Supercharger V3 mit >350 kW

Infos zu Tesla Schnellladestationen...

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Baumisch » 17. Jan 2017, 19:36

m.zsoldos hat geschrieben:Bei 60Minuten Ladezeit währe ein DVBT Empfänger nützlich. Oder wir schauen alle youporn oder Tesla TV


DVBT? - dann aber schnell den Empfänger kaufen, der 29. März ist bald :D
2011 GreenMover MTB 0,25 KW - 0,3 kwH - 27+ km/h - 2.100km
2012 Zero S ZF9 9 KW - 9kwH - 140 km/h - 6.400km
2013 Opel Ampera 111 KW - 16/10 kwH - 160km/h - 55.500km
2015 Tesla Model S P85 306 KW - 85 kwH - 210km/h
Benutzeravatar
 
Beiträge: 157
Registriert: 5. Jul 2012, 13:42
Wohnort: Speyer

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von joergen » 17. Jan 2017, 20:14

Baumisch hat geschrieben:
m.zsoldos hat geschrieben:Bei 60Minuten Ladezeit währe ein DVBT Empfänger nützlich. Oder wir schauen alle youporn oder Tesla TV


DVBT? - dann aber schnell den Empfänger kaufen, der 29. März ist bald :D

Ich würde noch bis dahin warten. Danach sind die bestimmt viel billiger 8-)
Model S75D seit 17.07.2017
 
Beiträge: 808
Registriert: 29. Sep 2016, 08:29
Wohnort: Offenbach

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Gatanis » 21. Jan 2017, 13:52

Elektroniker hat geschrieben:[...]
Yellow hat geschrieben:Du meinst also wirklich: alle 200 km für 15 Minuten "tanken" würde eher akzeptiert als alle 400 km für 60 Minuten "tanken"?
Ich sehe es genau umgekehrt.

Ja, weil kurze Stopps weniger lästig und langweilig sind. 10 oder 15 min sind schnell rum, wenn man eben pinkeln geht oder einen Kaffee schlürft. Aber was mache ich 60 min lang? Nicht jeder will oder kann unterwegs aufm Laptop arbeiten, und jedesmal was Essen macht auf Dauer auch fett. ;)
Und vor allem auch deshalb, weil das gleichzeitig bedeutet, dass man als Laternenparker nach einigen Kurzstreckenfahrten auch kurz zu einer "Tanke" fahren kann, um schnell mal aufzuladen.
Ob das nun angesichts von aufkommenden Supermarktladestationen o.ä. wirklich ein notwendiges Szenario ist, sei dahingestellt.
Wichtig ist, dass die Leute einfach dieses Gefühl haben, dass sie schnell mal irgendwo vollladen können, ohne gleich 60 min einplanen zu müssen.
[...]


Man darf auch nicht vergessen, dass es preislich einen gewissen Unterschied machen dürfte, ob man doppelte Kapazität oder stattdessen vierfache Ladeleistung hat.
Erhöhte Ladeleistung erfordert meist nur ein wenig mehr Material-Einsatz, da es eher eine Frage der Zell-Architektur ist. Bei mehr Kapazität braucht man proportional mehr Batterie, also deutlich teurer, schwerer und größer.

Von daher denke ich auch, dass beim Massenmarkt es nicht viel über 300km hinaus gehen wird, aber die Ladezeiten stark reduziert werden. Hier ist noch viel Entwicklungspotential abrufbar, wenn man mal sieht, was z.B. der Modellbau mit Lithium-Ionen-Zellen jetzt schon auf den Markt hat, mit Laderaten von bis zu 15C. Klar, Modellbauzellen sind pro Wh teurer, sie sind unsicherer und sie haben eine deutlich niedrigere Lebensdauer, aber das Beispiel sollte nur zeigen, was technisch möglich ist.
Ich denke, dass es nicht mehr soo lange dauern wird, bis die ersten automobiltauglichen Batterien mit 5C auf den Markt kommen.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 71
Registriert: 9. Apr 2015, 08:20
Wohnort: Stuttgart

