Model 3 vs Kompaktsportler

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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von segwayi2 » 21. Aug 2017, 10:06

lassen wir die Kosten mal aussen vor.
Wenn es dir auf sportliche Fahrweise ankommt (nicht Rennsport, sprich Nürburgring), dann wirst du nach der Probefahrt mit einem Tesla keinen Verbrenner mehr in Erwägung ziehen. Die Art und Weise wie ein Tesla fährt ist genau das was man unter sportlicher Fahrweise versteht. Jeder Umstieg zurück zum Verbrenner wird dich verzweifeln lassen. Laut und Lahm.
Das ist mit dem Model S so und es wird aller Voraussicht nach auch mit dem Model 3 so sein.
Die Einschränkung ist allerdings, für lange, schnelle Autobahnfahrten wird auch ein Model 3 nicht taugen.
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von Tom4k » 21. Aug 2017, 21:31

Cheapshots hat geschrieben:Brauche ich eigentlich noch irgendwelche Zusätzlichen Dinge um den Tesla zuhause zu Laden!? Oder kann ich das Ding einfach an die nächste freie Steckdose anschließen (-;

Das kannst du dir sehr einfach ausrechnen und hängt davon ab, wie leergefahren und wie lange das Auto am Ende eines Tages normalerweise in der Garage/Stellplatz steht, und ob es morgens wieder voll aufgeladen sein muss. Bei Schuko kannst du von rund 2 kW Ladeleistung ausgehen. Heißt, in 10 Stunden werden rund 20 kWh nachgeladen. Das entspricht beim Model 3 eine EPA Reichweite von 137 km Reichweite (bei 146 Wh/km, wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Wenn du also regelmäßig weitere Strecken fährst und das Auto dann wieder voll sein muss, wird's knapp... Dann ist CEE rot dein Freund.
Model3Tracker | 01.04.2016, 05:00 MESZ: Reservierung Tesla Modell 3 (common_reservation_id: 443xxx)
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von cko » 21. Aug 2017, 21:43

Die Rechnung ist für den Normalfall richtig.

Ich muss ab und zu dienstlich eine 274 km Stecke fahren, auf der es keinen Supercharger gibt.
Falls das im Winter an 2 aufeinander folgenden Tagen passiert, reichen mir 2 kW nicht aus.
Kaufe Deinen Tesla günstiger über diesen link!
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von Sandman » 22. Aug 2017, 09:55

Hallo,

ein interessanter Thread, da vieles auch auf mich zutrifft.

Ich bin drei Jahre lang den neuen Leon Cupra gefahren, ein tolles Auto für einen echt günstigen Preis!
Ich habe allerdings im Laufe der Zeit festgestellt, dass ich mehr Spaß an schneller Beschleunigung als an langen Fahrten mit hoher Geschwindigkeit habe, heißt für mich also zügiges Anfahren, schnelles Auffahren auf die Autobahn etc.
Landstraße fahre ich mit Tacho max 110, Autobahn 120-160 km/h

Meine Überlegungen und Beobachtungen waren folgende:
- schnelles Anfahren mit dem Cupra macht Spaß, kommt im Alltag aber nicht so gut, da der Motor aufheult, die Reifen quietschen etc, war mir einfach zu prollig, also hab ich es meist gelassen.
- da ich jeden Tag 50km gesamt an Arbeitsweg habe, rolle ich meist gemütlich hin und zurück und brauche die Leistung nicht. Durchschnittsverbrauch Cupra waren 9l/100km

Das Tesla Model 3 wird nach diesen Beobachtungen für mich deutlich besser passen. Beschleunigung wird leise und kräftiger aus dem Stand möglich sein und also auch häufiger genutzt werden können. Gemütliches Rollen ist deutlich effizienter und günstiger, und nicht zu vergessen bezüglich Fahrspaß ist auch die aus jedem Fahrzustand sofort verfügbare volle Leistung - beim gemütlichen Rollen im Cupra muss man erst runterschalten, Drehzahl aufbauen, Kupplung kommen lassen und dann geht es irgendwann los.

