Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 2. Sep 2017, 16:55

nun aber genau darum geht es... um ein Geschäftsmodell.. Nicht ob man gleich Geld verdient sondern um es auf absehbare Zeit ein tragfähiges Modell ist. So eine Ladestation kostet nicht die Welt in der Anschaffung... Eine Trafo Station braucht aber einen Wartungsvertrag (ca. 500€ im Jahr) Dann kostet die MS Messung auf fast 1000€ im Jahr... Versichern sollte man so ein Teil auch noch.. ca. 2-5 Promille.. Erneut ca. 1000€ im Jahr.. Abschreibung ca. 60.000€
Finanzierung ca. 4.500€
Pacht?
Abrechnung?
Dann kommt der Strom, der eingekauft werden muss dazu...
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von khandanpour » 3. Sep 2017, 19:41

elrond hat geschrieben:Genau das halte ich aber für nicht zielführend:

Leto hat geschrieben:
Öffentliche Destination Charger:
Innenstadt, Parkhäuser/-plätze, 11kW, Typ2


in Verbindung mit

Leto hat geschrieben:Dedizierte Parkplätze nur für ladende EVs. Bezahlung mit EC, CC oder mobile payments ohne Anmeldung, Belegungsmanagement per Kameras die auch automatisch falsche Nutzung melden die direkt geahndet werden.


Das hält einen doch davon ab, an diesen Stellen zu laden. D.h. man macht es vielleicht gezwungenermaßen, aber dann muss man sich in der Zwischenzeit (Shoppen, Essen gehen, Theater, Kino) um sein Auto kümmern. Beim Shoppen vielleicht noch denkbar. Beim Essen ärgerlich. Bei Theater und Kino und anderen Veranstaltungen geht das nicht.

Ich glaube eher, dass wir mehr kleine Ladestationen benötigen, die dann auch länger besetzt sein dürfen.
Lieber elrond du sprichst mir aus der Seele: Elektromobilität muss konkurrenzfähig zum Fossilen Autos sein um sich durchzusetzen. Wir können nunmal nicht in 5 Minuten fast überall in jedem Ort tanken. Und die meisten wie ich können weder Zuhause noch auf der Arbeit Laden! Nicht jeder hat eine eigene Garage mit Starkstrom Anschluss. Fährt müsste man eigentlich in jedem Viertel tanken können ohne dass der Parkplatz mehr als 10 Gehminuten von Zielpunkt entfernt ist. Und man kann oft nicht nach 2, Stunden zurück kommen um umzuparken. Entweder weil man arbeitet, weil man beim Arzt ist, auf einer Hochzeit/Taufe oder nur bei Freunden. Soll man bei denen von Esstisch aufstehen und sagen:" Leute Esst weiter ich muss parken und komme gleich wieder?" Nein so wird sich ein e Auto nur durchsetzen. Außer für die super Dekadenz mit eigenem Haus und Garage.

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von olbea » 3. Sep 2017, 20:16

Dekadenz??? Eigenes Haus und eigene Garage ist dekadent???????
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von khandanpour » 4. Sep 2017, 03:49

olbea hat geschrieben:Dekadenz??? Eigenes Haus und eigene Garage ist dekadent???????
Du hast Recht. Tut mir leid. Ich meinte nicht jeder hat das Glück eine eigene Garage zu haben...

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 4. Sep 2017, 07:51

Nicht jeder hat eine Lademöglichkeit trotz Garage... Manche haben mehrere Autos.. Manche haben keinen ausreichenden Strom in der Garage. Es gibt so viele Garagenanlgen ohne Strom.
Hinzu kommt, dass oft der Aufwand vergessen wird seine Garage aufzurüsten. Da sind ruck zuck 2000€ weg. Bezogen auf sagen wir mal 3000kWh im Jahr kommen da auch mal schnell 4-5Ct /kWh zusammen.

