Konzept für öffentliche Ladestellen

Öffentliche und private Lademöglichkeiten...

Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 7. Dez 2017, 15:31

egn hat geschrieben:Die 350 kW werden aber nicht für die Massen gebaut sondern für diejenigen mit Premiumfahrzeug mit 800 V Technik und 100+ kWh Batterie. Damit kann dann bei 30 kWh/100 km Verbrauch in maximal 15 Minuten eine Reichweite von etwa 300 km geladen werden.

Die Massen werden auch in den nächsten 10 Jahren mit 50 kWh Akkus und 400 V fahren und maximal mit 150 kW laden. Dies ergibt dann bei 20 kWh/100km eine Reichweite von 200 km in maximal 30 Minuten.

Damit wäre ich vorsichtig. Wenn in so eine ZOE schon 43kWh reinpassen... was dann erst in einen Golf/Passat? Und in der ZOE ist noch viel Luft für Akkus, das selbe im Model S. Technisch ist mehr möglich, nur die Umsetzung und vorallem der Wille (bei manchem Hersteller) muss vorhanden sein. Wir haben deutlich gesehen wie der glorreihe ampera e verschissen hat. Was für ein Schimpansen Theater im Vorfeld um ein Auto das es jetzt eigentlich garnicht gibt.

Mein Konzept steht. Dicker Akku, viele Supercharger und Doppellader für den Alltag. Wenn ich jetzt mal nur annehme, das mein nächster Tesla vll. 150kWh hat, dann würde ich das mit dem "ans laden denken" nicht mehr im Kopf haben. Hab ich eigentlich jetzt schon nicht mehr...

und mit solche Akkus, oder auch dem Roadster 2.0, muss man sich zwangsläufig mal die Gedanken machen, das Auto ans Stromnetz vom eigenen Haus anzuschließen! Wen würde es stören, wenn das Haus nachts 10 bis 25 kWh aus dem Akku zieht, das morgens mit der ersten Sonnenstrahlen wieder teilweise retour geht.... ;)
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von sustain » 7. Dez 2017, 15:38

Südstromer MS85 hat geschrieben:Kennt einer den SuC in Erftstadt? Hab jetzt grad nicht das Bild parat, aber der SuC steht 15 Meter direkt am Trafo/Verteiler einer Mittellandstromleitung. An solchen Plätzen baut man diese 350 kW Ladesäulen hin. Dort zu laden macht wohl Sinn, wenn man dort gerade vorbei kommt - oder wie am Beispiel von fastned gerade die Route benützt die für die Holländer ihre Urlaubsreise vorgesehen ist. Solche Dinge sind ja wunderschön und toll, nur ist das kein rundes Konzept.


Sagst du weil du es nicht erkennst. Wenn du Deine voreingenommenen Ansichten mal für eine Sekunde beiseite legen könntest, würdest du auch mal über den Tellerrand schauen können, ich wünsch es Dir sehr.
Jeder der free Supercharging bei der Bestellung eines Neuwagens bekommen will, kann diesen link ohne Rücksprache nutzen: http://ts.la/ulf6906

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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 7. Dez 2017, 15:46

tripleP hat geschrieben:
Südstromer MS85 hat geschrieben:Mit Akkus wie im Semi oder Roadster ergeben sich füllig neue Möglichkeiten. und auch wenn es einige nicht hören mögen, mit solchen Akkus wird sich die Nachfrage nach 350 kW gegen Null tendieren!


Das denke ich nicht. 350kW werden genau so ermöglicht und dringend für die E Mobilität für die Masse benötigt.
Es gibt so viele Fälle wo sehr schnelles Laden gebraucht werden.
Das ist eines der Kernlösungen für die Massen E Mobilität.

