Aufladen in der Garage

Infos zum E-Mittelklasse-PKW...

Re: Aufladen in der Garage

von inspirED » 21. Aug 2017, 21:43

Spürmeise hat geschrieben:Die Ortsnetze sind nunmal nur dafür ausgelegt, 2-3 kW pro Haushalt zu verkraften. Jeder der "sich" eine "extra starke" Starkstrom-Ladebox zu Hause installieren lässt, sorgt dafür, dass der Netzengpass viel früher als nötig eintritt, bevor die fern-rückregelbaren Ladeboxen (z.B. 18 Uhr im Winter) überhaupt auf dem Markt sind, mit Folge des baldigen Verbots der privaten E-Auto Ladung.

Die effektive durchschnittliche Leistung an einem Hausanschluss liegt sogar nur bei ~0,5kW.
In der Mischung ist in einer Wohnsiedlung ein Durchschnittswert von >3kW nicht zu erwarten. Nach diesen Annahmen sind Ortsnetztrafos (oft mit etwas zusätzlicher Reserve) dimensioniert.

Auch beim Laden wird es eine Durchmischung geben, jedoch ist z.B. eine Spitze in den Feierabendstunden durch gleichzeitigen Ladebeginn sehr wahrscheinlich. 10 Fahrzeuge die dann gleichzeitig mit 16,5kW laden "verbrauchen" dabei unter Umständen die vorgehaltene Netzleistung für >50 Haushalte.

Es ist also durchaus schlau, sich rechtzeitig mit der sinnvollen Verteilung der verfügbaren Leistung zu beschäftigen.

Wenn das Auto jede Nacht 10h steht und ihr ein einigermaßen konstantes (Pendler)Fahrprofil habt, reicht eine Ladeleistung von weniger als 1kw pro 10.000km Jahresfahrleistung.
Mit Steckdosenleistung (3kW) und 10h täglich sind also bereits über 35tkm/ Jahr möglich. (Annahme 300Wh/km ab Steckdose)
Gerade mit den großen Batterien kann man das relativ gut mitteln

Wichtig ist der Netzausbau aber trotzdem, da Elektroautos in Zukunft netzdienlich eingebunden gehören. Dafür braucht man wieder Ladeleistungsreserven um kürzere Zeitfenster nutzen zu können.
smartED - einfach, wie für mich gemacht.
Benutzeravatar
 
Beiträge: 56
Registriert: 16. Jan 2016, 20:15

Re: Aufladen in der Garage

von George » 21. Aug 2017, 21:58

Habnemeise hat geschrieben:Die Ortsnetze sind nunmal nur dafür ausgelegt, 2-3 kW pro Haushalt zu verkraften.

Das kann ich mir in Deutschland eher 1917 als 2017 vorstellen. Wenn ich den Herd für meine 5köpfge Famille (Frau, 2 Kinder, Opa und ich) anmache sind schon 3 kW weg, dann laufen noch Kühlschrank und Waschmaschine und die Lichter in 4 Zimmer sind an. Dann sind wir schnell mal problemlos bei 5 kW. Und ich denke mal viele Haushalte kochen so zwischen 17 und 20 Uhr und haben auch noch andere Geräte laufen. Kann mir also nicht vorstellen, dass Netze nur für 0,5 kW bis 2 kW pro Haus ausgelegt sein können.
mit Folge des baldigen Verbots der privaten E-Auto Ladung.

Klar. besonders wenn ich mein Auto dann an die Schuko hänge und mit 3 kW nuckeln lasse um das Verbot zu umgehen. Aber jetzt vielleicht besser wieder die Medikament nehmen.
Und Netzausbaukosten für völlig unnötige Starkstromladung zu Hause der Allgemeinheit aufbürden zu wollen ist sowas von Drecks-FDP-Denke!

Abstrus. Man kann von der gegenwärtigen FDP ja halten was man will (viele in Deutschland bejubelten ja bezeichnenderweise das quasi-Ende einer liberalen deutschen Partei 2013, was doch einiges über den Geisteszustand und den grundsätzlich ungebrochenen totalitären Geist viele Deutscher aussagte), aber ich persönlich finde sozialistische "Drecks-Denke" viel schlimmer, schädlicher und menschenverachtend.

