Lastmanagement@Home

Technische Informationen zum Model S...

Lastmanagement@Home

von fabbec » 11. Jan 2017, 21:07

Wir haben 3W2214 für an Land

Hab es aber noch nicht aufgeschraubt :-)

Hab mir vor drei Jahren eigene Wallboxen mit ABL EVCC gebaut da sie freies dokumentiertes RS485 Protokoll haben und die ins Schiffs Power Management eingeflegt werden müssen!

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Zur Zeit andere Baustelle: 3Ph 40kW Hybridstore einbinden
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Re: Lastmanagement@Home

von ta.innok » 12. Jan 2017, 13:05

Hallo past_patrol,

ich hab mir die Fragen die du hast auch schön öfter durch den Kopf gehen lassen.

Ich für mich werde eine Lösung mit openHab realisieren, für dich wäre glaube ich folgendes recht gut:

2 x Keba P30 c-series, einfachste Ausführung ohne jegliche Zugangsregelung, Netzwerkanschluss über LAN-Kabel oder WLAN (WLAN muss als option zur Box bestellt werden)..
1 x openHab, entweder auf einem extra dafür laufenden raspberry pi oder auf dem vorhandenen NAS installiert.

So, jetzt stellt sich dir wahrscheinlich die Frage "was ist diesen openhab und wie hilft es mir"
openhab (wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/OpenHAB

openHab ist eigentlich ein System zur Hausautomatisierung, welches selbst aber nicht ein neues gesamt-System (mit Sensoren/Aktoren) darstellt, sondern vorallem versucht die vielen bestehenden Systeme miteinander zu verbinden und somit ein wirklich mächtiges (weil über Systemgrenzen hinweg funktionierendes) und komfortables System schafft.

Fast alles was sich irgendwie über das Netzwerk ansprechen lässt kann man in openHab integrieren, für unglaublich vieles gibts es schon fix fertige bindings.
Und selbst wenn es das nicht gibt ist es meist sehr einfach über die vorhandenen Mitteln etwas neues einzubinden.

Und für alles was einmal grundsätzlich in das System eingebunden ist können dann einfach Regeln erstellt werden.

So, jetzt mal Klartext:
Keba Binding: https://github.com/openhab/openhab2-addons/tree/master/addons/binding/org.openhab.binding.keba
Damit kann also die Keba Wallbox via UDP-Protokoll (hat bei der P30 nur die c-series und die x-series, die kleineren nicht!) ins openhab eingebunden werden.
u.A. sind dann folgende Dinge möglich: Abfrage ob ein Fahrzeug angesteckt ist, Abfrage der geladenen Energie (für den aktuellen Ladevorgang oder insgesamt), Strom/Spannung pro Phase, ... setzen kann man u.A. ob geladen werden soll oder nicht, aber auch die max. Ladestärke.

Also alles was du brauchst, du kannst abfragen ob ein Auto angesteckt ist bzw. die Ladeleistung. Und du kannst dann auch die Ladeleistung setzten.
Du kannst in openHab aber natürlich auch zusätzlich einen Stromzähler für deinen Hausanschluss einbinden um eine Überlastung deines Hausanschlusses zu vermeiden wenn z.B. andere grosse Verbraucher im Haus laufen. (bzw. hast du evt. einen SMA Energy Meter? Siehe Unten).

Ein recht einfaches Regelwerk wäre dann z.B.:
Verfügbare Leistung = max. Leistung (Anschlusswert des Hauses) - aktueller Verbrauch vom Anschlusszähler - aktueller Verbrauch der Ladestationen - kl. Sicherheitspuffer
Wenn nur an einer Ladestation ein Fahrzeug steckt: Ladeleistung dieser Ladestation = Verfügbare Leistung
Wenn an beiden Ladestationen Fahrzeuge stecken: Ladeleistung pro Ladestation = Verfügbare Leistung / 2

Und da kann man sich dann austoben und weiteroptimieren bzw. das ganze so machen wie man es für sich haben möchte.
Man könnte z.B. auch sagen man will eine der beiden Ladestationen bevorzugen, damit die immer volle Leistung bekommt und die zweite dann nur den Rest.
Wenn man sagt man will das Situationsbedingt selbst entscheiden: kein Problem mit openhab: einfach einen switch definieren und im Regelwerk so berücksichtigen wie man es selbst möchte. Schalten/Kontrollieren/Regeln kann man dann einfach über Smartphone oder jeden Rechner mit Browser.