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von Bone » 22. Jan 2017, 17:51

Gatanis hat geschrieben:Ich denke, dass es nicht mehr soo lange dauern wird, bis die ersten automobiltauglichen Batterien mit 5C auf den Markt kommen.
Das denke ich auch. Bin auch relativ sicher, dass die neuen Zellen nicht nur eine neue Form sondern auch eine neue Zell Chemie haben..... und mindestens die 5C können werden....Bin mal gespannt was uns im Model 3 noch so alles erwartet


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
Beiträge: 65
Registriert: 20. Dez 2015, 14:29

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von redvienna » 22. Jan 2017, 18:21

5C bedeutet noch einmal genau ?

;)


350:5 = 70 kWh

Sind dann nicht +350 kW Ladungen möglich ?
Tesla S70D blue metallic 3/2016 + 50.000 km + Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
ELECTRIC CARS WORLD NEWS:
https://www.facebook.com/ELECTRIC-CARS- ... page_panel
Benutzeravatar
 
Beiträge: 4608
Registriert: 16. Nov 2014, 08:16
Wohnort: Vienna

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von svenair » 1. Feb 2017, 06:42

Dornfelder10 hat geschrieben:
snooper77 hat geschrieben:Völlig unerheblich. Man gewinnt von 95 auf 97% so gut wie nichts.

Wenn 40% weniger Abwärme "so gut wie nichts" ist, ja dann gewinnt man so gut wie nichts :?

snooper77 hat geschrieben:Und Batterieklimatisierung wäre auch ohne diese nötig (Heizung im Winter am SuC, Kühlung im Hochsommer).

Zum Beispiel der E-Golf hat keine Batterieklimatisierung. Ich bin kein Freund dieses Fahrzeugs aber von Seiten der Batterietemperatur kenne ich keine großen Probleme (Beschäftige mich aber auch nicht intensiv damit).
Bei der heutigen Panasonic/Teslazelle muss man sich schon darüber im klaren sein dass es zu 90% eben doch noch die normale Konsumerzelle ist. Auch wenn Tesla immer betont dass ein bisschen an der Chemie gedreht wurde. Die Zelle wurde eben nicht von Grund auf als Automotivezelle entwickelt. Wenn das Laptop bei -5° eh nicht mehr funktioniert ist es auch egal ob die Zelle -10° kann. Das heißt aber nicht dass eine Optimierung hinsichtlich Kälteverhalten unmöglich ist.

snooper77 hat geschrieben:Der Vergleich hinkt gewaltig, denn dein Handyhersteller ist daran interessiert, dass dein Akku möglichst *kurz* hält, damit er dir ein neues verkaufen kann.

Ah ja, der Handyhersteller ist der Böse der mir nur Schrott verkauft und Tesla sind die Guten die mir Zellen mit dem ewigen Leben verkaufen?

Gruß

Bernhard


Es geht doch nicht darum wer der Böse ist.
Das ist nun technisch tatsächlich so,
das bei Handyakkus die Lebensdauer nicht so sehr Beachtung findet.
Schon die Grundkonstruktion der Akkus mit ihrer direkten Nachbarschaft zur CPU ist eine schlechte Lösung.
Wenn das Gerät aufwendig viel rechnet, dann wird die CPU heiss. Durch die Belastung wird der Akku auch warm.
Durch die Art der Verbauen und des Materials kann die Wärme nirgends hin.
Lithium Polymer Akkus sind dabei auch noch empfindlicher für sowas.
Und deren Lebensdauer ist schon im Optimalfall geringer als die von Lithium Ionen Akkus. So gesehen ist die Aussage richtig.
 
Beiträge: 8
Registriert: 15. Nov 2015, 10:09

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von 600SL » 3. Feb 2017, 12:34

350kW: Ist das überhaupt mit der derzeitigen Technik realistisch?