Bedanke mich für die Aufmerksamkeit.
-----------------------------------------------------------
Ihr wisst schon: http://ts.la/george404
-----------------------------------------------------------
Benutzeravatar
 
Beiträge: 961
Registriert: 19. Jan 2017, 12:24
Wohnort: München

Re: Aufladen in der Garage

von Mittelhesse » 21. Aug 2017, 22:04

Baukostenzuschuss, dieser ist nicht verhandelbar, und wird von der Bundesnetzagentur dem Netzbetreiber vorgegeben.
Der sichert mir als Stromkunden den Ortsnetzausbau.

Bildschirmfoto 2017-08-21 um 23.01.34.png
Baukostenzuschuss Energienetzte Mitte
LG Stefan

Renault ZOE Q210 schwarz seit Juni 2015 / mittlerweile über 100.000km rein elektrisch
Model 3 reserviert am 02.04.16
Benutzeravatar
 
Beiträge: 1199
Registriert: 8. Apr 2014, 19:08
Wohnort: Biskirchen

Re: Aufladen in der Garage

von Fritz! » 21. Aug 2017, 22:12

Spürmeise hat geschrieben:Die Ortsnetze sind nunmal nur dafür ausgelegt, 2-3 kW pro Haushalt zu verkraften. Jeder der "sich" eine "extra starke" Starkstrom-Ladebox zu Hause installieren lässt, sorgt dafür, dass der Netzengpass viel früher als nötig eintritt, bevor die fern-rückregelbaren Ladeboxen (z.B. 18 Uhr im Winter) überhaupt auf dem Markt sind, mit Folge des baldigen Verbots der privaten E-Auto Ladung.
...


Den habe ich ja noch nie gehört. Ein Freund baut gerade, die Stadtwerke (hier die EWE) haben ihn gefragt, ob er einen Anschluß mit 20 kW, mit 30 kW oder mit 40 kW haben möchte. Er hat dann den 30er genommen, war leicht teurer, aber soll später mal ein oder zwei E-Autos laden können.
Model 3 am 3. April 2016 reserviert
Benutzeravatar
 
Beiträge: 556
Registriert: 23. Nov 2016, 02:05
Wohnort: Niedersachsen

Re: Aufladen in der Garage

von volker » 22. Aug 2017, 09:03

Es gibt den maximalen Hausanschlusswert, siehe Tabelle von Mittelhesse. Beispielsweise 3x50A entspricht 35kW. Der Netzbetreiber garantiert, dass ich so viel Leistung an meinem Hausanschluss ziehen kann, ohne dass bei mir eine Sicherung fliegt oder die Zuleitung verbruzzelt.

Dann gibt es die mittlere Leistung, mit der ein Strang im Ortsnetz ausgelegt wird. Faustregel sind die 2-3kW pro Haus. Die Anzahl Häuser (mit etwas Zuschlag) ergibt dann die Dimensionierung von Kabel und Ortsnetztrafo.

Ergo: Einzelne Häuser können zu einem gegebenen Zeitpunkt ihren vollen Hausanschlusswert abrufen, aber nicht alle gleichzeitig in einem Strang. Würden durch E-Autos alle Häuser ihre mittlere Leistung verdoppeln, wären die Reserven im Ortsnetz ausgereizt.
Autos und Häuser brauchen keinen Auspuff.
Benutzeravatar
Moderator
 
Beiträge: 8923
Registriert: 26. Apr 2012, 13:06
Wohnort: Ehningen b. Böblingen

Re: Aufladen in der Garage

von tomswerkstatt » 22. Aug 2017, 09:23

volker hat geschrieben:Ergo: Einzelne Häuser können zu einem gegebenen Zeitpunkt ihren vollen Hausanschlusswert abrufen, aber nicht alle gleichzeitig in einem Strang. Würden durch E-Autos alle Häuser ihre mittlere Leistung verdoppeln, wären die Reserven im Ortsnetz ausgereizt.