Zugangssteuerung/Regelung: wenn du die Boxen gegen unbefugte Verwendung sichern willst, dann kannst du entweder einfach in openhab die Ladeboxen aktivieren/deaktiveren (via smartphone-app), oder wenn du wie ich möglichst keine App verwenden willst, dann eben z.B. im Vorraum einen kleinen Schalter installieren, dann Steckst du das Auto an und wenn du ins Haus gehst drückst du einen Knopf und das Auto beginnt zu laden.
Diesen 'Knopf' kannst du dann je nach Bastellaune gestalten. Willst du viel basteln: einen ESP8266 wo du selbst einen Schalter dazubastelst. Weniger Basteln: einen "wemos D1 mini" mit einem "wemos d1 mini switch shield", das in eine kl. Plastikbox mit einem Loch für den Taster. Beides dann via MQTT an openHab angebunden.
Oder wenn du möglichst wenig basteln willst: einen Fertigen, batteriebetriebenen Schalter den du hinkleben kannst wo du willst: http://www.fibaro.com/en/the-fibaro-system/the-button Da dieser aber via Z-Wave funkt (ein Funkstandard zur Hausautomatisierung) brauchst dann noch einen kleinen USB-stick um das ganze mit openhab zu verbinden. Aber das sollte das einfachste sein: beim Button Batterien einlegen, USB-Stick einstecken, USB-Stick und Button verbinden (pairing), Button via Z-Wave binding in openhab verfügbar machen, einfache Regel erstellen, wenn Button gedrückt wird, dann Wallbox aktivieren bzw. Ladeleistung einstellen, wenn Auto abgesteckt wird Ladefreigabe wieder wegnehmen bzw. Ladeleistung auf 0 setzten (weil ich will ja wenn das Laden fertig ist nicht nochmal den Knopf drücken müssen).

Bezüglich PV:
Du schreibst vom "SMA Sunny Home Manager".
Hast du dann auch einen "SMA Energy Meter"?
Weil für den "SMA Energy Meter" würds auch ein fertiges openHab-binding geben: https://github.com/openhab/openhab2-addons/tree/master/addons/binding/org.openhab.binding.smaenergymeter
Dann hast du in openhab auch die Daten über Strombezug und Stromeinspeisung zur verfügung und könntest dann z.B. die Ladung der Keba-Boxen davon abhängig machen wieviel du einspeist.
z.B. wenn du für mit 70% Ladung eines EV normalerweise immer auskommst, das du dann immer bis 70% Ladest (also auch mit Netzstrom), darüber aber nur durch PV-Strom. (Natürlich mit einem einzigen klick per smartphone übersteuerbar wenn du weisst das du einen vollen Akku brauchst.).
Wobei einem da keine Grenzen gesetzt sind, ich z.B. werde dann auch die Wettervorhersage berücksichtigen. Ich verlasse normalerweise zw. 9:00 und 9:30 das Haus. Wenn mein Ladestand beim einstecken zw. 50% und 70% liegt, für den nächsten Tag aber Sonnenschein vorhergesagt ist und der Sonnenaufgang vor 7:00 ist (also je nach Jahreszeit), dann will ich NICHT das gleich mittels Netzstrom zu laden begonnen wird. (Wenn dann am morgen genügend PV-Strom anliegt beginnt dann die Ladung).
Nachdem man openhab auch mit Kalender verbinden kann, könnte man z.B. auch automatisch ein Ladung bis auf 100% starten (unabhängig ob PV-Strom anliegt oder nicht), wenn am nächsten Tag ein Termin in Kalender steht wo ein Ort eingetragen ist der eine gewissen Entfernung zu meinem zuhause übersteigt (als Sicherheit/Komfortfeature zur manuellen Aktivierung der Ladung auf 100% per Netzstrom).