Wenn ich mich nicht täusche müssen wir hier in den Bereich Netz schon in Richtung Hochspannungsbereich (siehe mein Bild aufgenommen am Supercharger Erftstadt direkt an der Hochspannungstrasse) liegen, wenn wir 4 Autos gleichzeitig mit voller Leistung laden wollen? Hier ist also evtl. der Netzausbau ein Problem (oder die geeignete Standortauswahl oder lokale Zwischenpeicherung in Batterien am SuC die Herausforderung).

Weiterhin habe ich mir die Zellen und deren Daten angesehen. Bei der Annahme von 7104 Zellen und der Zellkapazität von 12Wh der Zelle NCR18650B von Panasonic, die wohl in einer Spezialversion (mit besseren Daten) für Tesla gefertigt werden, Verwendung findet, ist eine Standardladung in 4h lt. Datenblatt bei 6,8W (max. = 0.5C) vorgesehen. Das ergibt also 48kW (max. bei 0,5C) Ladeleistung! Mit den 135kW (4,5A Ladestrom für die Zellen = 1,4C) der derzeitigen SuC sind die Zellen vermutlich fast an der vernünftigen Grenze des Schnellladens angekommen (2C entspräche 190kW SuC, bei modifizierten Zellen mit 3400Wh also 200kW SuC). Bei 350kW peak würden wir also die Zellen im Maximum mit fast 12A (3,5C) anstelle 1,625A bei 4,2V laden! Das kann m.E. derzeit nicht funktionieren! Also müssen entweder mehr Zellen mit gleicher Ladeleistung oder andere Zellen her!

Meine Meinung: Wenn möglich zu Hause oder im Büro / an öffentlichen Säulen mit 9-17kW (mehr macht der aktuelle AC Lader im S90D eh nicht) zu 70-80% laden. Da der Akku üblicherweise eh schon bei 20% wieder geladen wird (ich habe mir abgewöhnt das Auto jeden Tag an die Säule zu hängen, da bei meinen derzeitigen Kurzstrecken selbst bei Kälte der Akku ein paar Tage ohne Nachladen hält), ist dieser selbst bei den 9kW (13A 3 Phasenlader) nach 6h wieder im o.a. Zielbereich - da fragt man sich warum man extra 16mm² Kabel verlegt hat, um einen 22kW Lader zu montieren ;) , womit wir aber beim OT Thema Grid und Hausakkus wären.

Ich gebe mein +1 für die 100x3,5kW Lader aus diesem Grund!
S 90D FL AP1, VIN 154xxx
clemens5255 als Empfehlung bei TeslaFi gibt 1 Monat freien Test!
Vor der Eingabe der Tesla-Anmeldedaten bitte beachten: Sicherheitsrisiken bei Apps.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 42
Registriert: 15. Nov 2016, 21:27
Wohnort: Bonn Nähe Rechtsrheinig

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von egn » 3. Feb 2017, 13:18

Du musst Dich wohl irgendwo verrechnet haben.

Bei einer Batteriekapazität von 90 kWh sind aktuelle 120 kW Ladeleistung etwa 1,3C. Klar ist das für die Zelle schon viel, aber bei üblicher SuC Nutzung kein Problem.

Man sollte auch bedenken dass die angegebene Ladeleistung die maximale Leistung ist. Diese wird ja nicht über den vollen Ladevorgang abgefordert sondern meist nur für 10-20 % im unteren SOC Bereich. Die Ladeleistung liegt sonst bei 80-90 kW und sinkt dann ab etwa 50-60 % weiter ab.

Hier ein Video für den alten S85.

Wenn bei 8 Stalls nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig ankommen dann verteilt sich die Last entsprechend. Man braucht dann gar nicht so viel mehr Anschlussleistung wie heute. Man muss vielleicht das Load-Balancing über alle Stalls machen und nicht so wie heute nur über 2.

Ob es in den nächsten Jahren Fahrzeuge geben wird die tatsächlich mit 350 kW laden ist fraglich. Dies könnten dann allenfalls schwere Fahrzeuge mit mehr Batteriekapazität wie Pickups und LKWs sein.

