"Warum Tesla-Fahrer an Autobahn-Raststätten unbeliebt sind"

Infos zu Tesla Schnellladestationen...

Re: Zugeparkte Supercharger

von olbea » 17. Jul 2017, 22:49

Also ich habe bisher fast immer konsumiert.
Nur habe ich eigentlich nie gesagt ,daß ich Teslafahrer bin.
Und es gibt halt SuC da konsumiere ich gerne (Kamen, Lermoos, Bad-Rappenau) aber es gibt auch welche da bleibe ich lieber im Auto. Manchmal wird man auch positiv überrascht (Magdeburg, war echt lecker bei euch). Die Autohöfe müssen halt echt noch was am eigenen Auftreten machen.
Früher bin ich immer vorbeigefahren. Jetzt lade ich dort.
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Re: Zugeparkte Supercharger

von teslacharger » 18. Jul 2017, 00:14

Diese Kostenvergleich-Box im WiWo-Artikel ist ja auch sehr undurchsichtig...
Abgesehen davon würde ich auch gerne wissen, wie da manche Pächter so sicher sein können, dass nichts konsumiert wird - zumal es meist mehr als nur eine Alternative gibt, da können aber die Tesla-Fahrer nichts dafür.
Wir haben bis jetzt in 8 von 10 Fällen mindestens immer was getrunken. Für ein 10-Gang-Menü lädt der Tesla einfach schon zu schnell.
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Re: Zugeparkte Supercharger

von FrankfurterBub » 18. Jul 2017, 05:46

Finde ich eine echt spannende Diskussion, vielleicht mag ein Moderator mal ein eigenes Thema draus machen?

Denn wenn ich die Rückmeldungen hier so zusammenfasse, hat der Artikel durchaus einen wahren Kern - es wird geladen, ohne dass der Pächter finanziell wirklich davon profitiert, aber durch die SuC einiges an Platz verliert und z. T. sogar noch Ärger bekommt, weil die SuC zugeparkt sind.

Die Forderungen nach einem Michelin-Restaurant auf einem Rastplatz (überspitzt, um meinen Punkt zu verdeutlichen) sind angesichts der doch recht kleinen Zielgruppe natürlich kaum realistisch, aber ich finde schon, dass sich Rastplätze insgesamt wandeln, alles eine Frage der Ansprüche.

Wichtig wird sein: Wenn sich das negative Bild verfestigt, wird kaum ein Pächter noch (zusätzliche) SuC installieren lassen, das schadet der E-Mobilität insgesamt. Kann man drehen und wenden wie man will - anscheinend haben sich die Pächter Mehreinnahmen erhofft, die so nicht eingetroffen sind. Woran das liegt, muss man natürlich diskutieren, aber das ist nun die Ausgangslage, auf der zukünftig die Entscheidungen der Pächter pro/contra SuC getroffen werden.
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Re: Zugeparkte Supercharger

von Haraldt1 » 18. Jul 2017, 07:12

Ich denke das Problem ist eher das bei einem herkömlichen Tankvorgang in jedem Fall etwas bezahlt wird und der Konsument reingehen muss.
Ob der jetzt etwas zusätzlich kauft oder nicht ist relativ egal.
Aber im Kopf bleibt nur, der eine bezahlt und der andere nicht.
Das die Aussagen nicht stimmen ist ziemlich sicher denn wenn ich an einen SuC komme sind die Fahrer der ladenden Fzge zu 80% nicht hier.
Ich glaube einfach nicht das diese alle wandern gehen und nichts konsumieren.
Ein Musterbeispiel ist Wien bzw. Wr. Neustadt.
In Wien immer alle SuC besetzt und Fahrer drinnen da es dort NICHTS (ausser einem Automaten) gibt.
Wr. Neustadt immer zwei drei Wagen dort und die Leute ausgeflogen... (Billa, Türke mit guten Hühnerschnitzel, Tanke Kaffee, Waschstrasse Jetons kaufen)
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Re: Zugeparkte Supercharger

von Disty » 18. Jul 2017, 08:25

Haraldt1 hat geschrieben:Ich denke das Problem ist eher das bei einem herkömlichen Tankvorgang in jedem Fall etwas bezahlt wird und der Konsument reingehen muss.