Dafür sollte dein openhab idealerweise natürlich auch den Akku-Stand des Autos wissen, und weil wir hier im TFF sind gibts auch dafür eine Lösung, nämlich ein openhab-binding für den Tesla :) https://github.com/openhab/openhab2-addons/tree/master/addons/binding/org.openhab.binding.tesla
Damit kannst du u.A. den Batteriestand in % abfragen.

Falls es jemanden interessiert, es scheint auch ein eigenes binding für Kostal-Inverter zu geben: https://github.com/openhab/openhab2-addons/tree/master/addons/binding/org.openhab.binding.kostalinverter

Und gerade in zusammenhang mit der PV könnte man mit openhab viele feine Dinge anstellen :)

Ach, und das openhab ist komplett lokal, also keine cloud oder so wo dann alle deine Daten und Aktionen hingehen. Alles lokal in deiner openhab-installation.
Willst du auch von unterwegs was schalten/walten, dann gibts mit myopenhab.org auch die Möglichkeit dazu. Finde ich um einiges vertrauenswürdiger wie die meisten anderen Anbieter und vorallem ICH bestimme ganz genau was über myopenhab.org ausserhalb meines heim-netzwerk verfügbar ist.

Kurzes Video zum Tesla-Binding: https://www.youtube.com/watch?v=3yYeScC41I0

PS.: es gibt ziemlich sicher auch günstigere Lösungen als die Keba P30, aber ich weiss nicht wieviel du bezüglich hardware selbst machen willst. Mit der Keba sollte das ganze Plug&Play sein. Evt. würds auch mit deiner vorhandenen "EVSE 1M40 (CrOhm)" eine Möglichkeit geben die in openhab einzubinden. Kann die irgendwie remote angesprochen werden? Netzwerk? Funk? sonst irgendwie? Kann irgendwie von extern die Ladeleistung eingestellt werden?
rachid hat geschrieben:Schlimm. Ich komme mir vor wie eine Barbie-Tante im Schuhparadies.
Ich wollte doch gar nicht reservieren. Aber der Geist war willig und die Karte dabei. Und so musste es kommen, wie es kommen musste :D
 
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Re: Lastmanagement@Home

von past_petrol » 12. Jan 2017, 14:30

@ta.innok

Wundervoll - danke für Deinen Post !

Ich werde mir das mal alles ansehen...egal wie man es dreht, ich streife irgendwie immer KEBA. Das Thema Hausautomation hatte ich mir immer mal wieder angesehen und aber auch immer mal wieder auf Halde gelegt.

Es wird wohl Zeit, hier mal loszulegen. Wir haben aber keine Verkabelung im Haus. Bus Systeme oder kabelgebundene Systeme sind kaum realisierbar. Wenn ich ein System einführe, muss es irgendwie ohne Wandschlitzen nachrüstbar sein.

Da gibt es einiges - von digitalStrom bis loxone...wird alles aktuell geprüft.

Ich hatte aktuell überlegt, eine P30 c-series und ein x-series zu kaufen und mit denen lokales Lastmanagement aufzusetzen. Hierfür würde ich beide an einen lokalen switch anschließen und für eine hohe Verfügbarkeit sorgen.

Die Regelung des Lastmanagements von "aussen" also ausserhalb der Boxen über wie auch immer geartete Systeme wirft bei mir die Frage auf, was passiert, wenn diese Systeme ausfallen und die Ladeströme nicht mehr vorgeben können.

Im blödsten Fall laufen beide mit 22kW los und das wäre nicht gut. Die KEBAs könnten das lokal regeln - das ist schon nicht schlecht. KEBA ist in jedem Fall wohl recht gut integrierbar in smartHome Ansätze, ob man nun dafür Geld ausgeben will, oder nicht.

SMA-Energy-Meter ist vorhanden und den kann ich so schon per script selber auslesen - er knallt seine Daten ja per broadcast ins Netz, so dass man nicht mal mehr pollen muss. Das ginge also recht einfach.

