Laden im Carport so möglich?

Infos zu Batterie und Ladung des Model S...

Laden im Carport so möglich?

Beitragvon Cupra » 25. Jul 2016, 22:00

Ich hab mir einiges an Berichten durchgelesen sowie auch die Installationsanleitung von Tesla selber und denke mal dass ich was Ladeinfrastruktur betrifft eigentlich gut aufgestellt bin.
An Installation vorhanden sind derzeit 2 Leitungen zum Carport raus mit 5x2,5mm2 Draht (ca 25m Länge) die je mit eigener Sicherung und Fi wie auf dem Bild ersichtlich ist abgesichert sind. Unser Hausanschluss ist derzeit mit 3x40A abgesichert, die Leitungen und Installationen sind aber im Falle bereits für 63A ausgelegt, so dass ich nur neue Sicherungen im Anschlusskasten setzten müsste (alles wurde verplombt, nur der Kasten nicht :lol: ) und ne kleinere 4stellige Summen an die Gemeinde überweisen müsste. Ich denke mal das wird so gesehen schon mal reichen.

Angeschlossen werden die Autos dann entweder über ne Wallbox oder einfach via CEE Dose. Ich brauche keine Steuerung der Ladung via Automation oder so. Wenn ich einstecke soll er halt laden, bevorzugt den Strom der erst mal vom Dach kommt. Im Sommer habe ich da zwischen 5 und 7kW Überschuss, im Winter etwas weniger. Aber soweit ich das gesehen hab kann man das im Auto ja einstellen. Mir wäre einfach wichtig dass ich auch wenn es nur wenig ist den eigenen Strom brauchen kann. Fürs Einspeisen bekomme ich gigantische 0,04€ pro kwH und muss dafür noch 0,01€ Netzgebühr zahlen... einspeisen bringt also nix :x
Ich nehme an dass es besser ist wenn ich 3phasig mit weniger A lade als einphasig mit mehr, richtig? Alternativ dann auch mit günstigem Nachtstrom, da kann ich dann auch gut 3phasig mit 16A laden. 8 - 9 h am Tag bzw. Nacht sollten da ja reichen.

Was mir noch Sorgen macht ist die Position. In den Unterlagen steht drin dass das am hinteren Ende bei der Ladebuchse sein soll. Nur ist das technisch nicht möglich, da die Ladestation sonst in der Luft festgedübelt werden müsste. Die Steckdose/Wallbox würde also vorne montiert werden, Kabellänge wären dann vermutlich 6 - 7 Meter. Sollte aber machbar sein, oder? Die Amperas laden wir aktuell mit dem mitgelieferten Ziegel einphasig mit 6A (rund 1.700W) oder 10A (2600W), das klappt eigentlich gut.

Oder habe ich da bei der Installation irgendwas wichtiges vergessen?

PS: Ich hab hier immer wieder von UMC gelesen.. wer oder was is das? Viele Abkürzungen hier die man als Anfänger noch nedd versteht :?
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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon Yellow » 25. Jul 2016, 22:22

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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon MichaRZ » 25. Jul 2016, 22:27

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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon past_petrol » 25. Jul 2016, 22:37

Welche Dauerlast planst Du denn z.B. im Winter ggf. Bei Dunkelheit ? 5x2,5qmm können da ggf. schonmal sehr warm werden. Im Winter bei range mode off kann die Vorklimatisierung gern mal 6-9 kW ohne Laden ziehen - wenn Du das vor hast. Deine derzeitige Hausabsicherung mit 40A lässt dreiphasig insgesamt knappe 28 kW Ladeleistung zu. Eine 22kW Wallbox würde Deinem Haus dann nur noch ca. 6 kW lassen - das kann schonmal knapp werden...kann natürlich alles passen, aber man sollte da ein Auge drauf haben - ich lade sehr oft mit 22 kW - einfach weil es schnell geht und ich es auch benötige...lieber alles einen Tick grösser auslegen. Fuhr der Ampera auch mit nem Verbrenner, so ist beim Tesla ja Vollstrom - was nicht in der BATT ist, ist eben nicht drin...
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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon prodatron » 25. Jul 2016, 22:50

Cupra hat geschrieben:An Installation vorhanden sind derzeit 2 Leitungen zum Carport raus mit 5x2,5mm2 Draht (ca 25m Länge) die je mit eigener Sicherung und Fi wie auf dem Bild ersichtlich ist abgesichert sind.

Damit lädt man üblicherweise mit 11KW, da das die Dauerlast ist, die noch vernünftig mit 2,5mm² Drehstrom zu machen ist. Für das nächtliche Laden beim Tesla reicht das normalweise prima aus. Für mehr Leistung ist definitiv ein größerer Querschnitt zu empfehlen, da ansonsten zuviel über das Kabel (erst recht bei 25m) verheizt wird - abgesehen davon, daß es insgesamt zu warm werden könnte.
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon tripleP » 25. Jul 2016, 23:33

Hmm.. du hast eine PV Anlage?

