Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mit DC

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von Beatbuzzer » 19. Jun 2017, 16:10

teebauer hat geschrieben:Es hat ganz den Anschein, als ob die meisten Tesla- Fahrer wohl alles mit sich machen lassen:

Heute Ladeleistung 112 kW, morgen xy weniger...., übermorgen?
Heute großzügig SuC for free lebenslang, morgen nur noch für Bestellungen bis.....

Ich denke eher, neben der bekannten lautstarken Minderheit regen sich die meisten hier eher nicht über Probleme auf, die sie gar nicht haben. Und ich behaupte jetzt mal, der Anteil an betroffenen Fahrern ist doch eher noch der geringere Teil.
Klingt für mich auch einleuchtend, dass Tesla da nicht auf jede böse Mail reagiert von Fahrern, die das 'Problem' gar nicht haben... geschweige denn von Leuten, die uU nichtmal einen Tesla haben.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von segwayi2 » 19. Jun 2017, 16:27

teebauer hat geschrieben:Ich hatte mir das youtube Video von Björn (zumindest einige Teile davon..., das Zugucken ist doch anstrengend!)

https://www.youtube.com/watch?v=C5MM9A_Acu4

Hier ist eigentlich alles zum Thema Ladekurve gesagt. Das wichtigste ist m.E. die Grafik mit den Ladekurven (ca. Min. 24 bis 25:

Zwischenablage01.jpg


Einen Vorteil kann ich da nicht erkennen: Die Ladekurve "restricted = oliv" liegt bis ca. 55 % SoC immer unter der von "2017 = unrestricted = rot/lila".

Meine Ladekurve ist übrigens bei mir - sofern die Temperatur und der SuC stimmt - bisher immer reproduzierbar.


Stimmt, ich hatte es mit den alten 85er Akkus verwechselt wo ich liebend gerne gegen die restriktive 90er Kurve tauschen würde :oops:
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von Merlin » 19. Jun 2017, 16:42

segwayi2 hat geschrieben:
Stimmt, ich hatte es mit den alten 85er Akkus verwechselt wo ich liebend gerne gegen die restriktive 90er Kurve tauschen würde :oops:


Betreffend Ladezeit: ja bin bei dir. Nicht nur, dass bei ca. >30% SOC die Ladepower durchgehend höher ist. Auch, weil für eine optimierte Gesamt-Reisezeit bei den 90ern nicht so nahe an die untere Grenze "hingezaubert" werden muss, wenn man von einem SuC zum anderen fährt.

Betreffend Akku-Lebensdauer: bin mir nicht soooo sicher, was ich denken soll. Unsere 85er sind schon sehr lange (sowohl Jahre als auch km) unterwegs & es gibt eine Menge positiver Erfahrung. Die 90er wurden bei häufiger DC-Ladung nun etwas eingebremst. Wars das? Kommt noch eine weitere Einschränkung?? Was weiß Tesla noch & sagt es (noch) nicht??? ....
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von segwayi2 » 19. Jun 2017, 16:51

Kann dir nur wieder zustimmen Merlin, genau mein Gedankengang. Der 85 hat sich eigentlich bewährt über die Zeit, der 90er wird eingeschränkt wieso? Der muss es erst zeigen. Die Fragen werde ich mir noch mal vorknüpfen wenn es soweit ist. Aber vielleicht darf ich bis dahin den 100er nachrüsten, dann stellt ich mir die Frage dann doch nicht :D
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von Beatbuzzer » 19. Jun 2017, 18:44

segwayi2 hat geschrieben:Aber vielleicht darf ich bis dahin den 100er nachrüsten, dann stellt ich mir die Frage dann doch nicht :D