Ich habe mich jetzt wie folgt entschieden:

Cupra wurde im April verkauft.
Seitdem fahre ich elektrisch, monatlich kündbares Leasing eines 2012er Peugeot Ion über e-flat.com
Ich spare dadurch eine Menge bis zur Lieferung des Model 3 und werde es mir dadurch wohl gut leisten können.
Außerdem erdet mich der kleine Elektrokarton automobiltechnisch ganz gut nach dem Leistungsüberfluss im Cupra ;-)
Laden kann ich Zuhause z.Zt. mit 10 A an Schuko, Cee rot 16 A ist in Planung.
Überraschenderweise macht mir sogar der kleine Peugeot mit seinem elektrischen Heckantrieb eine Menge Spaß! Fahrspaß ist halt gerade bei Elektroautos nicht zwingend an PS-Zahlen gebunden...

Wenn ich mir das Model 3 schönrechne, nehme ich folgende Werte als Rechengrundlage:

20 k km / Jahr
Verbrauch Verbrenner 9l/100km bei 1,50€/l
Verbrauch Tesla 20kwh/100km bei 25ct/kWh
Steuer/Wartungsvorteil Tesla ca 30€/Monat
Restwert Tesla bei 60 Monaten Finanzierung 40% vom NP

Zum Highspeed Reisen auf der AB wird der Tesla wohl weniger geeignet sein.
Rechne beim Laden eher mit weniger kostenlosen Säulen, eher mit Lademöglichkeiten, die teurer sind als Zuhause laden, der Trend geht gerade dahin, dass unterwegs laden kostenpflichtig und eher teurer als Zuhause wird. Also nicht 20% kostenlos, sondern eher 20% der Ladung zum doppelten Normalpreis einrechnen.

Grüße!
Model 3 am 31.3.2016 im Store reserviert
Peugeot Ion seit 4/2017 geleast über e-flat.com - Fragen gerne per PN
 
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von JeanSho » 22. Aug 2017, 10:22

Fahre Tesla. Und du wirst sehen, was dir entgeht, wenn du noch einen Kompaktsportler weiter fährst. Das Modell drei ist mit Sensorik ausgerüstet, die mal weitgehend autonomes fahren ermöglicht. Und wenn es dir ums Geld geht, kannst du das Auto dann für dich "Geld verdienen" lassen.
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von egn » 22. Aug 2017, 10:45

JeanSho hat geschrieben:Das Modell drei ist mit Sensorik ausgerüstet, die mal weitgehend autonomes fahren ermöglicht.


Das ist reine Spekulation. Niemand weiß heute ob und wann man damit weitgehend autonom fahren kann.

Und wenn es dir ums Geld geht, kannst du das Auto dann für dich "Geld verdienen" lassen.


Das ist noch mehr Spekulation.

Ich denke man sollte bei einer Kaufentscheidung die an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit geht, nicht darauf vertrauen dass Spekulationen war werden.
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von founder » 22. Aug 2017, 10:48

JeanSho hat geschrieben:Fahre Tesla. Und du wirst sehen, was dir entgeht, wenn du noch einen Kompaktsportler weiter fährst. Das Modell drei ist mit Sensorik ausgerüstet, die mal weitgehend autonomes fahren ermöglicht. Und wenn es dir ums Geld geht, kannst du das Auto dann für dich "Geld verdienen" lassen.


Das wird wohl die "Heizer auf der E-Lok" Mentalität der Regierung verhindern.
Habe mal überlegt als Uber-Fahrer etwas dazu zu verdienen.
Da hatten aber schon die Monopolisten vom Taxigewerbe alle möglichen Bestimmungen durch gesetzt,
die ein spontanes "Ich fahr mal 10 Stunden in der Woche Uber" verhindern.
Etwa den "Taxischein", so in Österreich genannt, in Deutschland "Personenbeförderungsschein".
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von JeanSho » 22. Aug 2017, 11:01