Ich schaue mir jetzt mal openHab an - sehr spannend alles !

Danke !

;)
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Re: Lastmanagement@Home

von fabbec » 12. Jan 2017, 15:03

Wir haben bald Keba p20 Vollausstattung zu verkaufen
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Re: Lastmanagement@Home

von univ » 12. Jan 2017, 15:36

ta.innok: Hochinteressant! Danke für deine Mühe!
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Re: Lastmanagement@Home

von ta.innok » 12. Jan 2017, 16:36

past_petrol hat geschrieben:Das Thema Hausautomation hatte ich mir immer mal wieder angesehen und aber auch immer mal wieder auf Halde gelegt.
Es wird wohl Zeit, hier mal loszulegen. Wir haben aber keine Verkabelung im Haus. Bus Systeme oder kabelgebundene Systeme sind kaum realisierbar. Wenn ich ein System einführe, muss es irgendwie ohne Wandschlitzen nachrüstbar sein.

Ja, geht mir auch ähnlich, also keine dezitierte Verkabelung zur Hausautomatisierung vorhanden.
Ich setzte jetzt hauptsächlich auf Funk (eigentlich 4 unterschiedliche 'Funkstandards'):
WLAN: Fertige WLAN-Komponenten aber auch selbstgebaute, meist auf ESP8266 basierend. Das meiste Licht läuft da drüber, aber auch so sachen wie Waschmaschine ein/ausschalten, Tiefkühltruhen, Heizungssteuerung, Thermische Solaranlage, usw.
Z-Wave: ein paar Heizkörperthermostate, 1-2 Schalt-Steckdosen, ein paar Sensoren (Bewegung, Helligkeit, Temperatur, ...)
868MHz: Heizkörperthermostate "MAX! basic"
433MHz: hauptsächlich Zwischensteckdosen um Verbraucher ein/auszuschalten.

mit openhab lässt sich das alles zusammen schön in ein System zusammenführen und als ein gesamtsystem betreiben/steuern. (z.B. Überwache ich meinen Brunnen: wenn der Wasserstand im Brunnen über ein gewisses Niveau geht (WLAN), dann wird eines von zwei Ventilen (433MHz) geöffnet, welches von beiden wird aufgrund der Aussentemperatur (Z-Wave) entschieden).



past_petrol hat geschrieben:Die Regelung des Lastmanagements von "aussen" also ausserhalb der Boxen über wie auch immer geartete Systeme wirft bei mir die Frage auf, was passiert, wenn diese Systeme ausfallen und die Ladeströme nicht mehr vorgeben können.

Im blödsten Fall laufen beide mit 22kW los und das wäre nicht gut. Die KEBAs könnten das lokal regeln - das ist schon nicht schlecht. KEBA ist in jedem Fall wohl recht gut integrierbar in smartHome Ansätze, ob man nun dafür Geld ausgeben will, oder nicht.