Der 100er hat die gleichen Zellen, wie der 90er. Ein eventuelles Problem verschiebt sich also nur, da der Ladestrom bei 86p anstatt 74p pro Zelle etwas geringer ausfällt...
Ich denke hier nach wie vor eher, es geht mal wieder um die Ausklammerung der hyper user. Sollten es wirklich 300 SuC Ladungen sein, und man fährt pro Ladung nur 200 km weit, dann reden wir immernoch von 60.000 km reine SuC Ladung. Bei den eher üblichen 1/3 zu 2/3 sind wir schon bei 180.000 km Fahrleistung, bis eine Begrenzung eintreten würde...
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von Leto » 19. Jun 2017, 22:22

Wenn ihr mich fragt dann hat das nicht ausschließlich technische Gründe. Tesla macht es attraktiv (hohe Ladeleistung in den ersten 15-20 Minuten) kurz zu laden und dann weiter zu fahren. Danach wird die Ladeleistung erheblich reduziert. Ich habe das auf dem Weg nach München mal ausprobiert, egal ob ich bei 20% oder 40% SOC angekommen bin, ich habe erst einmal 115 kW bekommen. Dann wurde recht schnell auf 30 kW reduziert, jeweils nach etwa 20 Min. und es kam der Hinweis das SuC bald beendet wäre. Einmal bei 60% (Start 20%) und einmal bei 80% (Start 40%) SOC. Hier werden wohl Maßnahmen getestet die SuC Infrastruktur ohne weiteren Ausbau für mehr Fahrzeuge tragfähiger zu machen.
2. Model S 90D, seit 9/16, Midnight Silver/Grau/Carbon, alles außer Tiernahrung und Pano, E.ON Basisbox Kombi und wallb-e eco, je 22kW und BEW "ein Preis" Roaming Vertrag für RWE Säulen sowie TNM Ladekarte und Plugsurfing
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von ensor » 19. Jun 2017, 22:39

Das ist doch absurd Leto. Wieso soll eine Reduzierung der Leistung die Infrastruktur "tragfähiger" und einen weiteren Ausbau weniger stark nötig machen?

Rein physikalisch macht das schon keinen Sinn. Wenn die Anschlussleistung pro Standort auf X begrenzt ist, kann nun mal nicht mehr Reichweite pro Zeit geladen werden. Punkt. Egal wie ich die Ladekurven aufteile oder mit wie viel Leistung die einzelnen Fahrzeuge geladen werden. Eine Reduzierung der Ladeleistung nach bestimmtem SOC würde daher schon rein physikalisch gesehen bei gleicher Anzahl zu bedienender Fahrzeuge und damit Kilometer keinen höheren Throughput pro Location erzeugen. Die Leistungsfähigkeit kann nur durch a) mehr gesamter Anschlussleistung pro Standort oder b) durch mehr Standorte gleicher Anschlussleistung erhöht werden.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von Leto » 19. Jun 2017, 23:34

ensor hat geschrieben:Das ist doch absurd Leto. Wieso soll eine Reduzierung der Leistung die Infrastruktur "tragfähiger" und einen weiteren Ausbau weniger stark nötig machen?

Rein physikalisch macht das schon keinen Sinn. Wenn die Anschlussleistung pro Standort auf X begrenzt ist, kann nun mal nicht mehr Reichweite pro Zeit geladen werden. Punkt. Egal wie ich die Ladekurven aufteile oder mit wie viel Leistung die einzelnen Fahrzeuge geladen werden. Eine Reduzierung der Ladeleistung nach bestimmtem SOC würde daher schon rein physikalisch gesehen bei gleicher Anzahl zu bedienender Fahrzeuge und damit Kilometer keinen höheren Throughput pro Location erzeugen. Die Leistungsfähigkeit kann nur durch a) mehr gesamter Anschlussleistung pro Standort oder b) durch mehr Standorte gleicher Anschlussleistung erhöht werden.


Du hast nicht verstanden. Es wird attraktiver kurz zu stehen und Destination oder Home zu chargen. Es wird aber unattraktiv auf 80% oder gar 100% aufzuladen weil das künstlich lange dauert. Und stehen die Autos kürzer können mehr an der selben Säule laden.