Nehmen wir als Beispiel von meinem Posting das von hier:

viewtopic.php?f=9&t=17926&start=860#p460827

Jemand hat den Roadster und fährt mit halben Akku, also 500 KM los auf Urlaub. Nach 3 Std. muss der mal aufs Klo, die Frau hat Hunger, also eine übliche Pause am üblichen Supercharger. Ich kenne nicht sämtliche Pause der Tesla Fahrer, aber bei uns ist dann der Akku wieder bei 90 Prozent!

Mit 500 KM los, nach 3 Std. sind dann ca. 60 kWh raus, dann die übliche Pause mit 90 bis 110 kW Ladung...

Kannst dir selber ausrechnen, wo wir stehen mit solchen Akkus.

Dann fährt der nochmal 3 Std. und ist am Hotel. Der Akku dürfte dann ca. 30 Prozent haben. :roll:

Das selbe beim Semi Truck. Der nuggelt bei jedem Beladen bischen mit 100 kW am Strom und gut ist.

Ein Kumpel von mir hat die ZOE40, der lädt einmal die Woche. Mein Nachbar hat den Mercedes S63 getunt, der tankt wie ein geisteskranker! von dem seine Tankzettel finanzieren andere ein freistehendes Einfamilienhaus.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 7. Dez 2017, 15:47

sustain hat geschrieben:Sagst du weil du es nicht erkennst. Wenn du Deine voreingenommenen Ansichten mal für eine Sekunde beiseite legen könntest, würdest du auch mal über den Tellerrand schauen können, ich wünsch es Dir sehr.

Versuch mal in einem Bestandsobjekt eine 63A Dose zu installieren. Viel Spaß dabei.
Und jetzt wollen wir hunderte verschiedene Konzepte aufrollen, mit viel kW und ordentlich bums.

Guck mal was die kWh bei Allego momentan kostet. Dann rechnen das mal auf einen Autobahnverbrauch von 30 kWh um.

Da war mein alter V8 Benziner Sauger mit 4 Liter Hubraum kostengünstiger als die aktuelle 50 kW Säulen!!!!!

Viel Spaß noch beim Ausbau der 800 Volt 3hundertirgendwas kW turboladesäulen :roll: :lol:
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von OS Electric Drive » 7. Dez 2017, 20:36

Laut Wikipedia gehört zu einem Konzept / Konzeption mehr als nur eine Idee.

Eine Konzeption (Verb: konzipieren, Adjektiv: konzeptionell, aus lateinisch conceptio von concipere: auffassen, erfassen, begreifen, empfangen, sich vorstellen) ist eine umfassende Zusammenstellung der Ziele und daraus abgeleiteten Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung eines größeren und deshalb strategisch zu planenden Vorhabens. Sie beinhaltet die dazu notwendigen Informationen und Begründungszusammenhänge, häufig darüber hinaus auch eine Chancen-Risiken-Abwägung sowie einen Zeit- und Maßnahmenplan und eine Ressourcenplanung (Zeit, Geld, Material, Personal).


https://de.wikipedia.org/wiki/Konzeption

Von daher geht es nach meiner Überzeugung nicht einfach nur darum was für den Anwender am besten ist sondern wo sich Anbieter und Kunden in einem besten Verhältnis zueinander stehen.

Ich bin ganz der Meinung , dass sjeder Parkplatz eine Lademöglichkeit haben sollte um einfach und immer verlässlich Strom zu bekommen, denn das Auto steht mehr als dass es fährt. Ist auch mir soweit klar. Bin im Übrigen ein großer Fan davon, nur nicht von dem Kabel Gewurschtel denn ich denke gerade für schwache, ältere, behinderte und bequeme Menschen ist das nicht sonderlich überzeugend.

Auch der Faktor Zeit darf nicht unterschätzt werden, wie schnell so eine verlässliche Infrastruktur aufgebaut werden kann, denn für einen schnellen Wandel hin zur E-Mobilität müssen alle Bausteine ineinander greifen.

