Die Eigenverbrauchsfalle

Informationen zum Tesla Hausakku...

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Saftwerk » 28. Okt 2017, 17:21

OS Electric Drive hat geschrieben:Wer mit ein Konzept zeigt wo Menschen noch mehr PV bauen als heute, dafür bin ich offen, sehen tue ich das aber nicht. In unserem Verband haben wir schon sehr viele Szenarien durchgespielt und keine hat gefruchtet.

Führt doch endlich die CO2 Steuer ein und für die Großen 4 macht ihr eine Ausnahmeregelung. So dürfen die kleinen Leute hält wieder ein bisschen mehr bezahlen.
Das wäre doch was, oder?

(Vorsicht, da ist etwas Ironie dabei)
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat 2008 in einem Grundsatzurteil entschieden: Es gibt ein einklagbares Recht auf saubere Luft.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1875
Registriert: 26. Aug 2012, 18:27

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von einstern » 28. Okt 2017, 20:24

Sehr interessant. Eine Frage, warum sind es 3 WR? Wäre ein SE17k nicht ebenfalls machbar?
2014 : PV 50 kWp -- 2015 : S85D -- 2016 : 22kW Typ2 -- 2016 : Bankirai PV
-- Elektrisch - So läuft das hier !
Benutzeravatar
 
Beiträge: 3974
Registriert: 16. Okt 2014, 16:54
Wohnort: Korbach

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 28. Okt 2017, 22:47

Für die PW1, die ich habe, ist zwingend ein einphasiger WR erforderlich.
Dann wurde (bzw. wird, Teil 2 folgt demnächst) die Anlage in zwei Schritten aufgebaut.
Desweiteren haben die WRs von SolarEdge offenbar alle (nur) 2 DC-Eingänge. Bei meiner möglichen Modulverteilung sind aber mindestens deren 3 erforderlich.
 
Beiträge: 61
Registriert: 16. Jun 2015, 20:46
Wohnort: Schillerstraße 54, 91054 Erlangen

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 29. Okt 2017, 06:05

Also drei Wechselrichter und zwei Bauabschnitte weil man vermutlich die EEG Umlage auf EV sparen wollte und einen Speicher will. Das klingt für mich nach einem sehr vernünftigen Konzept.

=> Wartungskosten
=> Errichtungskosten
=> zusätzliches Risiko durch SE Komponenten.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7055
Registriert: 7. Dez 2011, 12:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Südstromer MS85 » 29. Okt 2017, 08:10

Hallo.

Bin beim lesen erst auf Seite 3, hab aber schon mal eine Frage weil ich nicht warten kann...

Beispiel Tesla 85er Akku.

Im Alltag ist der Akku überdimensioniert - er beruhigt aber erheblich und komfortisiert mein Leben.

Ähnliches Projekt haben bei unserem Neubau einer Mischimmobilie. Eine Büro von ca. 150 qm2, Mitarbeiterbereich ca. 70 qm2, dusche wc eben das übliche. Daneben div. Garagen mit Anschlüßen für die E-Autos. Das meiste läuft bei uns zwischen 7 und 18 Uhr ab. Auch das laden der Fahrzeuge. Manche Wagen stehen vormittags rum, andere sind um 13 Uhr schon fertig und könnten direkt laden. Ein großer Akku würde sämtliche Verbräucher gleiten.
Oben für die Abendstunden ein wohnlicher privater Rückzug (Wohnung) von ca. 100 qm2.

Ich möchte höchstmöglich mit Strom/Sonne arbeiten, also wenn möglich auch Brauchwassererwärmung. (und so wie eben der Sturm seit Stunden fegt könnte ich mir auch zwei drei Windräder (nicht zu hoch) vorstellen - zumal ich recht bergig das Grundstück hab mit Westausrichtung - hier pfeifft es öfters im Jahr ordentlich.)

Macht die Idee des großen stationären Akkus und einer überschaubaren Solaranlage wirklich keinen Sinn? Also doch das Dach vollknallen und abends eben zukaufen? Ist Vergütung immer noch besser als Strom zu speichern?

Das mit der monatlichen Abrechnen juckt mich nicht, wir bilanzieren monatlich - eine Position mehr...

Macht so ein Projekt Sinn, oder ist es Spielerei?
Der MS ist unser erster schöne Kombi
MS85 / Pano / DL / AP / Tec


Erst verarschen sie euch mit dem Diesel, dann mit dem Hybrid-Benziner und dann liefern sie euch noch E-Autos ohne Ladesäulen.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1184
Registriert: 13. Sep 2017, 06:06

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 29. Okt 2017, 09:24

Es kommt immer darauf an was man erreichen will. Wer so viel erneuerbaren Strom selber nutzen will muss die PV Anlage so groß wie irgendmöglich auslegen um auch an schlechten Tagen ordentlich zu erzeugen.
Ein Speicher für Zuhause ist deutlich teurer als das Netz (Delta Vergütung zu Einspeisung) Hier muss man immer Netto beachten also rund 10Ct Speicherkosten im Netz. Gehen wir davon aus ein Speicher kann 250 mal geladen werden so kommen mit Verlusten bei 250kWh in den Speicher rund 200kWh wieder raus. Nun kann man ausrechnen was ein Speicher je kWh maximal kosten darf. Somit darf ein Speicher an der Wand kaum mehr als 400€/kWh kosten um sich zu amortisieren. Um die gleiche Rendite wie ein PV Modul zu erzielen darf er also kaum mehr als 200€ /kWh all in kosten!
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7055
Registriert: 7. Dez 2011, 12:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 29. Okt 2017, 09:52

Zudem ist es so, dass neben dem erfolgreichen Beitrag zur Energiewende auch der Geldbeutel am meisten von einer großen PV Anlage hat.

