Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind raus

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Re: Nicht marktwirtschaftliche Verzerrung

von cko » 25. Apr 2017, 09:44

founder hat geschrieben: 14 kWh mal 10,8 Cent macht 1,51 EUR / 100 km. Aber Strom ist in Deutschland nur für die Industrie billig, für den Konsumenten reichlich überteuert

Da liegst du wohl richtig. Ich traf neulich unser Forumsmitglied Bernd, der die kostenlose Ladesäule an der Molkerei Elsdorf installiert hat. Bernd berichtet, dass die Molkerei einstellige Cent Beträge für den Strom zahlt.
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von trimaransegler » 25. Apr 2017, 09:46

Wer diese Preise bei jedem Ladevorgang zahlen soll incl. der ganzen Handhabe, kauft einfach kein Elektroauto. Das wäre selbst mir zuviel. So wird das nichts. Die Lösung, die mittlerweile Geschäfte anbieten, wird besser laufen: IKEA, ALDI..... einfach auf dem Parkplatz als Werbemaßnahme Ladesäulen anbieten (max. 1 h ist völlig in Ordnung), damit die Kunden während des Einkaufens laden können und auch einen Parkplatz haben.
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

Wer einen Tesla über meine Empfehlung bestellen und sowohl 1000€ sparen möchte als auch SUC-Flatrate braucht: http://ts.la/drfriedhelm6242
 
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von TeslaVIE » 25. Apr 2017, 11:08

Einstellige Beträge für den Energiepreis mag schon stimmen, aber da kommen noch Kosten für Netz, Steuern, etc. dazu. In Summe verdoppeln bis verdreifachen sich die Kosten. Aber immer noch signifikant weniger als die Anbieter verrechnen.
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von Cupra » 25. Apr 2017, 21:39

Fragt mal nach was Tesla für die kWh zahlt.. wenn das mehr als 4ct sind is es schon extrem viel. Ich seh es bei mir in der Firma auch. Hab da ne Steckdose bekommen und zahl meinem Chef einfach die Strommenge die ich beziehe. Er zahlt mit allen Abgaben im Hochtarif tagsüber 8cent , ich zu Hause 24cent..
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von TeslaVIE » 25. Apr 2017, 22:39

Kurzes Rechenbeispiel:

(Strom)Anbieter verkauft zum doppelten Einkaufspreis und noch Aufschlag die KWh um 15 Cent. Bei einem Verbrauch von 17 KWh auf 100 km wären das Kosten von 2,55 € - machen wir 3 € draus. Den Herstellern würde die Elektroautos aus den Händen gerissen werden...
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von founder » 25. Apr 2017, 22:53

TeslaVIE hat geschrieben:Kurzes Rechenbeispiel:

(Strom)Anbieter verkauft zum doppelten Einkaufspreis und noch Aufschlag die KWh um 15 Cent. Bei einem Verbrauch von 17 KWh auf 100 km wären das Kosten von 2,55 € - machen wir 3 € draus. Den Herstellern würde die Elektroautos aus den Händen gerissen werden...


Anders gerechnet, wenn aus einem EEX Preis von 3,5 Cent 35 Cent an der Ladesäule werden, dann ist dies so, als ob Diesel 3,90 EUR pro Liter kostet.
70 Cent an der Ladesäule entsprechen einen Dieselpreis von 7,60 EUR pro Liter.
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von tripleP » 25. Apr 2017, 23:08

Cupra hat geschrieben:Fragt mal nach was Tesla für die kWh zahlt.. wenn das mehr als 4ct sind is es schon extrem viel. Ich seh es bei mir in der Firma auch. Hab da ne Steckdose bekommen und zahl meinem Chef einfach die Strommenge die ich beziehe. Er zahlt mit allen Abgaben im Hochtarif tagsüber 8cent , ich zu Hause 24cent..