Ja, darüber hab ich auch nachgedacht.
Einerseits: Wenn nix strom für die externe Steuerung (Raspberry, evt. noch Netzwerkkomponenten wie switch/hub/AP), dann auch nix Strom zum Autoladen => kein Problem
Andererseits: Wenn sich eine Netzwerkkomponente oder der Raspberry verabschieded, dann hat die Wallbox schon noch Strom. Darum hab ich auch in dem langen Text mal davon geschrieben die Ladeleistung auf 0 zu drosseln bzw. die Freigabe zum Laden wegzunehmen wenn nicht gebraucht. Ob die Ladung dann von der externen Steuerung alleine nur aufgrunddessen freigegeben wird weil erkannt wurde das sich jemand angesteckt hat, oder ob zusätzlich noch irgendeine Art von Freigabe erforderlich ist (um Missbrauch vorzubeugen, wie im letzten Beitrag beschrieben) entscheidet man einfach nach Belieben.
Sprich: Wenn das Auto angesteckt wird ist mal grundsätzlich die Ladung nicht freigegeben bzw. die Ladeleistung auf 0 geregelt. Ist die externe Steuerung nicht erreichbar kann keine Überlastung vorkommen. Ist die externe Steuerung da, dann passts eh. Einzig wenn z.b. das Auto angesteckt ist, dann fällt die externe Steuerung aus und dann kommt noch ein anderer grosser Verbraucher im Haus dazu, dann könnte es zu einem Problem werden. Aber gut, irgendeinen Tot muss man sterben => kommen soviele zufälle zusammen, gut dann fliegt im worst-case die Sicherung.
Wobei wenn man eine umfassende Haus-Automatisierung hat, dann wirds einem recht schnell auffallen wenn die nicht funktioniert.
(irgendeine Art von Notlösung um die Wallbox doch zu aktivieren wenn die externe Steuerung nicht läuft mache ich nicht, weil wenn die 'externe Steuerung' nicht läuft, dann ist die Wallbox nicht mein grösstes Problem. Sprich wenn die nicht läuft, dann wird das Problem behoben und gut ist, bzw. wenn's gar ned anders geht, dann wird eben der Ladeziegel bei 220V eingesteckt, aber so ein Notfallszenario ist für mich KEIN Grund alle sonstigen Vorzüge so einer schönen Integration aufzugeben.).
Ergo: ja, so Gedankenspiele hab ich für mich auch gemacht, und ich bin zum Entschluss gekommen das dies FÜR MICH kein Grund ist nicht so eine externe Steuerung zu realisieren :)

PS: wobei für mich eine openEVSE/smartEVSE Lösung mit Anbindung an openHab als alternative zur Keba auch denkbar wäre, aber dazu müsste ich mich mal in openEVSE/smartEVSE einarbeiten.
rachid hat geschrieben:Schlimm. Ich komme mir vor wie eine Barbie-Tante im Schuhparadies.
Ich wollte doch gar nicht reservieren. Aber der Geist war willig und die Karte dabei. Und so musste es kommen, wie es kommen musste :D
 
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Re: Lastmanagement@Home

von ta.innok » 12. Jan 2017, 22:21

nachtrag @past_petrol:

Was mir zu deiner Situation noch speziell eingefallen ist:

Wenn du mit der CrOhm eh schon eine Wallbox hast, und du evt. eh eine von deinen zukünfig zwei Wallboxen priorisieren möchtest, dann würde ich in deinem Fall die CrOhm gar nicht ersetzten sondern nur eine zweite Keba P30 c-series neu anschaffen.

Weil über deinen SMA Energy Meter weisst du dann immer den ges. Verbrauch.
Wenn dann ein Fahrzeug an der Keba eingesteckt wird regelst du die max. zulässige Ladeleistung der Keba einfach immer entsprechend dem was lt. dem SMA Energy Meter noch zur Verfügung steht (natürlich nicht nur einmalig sondern laufend).

D.h. sind beide Ladestationen besetzt und beide Autos leer, dann werden an der CrOhm die vollen 22kW gezogen (oder eben die max. 28kW lt. deinem Eingangspost), in deinem Haus gibts dann noch einige Verbraucher (Licht, Kühltruhen, E-Herd, ....) und das was dann noch übrigbleibt um deinen Hausanschluss auszureizen setzt du als max. Ladeleistung bei der Keba.
Regelt dann das Auto an der CrOhm die Ladeleistung runter weils voll wird, wird automatisch die max. Ladeleistung an der Keba entsprechend erhöht.
Dein Hausanschluss wird somit immer maximal ausgenützt (ohne überlastet zu werden), und das Fahrzeug an der CrOhm bekommt immer die volle Leistung (= wenn das 'Erst'-Fahrzeug immer an der CrOhm angesteckt wird, dann wird dieses schnellstmöglich geladen, falls mal ein Notfall sein sollte). Ist an der CrOhm kein Fahrzeug angesteckt zieht die CrOhm keinen Strom, folglich wird lt. SMA Energy Meter massig viel Leistung bis zum erreichen der max. Leistung des Hausanschlusses übrig, das wird der Keba als max. Ladeleistung zugewiesen und somit kann das Fahrzeug an der Keba mit voller Leistung laden.
PV-optimiertes laden ist an der CrOhm dann zwar nicht mehr so einfach möglich. Aber mit etwas Glück geht starten/stoppen des Ladevorgangs, aber angleichen der Ladeleistung an geringen PV-Ertrag würde dann mit der CrOhm nicht gehen (bzw. kenn ich die CrOhm nicht, ich nehme jetzt mal an es geht von extern nicht) . Laden starten/stoppen: entweder hat die CrOhm einen externen Eingang (Potentialfreier Kontakt?) zur Ladefreigabe, oder wenn du primär den Tesla an der CrOhm betreibst kannst du den Befehl zum starten/stoppen direkt an den Tesla (via binding) schicken.