Ich denke, dass E Autos OHNE AC Lader, und damit meine ich größer als 3,7kW, deutlich günstiger zu bauen sind. Wenn man dann noch die Aufrüstung der eigenen Garage weglassen kann gewinnt die HPC Idee immer mehr Sympatien.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von edevil » 4. Sep 2017, 08:53

Was denkst Du denn, wieviel EUR man bei Großserienstückzahlen zwischen 3,7 KW und 11KW AC Lader einspart? Ich denke mal, dass das keine 500 EUR pro Fahrzeug sind.
Wenn man sich einfach mal an schaut, dass es am Schnelllader schnell 2-3x soviel pro kWh kostet gegenüber Haushaltsstrom (eigener PV-Strom noch gar nicht berücksichtigt), läßt der Reiz am rienne DC-Gedanken stark nach. Es muss sowieso beides geben, aber wer ohne vile Aufwand in der GArage was machen kann bzw. es bei neubau einfahc schon mit eingeplant hat, wird gern zu hause laden.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 4. Sep 2017, 10:20

Aha und 500€ am Fahrzeug bei den Kosten sind wie viel %? Hier sind aber einige ganz schön großzügig... Ich denke zwar eher dass es in Richtung 1000€ geht und im VK locker bei 1.500 liegt aber nun gut... Wenn man nun rechnet dass man um 11kW in der Garage bereit zu stellen locker 2000€ braucht (in vielen Fällen) und dann noch 1.500€ für den Lader so wird schnell klar, was das Laden zuhause kostet. Hier gegen entsteht gerade das DC Laden für Zuhause, wo das Ladegerät außerhalb des Autos ist. Dann spart man sich schon mal das Geld für das AC Geraffel was locker auch um die 800-1000€ kostet.

Sobald es HPC gibt wird das Heimladen möglicherweise recht schnell uninteressant werden.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von kbrandes » 4. Sep 2017, 11:55

OS Electric Drive hat geschrieben:Sobald es HPC gibt wird das Heimladen möglicherweise recht schnell uninteressant werden.


Einspruch. Nach Hause kommen, einstecken, voll losfahren. Und nicht an irgendeiner Ladesäule/Tankstelle anhalten. Diesem Komfortgewinn gegenüber meinem vorherigen Benziner möchte ich gerne behalten.
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 4. Sep 2017, 12:30

Richtig, wenn die Infrastruktur passt. Meine Erfahrung ist aber, dass die wenigsten Garagen / Stellplätze ausreichend elektrifiziert sind. Und wenn da ein NYM Kabel 3*1,5 über 20m in die Garage geht und man mit 3,7kW lädt kommt wie viel in der Batterie an? Da fallen auf dem Weg zum Auto schon >3% in Wärme an. Dann ist der Lader ineffizient und mit 85% unterwegs.

Für jemand der eine vorbereitete Garage hat für den kann das passen, nur da sehe ich aktuell auch eine Entwicklung in Richtung DC!

Richtig, ich genieße den Komfort der Heimladung extrem... Aber von den 40 MIO Autos haben halt die meisten nicht diesen Komfort!
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von kbrandes » 4. Sep 2017, 13:21

OS Electric Drive hat geschrieben:Richtig, wenn die Infrastruktur passt. Meine Erfahrung ist aber, dass die wenigsten Garagen / Stellplätze ausreichend elektrifiziert sind. Und wenn da ein NYM Kabel 3*1,5 über 20m in die Garage geht und man mit 3,7kW lädt kommt wie viel in der Batterie an? Da fallen auf dem Weg zum Auto schon >3% in Wärme an. Dann ist der Lader ineffizient und mit 85% unterwegs.


Ich habe schon des öfteren an einer normalen Haushaltssteckdose mit 40 Meter Verlängerungskabel geladen, das sind dann über Nacht auch >30 kWh

Ich habe zwar 22 kWh in der Garage und Doppelader, aber eine normale Steckdose würde in 80% der Nächte auch ausreichen, und so sieht es bei vielen aus. Wieviele der Autos werden am Tag über 100 km bewegt?

An bezahlbare DC Ladestationen für private Stellplätze glaube ich so schnell nicht. Und was machst du wenn du unterwegs bist? Es vor Ort keine freien funktionierenden DClader gibt? Die Sicherheit einfach an einer Steckdose zu laden ist schon nett ... In ein E-Auto gehört für mich AC Ladung mit rein.
 
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