Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 24. Okt 2017, 19:03

Joe-EV hat geschrieben:
Das wurde Dir im entsprechenden Strang doch schon erklärt - hast Du es vergessen?
35Ct/kWh bei 22kW finde ich übrigens nicht so schlimm, aber wenn man das als Argument braucht ...

Ich habe auch nicht gesagt, dass es schlimm ist, wobei ja 22kW kaum mehr verfügbar ist! Ich meinte nur, dass AC teurer ist als DC!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von egn » 24. Okt 2017, 19:49

OS Electric Drive hat geschrieben:... wobei ja 22kW kaum mehr verfügbar ist!


Die Statistik sagt was anderes.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 24. Okt 2017, 20:12

Ich meinte nicht die Säulen, sondern die Autos... Tesla hat einen 11kW Lader der nun softwaremäßig auf 16kW aufgebohrt wurde... BMW hat 11kW, eGolf glaub sogar nur 7,2kW, Hyundai 7,2kW Mercedes 11kW, ZOE 22kW...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 25. Okt 2017, 06:36

das jap. Autos weniger AC haben scheint wohl im Sinne der Natur zu sein, da es dort diesen Strom nicht gibt und bei uns dagegen eine 32A oder 63A Dose Standard ist.

Alleine ein stumpfe Laderampenanlage hat schon 48x 16A Dosen nur um die 8 Rampen mit Hub-Hebe auf und ab und Rolltore zu bedienen.

Es sollte dem Kunden überlassen bleiben eine Auswahl zu haben. Den neuen Leaf haben wir dankend abgelehnt wegen der lächerlichen AC Technik. Warum sollte man zehntausende AC Säulen ignorieren, nur weil einige meinen DC wäre der Hit.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 25. Okt 2017, 07:22

tripleP hat geschrieben:Ein Ultraschnelllader HPC mit 150kW+ kann, wenn einmal genug Fahrzeuge auf den Strassen sind, sich schnell amortisieren und das bei ganz "normalen" Preisen. Wo die genau sein werden wird sich noch herausstellen, aber ich denke nur etwas höher als der private Strompreis, wenn überhaupt.

Genau das ist der Knackpunkt für ein bezahlbares Konzept.

Drum tragen sich AC Säulen die gratis zu benutzen sind und über das Parkticket pauschal bezahlt werden deutlich tragfähiger als irgendwelche Monster DC Anlagen die von einer Handvoll Autos benutzbar sind. Die Masse an KM werden auch nicht auf der Autobahn gemacht, sondern bei dem um-den-Block fahren. Und diese Personen holt man am einfachsten mit den üblichen Lolos in den Parkhäuser ab. Es sollten bitte festgebundene Kabel sein.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Joe-EV » 25. Okt 2017, 08:13

OS Electric Drive hat geschrieben:Mein Problem Stund 0,5% Marktanteil...

Komisch, dass Du dieses Problem damit lösen willst, in dem Du die (meist optionalen) schnelleren AC-Bordlader und das beschleunigte AC-Laden in der Fläche abschaffen willst. Damit verringerst Du die m.E.n. die Kundenakzeptanz deutlich, denn das "überall und jederzeit laden ohne spezielle Tankstelle" ist in meinen Gesprächen ein anerkanntes Plus-EV-Argument.

OS Electric Drive hat geschrieben:Ich meinte nicht die Säulen, sondern die Autos... Tesla hat einen 11kW Lader der nun softwaremäßig auf 16kW aufgebohrt wurde... BMW hat 11kW, eGolf glaub sogar nur 7,2kW, Hyundai 7,2kW Mercedes 11kW, ZOE 22kW...

Ja, Tesla hat abgespeckt um Geld zu sparen. Man kann es sich dank Traktionsbatterien >60kWh und existentem SuC-Netz + DeC-Netz auch leisten. Wobei ich nicht ausschließen würde, dass bei vorhandenem Marktdruck (Konkurrenzmodelle sind ja derzeit nicht vorhanden) auch wieder 22kW angeboten wird.