Du kannst hier natürlich Keba wieder durch jede x-beliebige Wallbox ersetzten die du steuern kannst und die idealerweise auch mitteilt ob ein Fahrzeug angesteckt ist.

Auf diese Weise kaufst du dir mal eine zweite Wallbox die du sowieso gekauft hättest, installierst dir openhab irgendwo auf einem computer der mal vorerst durchlaufen kann.
Dann bindest du die Wallbox und deinen SMA Energy Meter in openhab ein und erstellst mal einfache Regeln um die Wallbox wie oben beschrieben in Abhängigkeit der aktuellen Situation zu steuern.
Dann hast du mal keinen einzigen cent zusätzlich Ausgegeben (weil die Wallbox hättest du sowieso gekauft) und kannst checken ob du damit klarkommst, ob das für dich passen könnte.

Wenn nein: andere Lösung suchen (also schon bei der ersten Wallbox checken dass dies dann passt, wenn du auf Keba setzt dann eben eine x-series dazu die als Master fungiert, wie/was/wo das ideal mit der PV zusammenspielt kann ich nicht sagen).
Wenn ja: openhab auf einem system installieren das 24/7 laufen kann ohne unmengen Strom zu verbrauchen. Falls du ein NAS hast ist die wahrscheinlichkeit gross das du es gleich dort laufen lassen kannst, oder sonst eben einen raspberry pi besorgen. Und dann eben drangehen das Regelwerk soweit zu verfeinern bis es eben wirklich das macht was du willst, speziell im Zusammenhang mit der PV.

Wäre ich an deiner Stelle und hätte sonst keine Probleme/oder würde mir sonst nix an der CrOhm stören (z.B. möchtest du volle PV-optimierung), würde ich die dann gleich lassen. Sonst kannst die ja später immer noch durch eine andere Box ersetzen die du dann so steuern kannst wie du willst.
u.U. sparst du dir dann da Kohle (für die zweite Wallbox wenn du die CrOhm lässt) ... dann gehst mit dem ersparten Geld mit deiner Frau schön essen, trinkts ein Glas Wein auf mich und was übrig bleibt ist das Startkapital für die Haus-Automatisierung :mrgreen:

uffff, schonwieder soviel geschrieben ... alle die bis jetzt mit dem Lesen durchgehalten haben bekommen einen lolli von mir :D
rachid hat geschrieben:Schlimm. Ich komme mir vor wie eine Barbie-Tante im Schuhparadies.
Ich wollte doch gar nicht reservieren. Aber der Geist war willig und die Karte dabei. Und so musste es kommen, wie es kommen musste :D
 
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Re: Lastmanagement@Home

von past_petrol » 13. Jan 2017, 13:06

ta.innok hat geschrieben:nachtrag @past_petrol:

Was mir zu deiner Situation noch speziell eingefallen ist:

Wenn du mit der CrOhm eh schon eine Wallbox hast, und du evt. eh eine von deinen zukünfig zwei Wallboxen priorisieren möchtest, dann würde ich in deinem Fall die CrOhm gar nicht ersetzten sondern nur eine zweite Keba P30 c-series neu anschaffen.

