Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Volker.Berlin » 3. Mai 2017, 22:42

Boah ey. Erstens mal solltest Du vielleicht den Abschnitt zitieren, auf den Du Dich beziehst, und nicht eine Sache zitieren und Dich dann auf eine ganz andere beziehen. Und zweitens scheint die Diskussion über "Elektrosmog" hinter einer Stahlbetonwand reichlich esoterisch, egal ob E-Auto-Lader, Stern, Dreieck, Viereck, oder Gasentladung. Das sind weder Äpfel noch Birnen, das ist einfach nur Schmarrn.
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Awzm » 3. Mai 2017, 23:44

Bei unserer Eigentümerversammlung wurde heute mein Antrag, dass jeder Eigentümer auf seinem eigenen Stellplatz eine Steckdose/Lademöglichkeit auf eigene Kosten installieren kann praktisch ohne Gegenstimmen durchgewunken. Und das bei 135 Eigentümern.
 
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Volker.Berlin » 3. Mai 2017, 23:47

Glückwunsch! Es ist sehr erfrischend, zur Abwechslung auch mal eine Erfolgsmeldung zu hören! :D
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Snuups » 3. Mai 2017, 23:50

Ja, das ist erwähnenswert. Ich finde man muss auch oft positive Aspekte hervorheben, so dass sie nicht in all den negativen Berichten untergehen.
Liebe Grüsse
Snuups
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Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Awzm » 3. Mai 2017, 23:58

Danke! Und es wurde als einziges Traktandum (von ca. einem Dutzend) kein bisschen diskutiert, es gab keine einzige Wortmeldung.
 
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von CheapAndClean » 4. Mai 2017, 00:22

Volker.Berlin hat geschrieben:Und zweitens scheint die Diskussion über "Elektrosmog" hinter einer Stahlbetonwand reichlich esoterisch, egal ob E-Auto-Lader, Stern, Dreieck, Viereck, oder Gasentladung.

Blöderweise geht die Zuleitung durch die Wand durch. Lt. EN 50160 ist eine harmonische THD von 8% (bis zur 40. Harmonischen grechnet) zugelassen. Zwischenharmonische werden zur Zeit noch gar nicht reglementiert! Und wahrscheinlich gibt es auch Lader mit mangelhafter PFC? https://de.wikipedia.org/wiki/Verzerrun ... rbrauchern

Mit Esoterik hat das nichts zu tun, es gibt sehr wohl elektrosensible Menschen oder eben solche, die keine zusätzliche Belastung wünschen. Das sollte man dann auch respektieren?
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Mathie » 4. Mai 2017, 01:33

CheapAndClean hat geschrieben:Ich kenne das Problem aus grösseren Eigentumsanlagen. Die Einheiten nahe des Schalt/Traforaums sind da oft schwer zu vermieten/verkaufen.

Das ist interessant! Was für Eigentumsanlagen meinst Du, die einen eigenen Traforaum haben. Hängen die am Mittelspannungsnetz?

Ich komme als Projektentwickler und Bauträger aus der Branche und kenne auch größere Wohnanlagen, bei denen gibt es einen oder bei sehr großen Anlagen auch mehrere Hausanschlussraum bzw. Räume, da gehen Niederspannungsleitungen rein oft sowas wie 100kVA oder so.

Wäre toll wenn Du mir ein konkretes Beispiel für eine Eigentumsanlage nennen könntest, in der es einen Mittelspannungsanschluss gibt und Probleme mit dem Verkauf von Wohnungen wegen der Nähe zu Trafo. Ich hatte in Verkaufsgesprächen schon Fragen zur Entfernung von Fernsehturm, Mobilfunkmasten aber wirklich noch nie zum Hausanschluss an das Elektrizitätsnetz.

Gruß Mathie
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von hiTCH-HiKER » 4. Mai 2017, 02:24

Das Argument Elektrosmog halte ich in dem Fall für absurd.
In München wollte ein gewisser Politiker einen Transrapid mitten unter einem der dichtbesiedeltsten Viertel durchführen, da könnte man je nach Abstand zu den Wohnungen meinetwegen noch Probleme wegen der unkontrollierten Magnetfelder sehen.
Ehrlich gesagt ist es an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, dass sich Leute über Elektrosmog Gedanken machen und dann offensichtlich mit einem Verbrenner durch die Gegend fahren.

An deiner Stelle würde ich den Antrag trotzdem stellen, denn es ist nicht richtig dass eine bauliche Veränderung der Zustimmung aller bedarf. Sowas kann auch mehrheitlich beschlossen werden, zumindest wenn niemand innerhalb einer gewissen Frist (glaube 4 Wochen um den Dreh sind das) dagegen Einspruch erhebt. Und dass dieser Nachbar tatsächlich wegen einem Stromkabel zum Anwalt rennt und so einen Einspruch organisiert, das halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Du solltest halt schauen, dass du die Hausverwaltung auf deiner Seite hast, dann stehen deine Chancen durchaus gut!
 
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von FrankfurterBub » 4. Mai 2017, 06:10

Awzm hat geschrieben:Bei unserer Eigentümerversammlung wurde heute mein Antrag, dass jeder Eigentümer auf seinem eigenen Stellplatz eine Steckdose/Lademöglichkeit auf eigene Kosten installieren kann praktisch ohne Gegenstimmen durchgewunken. Und das bei 135 Eigentümern.

Sorry, falls es hier schon irgendwo steht: Kannst du ggf mal deinen genauen Wortlaut posten? Wenn nicht öffentlich dann auch gerne per PN.
Damit würdest du zumindest mir einen super Gefallen tun - wir setzen uns in diesem Jahr auch dran..
Danke schön vorab!

Ps: Glückwunsch, natürlich!
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Re: Was tun? Miteigentümer ist gegen Lademöglichkeit!

von Awzm » 4. Mai 2017, 08:22

Den ganz genauen Wortlaut habe ich nicht fotografiert, die Verwaltung hat diesen selbst erstellt und war ziemlich allgemein gehalten.
Es ging um eine generelle Bewilligung zum Einbau einer Steckdose auf dem eigenen Stellplatz zum Aufladen von Elektrofahrzeugen, alle Kosten zulasten des jeweiligen Eigentümers.
Die Verwaltung hat mündlich noch erwähnt, dass diese auch an den Stromzähler der eigenen Wohnung angehängt wird.

Es hat bereits die ein oder andere rote 400 V Steckdose in der Einstellhalle, die noch ohne Bewilligung erstellt wurden aber wie es aussieht keine Reklamationen nach sich zogen.
 
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