Der VW eGolf hat mit dem größeren Akku von einphasig auf zweiphasig erhöht, BMW von einphasig auf dreiphasig und der Smart electric bekommt 2018 optional einen dreiphasigen 22kW-Lader. Ach ja: die Zoe kann immer noch mit AC-43kW geordert werden und der BYD6E kann AC-40kW. Gerade für die kleineren Akkus ist AC-Laden wichtig und Deine Euphorie über 60kWh-Akkus im Keinst- und Kleinwagenbereich (1/3 des PKW-Bestandes in Deutschland sind kleiner als ein VW Golf) kann ich weder preislich, noch technisch nachvollziehen.
Ich befürworte dagegen schon immer, (zumindest für e-Autos) einen Drehstrombordlader 11kW als Standard (optional 22kW) zu installieren. Gegenüber 3,6kW-7,2kW ein lächerlicher Mehrpreis/Mehraufwand für die Hersteller, aber ein großer praktischer Gewinn in der täglichen Nutzung. Zusätzlich natürlich CCS als Standardbuchse für Schnellladung.

Nach Deiner Logik machen übrigens DC 150/350kW-CCS-Schnelllader eigentlich auch keinen Sinn:
- Ampera-e hat (100kW?) CCS serienmäßig, ist aber praktisch nicht käuflich
- Ford Focus hat 50kW CCS serienmäßig, ist aber praktisch nicht käuflich
- nur die wenigsten Japaner haben überhaupt CCS (eigentlich nur Hyundai Ioniq mit 70kW Ladeleistung?)
- Mercedes hat kein CCS
- Smart hat kein CCS
- Tesla hat kein CCS
- Renault Zoe hat kein CCS
- BMW i3 hat CCS nur gegen Aufpreis 50kW
- VW hat CCS nur gegen Aufpreis 50kW
... ;)

Natürlich sind wir uns wohl alle einig, dass die CCS-Schnellladestruktur trotzdem die wichtigste Baustelle ist ...
Logisch wäre ebenso, kommende größere Akkukapazitäten mit dreiphasigen Bordladern zu kombinieren.
Zuletzt geändert von Joe-EV am 25. Okt 2017, 09:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Eberhard » 25. Okt 2017, 08:25

Es ist natürlich traurig, das gerade die deutschen Hersteller trotz heftigster Lobbyarbeit für CCS und LSV keine eAutos mit serienmäßigen CCS anbieten. Das ganze hat System.
Roadster 2.5 11/2010-6/2016 nach fast 170.000km abgegeben, Range 254/320km, P85+ 349.529 km Range 365/456km MX #460 am 8.8. storniert, da bei drivetesla 2.0 dabei
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 25. Okt 2017, 12:29

Südstromer MS85 hat geschrieben:
tripleP hat geschrieben:Ein Ultraschnelllader HPC mit 150kW+ kann, wenn einmal genug Fahrzeuge auf den Strassen sind, sich schnell amortisieren und das bei ganz "normalen" Preisen. Wo die genau sein werden wird sich noch herausstellen, aber ich denke nur etwas höher als der private Strompreis, wenn überhaupt.

Genau das ist der Knackpunkt für ein bezahlbares Konzept.

Drum tragen sich AC Säulen die gratis zu benutzen sind und über das Parkticket pauschal bezahlt werden deutlich tragfähiger als irgendwelche Monster DC Anlagen die von einer Handvoll Autos benutzbar sind. Die Masse an KM werden auch nicht auf der Autobahn gemacht, sondern bei dem um-den-Block fahren. Und diese Personen holt man am einfachsten mit den üblichen Lolos in den Parkhäuser ab. Es sollten bitte festgebundene Kabel sein.