Weil über deinen SMA Energy Meter weisst du dann immer den ges. Verbrauch.
Wenn dann ein Fahrzeug an der Keba eingesteckt wird regelst du die max. zulässige Ladeleistung der Keba einfach immer entsprechend dem was lt. dem SMA Energy Meter noch zur Verfügung steht (natürlich nicht nur einmalig sondern laufend).

D.h. sind beide Ladestationen besetzt und beide Autos leer, dann werden an der CrOhm die vollen 22kW gezogen (oder eben die max. 28kW lt. deinem Eingangspost), in deinem Haus gibts dann noch einige Verbraucher (Licht, Kühltruhen, E-Herd, ....) und das was dann noch übrigbleibt um deinen Hausanschluss auszureizen setzt du als max. Ladeleistung bei der Keba.
Regelt dann das Auto an der CrOhm die Ladeleistung runter weils voll wird, wird automatisch die max. Ladeleistung an der Keba entsprechend erhöht.
Dein Hausanschluss wird somit immer maximal ausgenützt (ohne überlastet zu werden), und das Fahrzeug an der CrOhm bekommt immer die volle Leistung (= wenn das 'Erst'-Fahrzeug immer an der CrOhm angesteckt wird, dann wird dieses schnellstmöglich geladen, falls mal ein Notfall sein sollte). Ist an der CrOhm kein Fahrzeug angesteckt zieht die CrOhm keinen Strom, folglich wird lt. SMA Energy Meter massig viel Leistung bis zum erreichen der max. Leistung des Hausanschlusses übrig, das wird der Keba als max. Ladeleistung zugewiesen und somit kann das Fahrzeug an der Keba mit voller Leistung laden.
PV-optimiertes laden ist an der CrOhm dann zwar nicht mehr so einfach möglich. Aber mit etwas Glück geht starten/stoppen des Ladevorgangs, aber angleichen der Ladeleistung an geringen PV-Ertrag würde dann mit der CrOhm nicht gehen (bzw. kenn ich die CrOhm nicht, ich nehme jetzt mal an es geht von extern nicht) . Laden starten/stoppen: entweder hat die CrOhm einen externen Eingang (Potentialfreier Kontakt?) zur Ladefreigabe, oder wenn du primär den Tesla an der CrOhm betreibst kannst du den Befehl zum starten/stoppen direkt an den Tesla (via binding) schicken.

Du kannst hier natürlich Keba wieder durch jede x-beliebige Wallbox ersetzten die du steuern kannst und die idealerweise auch mitteilt ob ein Fahrzeug angesteckt ist.

Auf diese Weise kaufst du dir mal eine zweite Wallbox die du sowieso gekauft hättest, installierst dir openhab irgendwo auf einem computer der mal vorerst durchlaufen kann.
Dann bindest du die Wallbox und deinen SMA Energy Meter in openhab ein und erstellst mal einfache Regeln um die Wallbox wie oben beschrieben in Abhängigkeit der aktuellen Situation zu steuern.
Dann hast du mal keinen einzigen cent zusätzlich Ausgegeben (weil die Wallbox hättest du sowieso gekauft) und kannst checken ob du damit klarkommst, ob das für dich passen könnte.

Wenn nein: andere Lösung suchen (also schon bei der ersten Wallbox checken dass dies dann passt, wenn du auf Keba setzt dann eben eine x-series dazu die als Master fungiert, wie/was/wo das ideal mit der PV zusammenspielt kann ich nicht sagen).
Wenn ja: openhab auf einem system installieren das 24/7 laufen kann ohne unmengen Strom zu verbrauchen. Falls du ein NAS hast ist die wahrscheinlichkeit gross das du es gleich dort laufen lassen kannst, oder sonst eben einen raspberry pi besorgen. Und dann eben drangehen das Regelwerk soweit zu verfeinern bis es eben wirklich das macht was du willst, speziell im Zusammenhang mit der PV.

