Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 19. Dez 2017, 12:33

Hallo Beatbuzzer,

bei der PV macht 800-1000V schon Sinn. Die hunderte von Meter PV-Kabel sind schon mit 4 oder 6mm² schon verdammt dünn für die Leistung. Es sind auch geschlossene Systeme.

Bei den heute üblichen kleinen Speichern in EFH´s (5-10kWh) und kleinen Leistungen (<10kW) finde ich 48 Volt noch sehr passend.
Es ist halt eine ungefährliche Spannung. Zudem bei den SMA SI´s ein sehr offenes System aus Einzelkomponenten.
Wir bearbeiten gerade das Rack im CAD für 18kW Leistung bei 40° Betriebstemperatur, da gehen wir auf die wirklich benötigten Querschnitte mit den Bauteilen und den Kabeln. Der Schaltschrank wird deutlich kleiner trotz anderem Verkabelungskonzept.

Grüße SuCseeker
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von OS Electric Drive » 19. Dez 2017, 12:38

Schau dir aber mal den Preis der WR an ... Da ist der 48V deutlich teurer...
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 19. Dez 2017, 12:59

OS Electric Drive hat geschrieben:Schau dir aber mal den Preis der WR an ... Da ist der 48V deutlich teurer...


Bei einer kleinen PV-Anlage mit einem oder zwei WR und einer kleinen Batterieleistung von max. 6,4kW (mehr kann Fronius nicht) hast Du sicher Recht.

Bei meiner PV-Anlage müsste ich mir ja von dem größten Fronius-Hybrid ein halbes Dutzend an die Wand hängen,
mehr als 8kWp am Eingang kann der nicht.
Da sieht das dann deutlich anders aus, zudem bin ich mit den Möglichkeiten eines Sunny-Island-Cluster in der Leistung nahezu unbeschränkt.
Dem Sunny-Island ist es im Prinzip auch egal welcher WR-Hersteller an der Wand hängt.
Wenn man bei SMA bleibt kostet die ganze Anlage 300 Euro weniger, ist also fast egal.

Die Trennung von PV- und Batterie-WR kann ein Nachteil aber auch ein Vorteil sein.
Bei z.B. E3DC als extrem geschlossenem System geht bei einem richtigen Fehler überhaupt nichts mehr, weder PV- noch Batteriebetrieb.
Wenn mir da nach 10 Jahren ein Teil kaputt geht und die Firma ist über den Jordan steht die ganze Anlage wertlos herum.

Ich glaube Du bist auch ein Verfechter von Standardlösungen meine ich hier und da herauszulesen.

Beide Arten oder Systeme haben in Ihren Größen- und Leistungsklassen sicher eine Daseinsberechtigung.

Grüße SuCseeker
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von OS Electric Drive » 19. Dez 2017, 13:05

Absolut da bin ich bei dir. Meinte den Preis des 2.5 von SMA und den SI 3.0
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von egn » 22. Dez 2017, 10:49

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 22. Dez 2017, 11:39



Danke, das erstgenannte System von Boostech kannte ich noch nicht. Das wäre etwas zum Balancen oder überwachen.
Der Löt- und Verkabelungsaufwand ist aber auch hier nicht unerheblich.
Die CAN-Kommunikation zum Sunny-Island kann es leider nicht.
Da Herr Fleck hier wohl einer der Auftraggeber war vermute ich eher eine Hochvoltanwendung dahinter mit 96V, 144V oder mehr.
Solche Motoren baut er in Fahrzeuge ein.

Den CAN-Sniffler von EVTV kenne ich. Kann aber ebenfalls nicht die CAN-Kommunikation zu dem Sunny-Island oder anderen Wechselrichtern herstellen.
Ist zudem für 400V-Anwendungen. Die Jungs sind aber cool drauf, die Videos sind manchmal etwas lang aber ganz informativ.

Als Hintergrundinfo, wenn der Sunny-Island-Master nicht die Vorgaben vom BMS bekommt,
denkt er, es wäre eine blöde Blei-Batterie angeschlossen.
Die Lade-/Entladekurven und Spannungen passen aber überhaupt nicht zum Tesla-Batteriepack.
Nochmals Danke für Deine Recherche, wenn Du noch etwas findest schreibe es hier bitte.

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von egn » 22. Dez 2017, 23:46

Ich würde würde eine Kombination aus REC und dem EVTV System verwenden.

Das EVTV System mit den Original BMS sorgt für die Basissicherheit im Betrieb, während das REC BMS für den regulären Betrieb mit dem Sunny Master verwendet wird.

Denk daran was Jack zur Gefährlichkeit der Tesla Zellen gesagt hat. Die Zellen sind Feuerwerkskörper, und er würde so was nur in einem großen Abstand zu seinem Haus betreiben. :roll:

Jack ist vielleicht auch besonders sensibilisiert, weil er schon einen Brand mit diesen Zellen erlebt hat und gerade nochmal glimpflich davon gekommen ist.
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 27. Dez 2017, 01:26

egn hat geschrieben:Ich würde würde eine Kombination aus REC und dem EVTV System verwenden.