So sieht es aus. Das Tesla SuC`s eine anderes Konzept als Tanken und Bezahlen ist, haben die Pächter nicht gesehen. Ausserdem gibt es ja auch so manchen der im Wagen noch seine Arbeit weiterführt und deshalb nicht in den Shop geht, das gibt es bei Verbrennern aber auch.
Ich glaube auch nicht das es in Achern messbar ist, ob die Tesla Leute konsumieren oder nicht (Ich kaufe meist dort ein Sandwitch und ein Getränk, denn MD hab ich ja überall) Auf ertrinkende Wurst hab ich keinen Hunger.
Perfekt ist: Wenn man nichts mehr weglassen kann und es immernoch funktioniert. ;)
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Re: Zugeparkte Supercharger

von OS Electric Drive » 18. Jul 2017, 08:49

Genau aber darum geht es doch, der Tesla Kunde regt sich über den Pächter auf dass der sich nicht um das Freihalten der Säulen kümmert auf der anderen Seite wird der Umsatz je Stellplatz sehr sehr gering sein beim Pächter. Und warum das so ist, sieht man ja an dem komplett anderen Konzept.

Ich habe schon öfters versucht rüber zu bringen dass man als Tesla Fahrer sich immer wieder auch versuchen muss in andere Menschen hineinzuversetzen bevor man es sich zu einfach macht.

Wir kennen alle nicht die Pachtverträge mit den Pächtern.
Wir kennen die Versprechen nicht, die Tesla gemacht hat (Solvente Kundschaft, Verweildauer von 30 Minuten etc)
Auch kennen wir die Vorschriften im Detail nicht die jedem Betreiber hinsichtlich der Parkmöglichkeiten auferlegt wurden.

Von daher könnte es sein, dass das Konzept das Tesla angegangen ist einfach nicht tragfähig ist. Vielleicht ist es aber auch das beste Konzept weil sich neue Möglichkeiten abseits der Autobahn ergeben... Nobody knows for sure...
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Re: Zugeparkte Supercharger

von fränki1 » 18. Jul 2017, 09:08

Ich befürchte, der Artikel wird hier in die harmlose ecke geschoben. Das Tesla Fahrer zu wenig konsumieren ist doch nur der Aufhänger.
Eigentlich geht es darum,dass Tesla Fahrer dort unbeliebt sind. ( Kampf der Kulturen)
Wenn ein außenstehender das liest, und dann in einschlägige Foren schaut, bekommt er leider jede Menge Bestätigung. "Verpenner" und "Dinos" sind da noch harmlos, Diesel Fahrer sind Kindermörder ist dann schon eine andere Liga, aber noch lange nicht der Gipfel.
Diese Hardliner sollten sich im klaren sein, dass sie mit ihren radikalen Parolen massiv das Ansehen der Elektromobilität beschädigen und genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie eigentlich bezwecken.
Bei einigen habe ich manchmal den Eindruck, sie sind die EV Inquisition und wer eine andere Meinung hat, gehört auf den Scheiterhaufen.
Andere steigen in ihr EV und fühlen sich nun als Heilsbringer. Das hinterlässt bei einem 100000 € Fuhrwerk aber leider einen echt faden Beigeschmack. Was ich damit sagen will, etwas mehr Fingerspitzengefühl ist insgesamt dringend angeraten.
 
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Re: Zugeparkte Supercharger

von cer » 18. Jul 2017, 09:25

Autohöfe haben in meinen Augen einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil: Man muss die Autobahn verlassen und fährt dann oft noch 5 Minuten durch die Walachei, ehe man am Ort der Erholung ist. Und was einen dort erwartet, weiß man nicht – oft ist es trostlos oder schrecklich.