Wir sind doch bei 0,5% Marktanteil noch nirgends definiert. Wie die Autos in 2-3 Jahren aussehen muss man noch abwarten. Bislang haben die Autobauer die EVs ja nur als Kurzstrecken Auto gesehen mit abwertendem Design und Spaßfaktor 0... Es braucht Tesla der den Leuten die Augen öffnete und zeigte, dass schnelles Laden und große Akkus der Schlüssel sind.

Tesla hat in der Oberklasse knapp unter 10% Marktanteil wobei die anderen Wagen bei 0,5% liegen. Natürlich braucht man die AC Säulen nicht links liegen lassen. Ich sehe nur kein Geschäftsmodell für die AC Säulen. Du kannst ja gerne zu den Parkhäusern gehen und dort die Abrechnung und Säulen betreiben wenn die vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen können.

Aktuell sehe ich auf jeden Fall keinen Trend dass die AC Leistung in den Autos nach oben geht und dass die Kosten für AC Ladung deutlich niedriger je kWh sein können als an HPC.

Es wird ein spannender mix werden, ich kann mir halt beim besten Willen nicht vorstellen dass der Kabelsalat auch nur irgend eine Zukunft hat.

Ich möchte mal an das viel gelobte Video von Lars erinnern der ja das Ende der F1 für 2017 vorhersagte, 5% Marktanteil in den wichtigsten Märkten etc...

Ich sehe keine 5% Markt bis 2020 in Deutschland und / oder der EU. Und bis dahin kann sich noch viel ändern.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 25. Okt 2017, 14:49

Sooo kompliziert ist ein Ausblick in die nahe Zukunft von ca. 10 Jahren auch wieder nicht. (Ironiemodus/on) Da VW seine Kombalt Ausschreibung ungelesen zurück erhalten hat, wird es sicher auch kaum was am Massenmarkt dringend an Stückzahlen geben. :mrgreen: :lol: (Ironiemodus/off)

Und wenn man sich die "Veränderungen" von Fahrzeugen wie Leaf oder ZOE anschaut, oder von Tesla, dann ist auch nicht davon auszugehen das wir Quantensprüngen sehen werden. Folglich macht es schon Sinn, die Ladetechnik wie wir sie JETZT vorfinden anzupassen und auszubauen. Gleich den Hammer rausholen und mit 350 kW auf kleine Akku einzudreschen macht kaum Sinn und ist letztlich auch nichts anderes als "wieder zu Tankstelle" zu fahren. Wir wären kaum weiter als mit dem petrol Denken von bisher.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 25. Okt 2017, 14:58

OS Electric Drive hat geschrieben:Tesla hat in der Oberklasse knapp unter 10% Marktanteil wobei die anderen Wagen bei 0,5% liegen. Natürlich braucht man die AC Säulen nicht links liegen lassen. Ich sehe nur kein Geschäftsmodell für die AC Säulen. Du kannst ja gerne zu den Parkhäusern gehen und dort die Abrechnung und Säulen betreiben wenn die vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen können.


Ein öffentliches Konzept ist, was ich fast wöchentlich nutze, mit dem Parkticket die Ladesäule freizuschalten und beim verlassen des Parkhaus einen Pauschalpreis für den Strom zu bezahlen. Als Betreiber hat man damit nullkommagarnix an Aufwand. Der Doppellolo kosten nen Tausender, die Wartung umgerechnet 10 Monat pro Monat und die Installation kann letztlich ein Elektrikerlehrling kurz vor Feierabend noch kurz erledigen...

Das selbe wäre bei JEDEM Arbeitgeber machbar, umsetzbar und langfristig tragbar.

Aber die verteidigst ja viel lieber armdicke Mittellandstromleitungen fürs flotte aufladen von Fahrzeugen die dann den lieben langen Tag rumstehen.

Wie sieht denn DEIN Konzept in der Finanzierbarkeit von so einer DC 150 kW oder 350 kW Ladelösung aus? Ich bin gespannt.
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