=> Dach voll auf das erste mal
=> Überschusseinspeisung wenn es die Gegebenheiten zulassen (meist bei Anlagen bis 20kWp)
=> Das Dach des vermieteten Hauses ist auch gut mit PV zu belegen und in der Volleinspeisung ordentlich zu betreiben!
=> Wer ein Hobby sucht das ca. 200-400€ im Jahr kostet (Eigenbau ausgenommen) dann ist ein Speicher ein schönes Spielzeug. Hat aber weder für die Energiewende noch für die Umwelt einen großen Nutzen.
=> bei größeren Anlagen ist die Volleinspeisung oft die einfachste Art PV zu nutzen.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7055
Registriert: 7. Dez 2011, 12:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 29. Okt 2017, 12:09

OS Electric Drive hat geschrieben:Also drei Wechselrichter und zwei Bauabschnitte weil man vermutlich die EEG Umlage auf EV sparen wollte
Zum einen.
Zum anderen hatte ich nicht das nötige Kleingeld flüssig für alles auf einmal. Einen Kredit wollte ich nicht aufnehmen.

OS Electric Drive hat geschrieben:und einen Speicher will. Das klingt für mich nach einem sehr vernünftigen Konzept.
Freut mich, daß du das auch so siehst.

OS Electric Drive hat geschrieben:=> Wartungskosten.
Hm ... was soll da großartig gewartet werden? Panels putzen (sofern notwendig) ist unabhängig von Hersteller und Bauabschnitten. Da ich auch nicht eine Fläche der Art "Quadratisch, praktisch, gut" habe, ist das auch nicht mit anderen Anlagen vergleichbar. Ich werde nach dem kommenden Winter mal einen "Abstrich" machen, um zu sehen, wie verschmutzt die Panels sind.
Die WRs funktionieren oder funktionieren nicht. Bislang immer ersteres. 3 WRs haben zudem den Vorteil, daß es unwahrscheinlich ist, daß alle gleichzeitig ausfallen.
OS Electric Drive hat geschrieben:=> Errichtungskosten.
Der Aufpreis für die zweimaligen anteiligen Errichtungskosten gegenüber einer einmaligen Komplett-Installation bewegen sich bezogen auf den Gesamtinvest irgendwo im <1%-Bereich ... vernachlässigbar.
OS Electric Drive hat geschrieben:=> zusätzliches Risiko durch SE Komponenten.
Das mußt du mir genauer erklären. Bisher funktioniert die Anlage tadellos. Einzig das Portal war am Anfang katastrophürchterhaft, ist inzwischen erheblich besser geworden, hat aber durchaus noch Optimierungspotenzial. So wie es aussieht, basteln sie auch gerade daran herum (aktuell fehlt der Gesamtverbrauch nebst "Zuschaltbutton" komplett und der Tagesgraph wurde von Fläche auf nur noch "Strich" geändert).
 
Beiträge: 61
Registriert: 16. Jun 2015, 20:46
Wohnort: Schillerstraße 54, 91054 Erlangen

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von OS Electric Drive » 29. Okt 2017, 14:12

Also wenn die Anlage auf zwei Etappen nur 1% teurer war, dann hast Du den falschen Solateuer. Bei uns sinkt der kWp Preis dramatisch mit der Anlagengröße! Gibt aber auch Anbieter die verlangen immer das gleiche je kWp egal wie groß die Anlage ist.
Und warum SE ein großes Risiko ist... Na weil es ein System ist, das es von keinem anderen Hersteller gibt. String WR gibt es von zig Herstellern. Soll heißen wenn SE pleite geht hast Du ein Problem...
Es wäre viel besser gewesen damals die PV Anlage komplett zu bauen und in einigen Jahren den Speicher nachzurüsten, sollte er jemals an die Rentabilität eines PV Moduls heran kommen.
Mobil unterwegs: Roadster 2.5 - Tesla Model S85 September 2013-Juni 2017 91.000km seit 26.6. X100D, BMW i3 und Renault ZOE
Benutzeravatar
 
Beiträge: 7055
Registriert: 7. Dez 2011, 12:18

Re: Die Eigenverbrauchsfalle

von Solarmobil Verein » 29. Okt 2017, 16:14

OS Electric Drive hat geschrieben:Also wenn die Anlage auf zwei Etappen nur 1% teurer war, dann hast Du den falschen Solateuer. Bei uns sinkt der kWp Preis dramatisch mit der Anlagengröße!
Wenn du die Panels einfach nur nebeneinander legen mußt, mag das sein.
Aber wie du aus meinem PDF sicherlich erkennst, ist das bei meiner Anlage ganz und gar nicht der Fall. Das ist Patchwork.
Wäre ja mal interessant zu wissen, was du mir bei einer solchen Dachkonstruktion hingebaut hättest ... ;)

Ob die komplette Anlage am Stück besser gewesen wäre?
Hm, ich hätte 20 Jahre lang auf ~6MWh EV jährlich EEG-Umlage gezahlt. ~2.5ct * 6000 * 20 = 1800 Euro ... gezahlt für nix.
Muß jeder selbst wissen ...
 
Beiträge: 61
Registriert: 16. Jun 2015, 20:46
Wohnort: Schillerstraße 54, 91054 Erlangen

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste