Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 26. Okt 2017, 21:31

OS Electric Drive hat geschrieben:Zum einen habe ich zwei Tage gesagt und nicht zwei Wochen! Zum zweiten was machst Du wenn Du auf den Strom angewiesen bist. Mit Deinem MS kannst Du natürlich entscheiden ob Du den Strom mit nimmst, sollte der Parkplatz aber belegt sein dann gehst Du auf dem Heimweg einfach in Leonberg vorbei.

Ja ganz klar. Und in ein paar Jahren fährt man eben mit seinem EV einfach am CCS-HPC vorbei, sollte der Schnarchlader am Parkplatz schon belegt gewesen sein. Du tust so, als ob das dann anders wäre als beim Tesla?!?
Die Model3 werden ja auch nicht mehr für lau laden können und dass die aufzubauenden CCS-Schnelllader eben derzeit noch fehlen und es nur für Tesla verlässliche SuC gibt - das wirst Du doch nicht in die Zukunft projezieren wollen?
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 21:48

Ich habe doch nirgends geschrieben dass es um kostenlos geht! Was legen die Leute hier mir eigentlich alles in den Mund? Es geht hier um ein Konzept das für eine große Anzahl von EVs funktioniert und das sind sicher keine zwei kostenlose Steckdosen an einem Parkplatz bei 12h 12€ mehr kostet als das Parkhaus in ein paar Meter Entfernung.

Es geht mir darum, dass es einfach für 10-20% der Autos nicht überall genügend AC Ladestationen geben kann, sodass man sich darauf verlassen kann.

Am SUC sehe ich so viele Teslas stehen die keine Ahnung haben aus welchem Kabel wohl mehr Strom raus kommt. Wer glaubt dass sich die "normalen" Menschen ständig über verschiedene Angebote an verschiedene Säulen in verschiedenen Parkhäusern nachschauen halte ich für absolut weltfremd.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 26. Okt 2017, 21:56

OS Electric Drive hat geschrieben:Um aber genügend Stationen zu haben, ohne dass es was ausmacht wenn mal ein Verbrenner drauf steht oder aber die Säule nicht geht sieht es schlecht aus...

Ja, HEUTE sieht es da noch schlecht aus bei meist nur 1Säule mit 2Ladestellen - allerdings immer noch sehr viel besser als bei den CCS-HPC. Wenn Tesla nicht in Europa den 11kW-Drehstromlader zum Standard gemacht hätte (optional 22kW), dann wären gerade in der Anfangszeit deutlich weniger MS verkauft wurden, da die Akzeptanz eines Laders wie beim Roadster in Europa gering ist.
Erst mit einem gewissen Fahrzeugbestand macht es auch wirtschaftlich Sinn, DC-HPC zu errichten. Denn sonst ist Deine Wirtschaftlichkeitsberechnung ganz schnell Makulatur. Dass diese für Fernreisen und die allgemeine Akzeptanz notwendig sind - dass schreibe ich lieber jedes Mal mit dazu für Dich, damit Du nicht denkst, nur Du plädierst für DC-HPC.

Wenn ich aber die Daten für den weltweit größten Ladepark in Zusmarshausen lese, könnte ich ko...n.
Da werden Millionen Steuergelder für ein reines Prestigeprojekt versenkt. Ohne dass das Projekt wirtschaftlich und entwicklungstechnisch für die Verbreitung der EV einen Sinn ergibt. Es sei denn, "ab 2018" bedeutet, dass erst mal nur bspw. 4x350kW + 10x50kW errichtet wird und der vorgerüstete Standort dann nach bestückt wird.
Oder glaubst Du wirklich, dass die restlichen 20x350kW + 110x50kW im Jahre 2020 in Zusmarshausen wirtschaftlicher arbeiten, als wenn man sie in kleineren Grüppchen (1x350kW + 5x50kW) an anderen Standorten aufstellt? Ehe der EV-Bestand so gestiegen ist, dass sich diese Dinger rechnen können, sind sie moralisch und technisch verschlissen.
Von AC steht da erst mal gar nichts (also ganz Dein Konzepte). Ich bin gesoannt, ob man dann während des Tages „Charge & Work“ umparken muss, oder ob man den DC-Lader ganztägig blockiert. Ein toller Irrsinn wäre ja wohl, zusätzlich am DC-HPC-Lader 30min Wartezeit einplanen zu müssen um dann 8h in der Konferenz zu sitzen ... :lol:
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 26. Okt 2017, 21:59

OS Electric Drive hat geschrieben:Es geht mir darum, dass es einfach für 10-20% der Autos nicht überall genügend AC Ladestationen geben kann, sodass man sich darauf verlassen kann.

Tja und da wurde Dir halt auch schon mehrmals erläutert, dass dies auch gar nicht notwendig ist. Im Bedarfsfall musst Du eben zum nächstgelegenen DC-HPC fahren. in Einem von 10 Fällen ...
Wenn diese DC-HPC-Säule dann auch noch auf dem gleichen Parkplatz steht und als "Mastersäule" für die Abrechnung der angeschlossenen 10Stck. Typ2-Ladestellen auf dem Parkplatz dient, wird es noch einfacher.
Zuletzt geändert von Joe-EV am 26. Okt 2017, 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 22:02

Die Kernfrage ist und bleibt für den Autokäufer... Bin ich mit einem E-Auto auch mobil.... Und das Suchen nach der richtigen Ladesäule und umherkurven um die richtigen Tarife zu finden gehört da sicher nicht dazu.