Wäre ich an deiner Stelle und hätte sonst keine Probleme/oder würde mir sonst nix an der CrOhm stören (z.B. möchtest du volle PV-optimierung), würde ich die dann gleich lassen. Sonst kannst die ja später immer noch durch eine andere Box ersetzen die du dann so steuern kannst wie du willst.
u.U. sparst du dir dann da Kohle (für die zweite Wallbox wenn du die CrOhm lässt) ... dann gehst mit dem ersparten Geld mit deiner Frau schön essen, trinkts ein Glas Wein auf mich und was übrig bleibt ist das Startkapital für die Haus-Automatisierung :mrgreen:

uffff, schonwieder soviel geschrieben ... alle die bis jetzt mit dem Lesen durchgehalten haben bekommen einen lolli von mir :D


Das Problem ist ja ein völlig anderes...eigentlich :mrgreen: .

Projekte !

Das mit der CrOhm ist alles nicht so wild - die kann man auch verkaufen, wenn man wollte. Die CrOhm hat ein CAN-Interface - wieder ein anderer Zoo - ob man darüber in meiner Version die Box steuern kann, muss ich mal mit dem Martin Gern besprechen, der sie baut.

In meinen Überlegungen, möglichst stressfrei zwei Fahrzeuge laden zu können, habe ich durch die KEBAs wieder das leidige Thema smartHome gestreift, was ich verdrängt hatte. KEBA integriert sich wohl sehr gut mit LOXONE. Eine wirklich gute LOXONE-Lösung, ist aber kabelbasiert. Ich bin kein Funk-Fan ! Wenn Du smartHome-Nachrüster bist und auf Kabel stehst, kommst Du eigentlich nicht an DigitalStrom vorbei. Überall da, wo Du etwas machen willst, liegt irgendwie Strom und schon wäre man damit perfekt regelfähig im ganzen Anwesen.

Im screening der smartHome Systeme in meinem Fall, blieb ich schon vor Jahren bei digitalStrom hängen, habe das aber "abhängen" lassen, weil die auch noch ein wenig Hausaufgaben machen sollten. Aktuell muss man gestehen, dass das System recht gut geworden ist und meine Anforderungen ganz gut abdecken würde.

Wenn ich ehrlich bin, müßte man damit die Grundlage legen, wenn man es denn bei uns verwirklichen wollte.

Ich habe genügend Infrastruktur 7/24 laufen, um irgendwie andere Software-Teile "mitlaufen" zu lassen. Unsere Telefonanlage ist virtualisiert - auf dem Server kann auch sonstwas noch mittingeln.

Die Frage ist eigentlich - welche Infrastruktur ist für die nächsten Jahre am geeignetsten im Bereich smartHome und bietet zu dem die Möglichkeit, unterschiedliche Dinge hautpsächlich kabelgebunden einzubinden.

OpenHAB kann natürlich mit so ziemlich allem etwas anfangen, aber dann würden ggf. in dem betroffenen PC schon wieder 12 Antennen hängen, oder ? Bei mir ist das alles in einem RACK im HWR - Empfang geht so - sehr viel Metall in der Gegend - Stahlbetondecke - da geht das wieder los.

Es ist also ne Systementscheidung für die nächsten Jahre.

Ich denke, min. eine KEBA wird es, weil man die fernsteuern kann. Und mglw. dann doch digtialStrom. LOXONE sieht sehr gut aus, ist aber auch hacketeuer alles und ich müßte extrem viel mit Funk machen und ggf. mehrere extensions im Haus verteilen...

openHAB würde alles zusammenbringen - an sich nichts kosten, aber auch weit über 90% per funk abdecken müssen.

Nicht zu unterschätzen: Der laufende Wartungsaufwand.

In meinem derzeitigen Zoo kann man schon signifikant Zeit mit Systemwartung verbringen - muss man auch. Das muss im smartHome eher begrenzt werden.

Also - eigentlich habe ich alles zusammen und mit Deinen Ideen hier auch schon die ein oder andere Sache im Kopf (fertig). Ich muss wohl aber mal loslegen.

Renault hat gerade den Liefertermin für die ZOE auf März gesetzt - zack - mal eben Zeit gewonnen...es wird ein Sommerprojekt....

Danke für Deine Ideen !

;)
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