Typisch reicht ja selbst in DE einem 90er wie meinem ohne P selbst auf Langstrecken ein SuC Stopp, mit dem kann man 6-8 Stunden rum fahren. Ich klammere jetzt mal Rekordversuche und ähnliche Extremfahrten aus. Also gibt es sicher (Tesla wird die Daten haben) Menschen die am SuC voll laden und dann mit SOC 60% zu Hause ankommen, 10% hätte aber gereicht. Diese werden nicht mehr voll laden weil es viel zu lange dauert sondern fahren los wie das Navi es vorschlägt, oft nach 15-20 Minuten und für die gibt es hohe Ladeleistung.

Tesla die eine Stunde im Schnitt stehen können eben nur halb so viele abgefertigt werden wie solche die 30 Minuten stehen und nur ein Viertel derer die sich erreichen lassen bei einem 15 Min. Schnitt. Es könnte (nur Spekulation) also das Ansinnen von Tesla sein Ladung die nicht aus Not sondern zum Geld sparen, etc. erfolgt so unattraktiv wie eben geht zu machen. Das geht durch langsames Laden nachdem der Bedarf gedeckt ist und durch Zusatzgebühren für Standzeiten am SuC sogar noch nach Vollladung um im Outlet Center zu shoppen, etc.
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von GalileoHH » 20. Jun 2017, 03:16

Beatbuzzer hat geschrieben:Ich denke eher, neben der bekannten lautstarken Minderheit regen sich die meisten hier eher nicht über Probleme auf, die sie gar nicht haben. Und ich behaupte jetzt mal, der Anteil an betroffenen Fahrern ist doch eher noch der geringere Teil.


Also mich betrifft es und ich bin nicht damit einverstanden. Ich erwarte, dass Tesla nicht nachträglich die Produkteigenschaften ändert, um Garantieleistungen zu optimieren oder sonstwas zu machen.

Es hätte ja durchaus Alternativen gegeben. Akku erst testen, dann einbauen. Kunden vor dem Kauf darauf hinweisen. Kunden nach dem Kauf aber vor der Reduzierung darauf hinweisen. Rückstellungen bilden, wenn man unbedingt technisch auf der Klinge reiten möchte. You name it...

Beatbuzzer hat geschrieben:Klingt für mich auch einleuchtend, dass Tesla da nicht auf jede böse Mail reagiert von Fahrern, die das 'Problem' gar nicht haben... geschweige denn von Leuten, die uU nichtmal einen Tesla haben.


Ich hatte auch schonmal daran gedacht, die Kundenkommunikation bei uns in der Firma zu optimieren: "Lieber Kunde/Interessent, wir haben gerade in der Kaffeepause entschieden, dass Ihr Anliegen für Sie bei weitem nicht so wichtig ist, wie Sie glauben. Deswegen werden wir Ihr Schreiben im Rundordner abheften. Zur Optimierung der Versandkosten erhalten Sie dieses Schreiben nur bei persönlicher Abholung. Hochachtungsvoll, Ihr Kundenservice" :-)
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Re: Reduzierung der Ladegeschwindigkeit bei öfterem laden mi

von Beatbuzzer » 20. Jun 2017, 06:36

@GalileoHH:
Ich sage ja nicht, dass ich Teslas Verhalten gut finde. Ich sage nur, wie ich anhand bisheriger Ereignisse vermute, dass sie agieren könnten ;)
Als betroffener würde ich auch mal bei denen an die Tür klopfen, notfalls etwas lauter... momentan lädt mein 90 kWh Akku aber noch gewaltig ordentlich mit min 110 kW in der Spitze.

Und so wie Du in Deinem zweiten Teil formulierst, handeln prinzipiell erschreckend viele Firmen. Deshalb wird die Anfrage vom potenziell großen Käufer oft ja auch viel schneller und freundlicher beantwortet, als die vom kleinen Kunden, welcher nur mal ein Teil braucht... :roll:
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