Zudem wird sich die Frage stellen wie sich die Entwicklungen im Batterie Sektor auf die Lademöglichkeiten auswirken. Elon selbst hat sich ja mal über 350kW lustig gemacht

https://www.electrive.net/2017/01/03/el ... er-350-kw/

Es könnte gut sein, dass man in Zukunft auch Akkus nicht mechanisch austauscht sondern von Akku zu Akku geballert wird. Ich denke dass gerade wir in der EV Szene sehen können wie schnell sich die Technik wandelt. Wenn ich meinen Roadster mit meinem MX vergleiche so ist das unglaublich was da in knapp sieben Jahren passiert ist.

Die Geschwindigkeit des Fortschrittes beschleunigt sich erst noch massiv mit der weiteren Verbreitung der Technologie. Wenn noch mehr richtig gescheite Leute sich mit dem Thema intensiv beschäftigen und Räuber Lunte riechen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 7. Dez 2017, 20:54

"... Von daher geht es nach meiner Überzeugung nicht einfach nur darum was für den Anwender am besten ist sondern wo sich Anbieter und Kunden in einem besten Verhältnis zueinander stehen. ..."

richtig! nennt sich "marktwirtschaft" ist vor einigen tausend jahren erfunden worden (tauschhandel)


"... Ich bin ganz der Meinung , dass sjeder Parkplatz eine Lademöglichkeit haben sollte um einfach und immer verlässlich Strom zu bekommen, denn das Auto steht mehr als dass es fährt. Ist auch mir soweit klar. Bin im Übrigen ein großer Fan davon, nur nicht von dem Kabel Gewurschtel denn ich denke gerade für schwache, ältere, behinderte und bequeme Menschen ist das nicht sonderlich überzeugend. ..."

für verbrennerfahrzeuge hat sich in den letzten hundert jahren dieser ansatz nicht durchsetzen können. die stehen, nach wie vor, die ganze zeit und werden nicht betankt. warum gibt es eigentlich nicht an jeder straddenlaterne einen stadtgasanschluss zum befüllen der gastanks zügig umrüstbarer verbrenner.


*kopfschüttel*
wer die werbeaussagen zum autonomen fahren auf der homepage von tesla für zugesicherte eigenschaften hält, der glaubt auch, dass jeder audi-quattro skischanzen hochfahren kann. ;-)
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von RustyFlash » 8. Dez 2017, 13:12

Wim hat geschrieben:für verbrennerfahrzeuge hat sich in den letzten hundert jahren dieser ansatz nicht durchsetzen können. die stehen, nach wie vor, die ganze zeit und werden nicht betankt. warum gibt es eigentlich nicht an jeder straddenlaterne einen stadtgasanschluss zum befüllen der gastanks zügig umrüstbarer verbrenner.


*kopfschüttel*

Ist das ernst gemeint, warum sich allgegenwärtige Tankmöglichkeit nicht durchgesetzt hat?
 
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Wim » 8. Dez 2017, 14:11

ernstgemeint war mein kopfschütteln über:


die "neuentdeckung" der prinzipien des marktes, und

das erneute aufleben der idee, dass jeder stellplatz eine lademöglichkeit haben müsse.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Südstromer MS85 » 8. Dez 2017, 14:20

50 Liter Diesel in einen am Auto montierten Plastikbehälter zu füllen erfordert weniger Gehirnschmalz als das laden von zig Millionen E-Autos. Daher ist ein umdenken unerlässlich. Es bringt auch recht wenig hier krampfhaft Gemeinsamkeiten zu suchen.
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Re: Konzept für öffentliche Ladestellen

von Bones » 8. Dez 2017, 14:27

[quote="Südstromer MS85]
Ein Kumpel von mir hat die ZOE40, der lädt einmal die Woche. [/quote]

Und DAS muss sich erstmal in die Köpfe der Leute setzen.
Das es möglich ist, den täglichen Pendlerweg so locker die Woche über zu bewältigen.

Und dass diese Reichweitenangst wegen längerer Strecken, die man halt als Ausnahme hat,
nicht als Regel nimmt und sich damit selbst schon völlig der Thematik verschließt.
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