Auch wenn die HPC nur ein Gefühl mit sich bringen, aber mit unserem Tesla kann ich eben überall hinfahren egal ob mein Akku gerade voll oder fast leer ist ob es einen Umweg gibt oder nicht... Ist alles egal! Es ist egal was für eine Ladekarte ich dabei habe...

Das ist ein super Ansatz die Mobilität in den Vordergrund zu stellen. Bei den anderen sehe ich das nicht.... Da sehe ich Komplexität im Vordergrund.

Ja ich stimme überein, dass ein 3,7kW Lader auf jedem Parkplatz super komfortabel wäre, sehe aber dennoch das Problem dass das noch Jahrzehnte dauern wird!

Die Frage wird aber dann sein, ob man das noch braucht wenn die Akkus in 10 Jahren >100kWh groß sind und in 5 Minuten geladen werden können.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 26. Okt 2017, 22:06

OS Electric Drive hat geschrieben:Die Kernfrage ist und bleibt für den Autokäufer... Bin ich mit einem E-Auto auch mobil.... Und das Suchen nach der richtigen Ladesäule und umherkurven um die richtigen Tarife zu finden gehört da sicher nicht dazu.

Das ist ganz klar der Vorteil bei Tesla.

OS Electric Drive hat geschrieben:Auch wenn die HPC nur ein Gefühl mit sich bringen, aber mit unserem Tesla kann ich eben überall hinfahren egal ob mein Akku gerade voll oder fast leer ist ob es einen Umweg gibt oder nicht... Ist alles egal! Es ist egal was für eine Ladekarte ich dabei habe...

Das Erste ist ein Problem der Akkugröße und hat sich ab ca. 40kWh für die Meisten erledigt.
Beim Zweiten glaubst Du aber nicht wirklich, dass in absehbarer Zeit die CCS-HPC einheitlich abgerechnet werden?!?

OS Electric Drive hat geschrieben:Ja ich stimme überein, dass ein 3,7kW Lader auf jedem Parkplatz super komfortabel wäre, sehe aber dennoch das Problem dass das noch Jahrzehnte dauern wird!.

3,7kW mögen auf dem Dauerparkplatz /auf Arbeit ausreichen. Beim Einkaufen /Kino usw. sollte es schon 11kW/22kW sein.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 22:12

Ja... also auch das... Aber auch das glaube ich nicht, dass das binnen 10 Jahren akzeptabel steht. Schon wieder ist Jahresende und wir treffen uns wieder im Bowling Center... Dort gibt es noch immer keine Säule... die nächste dauerhaft geöffnete Säule ist 34 Gehminuten entfernt...

Wenn Aldi die Säule dauerhaft offen hätte mit 50kW so wäre das sehr sehr viel wert!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 26. Okt 2017, 22:14

Du wirst aber auch nicht in einem Zeitraum kürzer als, sagen wir 10 Jahren, eine merkliche Marktdurchdringung vorfinden.
Von daher ist es schon richtig, dass das Verteilen von den schwachen Dosen eine auf Jahrzehnte angelegte Aufgabe ist.
Die Norweger, Schweden und Finnen haben ja auch nicht innerhalb von 5 Jahren die Mehrheit der Parkplätze mit Schukos zur Vorwärmung ihrer Motoren gepflastert, dass ist auch erst nach Bedarf gewachsen.
Ich bin ganz ehrlich, ich tue mir schwer zu glauben, dass es in 10 Jahren Fahrzeuge in der Größe einer Zoe oder auch eines Golfs gibt, die serienmäßig mit den von Dir beschriebenen Akkus ausgerüstet sind. Aber vielleicht überraschen uns die Hersteller ja, keine Ahnung.
Heute scheint es ja eher so zu sein, dass bei steigender Akkukapa, die Ladegeschwindigkeit runter geht, zumindest wenn man sich die bisherigen Generation 1,5 Fahrzeuge, ala Zoe 40, eGolf 300, i3 94Ah, anschaut.
Die löbliche Ausnahme ist da mal wieder Tesla.

P.S.: Um nochmal auf den Flughafen zurück zukommen, dort gibt es im Umkreis über 40 Ladesäulen, von daher sollte es doch möglich sein, wenn man nicht so viel Geld für's Parken ausgeben möchte, auf Hin- oder Rückfahrt zu laden...:P
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von harlem24 » 26. Okt 2017, 22:21

Zum Bowlingcenter, Du bist doch ein gutes Beispiel. Ich würde den Betreiber einfach anquatschen und wenn der sagt, dass das der Besitzer des Hauses macht, dann lass Dir die Kontaktdaten geben.
Klaro ist das Aufwand, aber noch kann und sollte man ihn beitreiben, weil es eben viele Leute noch nicht auf dem Schirm haben.
Vielleicht rennst Du bei denen ja auch offene Türen ein? Kann ja auch sein.
Nur hier schreiben und sich nur zu beschweren, dass sich nichts tut, ist ja auch keine Lösung.*grinsfies
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 26. Okt 2017, 22:32

Ist ja schon komisch... jetzt wo raus kommt, dass der kostenlose Ladeplatz (ist noch nicht bestätigt), der so schnell bei Google gefunden war, auf dem teuersten Parkplatz steht gibt es doch wieder andere Wege? Alle anderen Säulen sind halt nach Stunden abgerechnet und ich sehe gerade immer mehr Betreiber in die Richtung Zeitabrechnung und weg von kWh.

Ich denke auch nicht, dass eAutos über die Kleinwagen in die Verbreitung kommt sondern über die Ober- und Mittelklasse... Die Akkupreise fallen rapide und dann wird es bald kein Thema mehr sein 5-10kWh mehr rein zu packen.
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