Nichts geht mehr: Ladestand der 12-Volt Batterie

Technische Probleme und deren Lösung...

Re: Nichts geht mehr: Ladestand der 12-Volt Batterie

von Guillaume » 12. Dez 2016, 21:28

Interessant. Werde mir bald eine Batterie auf Lager legen. gebe meiner auch nicht mehr so lange.
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Re: Nichts geht mehr: Ladestand der 12-Volt Batterie

von mp37c4 » 12. Dez 2016, 23:26

Ich heute morgen auch, Meldung 12V Batterie sollte bald getauscht werden. Ich bin dann nach Rücksprache mit dem SeC direkt hin, die haben getauscht, ich konnte drauf warten. Noch keine 2 Jahre alt!
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Warum nicht konstant auf 13,9 Volt halten?

von founder » 16. Dez 2016, 23:57

Urplötzlich stehe ich vor dem selben Designproblem wie Tesla.

Habe das Projekt Mikrowohnmobil gestartet. Was ist an Wohnmobil unter 20.000 EUR Anschaffungskosten möglich? Kenner werden sicher schon Vermutungen über das Basisfahrzeug anstellen :D

Zentrale Bedeutung für den Komfort hat dabei ein 60 V 50 Ah Lithiumakku, den es bei einem Elektroroller Importeur für 999 EUR gibt.

Ein 1500 Watt Inverter 60 V DC auf 230 V AC soll direkt an dem 60 V Akku hängen.
Da einige Verbraucher am 12 V Bordnetz direkt an der Starterbatterie hängen,
soll die 12 V Starterbatterie über einen DC DC Wandler ständig von dem 60 V Akku auf 13,9 Volt gehalten werden.

13,9 Volt oder wäre da eine andere Spannung ideal?

Aus welchen Gründen wird beim Tesla eigentlich nicht der 12 V Akku ständig auf Spannung mit dem DC DC Wandler gehalten?
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Re: Warum nicht konstant auf 13,9 Volt halten?

von pollux » 17. Dez 2016, 00:33

founder hat geschrieben:Urplötzlich stehe ich vor dem selben Designproblem wie Tesla.

Habe das Projekt Mikrowohnmobil gestartet. Was ist an Wohnmobil unter 20.000 EUR Anschaffungskosten möglich? Kenner werden sicher schon Vermutungen über das Basisfahrzeug anstellen :D

Zentrale Bedeutung für den Komfort hat dabei ein 60 V 50 Ah Lithiumakku, den es bei einem Elektroroller Importeur für 999 EUR gibt.

Ein 1500 Watt Inverter 60 V DC auf 230 V AC soll direkt an dem 60 V Akku hängen.
Da einige Verbraucher am 12 V Bordnetz direkt an der Starterbatterie hängen,
soll die 12 V Starterbatterie über einen DC DC Wandler ständig von dem 60 V Akku auf 13,9 Volt gehalten werden.

13,9 Volt oder wäre da eine andere Spannung ideal?

Aus welchen Gründen wird beim Tesla eigentlich nicht der 12 V Akku ständig auf Spannung mit dem DC DC Wandler gehalten?

Der wird eben nicht ständig geladen. Vielmehr wird er zyklisch nachgeladen. Weil er eine geringe Kapazität hat und der Vampier gierig ist, geschieht das relativ häufig. Irgendwo im Forum gibt es eine Messkurve dazu.

Was willst Du denn mit dem 3kWh Akku in dem Wohnmobil machen? Doch nicht etwa fahren?
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Re: Warum nicht konstant auf 13,9 Volt halten?

von founder » 17. Dez 2016, 09:38

pollux hat geschrieben:
founder hat geschrieben:Da einige Verbraucher am 12 V Bordnetz direkt an der Starterbatterie hängen,
soll die 12 V Starterbatterie über einen DC DC Wandler ständig von dem 60 V Akku auf 13,9 Volt gehalten werden.

13,9 Volt oder wäre da eine andere Spannung ideal?

Aus welchen Gründen wird beim Tesla eigentlich nicht der 12 V Akku ständig auf Spannung mit dem DC DC Wandler gehalten?

Der wird eben nicht ständig geladen. Vielmehr wird er zyklisch nachgeladen. Weil er eine geringe Kapazität hat und der Vampier gierig ist, geschieht das relativ häufig. Irgendwo im Forum gibt es eine Messkurve dazu.

Was willst Du denn mit dem 3kWh Akku in dem Wohnmobil machen? Doch nicht etwa fahren?


Ich kenne diese Kurve, mir ist nur unklar warum zyklisch nach laden und nicht konstant auf Spannung halten.

Beim Mikrowohnmobil ist der Schlafraum gedämmt und hat eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung aus Abluft.
So soll der Wärmeverlust nur 10 Watt pro Grad sein.

Mit 250 Watt Heizung und 80 W Abwärme von einem Menschen liese sich so 13 Grad gegen -20 Außentemperatur halten.
Nach 8 Stunden wären damit 2 kWh verbraucht.

Zum Fahren sind 3 kWh Akku zu wenig, aber es ist durchaus ein reizvoller Gedanke,
dass der Lodgy mit 3 dieser Akkupacks als Plug-in Hybrid besser ausgestattet wäre als ein VW Golf.
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Re: Warum nicht konstant auf 13,9 Volt halten?

von Beatbuzzer » 17. Dez 2016, 22:41

founder hat geschrieben:Ich kenne diese Kurve, mir ist nur unklar warum zyklisch nach laden und nicht konstant auf Spannung halten.

Weil dann ein DC/DC Wandler im kW-Bereich dauerhaft für <1W Erhaltungsladung im Standby läuft.
Klar, Lösung B wäre ein standby-Wandler, im Prinzip so wie der Aufbau in einem PC-Netzteil mit kleinem separaten Wandler für die lila 5V und dem Hauptwandler für wenn Rechner an. Aber an sowas hat wohl damals niemand gedacht.
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Re: Nichts geht mehr: Ladestand der 12-Volt Batterie

von Gatanis » 18. Dez 2016, 14:08

Beim Durchlesen des Threads wurde die Frage nach dem Balancing aufgeworfen und ob dieser schon bei 90% stattfindet.
Ich habe mir einen Model S 60D bestellt, in dem eine 75er-Batterie verbaut ist, die auf 60kWh softwareseitig begrenzt ist. Soweit ich herausfinden konnte, findet die Begrenzung am oberen Ende statt, was Sinn macht, weil dass der Bereich ist, der die Batterie an meisten belastet.
Jetzt stellt sich die Frage, was nun passiert, wenn ich auf 100% auflade, was in Wahrheit kaum 90% der echten Kapazität entspricht.
Kann da überhaupt Balancing stattfinden? Ich hoffe schon.
Ich vermute, dass die Software entsprechend auf eine niedrigere "Ladeschlussspannung" umgestellt ist.
Nur so ein Gedanke, der mir kam.
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Re: Nichts geht mehr: Ladestand der 12-Volt Batterie

von HyperMiler » 21. Dez 2016, 22:47

Für meinen Geschmack erklärt dieser Blog ziemlich viel des Problems:

- zu klein
- PB für Tiefentladung und hohe Zyklenzahl ungeeignet
- Timing und Spannung der Ladezyklen suboptimal

https://syonyk.blogspot.de/2016/10/tesla-model-s-12v-battery-analysis.html?m=1
 
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Re: Nichts geht mehr: Ladestand der 12-Volt Batterie

von Tesla775E » 2. Jan 2017, 18:09

Innerhalb der letzten 3 Wochen hatte ich bei meinem Modell S jeweils das Problem. Der Tesla musste in die Werkstatt nach Düsseldorf abgeschleppt werden. Ich habe langsam kein Vertrauen mehr in das Auto. Woran kann das liegen?

Nach 7 Tagen in der Werkstatt kam mein Tesla zurück. Nach dem ersten Ausfall Anfang Dezember war ein "Meßkabel" installiert worden. Nun konnte der Fehler ausgelesen werden. Es soll eine Schaltplatine defekt gewesen sein. Die Darstellung in deer =-Rechnung: "BMS ausgetauscht". Zunächst wurde mit gesagt, dass Ersatzteil müsse aus den USA eingeflogen werden. Glücklicherweise hatte Tilburg das Ersatzteil dann auf Lager.
Zuletzt geändert von Tesla775E am 7. Jan 2017, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Nichts geht mehr: Ladestand der 12-Volt Batterie

von Franko30 » 7. Jan 2017, 02:30

HyperMiler hat geschrieben:Für meinen Geschmack erklärt dieser Blog ziemlich viel des Problems:

- zu klein
- PB für Tiefentladung und hohe Zyklenzahl ungeeignet
- Timing und Spannung der Ladezyklen suboptimal

https://syonyk.blogspot.de/2016/10/tesla-model-s-12v-battery-analysis.html?m=1

Aus einer Konversation im SeC Vancouver zu meinem Model X am 27.12.2016:

Nach Aussage des langjährigen Service Leiters "TJ" in Vancouver ist in den neueren Model S/X die 12 V Batterie nur noch dazu da um Verbindung zu einem DC/DC Wandler herzustellen der im normalen Akkupack sitzt und der dann die bisherige Funktion des 12 V Akkus (Schütze schalten etc) übernimmt.

Somit (und durch andere Ladestrategie des Bleiakkus) sei a) das Problem der starken Entladung und der vielen Zyklen des 12 V Bleiakku erledigt und b) käme durch Einsatz des DC/DC Wandlers und weniger Einsatz des 12 V Bkeiakkus auch der geringere Vampirverlust (vampire drain) zustande.

Ich hoffe mal das stimmt so wie es erklärt wurde.

Cheers Frank
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