben:Ich hab schon lange viel von der Idee vom Ladegerät ausserhalb des Autos gehalten. Grund: Auto um 2K-4K billiger, jeder kann sich einen externen AC-Lader (fürs Auto oder die Wand) im Zubehörhandel kaufen oder auch leihen, den er möchte. 3kW, 7kW, 11kW, 22kW,... Eine „Zwangsbeschränkung“ der Ladeleistung durch die Hersteller (inkl. Tesla) ist Vergangenheit. Das ganze, solange konduktive AC Ladung noch aktuell bleibt und nicht durch bequemere Formen abgelöst (Induktiv?) abgelöst wird.


Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Hersteller auch nur einen Cent Ersparnis an die Kunden weiter geben... :twisted:
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 3. Nov 2017, 11:17

OS Electric Drive hat geschrieben:
Joe-EV hat geschrieben:
r.wagner hat geschrieben:Ich hab schon lange viel von der Idee vom Ladegerät ausserhalb des Autos gehalten. Auto um 2K-4K billiger, ... im Zubehörhandel kaufen oder auch leihen, ... 11kW, 22kW,... Eine „Zwangsbeschränkung“ der Ladeleistung durch die Hersteller (inkl. Tesla) ist Vergangenheit.

Nicht wirklich, wenn Du dann die vergleichbaren Kosten betrachtest.
Und spätestens bei mobilen 22kW wird es groß, schwer und sperrig, während Deine erhofften Preissenkungen reine Illusion sind.


mobile 22kW Lader? Ich glaube echt Du stehst voll auf dem Schlauch... geh mal runter!!!


https://www.designwerk.com/mobiles-dc-l ... -kw-mdc22/

22KG, 37*62*19,5cm, das trage ich gerne mit mir rum...;)
Und selbst im Kofferraum eher unhandlich.
Joe hat was davon geschrieben, dass man als Endverbraucher für ein 3,5kW Ladegerät 400€ bezahlt. Sprich für 11kW wären für Dich und mich 1200€ fällig. Wird aber, wenn man selbst die heutigen Mengen betrachtet, kein Autohersteller zahlen. Die ködern ihre Lieferanten sicherlich schon mit deutlich höheren Abnahmemengen. Von daher sehe ich die 100€ Stückpreis für 3,5kW als realistisch an. 3 davon ergeben 300€ pro Fahrzeug. Sollte erträglich sein.
Vorallem wenn man sieht, dass zumindest die deutschen Hersteller diesen Weg zu gehen scheinen.
BMW hat schon umgestellt, VW ist zumindest schon bei seriemäßiger 2-phasiger Ladung angekommen, für die ID sind 11kW schon angekündigt.
Dass die Amis und Japaner zurückhaltend sind, ist auch klar, in ihren Kernmärkten gibt es halt keinen 3-phasigen Strom in der Fläche.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 3. Nov 2017, 11:25

OS Electric Drive hat geschrieben:Hast Du eine Quelle die belegt, dass es ein einfaches 11kW Schaltnetzteil für 400€ gibt mit dem man ein Auto Akku mit 400V Drehstrom laden kann?

Das habe ich nicht behauptet - bitte noch einmal nachlesen! Aber eine Quelle mit 3,6kW Netzteil einzeln für ca. 380€ habe ich mehrmals verlinkt. Dass diese (für wenig Geld) zu Ladegeräten umzufunktionieren sind, ebenso.
Auch habe ich mehrmals auf die Diskussion in GoingElectric (Bereich BMW i3) verwiesen, wo der Einkaufspreis (!) des 3,6kW Bordladers für den BMW i3 mit <100€ beziffert wurde ...

OS Electric Drive hat geschrieben:Ich war auf der Messe in Stuttgart und dort haben mir alle Anbieter im bestätigt, ...

Da haben Hersteller noch ganz andere Sachen "bestätigt" ... :lol: Was willst Du also mitteilen?

OS Electric Drive hat geschrieben:Zudem ist es schon spannend dass Du die Kalkulation der Autoindustrie nicht erkennen willst. Warum kostet denn ein Tom Tom 300€ und ein Navi um Auto 1.500 das vielleicht nur halb so gut ist?