Das EVTV System mit den Original BMS sorgt für die Basissicherheit im Betrieb, während das REC BMS für den regulären Betrieb mit dem Sunny Master verwendet wird.

Denk daran was Jack zur Gefährlichkeit der Tesla Zellen gesagt hat. Die Zellen sind Feuerwerkskörper, und er würde so was nur in einem großen Abstand zu seinem Haus betreiben. :roll:

Jack ist vielleicht auch besonders sensibilisiert, weil er schon einen Brand mit diesen Zellen erlebt hat und gerade nochmal glimpflich davon gekommen ist.


Das EVTV-System arbeitet nur bei 400V-Reihenschaltung aller 16 Module, d.h. so wie im Fahrzeug.

Meine Zellen können im Keller auch nicht beschädigt werden wie im Fahrzeug bei einem Unfall.
Sie erleiden keinerlei Vibrationen, Stöße, sonstige impulsartige Beschleunigungen oder große Temperaturschwankungen.

Das verwendete REC-BMS schaltet im Fehlerfall das System ab bei:
- zu hohen Lade-/Entladeströmen
- zu hohen oder zu niedrigen Zelltemperaturen
- zu hohen oder zu niedrigen Zellspannungen
- zu hohen BMS-Temperaturen
- Unterspannnung

Jedes Modul sieht keine 2kW Last, da kann erst überhaupt kein großes Temperaturproblem entstehen.
Ich werde aber noch eine Einzelspannungsüberwachung der 96 P74-Zellpakete ergänzen. Aus reinem Interesse des Zelldrifts über die Jahre.

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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von egn » 27. Dez 2017, 14:51

Niemand schützt die Zellen vor einem Programmierfehler im REC BMS.

Das EVTV System funktioniert im Prinzip auch in der Konfiguration in der Du sie betreibst und ohne die Balancer Leitungen verbinden zu müssen, da die BMS Anschlüsse isoliert sind.

Es hat dabei sogar den Vorteil dass es jeden parallel geschalteten Block individuell hinsichtlich Spannung und Temperatur überwacht, was das REC-System leider so nicht kann.

Aber letztlich musst natürlich Du entscheiden welches Risiko Du eingehen willst.
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Re: Neues Projekt: Tesla Fahrzeugbatterie als PV-Speicher

von Sucseeker » 28. Dez 2017, 10:42

egn hat geschrieben:Niemand schützt die Zellen vor einem Programmierfehler im REC BMS.

Das ist bei jedem System so, dem von Tesla, EVTV, SMA, REC oder jedem anderen.
Meine bisherigen Erfahrungen mit dem REC-System in über einem Jahr mit ca. 7.000 kWh Lade-/Entlademenge sind durchweg positiv. Das aktuelle Gerät zeigt sich ebenfalls einwandfrei. Es gibt auch einen direkten Draht zum Hersteller. Du kannst noch direkt mit dem Entwickler sprechen oder schreiben.

egn hat geschrieben:Das EVTV System funktioniert im Prinzip auch in der Konfiguration in der Du sie betreibst und ohne die Balancer Leitungen verbinden zu müssen, da die BMS Anschlüsse isoliert sind.

Nein, das EVTV-System geht an den CAN-Bus des geschlossenen Tesla-Batteriepacks, d.h. die Tesla-Platinen an jedem der 16 Module müssen dort verbleiben. Das Tesla-BMS erwartet auch die entsprechenden Spannungen(0-400V). Man kann das Batteriepack nicht zerlegen und auf 48V umbauen.
Die Spannungen kann ich nicht wie für REC/SMA benötigt abgreifen. Ich kann dann auch nicht über die Leitungen balancen.


egn hat geschrieben:Es hat dabei sogar den Vorteil dass es jeden parallel geschalteten Block individuell hinsichtlich Spannung und Temperatur überwacht, was das REC-System leider so nicht kann.

Bzgl. Temp.: Nein, Tesla hat nur zwei Temperatursensoren pro Modul nicht sechs. Ich habe aktuell 4 Sensoren und könnte beliebig erweitern.
Die Umgebungstemperatur im Aufstellraum hat aber einen größeren Einfluss auf meine Zelltemperaturen als die Erwärmung aufgrund der Lade-/Entladeströme.

Bzgl. Spannung: Ich habe ja 8 Module parallel geschaltet. Ebenso die 12 Zellpakete untereinander parallel (2 Module ein Reihe), daher überwache ich die Spannung jedes der 96 Zellpakete, wie Tesla selbst auch.
Das bei meiner Verschaltung die jeweils 1., 2., 3., 4., usw. Zellpakete eines jeden Modules die gleiche Spannung haben müssen ist kein Nachteil, sehe ich eher positiv, die Zellspannungen gleichen sich zwangsweise aneinander an.

Ich werde dazu mal ein Schaltbild erstellen, dann ist vieles nachvollziehbarer.


egn hat geschrieben:Aber letztlich musst natürlich Du entscheiden welches Risiko Du eingehen willst.

Ich bewerte den Akku im Keller mindestens so sicher wie den Tesla in der Garage, sonst hätte ich beide nicht dort stehen.

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