Sorry. Wer nur die Kosten vergleicht, "springt" meiner Ansicht nach zu kurz. Was ist mit dem Fahrspass? Was ist mit der Umwelt? Was ist mit kommenden Fahrverboten? Was ist mit der Möglichkeit, eigenen Strom zu tanken (ging zuletzt nur bei Öl-Milliardären "Ewing-Oil" in "Dallas")? Und wenn die autonomen Systeme in Teilen doch kommen? Dann "sitzt" ihr auf einem Leon-Cupra oder sowas und "blendet" weiter die Vorteile der E-Mobilität aus. Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber positiv hoffen oder eben negativ nicht-glauben. Mein bißchen Senf dazu.
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von Cheapshots » 22. Aug 2017, 11:23

Ich würde lügen wenn ich das ganze aus einem Umwelt Gedanken machen würde, das ist mir leider ziemlich egal...aber natürlich ein positiver Nebeneffekt (-;

Der Vergleich mit dem Cupra ist natürlich für mich Gold Wert! Danke dafür

So in etwa geht es mir ja auch, die meiste Zeit fahre ich damit wohl zur arbeit, da sind Geschwindigkeiten von größer 200 selten möglich!
Ich bin auch ein Freund von Beschleunigung und dem Gefühl ich könnte wenn ich wollte, gerade auf der Landstraße!

Für mich ist das hier auch nicht der Kampf zwischen Benzin und Strom oder Tesla und Kompatksportler!!!

Sondern der zwischen meinem Bankkonto und den entstehenden kosten bzw. Preisen.

Hätte ich 100k€ wäre die Diskussion eher welchen Tesla ich kaufe, aber bei 45k€ muss ich da schon ein wenig hin und her überlegen!

Wenn der Telsa am Ende 60k€ kosten soll und nach 5 Jahren dann 65k€ und der Kompaktsportler 45k€ kostet und nach 5 Jahren dann 57€ dann sind das immer noch 8k€ die mir niemand schenkt, weder der Fahrspaß, noch das angenehmere fahren oder sonstiges und genau das ist mein Problem, ich weiß nicht ob man den Tesla am Ende dann 9 Jahre fährt damit man den Breakevenpoint im kosten vergleich hin bekommt!?

@Sandman

Könntest Du das rechnen Bsp auch mal mit zahlen füllen, die Du bezahlt hast (-;

Dank euch
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Re: Model 3 vs Kompaktsportler

von founder » 22. Aug 2017, 11:26

JeanSho hat geschrieben:Sorry. Wer nur die Kosten vergleicht, "springt" meiner Ansicht nach zu kurz. Was ist mit dem Fahrspass? Was ist mit der Umwelt? Was ist mit kommenden Fahrverboten? Was ist mit der Möglichkeit, eigenen Strom zu tanken (ging zuletzt nur bei Öl-Milliardären "Ewing-Oil" in "Dallas")? Und wenn die autonomen Systeme in Teilen doch kommen? Dann "sitzt" ihr auf einem Leon-Cupra oder sowas und "blendet" weiter die Vorteile der E-Mobilität aus. Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber positiv hoffen oder eben negativ nicht-glauben. Mein bißchen Senf dazu.


Falsch, das geht schon ab einfacher Bauer

Benötigt aber enorm viel Fläche. Photovoltaik ist im Sinne von km Autofahren Sonnenblumen und Raps 500-fach überlegen.

Also 20 m² Photovoltaik statt 1 ha Anbaufläche.

Man kann auch mit Strom Treibstoff herstellen. Nach neuesten Erkenntnissen benötigt ein Liter Diesel:

2 kWh um das CO2 aus der Atmospähre zu filtern
16 kWh um CO2 und H2O zu spalten und C und H zusammen zu setzen.
18 kWh pro Liter.

Die 4,3 Liter von meinem Dacia Lodgy sind so betrachtet 77,4 kWh Strom / 100 km.
Das braucht nicht einmal ein Tesla X, der gerade einen 10 m Wohnwagen zieht oder mit 200 unterwegs ist.
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