Könnte es daran liegen, dass das festeingebaute Navi im Auto nur optional als Zubehör angeboten /für den Endkunden bepreist wird? :roll: Wie würde sich wohl der Autopreis verändern, wenn ein Navi mit der Tom-Tom-Funktionalität generell Serie /vorgeschrieben wäre? Eine AC-Ladeeinheit ist Grundausstattung, nicht Option. Die Frage ist doch nur: Bis zu welcher Ladeleistung ...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 3. Nov 2017, 11:27

Nicht weitergeben... aber mehr verdienen und das lockt noch mehr :-)
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 3. Nov 2017, 11:34

3,7kW können womöglich günstig darstellbar sein 100€ halte ich dabei aber für unmöglich und schon gar nicht als Verkaufspreis an den Endkunden.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 3. Nov 2017, 11:37

OS Electric Drive hat geschrieben:3,7kW können womöglich günstig darstellbar sein 100€ halte ich dabei aber für unmöglich und schon gar nicht als Verkaufspreis an den Endkunden.

Tja, dann musst Du nur noch das "womöglich"definieren und akzeptieren, dass ich immer vom Einkaufspreis der Autobauer von den Zulieferern geschrieben habe. Nicht von den Verkaufspreisen an den Endkunden.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 3. Nov 2017, 11:47

Mich interessiert aber eher der Preis den der Kunde am Ende zahlt. Dazu gehören die ganzen Verwaltung und Planung bis zum Vertrieb und dann noch Vertrieb durch das AH hinzu. Auch die Montage und Integration...
27€ /kW ist dennoch eher auf der Basis der Platine denkbar.
Beim 3,7 kW geölt sind wir uns ja einig.. Das kann und wird sicher bleiben..
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 3. Nov 2017, 11:54

Warum baut dann BMW den 11kW Lader im Paket mit dem eh notwendigen CCS ein? Oder VW baut serienmäßig zwei von den Dingern ein?
Das wird ja auch seine Gründe haben.
Selbst bei den Audi PHEVs, die nun wirklich nur Alibilader sind, ist ein 2-phasiges Ladegerät eingebaut...
Ich glaube ja eher, dass die Stromstärke die Dinger groß und teuer macht. Deswegen scheinen sich wohl alle auf die 16A zu beschränken und nur Renault mit der Spezialkonstruktion höher hinaus zu gehen...
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Dornfelder10 » 3. Nov 2017, 11:56

Joe-EV hat geschrieben:Aber eine Quelle mit 3,6kW Netzteil einzeln für ca. 380€ habe ich mehrmals verlinkt. Dass diese (für wenig Geld) zu Ladegeräten umzufunktionieren sind, ebenso.

Dann sind die aber für genau so wenig Geld auch zu DC-Heimladestationen umzufunktionieren.

Joe-EV hat geschrieben:Auch habe ich mehrmals auf die Diskussion in GoingElectric (Bereich BMW i3) verwiesen, wo der Einkaufspreis (!) des 3,6kW Bordladers für den BMW i3 mit <100€ beziffert wurde ...

Wenn der Einkaufspreis für die lächerlichen Stückzahlen vom i3 tatsächlich so niedrig ist, dann ist es auch möglich jedem i3 das interne Ladegerät zu streichen und dem Kunden für den selben Fahrzeugpreis eine DC-Wallbox zu "schenken".
- weniger Gewicht im Fzg.
- kein Bauraumbedarf im Fzg.
- geringere Komplexität (Kühlung) des Fzg. => höhere Zuverlässigkeit
- DC-Wallbox muss nicht die vollen Automotive-Anforderungen erfüllen (min/max-Temp. ; Vibrationen, usw.)

Eine 11 kW-DC-Ladesäule darf dann auch nur 300 EUR mehr kosten als eine AC-Säule. Mit lächerlichen 3 Mio. Euro Mehraufwand lassen sich also 10.000 AC-Ladesäulen in DC-Ladesäulen (jeweils 11 kW) verwandeln. Das wäre mal eine sinnvolle Subvention.

PS: an die <100 EUR für 3,6 kW glaube ich heute noch nicht

Gruß

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Helmut1 » 3. Nov 2017, 12:32

Ein gewichtiges Argument dagegen die AC-DC Wandlung zum Laden außerhalb des Autos unterzubringen ist der wohl kommende Systemwechsel zu höheren Spannungen im Fahrzeug.
Daraus folgt, dass AC-Ladeinfrastruktur kompatibel bleibt, DC nicht. :idea:
M3 reserviert am 31.3 vormittags in Hamburg (Bei Ladenöffnung in der Schlange gestanden).
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