Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Nick1 » 15. Mär 2017, 12:51

Volker, was die Qualifikation anbelangt schrieb ich nicht allgemein von Chemikern/Physikern, sondern (bereits im gleichen Satz) von denen, die beruflich in der Akkuforschung tätig sind.
Wieso soll der i3 mit 4C laden können, die bisher veröffentlichten Ladezeiten belegen das doch nicht?

Außerdem glaube ich auch nicht -genau wie Volker geschrieben hat-, daß man den C-Wert des 28kWh Akku des Ionic einfach auf 100kWh übertragen darf. Ein knapp viermal so großes Akkugehäuse wie das des Ionic wird definitiv unter keinen normalen PKW passen. Vom Gewicht ganz zu schweigen.
Wird dagegen die 3,5 fache Menge an Zellen (um auf 100kWh zu kommen) im gleichen Bauraum dichtgepackt untergebracht, erscheint es sehr fraglich, ob dann unter thermischen Aspekten immer noch ein hoher C-Wert realisiert werden könnte...

Es sagte mal ein bekannter Radsporttrainer in Bezug auf überraschend plötzliche Höchstleistungen "Märchen geschehen nur im Märchen".
Bisher erwies sich das auch für Akku-Doping so :mrgreen:
 
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von egn » 15. Mär 2017, 14:13

Einem Ioniq reicht aber wegen des halben Verbrauchs gegenüber einem MS etwa die Hälfte der Kapazität eines MS 100D um nahezu gleich weit zu kommen. Also besteht gar nicht die Notwendigkeit die 4-fache Batteriemenge unterzubringen, sondern nur die Doppelte. Und ich sehe grundsätzlich kein Hindernis diese Kapazität auch weiterhin in gleicher Geschwindigkeit zu laden.

Die Alternative zur Erhöhung der Batteriekapazität zur Erzielung einer größeren Reichweite ist die Erhöhung der Effizienz durch besseren CW Wert und geringeres Gewicht. Der Ioniq zeigt das eindrucksvoll.

Das MS ist hier viel zu groß und zu schwer um mit dem Ioniq mithalten zu können. Aber das M3 muss in die Nähe des Ioniq kommen sonst wird es mit dem Nachfolger des Ioniq locker überholt.
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von OS Electric Drive » 15. Mär 2017, 15:21

Also im Winter habe ich nicht den Eindruck als würden sich unsere Autos kaum voneinander unterscheiden
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Leto » 15. Mär 2017, 16:09

egn hat geschrieben:Einem Ioniq reicht aber wegen des halben Verbrauchs gegenüber einem MS etwa die Hälfte der Kapazität eines MS 100D um nahezu gleich weit zu kommen. Also besteht gar nicht die Notwendigkeit die 4-fache Batteriemenge unterzubringen, sondern nur die Doppelte. Und ich sehe grundsätzlich kein Hindernis diese Kapazität auch weiterhin in gleicher Geschwindigkeit zu laden.

Die Alternative zur Erhöhung der Batteriekapazität zur Erzielung einer größeren Reichweite ist die Erhöhung der Effizienz durch besseren CW Wert und geringeres Gewicht. Der Ioniq zeigt das eindrucksvoll.

Das MS ist hier viel zu groß und zu schwer um mit dem Ioniq mithalten zu können. Aber das M3 muss in die Nähe des Ioniq kommen sonst wird es mit dem Nachfolger des Ioniq locker überholt.


Ich hab hier was von 17 kWh / 100 km gelesen, die 12 die angegeben sind scheinen völlig unrealistisch. Ohne Features die der Ioniq nicht hat zu nutzen komme ich auf 190 Wh/km, andere auf weniger. Ich glaube das ist auf keinen Fall ein Faktor 2 und das bei 422 vs 120 PS. Fährt jemand Ioniq mit unter 100 Wh/km sportlich und im Mix mit AB? Wo kommt dieser Faktor 2 her?
Zuletzt geändert von Leto am 15. Mär 2017, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Nick1 » 15. Mär 2017, 16:10

Wäre der Verbrauch des Ioniq nur halb so hoch wie des MS, müsste er seine Weksangabe deutlich unterbieten.
Es ging eigentlich auch nicht darum mit wieviel Kapazität der Ioniq auskäme, sondern darum, ob der hohe C-Wert des Ioniq noch gelten würde, wenn man seine Batteriezellen zusammenpferchen und auf 100kWh erhöhen würde. Diese 100kWh braucht vielleicht kein Ioniq, aber ein MS 100D zum Beispiel :roll:
 