Quelle? Alles andere ist Stammtischgeschwätz. ;)
Model S P85D 04/15. Model X90D 12/16.
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von TeslaVIE » 26. Apr 2017, 06:58

tripleP hat geschrieben:
Cupra hat geschrieben:Fragt mal nach was Tesla für die kWh zahlt.. wenn das mehr als 4ct sind is es schon extrem viel. Ich seh es bei mir in der Firma auch. Hab da ne Steckdose bekommen und zahl meinem Chef einfach die Strommenge die ich beziehe. Er zahlt mit allen Abgaben im Hochtarif tagsüber 8cent , ich zu Hause 24cent..


Quelle? Alles andere ist Stammtischgeschwätz. ;)


Weil man das als Privater in AT auch zahlen könnte... ;)

https://www.easygreenenergy.at/strom.html
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Re: Ladetarife meines lokalen Stromanbieters (Linz AG) sind

von r.wagner » 26. Apr 2017, 07:19

Zzgl. Netz! Da kommst als Privater nicht drum rum.
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Stromtransportkosten

von founder » 26. Apr 2017, 09:00

TeslaVIE hat geschrieben:
tripleP hat geschrieben:
Cupra hat geschrieben:Fragt mal nach was Tesla für die kWh zahlt.. wenn das mehr als 4ct sind is es schon extrem viel. Ich seh es bei mir in der Firma auch. Hab da ne Steckdose bekommen und zahl meinem Chef einfach die Strommenge die ich beziehe. Er zahlt mit allen Abgaben im Hochtarif tagsüber 8cent , ich zu Hause 24cent..


Quelle? Alles andere ist Stammtischgeschwätz. ;)


Weil man das als Privater in AT auch zahlen könnte... ;)

https://www.easygreenenergy.at/strom.html


Das ist aber nicht Versandkostenfrei.
Daher kommen die Gebühren für den Transport des Stroms dazu.

Diese Stromtransportkosten, also die ganzen Leitungen und Transformatoren, sind sehr bemerkenswert.
So lebten meine Schwiegerletern in einem kleinen Dorf nahe Birlad in Rumänien. Rund 250 Häuser, absolut minimaler Stromverbrauch um die 300 kWh. Etwas Licht und ein Kühlschrank in einem ungeheizten Wirtschaftsraum, der Kühlschrank brauchte so im Winter fast nichts.
Letztes Jahr kaufte ich auf der Intersolar ein 400 Wh Speichersystem für 270 EUR.
Mit einer 300 W Peak Photovolaik wären es so 500 EUR gewesen, um in einen sonnigen afrikanischen Land den Strombedarf meiner Schwiegereltern zu erzeugen.
250 Häuser im Dorf mal 500 EUR für so eine Stromversorgung sind 125.000 EUR.
Wie baut man über viele km eine Mittelspannungsleitung, die erforderlichen Trafos und die ganzen Stromleitungen zu jeden der 250 Häuser mit 125.000 EUR?
Egal ob im Osten oder Westen von Europa, da gab es mal die politische Leitlinie "Strom bis ins letzte Bergbauerndorf". Das war eine politische Vorgabe, die sich die aufstrebenden Industriestaaten Europas leisten konnten. Die Stromleitung ins letzte Bergbauerndorf wurde von den Stromkunden in den Städten subventioniert, die einfach zu versorgen waren und ordentlich viel konsumiert haben.
Doch die sonnigen Entwicklungsländer sind nicht wohlhabend und aufstrebend sondern hoch verschuldet. Daher sind noch 2 Milliarden Menschen ohne Stromnetz. Die damalige Vorgangsweise ist bei der heutigen Technik unwirtschaftlich, wenn man näher als 30 Grad am Äquator ist.
Zentrale Großkraftwerke sind da allein schon deswegen unwirtschaftlich, weil die Kosten für den Stromtransport, also die Infrastruktur fürs Stromnetz, höher sind als die Kosten für die Stromerzeugung am eigenen Hausdach plus Speicherung.
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