Laden an der Schukodose ist also kein problem, auch nicht, wenn in jeder garage ein BEV steht.
Wenn dann in jeder Garage zwei BEVs stehen, die auch beide täglich 200+ km gefahren worden sind, dann kommt die Zeit, wo sich die Netzbetreiber Gedanken machen müssen.
Zero DS
Volvo V70 (verkauft) teslataxi bis mein Model3 fertig ist
 
Beiträge: 237
Registriert: 15. Feb 2016, 09:17

Re: Aufladen in der Garage

von Chris King » 22. Aug 2017, 15:00

rolfrenz hat geschrieben:Trockner: 4-5 kW


Hast du einen Drehstrom Trockner??
Model S 85D AP1 seit 02/16 - gehört aber meiner Frau - Model X 100D AP2 seit 08.02.18
 
Beiträge: 2273
Registriert: 21. Apr 2015, 07:58

Re: Aufladen in der Garage

von Nick1 » 22. Aug 2017, 17:51

Hab gerade nur mal kurz überflogen, aber das ist ja Polemik vom Feinsten, die Du da geistig ejakulierst, Spürmeise.... :lol:
2015: Model S
2017: Model Z oe
 
Beiträge: 194
Registriert: 29. Nov 2016, 16:15

Re: Aufladen in der Garage

von Steelworks » 22. Aug 2017, 21:11

Steelworks hat geschrieben: Habe mir vor kurzem Starkstrom in die Garage legen lassen und das
natürlich vorher mit den örtlichen Stadtwerken durchgesprochen. Alles kein Problem bei mir, allerdings meinte der nette und sehr
interessierte Mitarbeiter der Stadtwerke:
"Wenn alle in Ihrer Straße auf die Idee mit Elektroautos kämen und mit Starkstrom laden wollten, dann hätten wir ein Problem.
Dafür ist die aktuell verlegte Infrastruktur nicht ausgelegt."


Wollte nur nochmal ein paar Details nachschieben:
Da die Garage etwas entfernt vom (4 Parteien-)Haus auf einem Garagenhof steht, wurde ein separater Netzanschluss gelegt.
In meine Garage kommt dann ein großer Zählerschrank mit bis zu 4 Zählern, von dem aus im Bedarfsfall auch der Anschluss
bzw. Weiterleitung in die anderen 3 Garagen möglich ist. Alles in allem werden die Kosten ca. 3,5T€ betragen.

Ich lasse mir dann anschließend eine CEE32 und zusätzlich wohl die Tesla-Wallbox installieren.
"Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen."
Benutzeravatar
 
Beiträge: 54
Registriert: 2. Apr 2016, 14:04

Re: Aufladen in der Garage

von _ph_ » 22. Aug 2017, 22:51

Natürlich ist es so, das an jedem Verteilerpunkt im Netz angenommen wird, das nicht alle darunter liegenden Punkte gleichzeitig volle Leistung ziehen. Sprich, die Summe aller Einzelsicherungen in einer Wohnung ist eher größer als die Wohnungsabsicherung, die Haussicherung kleiner als die Summe aller Wohnungssicherungen etc. Aber auch dann muss man berücksichtigen, das es Zeiten mit hohen Spitzen gibt. Also z.B. wenn fast überall gekocht wird, die Waschmaschinen laufen, Beleuchtung läuft. Dazu kommt, das es wirklich heftige Verbraucher wie Durchlauferhitzer, Boiler und Elektroheizungen gibt. Schon ein einziger Durchlauferhitzer hat 20-30 kW. Auf all dies müssen die Netze vorbereitet sein. Und die heftigen Verbraucher sind in den letzten Jahren eher selten geworden. Deshalb gehe ich davon aus, das der Strom so schnell nicht knapp wird, vor allem wenn man nicht gerade zu einer der Spitzenzeiten lädt.
 
Beiträge: 12
Registriert: 27. Aug 2016, 17:17
Wohnort: Feldkirchen

VorherigeNächste

Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste