Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... möglich?

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Wechsel zwischen Phasigkeit von extern diktiert?

von allrad » 5. Jul 2017, 17:45

Hallo und vielen Dank für die Hinweise und Berichte!

Habe ich Euch richtig verstanden? Hier meine Zusammenfassung:

Der Tesla läßt sich von außen diktieren, wieviel er laden soll von 5A (nicht 6A wie ich dachte) bis 24 (bei neueren) bis 32A bei älteren mit Doppellader. Die meisten machen das nicht direkt, sondern mittels "Wallbox" (genau wie die funktionieren, wüßte ich, siehe letzte Frage).

Kleinste Abstufung des Ladestroms: ~60mA (sehr schön, gilt das für alle Modelle?)

Ansonsten scheint das Ladegerät des Tesla ja einfach aus drei einphasigen Schaltungen zu bestehen, wenn es klaglos mit einer, zwei oder drei Phasen lädt.

Ändert sich die Phasenzahl (durch Schütze zu-/weggeschaltet) kann man den Ladevorgang erneut starten lassen (welche "Befehle"?)

Jetzt die technische Frage dazu:

Wie genau "redet" die Wallbox mit dem Tesla, um diese Funktionen auszuführen. Wegschalten von Phasen kann man ja "hart" machen ... aber für den Rest braucht man doch sowas wie Modbus, CAN-Bus oder ähnliches.

Hier würden mich Links oder Erklärungen freuen!

Für alle Hinweise schon mal - herzlichen Dank!

Gruss, mat

PS:

@univ: Der Horst hat ein Speichersystem, das ist fein, lohnt bei mir aber nicht. Ich würde nur den Tesla nehmen wollen.

@volker: Du schreibst, die neuen Tesla können bis 32A einphasig laden. Andere Quellen sagen, dreiphasig nur bis 16,5kW (statt vorher 22kW) - stimmt beides?
 
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Re: Wechsel zwischen Phasigkeit von extern diktiert?

von Cupra » 5. Jul 2017, 18:13

allrad hat geschrieben:@volker: Du schreibst, die neuen Tesla können bis 32A einphasig laden. Andere Quellen sagen, dreiphasig nur bis 16,5kW (statt vorher 22kW) - stimmt beides?


Die kW sind ja nicht nur von den A abhängig, auch von den Aussenleitern. 32A 1 phasig sind nur 3,7kW, 32A 2phaisg sind schon 7,2kW, und 3phaisg sinds dann die gut 22kW. Bei 16A halt grob die Hälfte. Spannung x Stromstärke x Leiter = Leistung die in dein Auto läuft (nedd hauen, das is halt einfach erklärt und nicht technisch hochtrabend mit Formeln.. :D ) Ich hab hier zwischen 235V und 240V, andere haben nur 212 oder so, das ändert das Ergebnis auch noch etwas. Aber grob gesehen stimmts.

Das mit den Abstufungen aber hab ich so klar auch nicht gefunden, was passiert wenn ich 1phaisg mit 8A lade, dann geht die Wallbox runter auf 6, 10 Minuten später hoch auf 20A, 4min später wieder auf 9 etc... wenn ich da jedes mal zum Auto rennen muss is es fürn Popo. :P
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Re: Wechsel zwischen Phasigkeit von extern diktiert?

von NortonF1 » 5. Jul 2017, 18:21

Cupra hat geschrieben:32A 1 phasig sind nur 3,7kW, 32A 2phaisg sind schon 7,2kW, und 3phaisg sinds dann die gut 22kW. Bei 16A halt grob die Hälfte


Stimmt nicht ganz, 32 A einphasig = 230 x 32 = 7,36 KW, zweiphasig knapp 15 KW und dreiphasig die 22KW
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Re: Wechsel zwischen Phasigkeit von extern diktiert?

von univ » 5. Jul 2017, 18:51

allrad hat geschrieben:@univ: Der Horst hat ein Speichersystem, das ist fein, lohnt bei mir aber nicht. Ich würde nur den Tesla nehmen wollen.

Hast du das Video angeschaut? Von der Stelle an, die ich gepasted hatte? Er läd mit der E3DC-Wallbox nur den Überschussstrom der direkt vom Dach kommt. Hast du nicht die springende Amperezahl gesehen?

Mit Speicher hat das ueberhaupt nichts zu tun.
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Re: Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... mögl

von powerunit » 5. Jul 2017, 19:22

Bei Loxone+Keba-Wallbox bekommt die Wallbox immer den "kW"-Wert zugespielt. Wenn ich den Tesla ranstecke, lädt er dreiphasig (bis 24A (X mit "Doppellader")) bis 16,7 kW, wenn ich den Leaf ranstecke lädt er einphasig bis 32A / also die offiziellen 6,6 kW.
Die Keba entscheidet also, wieviele Phasen zur Verfügung stehen und passt dann den Input-Wert entsprechend an.
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Re: Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... mögl

von raven » 5. Jul 2017, 19:41

simpel gesprochen brauchst du einen digitalen Zähler, der den überschüssigen Strom misst (vor Einspeisung ins Stromnetz), eine Wallbox, die über irgendeine Bus-Technik ansteuerbar ist, um so den Ladestrom steuern zu können und einen kleinen Computer, an den der Zähler und die Wallbox angeschlossen sind, der aus dem gemessenen Uberschussstrom die entsprechenden Steuerungssignale für die Wallbox ableitet und über den Bus (muss natürlich kompatibel mit der Wallbox sein) an die Wallbox schickt. Eventuell dann noch eine Möglichkeit einzelne Phasen zwischen Anschlusskasten und Wallbox abschalten zu können. Diese Abschaltung habe ich mir neben die Wallbox in die Garage gesetzt. Den Rest machen die Wallbox und das Auto über das Typ2 Kabel untereinander aus. .... War das jetzt eine zu simple Erklärung? ... bin kein Elektro-Fachmann.
Das ganze gibt es als "Gesamt-Paket" oder als Komponenten zu kaufen, oder man kann auch einzelne Teile der Lösung selbst bauen (bspw. die Steuerungssoftware).
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Re: Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... mögl

von allrad » 5. Jul 2017, 21:49

Hallo liebe Leute!

@raven et.al.

Ja, manche Erklärungen sind mir noch etwas zu "simpel", da mich die Kommunikation zwischen Haus (elektrische Kundenanlage und Eigenverbrauchssteuerung) und Tesla in allen Einzelheiten interessiert, besonders der Teil, wo direkt mit dem Tesla kommuniziert wird.

@univ

Ja, das Video sprang direkt an diese Stelle und die Amperezahl verändert sich. Horst spricht von dem "System", welches das steuert. Ich bin davon ausgegangen, daß man nicht nur eine E3DC-Wallbox braucht, sondern das ganze System mit Batterie braucht (auch wenn in dem Moment Überschußstrom geladen wurde). Auf der Intersolar wurde mir von E3DC auch gesagt, daß man den Speicher immer braucht - und das macht es teuer.

Und letztlich möchte ich ja gerade genau wissen, welche Sprache die Wallbox und der Tesla miteinander "sprechen", sowie das (von mir noch zusammenzustellende) "System" wiederum mit der Wallbox.

Eigentlich sollte so eine Wallbox doch nichts weiter als eine Steckdose mit Absicherung und ein kleiner Kommunikationscomputer sein. Auch die Anforderung ist eigentlich bei einem PV-Besitzer immer gleich: Was das eigene (schnelle) Smartmeter als Haus-Überschuss ausweist soll in den Tesla. Und da man ja in der Wallbox nichts am Strom ändert ("keinen Widerstand" zur Strombegrenzung :-) außer Phasen abschalten kommt es letztlich ja nur auf die Kommunikation mit dem Tesla an. Und genau das interessiert mich - wie wird der maximal erlaubte Ladestrom in dem jeweiligen Moment dem Tesla übermittelt?

Analog? 4-20mA Stromschleife? 0-10V? oder digital über Modbus/ CAN-Bus? Welches Protokoll wird da benutzt? Worauf muß man achten?

@powerunit: Den kW-Wert könnte ich der Keba über Modbus/TCP alle 200ms neu geben ... würde das schon reichen? Das wäre ja supereinfach. Aber man braucht dann immer noch die Wallbox.

Ich dachte eher, daß man da weniger "Brimborium" in Form von Wallboxen drum machen muß, und stattdessen die Haussteuerung einfach direkt mit dem Tesla "spricht" und er an eine passende Steckdose angeschlossen ist, wo der Strom verfügbar ist - im Grunde doch naheliegend (quasi ist das Hausnetz die Wallbox).

Warum kann eigentlich das Auto nicht einfach über WLAN (Modbus TCP) den aktuell gestatteten Ladeleistungswert in kw bekommen? Jede Steckdose ginge dann einfach so, einer Wallbox bedürfte es nicht?

Über Aufklärung freue ich mich!

Noch etwas am Rande: Die schwedische Firma "ferroamp" hat einen hochinteressanten Ansatz für ein privates Microgrid mit 760VDC gebracht. D.h. PV hat dann eine Vielzahl von 6kW DC-DC-Wandlern, je nach Anlagengröße und die Wallbox ist auch nur ein DC-DC-Wandler der dem Tesla DC anbietet. Auch Batteriespeicher werden dann DC-seitig angeschlossen. Zur AC-Seite hin nutzt das Wechselrichtersystem mit typ. 12kW zum Grid hin alle Phasen gleichmäßig, unabhängig davon wie die Lasten im Haus auf die Phasen verteilt sind - in Schweden sehr wichtig, da mehr als 3~16A recht teure Grundgebühren haben.

Gruss, mat
 
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Re: Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... mögl

von Cupra » 5. Jul 2017, 22:25

@allrad
Hast du schon ne PV Anlage? Wenn ja, wie wird die gesteuert? Eventuell brauchst du gar nicht spezielles mehr. Bei meiner ist für die Kommunikation der PV-Anlage ein Solarlog 1200 dabei gewesen. Der hängt schon im Netzwerk und im Internet. Ich brauch jetzt nur noch eine Wallbox von Kaba, LAN Kabel da hin und fertig. Plug & Play sozusagen.
Je nachdem ist simpel manchmal die bessere Lösung :D
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Re: Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... mögl

von raven » 6. Jul 2017, 10:03

die Kommunikation zwischen Wallbox und Auto erfolgt über die integrierte Datenleitung im Typ-2 Kabel als Teil des standardisierten Protokolls. Wenn du also eine ansteuerbare Wallbox kaufst, dann ist dieses Problem der Kommunikation zum Auto gelöst. Oder hast du vor, die Funktionalität einer solchen Wallbox inkl. Typ-2 Protokoll selbst zu bauen? Wenn ja, warum?
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Re: Nur Haus-PV-Überschußstrom zur Ladung verwenden ... mögl

von Dentec » 6. Jul 2017, 11:29

Cupra hat geschrieben:@allrad
Hast du schon ne PV Anlage? Wenn ja, wie wird die gesteuert? Eventuell brauchst du gar nicht spezielles mehr. Bei meiner ist für die Kommunikation der PV-Anlage ein Solarlog 1200 dabei gewesen. Der hängt schon im Netzwerk und im Internet. Ich brauch jetzt nur noch eine Wallbox von Kaba, LAN Kabel da hin und fertig. Plug & Play sozusagen.
Je nachdem ist simpel manchmal die bessere Lösung :D


Plug & Play ? Wirklich ?
Willst du sagen, das Solarlog steuert die Wallbox. Davon habe ich bisher noch nie gehört. Wenn es so ist, dann finde ich es toll, habe nämlich auch einen Solarlog. Ich dachte bisher immer, man benötigt noch einen RaspberryPI, der die Kommunikation zwischen den Komponenten (PV-Anlage/Solarlog, Wallbox) regelt.

Gruß,
Dentec
 
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