Insofern wären die Supercharger mittelfristig eine einmalige Chance, auch andere Kunden als LKW-Fahrer zuverlässig anzuziehen. Tesla sollte da vielleicht eine Art Qualifikation vergeben, im Sinne von "wenn die und die Kriterien erfüllt sind, wirst du qualifizierter Supercharger-Standort".
Das würde die Betreiber dazu animieren, zu investieren und interessante Angebote zu machen. Natürlich greift das erst, wenn mehr als ein paar Tausend Teslas in Deutschland unterwegs sind, aber mit Model 3 könnte das deutlich besser funktionieren als bisher.

Wenn man Horst Lünings Videos ansieht oder die von LikeTesla, dann erkennt man, dass mit attraktiven Supercharger-Standorten die Reisequalität erheblich steigen könnte. Von der Business Lounge über einen Barfuß-Pfad und eine Massage-Station bis hin zum kleinen Museum könnte man da eine Menge machen, um dem entschleunigten Reisen gerecht zu werden. Und damit würde dann auch Geld am Ort bleiben.

Übrigens ist es ja nicht so, dass Systemgastronomie generell schlecht und Individualküche grundsätzlich gut ist. Selbst bei einem gut gemanagten McDonalds kann man essbare Dinge bekommen, Vapiano hat das Konzept sehr erfolgreich in die gehobene Mittelklasse gebracht und die österreichische Kette Burgerista z.B. liefert unglaublich gutes frisches Essen aus der Systemküche (weit besser als Hans im Glück je war). Ich war am Wochenende in der neu eröffneten Raststätte Köschinger Forst bei Ingolstadt und war ziemlich angetan, auch von dem neuen Systemkonzept Tabilo.

Ich glaube, das Thema ist erst am Anfang. Die klassische Raststätte wird sich ebenso verändern wie alle sonstige Peripherie, wenn einmal eine nennenswerte Zahl von Menschen elektrisch unterwegs ist…

Edit @fränki1: Man kann Fingerspitzengefühl fordern und bieten und das ist auch richtig so.. Aber man muss auch sehen, dass die andere Seite eben dieses auf voller Breite vermissen lässt. Dass da hin und wieder jemandem der Kragen platzt, ist in meinen Augen verständlich.
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Re: Zugeparkte Supercharger

von KaJu74 » 18. Jul 2017, 09:37

Ich hatte den Link zum WiWo Artikel mal an Tesla geschrieben.
Deren Antwort ist auch nicht gerade "feinfühlig" :D

Hallo Karsten.

Vielen Dank fürs Weiterleiten dieses aufschlussreichen Artikels.

Traurig – auch wenn ich nicht ganz verstehe, worüber sich zum Beispiel der Raststaetten-Pächter aufregt. Weil einige Verbrennungsmotor-Kunden ein paar dumme Bemerkungen machen?

Vielleicht sollte er lieber mehr Anreize schaffen, dass auch der Tesla-Fahrer reinkommt und bei ihm ein Würstchen kauft. Dass es dabei Mord und Totschlag gibt kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.

Man sollte viel mehr öfter mal einen Stinker der eine E-Säule blockiert abschleppen lassen.

Wir sind halt an der Schwelle eines ganz neuen Mobilitätszeitalters. Dass es da erst mal Reibereien, ein paar Ewiggestrige und auch Berührungsängste gibt ist auch zu erwarten. Aber dieser Fortschritt hin zu einem besser umweltverträglichen, vernünftigeren Fahren lässt sich jetzt nicht mehr aufhalten. Und die etwas rückständigen deutschen Autohersteller haben es inzwischen wohl auch kapiert und kommen mit eigenen Elektrofahrzeugen doch noch aus dem Quark.

Freundliche Grüße … Kind Regards,
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Ich habe den Namen des MA mal entfernt, nicht dass er deshalb Ärger bekommt.
Gruß Karsten

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Re: Zugeparkte Supercharger

von marlan99 » 18. Jul 2017, 09:38

Ich habe in den letzten dreissig Jahren vielleicht ein duzend Mal an Autobahnraststätten etwas konsumiert (Treibstoff sowie auch Lebensmittel)
Das Konzept der Raststätten ist meist so veraltet, dass kein Verlangen entsteht dort etwas zu konsumieren.

Aber wie so oft ist es viel einfacher sich als Opfer darzustellen und abzuwarten bis es besser wird....
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