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Leto » 15. Mär 2017, 16:22

Nick1 hat geschrieben:Wäre der Verbrauch des Ioniq nur halb so hoch wie des MS, müsste er seine Weksangabe deutlich unterbieten.
Es ging eigentlich auch nicht darum mit wieviel Kapazität der Ioniq auskäme, sondern darum, ob der hohe C-Wert des Ioniq noch gelten würde, wenn man seine Batteriezellen zusammenpferchen und auf 100kWh erhöhen würde. Diese 100kWh braucht vielleicht kein Ioniq, aber ein MS 100D zum Beispiel :roll:


Du bringst es auf den Punkt. Es sind so viele Parameter eines Akkus gleichzeitig zu optimieren dass es einfach naiv ist anzunehmen dass man einen Akku nehmen, hochskalieren, runterskalieren oder seine einzelnen Eigenschaften nehmen und andere Eigenschaften ignorieren könnte. Einen 2C Akku haben wir der 600km Reichweite in 30 Minuten lädt wenn wir ihn kaufen können und er 10 Jahre hält.
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Boris » 12. Mai 2017, 20:33

Heute folgende interessante Information eines Mandanten, der für VW im Bereich Ausbau Ladestationen als Freelancer arbeitet: Es werden mehr als 400 Ladestationen mit 350 kW in Europa vom Konsortium errichtet.

Das Hauptproblem ist, Standorte zu finden die ausreichend Leistungskapazitäten bieten für die 350 kW-Lader. Man orientiert sich vorwiegend an Bahnlinien, weil man da ausreichend Power vorfinde.

Also: Die Standorte werden im Zweifel in der Nähe von Bahnlinien liegen. Ob das dann für Langstreckenfahrer verkehrsgünstig ist, ist wohl nicht so relevant ?!? Was hilft einem eine Ladung in 15 Minuten wenn mann erstmal 10 Minuten hin und nochmal 10 Minuten zurück von der Autobahn fahren muss. Dann sind das auch 35 Minuten und nicht schneller als am SuC.

Aber warten wir einfach ab. Wir freuen uns ja dass überhaupt was passiert ...
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von Ralf Wagner » 13. Mai 2017, 01:13

Das "Also" stelle ich mal in Frage, da Bahnlinien mit einer anderen Frequenz (16 2/3 Hz) arbeiten, da bräuchte man eine andere Ladeelektronik als bei 50 Hz. Es würde ja bedeuten, dass man einen Deal mit der Bahn macht, deren Versorgungsnetz mit zu benutzen. Es bliebe dann noch die Aufgabe einer neuen Leitung von der Bahnversorgung bis zur Ladestation.

Was ein guter Standort aus Anwendersicht ist, ist uns hier bekannt. Aus Errichtersicht stellt sich die Aufgabe, genügend Leistung an die Ladestation zu schaffen. Grundsätzlich bekommt man immer die Leistung her, der Preis dafür ist aber stark unterschiedlich. Mit Glück gibt die vorhandene Leistung zu einem Rasthof die notwendige Leistung noch her, mit Pech hat man einen verkehrstechnisch tollen Standort, aber man muss kilometerlang eine neue Mittelspannungsleitung verlegen, was sehr teuer werden kann.

Wenn die Leistung knapp ist am Standort, kann man über eine Pufferbatterie und lokale Versorgung (PV) nachdenken. Die Pufferbatterie kann bei hoher Frequentierung der Station auch an die Grenzen kommen, aber es würde den Zeitpunkt der Leitungsverstärkung hinauszögern.
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von acpacpacp » 13. Mai 2017, 05:47

Kommt mir alles sehr bekannt vor ...

http://www.computerbild.de/artikel/cb-N ... 07957.html
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Re: Großes Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz!

von egn » 13. Mai 2017, 08:39

Ralf Wagner hat geschrieben:Das "Also" stelle ich mal in Frage, da Bahnlinien mit einer anderen Frequenz (16 2/3 Hz) arbeiten, da bräuchte man eine andere Ladeelektronik als bei 50 Hz.


Man braucht nicht wirklich eine andere Ladeelektronik. den Gleichrichtern ist es ziemlich egal mit welcher Frequenz der Strom ankommt. Möglicherweise kann man sich die Gleichrichtung in den einzelnen Ladesäulen sogar sparen und sie schon direkt mit DC von einem zentralen Gleichrichter versorgen. In den Ladestationen wird dann nur noch der DC-Strom geregelt.
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