Bei den PKWs würde es schon erst Mal helfen wenn die 120 kW bis 80 % Kapazität möglich wären. Da kann man dann statt rund 200 km in 30 Minuten, 300 km in 30 Minuten laden.
Tesla Model S85, 2/2014 (VIN 19XXX), weiß , Leder beige, Tech, Sound, Luftfederung, Doppellader, Kaltwetter, Panoramadach, LTE, Chademo, Allianz Anschlussgarantie 4J/80.000km, Firmware 2017.42 a88c8d5, ca. 83.000 km
 
Beiträge: 2182
Registriert: 28. Sep 2015, 07:05
Wohnort: Hallertau

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von 600SL » 3. Feb 2017, 15:13

egn hat geschrieben:Bei einer Batteriekapazität von 90 kWh sind aktuelle 120 kW Ladeleistung etwa 1,3C.

Das stimmt doch in etwa mit meiner Aussage überein: 135kW etwa 1,4C ...
Aber ich habe bei der Kapazitätsangabe einen Fehler! 3200mAh nicht 3200Wh (bzw. 3400Wh) in Wh müssten die Werte bei 13,4Wh bzw. 14,2Wh liegen! Wenn wir 3200Wh pro Zelle hätten, wären auch 1.000km Reichweite keine Herausforderung (auch mit 200km/h :D).
Danke für die Erläuterungen. Mir ist auch klar, dass die angegebene Ladeleistungen nur in einem Teilbereich der Ladung abgerufen werden können (daher hatte ich auch max. geschrieben).
egn hat geschrieben:Bei den PKWs würde es schon erst Mal helfen wenn die 120 kW bis 80 % Kapazität möglich wären. Da kann man dann statt rund 200 km in 30 Minuten, 300 km in 30 Minuten laden.

+1
egn hat geschrieben:Diese wird ja nicht über den vollen Ladevorgang abgefordert sondern meist nur für 10-20 % im unteren SOC Bereich. Die Ladeleistung liegt sonst bei 80-90 kW und sinkt dann ab etwa 50-60 % weiter ab.

Hat schon mal jemand eine Tabelle erstellt oder ist diese zu komplex wg. der Abhängigkeit der Batterietemperatur?
Mich würde gerade auf Langstrecken interessieren, ob ich lieber weit durchfahre (Bonn-Hannover/Lauenau) oder mit 60% schon in Kamen nachladen soll. Die Empfehlung auf der Navi ist Kamen, aber ich kann das nicht nachvollziehen!
S 90D FL AP1, VIN 154xxx
clemens5255 als Empfehlung bei TeslaFi gibt 1 Monat freien Test!
Vor der Eingabe der Tesla-Anmeldedaten bitte beachten: Sicherheitsrisiken bei Apps.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 42
Registriert: 15. Nov 2016, 21:27
Wohnort: Bonn Nähe Rechtsrheinig

Re: Supercharger V3 mit >350 kW

von volker » 3. Feb 2017, 17:18

Ralf Wagner hatte eine Folie mit ein paar Ladekurven in seinem Vortrag:
Bild

  • Man sieht, dass Tesla beständig den Rahmen des technisch Möglichen nach außen treibt.
  • Man sieht auch, dass Ladungen mit deutlich über 1C gehen, aber eher bei kleinen Batterien.

Für 350kW Ladeleistung braucht es einen Akku mindestens so groß wie im Model S100D und mindestens so schnellladefähig wie im Hyundai Ioniq (2,5C). So eine Zellchemie gibt es noch nicht. Die 100er Batterie im Model S ist am Limit von Platz und Gewicht - wir reden hier über einen Klotz mit geschätzt 650kg. Hyundai verwendet Lithium-Polymer, was eine viel niedrigere Energiedichte hat - so eine Batterie für 100kWh würde nicht in einen PKW passen.
Autos und Häuser brauchen keinen Auspuff.
Benutzeravatar
Moderator
 
Beiträge: 8788
Registriert: 26. Apr 2012, 13:06
Wohnort: Ehningen b. Böblingen

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: pEAkfrEAk und 2 Gäste