Wie ist das "ich benötige keine Automation" zu verstehen?
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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon m.k » 26. Jul 2016, 08:03

Wenn du 5-7kW Überschuss hast wird die vermutlich dreiphasig angebunden sein. Dann ist es natürlich besser dreiphasig zu laden wenn man möglichst viel PV-Strom nutzen möchte.
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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon Cupra » 26. Jul 2016, 19:39

Danke mal für die vielen Antworten :) Dann werde ich das mal im Detail abarbeiten


past_petrol hat geschrieben:Welche Dauerlast planst Du denn z.B. im Winter ggf. Bei Dunkelheit ? 5x2,5qmm können da ggf. schonmal sehr warm werden. Im Winter bei range mode off kann die Vorklimatisierung gern mal 6-9 kW ohne Laden ziehen - wenn Du das vor hast. Deine derzeitige Hausabsicherung mit 40A lässt dreiphasig insgesamt knappe 28 kW Ladeleistung zu. Eine 22kW Wallbox würde Deinem Haus dann nur noch ca. 6 kW lassen - das kann schonmal knapp werden...


Ladelast hätte ich gesagt maximal 16A, das Auto steht ab etwa 1900 still und hat dann mindestens 9 Stunden Zeit wieder zu laden. Ich brauche derzeit am Tag 30km Reichweite, meine Frau gut 60km. Vorheizen war bisher im Carport an der Dose nicht nötig, die Scheiben waren nie gross vereist, zumal es hier auch kaum noch wirklich kalt wird. -3 Grad is schon fast extrem.. wir liegen halt auch nur auf gut 250m über Meer...
Man muss ja dazusagen, im schlimmsten Fall müssen 2 Autos gleichzeitig geladen werden, das wären dann wohl 2 x 10A oder so... wobei ich grad nicht weiss ob 10A 1phaisg gleich 10A dreiphasig ist... :D


prodatron hat geschrieben:Für mehr Leistung ist definitiv ein größerer Querschnitt zu empfehlen, da ansonsten zuviel über das Kabel (erst recht bei 25m) verheizt wird - abgesehen davon, daß es insgesamt zu warm werden könnte


Das Kabel lässt sich im Falle auch noch recht einfach gegen 5 x 4mm2 austauschen. Es wurde vom Elektriker so eingebaut nachdem ich ihm gesagt hab 16A 3phasig Dauerlast. Es würde gut reichen meinte er... Wobei ich ehrlich bin und sagen muss, was Elektroinstallationen betrifft sind die hier irgendwann in den 70er Jahren stecken geblieben. Was ich dem alles angeben musste was er wie absichern soll.. :roll:

tripleP hat geschrieben:du hast eine PV Anlage?

Wie ist das "ich benötige keine Automation" zu verstehen?


Japs, wir haben eine 10,5kwP Anlage am Dach die 3phasig einspeist. Ist ausgelegt dass wir zuerst selber verbrauchen und alles was zu viel ist geht ins Netz. Dafür gibt's halt so gut wie kein Geld für das wo wir einspeisen. Grad mal 0,041 bekommen wir, zahlen im Nachttarif tun wir 0,1775 pro kwH.
Mit Automatisation meinte ich dass ich keine Box oder so brauche die je nach Verfügbarem Strom die Ladestärke regelt oder sonst was. Ich bin zu Haus, wenn genug Saft da ist steck ich ein und fertig. Ich steuere quasi selber. ;)
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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon tripleP » 26. Jul 2016, 22:49

Cupra hat geschrieben:
tripleP hat geschrieben:du hast eine PV Anlage?

Wie ist das "ich benötige keine Automation" zu verstehen?


Japs, wir haben eine 10,5kwP Anlage am Dach die 3phasig einspeist. Ist ausgelegt dass wir zuerst selber verbrauchen und alles was zu viel ist geht ins Netz. Dafür gibt's halt so gut wie kein Geld für das wo wir einspeisen. Grad mal 0,041 bekommen wir, zahlen im Nachttarif tun wir 0,1775 pro kwH.
Mit Automatisation meinte ich dass ich keine Box oder so brauche die je nach Verfügbarem Strom die Ladestärke regelt oder sonst was. Ich bin zu Haus, wenn genug Saft da ist steck ich ein und fertig. Ich steuere quasi selber. ;)


Das musst natürlich Du entscheiden was Du möchtest.
Überleg Dir trotzdem nochmal ob nocht doch eine intelligente Ladelösung Sinn macht. Zogg Energy Control wäre ein Anbieter, welcher Dir eine Lösung machen könnte welche gleichzeitig noch mehr kann wie nur die Ladestation mit eigenem PV Strom laden.
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Re: Laden im Carport so möglich?

Beitragvon Ralf Wagner » 26. Jul 2016, 22:51

Eine Steuerung kann die Ladeleistung jedoch viel feinfühliger nach dem Ertrag steuern. Das mit dem Einstecken - oder Einschalten per App geht schon - aber die automatische Steuerung fährt die Ertragskurve sauberer nach. Wobei 100 km am Tag, d.h. rund 20 kWh - da kann man langsam über den Tag laden lassen.
1990 - 2012 mini el Serie 1 / City el 85 Tkm | Citroen AX el | 2009 - 2015 Prius III 215Tkm | Tesla S85 schwarz seit 03/2015 100 Tkm | Vielfahrer und Geniesser
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