Versicherungserhöhung-Was nun?

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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von FrankfurterBub » 28. Nov 2017, 09:46

Wim hat geschrieben:es gibt (leider?) keine formvorgabe für eine kündigung. eine email reicht also aus.


Das stimmt nur bedingt. Richtig ist, dass meist keine gesetzliche Formvorschrift existiert. Fast alle Verträge haben aber eine Klausel zur Form der Änderung, Kündigung, etc. des Vertrages. Ob die AGB-rechtlich haltbar ist, ist eine andere Frage.
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von Wim » 28. Nov 2017, 09:57

mein wissensstand: für die kündigung eines versicherunhsvertrages im deutschen rechtsraum gibt es keine gesetzliche formvorschrift
wer an jeder teslasäule noch andere stecker sehen möchte, der setzt sich sicherlich auch dafür ein, dass phev beim tanken auch strom ziehen können und rewe ihre eigenmarke nur anbieten darf, wenn sie auch die eigenmarken von edeka&co ins regal stellen
 
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von Volker.Berlin » 28. Nov 2017, 09:59

Wim hat geschrieben:mein wissensstand: für die kündigung eines versicherunhsvertrages im deutschen rechtsraum gibt es keine gesetzliche formvorschrift

Das sagt FrankfurterBub doch auch. Es weißt Dich aber darauf hin, dass die Vertragsparteien sich in einer Klausel des Versicherungsvertrags auf eine bestimmte Form einigen können. Jetzt hilft nur ein Blick in den eigenen, konkreten Vertrag.
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von JeanSho » 28. Nov 2017, 10:13

laut mir vorliegenden (für mich geltenden) Bedingungen heißt es:
(Zitat)
Kündigung zum Ablauf
G.3.1 Wir können den Vertrag zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen.
Die Kündigung ist nur wirksam, wenn sie Ihnen spätestens
einen Monat vor Ablauf zugeht.
(Zitat-Ende)
Kündigungsschreiben mit einer faksimilierten Unterschrift eines Handlungsbevollmächtigten des Versicherers. So habe ich es für einen Kunden hier vorliegen. Jetzt könnte man prüfen, ob der derjenige Handlungsvollmacht hat ... aber ich glaube, dass lassen wir mal.
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von Pitterausdemtal » 28. Nov 2017, 11:29

Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, bei einem Versicherer zu bleiben, der keinen Bock mehr auf einen hat. Eine Kulanz oder ein Entgegenkommen würde ich dort nicht mehr erwarten. Und schlimmstenfalls kündigt einem dann der Versicherer. Wenn so etwas passiert, wird es ungleich schwerer, einen guten Nachfolgevertag bei einem anderen Versicherer zu bekommen.

Ich kann natürlich auf meinem Recht beharren, (genauso wie an einer Kreuzung auf meiner Vorfahrt) .... Aber zu welchem Preis? Macht das wirklich Spaß? Habe ich da einen Nutzen davon? Wenn ich ein 100.000 € Auto fahre, ist es dann existenziell wichtig, ob ich bei der Versicherung dafür etwas mehr oder etwas weniger Geld ausgebe? Das befriedigt doch nichts außer meinem sportlichen Ehrgeiz ...

Mir ist es viel lieber, wenn ich mir das aussuchen kann, was für mich am besten ist und wobei ich mich am wohlsten fühle. Es gibt schon so viel negative Energie um uns herum, da muss ich mir nicht auch noch selber "so ein Ei ins Nest legen".

Und wenn ich keinen Bock auf eine schlechte Kommunikation und ein "unmögliches" Kundenverhalten habe, dann löse ich mich davon. Fertig. Und selbst wenn mich das etwas mehr Geld kostet - was soll es, werde ich davon arm?
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von FrankfurterBub » 28. Nov 2017, 11:36

Volker.Berlin hat geschrieben:
Wim hat geschrieben:mein wissensstand: für die kündigung eines versicherunhsvertrages im deutschen rechtsraum gibt es keine gesetzliche formvorschrift

Das sagt FrankfurterBub doch auch. Es weißt Dich aber darauf hin, dass die Vertragsparteien sich in einer Klausel des Versicherungsvertrags auf eine bestimmte Form einigen können. Jetzt hilft nur ein Blick in den eigenen, konkreten Vertrag.

Genau so!
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von Fonse » 28. Nov 2017, 11:39

Hallo zusammen,

ich habe gerade mit der DGVO telefoniert und erfahren dass mir die Basler gerade eine Kündigung per Post zuschickt, weil ich in deren Rahmenversicherung einen geringen Schaden von ca. 1500 € zu regulieren hatte in der Vollkasko sowie einen Glasschaden in der Teilkasko. Es soll deshalb auch kein Angebot von der DGVO für eine Weiterversicherung an mich geben.

Jetzt wird es wahrscheinlich schwer für mich eine Folgeversicherung zu finden, wenn ich den VK-Schaden nicht zurückkaufe und die Kündigung zurückgenommen wird. Oder soll ich versuchen dem Kündigungsbrief noch durch eine gefaxte Kündigung zuvorzukommen?
Zuletzt geändert von Fonse am 28. Nov 2017, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von Laserfreak » 28. Nov 2017, 11:44

Pitterausdemtal hat geschrieben:Ich kann natürlich auf meinem Recht beharren, (genauso wie an einer Kreuzung auf meiner Vorfahrt) .... Aber zu welchem Preis? Macht das wirklich Spaß? Habe ich da einen Nutzen davon? Wenn ich ein 100.000 € Auto fahre, ist es dann existenziell wichtig, ob ich bei der Versicherung dafür etwas mehr oder etwas weniger Geld ausgebe? Das befriedigt doch nichts außer meinem sportlichen Ehrgeiz ...


Das ist wohl soweit ganz richtig und nachvollziehbar ...
Dumm nur, wenn man bisher weder eine Kündigung, noch einen Beitragsbescheid bekommen hat.
Man also im guten Glauben handelt, es würde alles bleiben wie es ist. :o
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von Wim » 28. Nov 2017, 11:46

FrankfurterBub hat geschrieben:
Volker.Berlin hat geschrieben:
Wim hat geschrieben:mein wissensstand: für die kündigung eines versicherunhsvertrages im deutschen rechtsraum gibt es keine gesetzliche formvorschrift

Das sagt FrankfurterBub doch auch. Es weißt Dich aber darauf hin, dass die Vertragsparteien sich in einer Klausel des Versicherungsvertrags auf eine bestimmte Form einigen können. Jetzt hilft nur ein Blick in den eigenen, konkreten Vertrag.

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wie auch immer.
ich wollte darauf hinaus, dass eine kündigungsmail vom versicherer an den endverbraucher als kündigung ausreichend ist. ob der versicherer im streitfall den nachweis der zustellung erbringen kann, bezweifle ich.

(in rechtsgeschäften mit endverbrauchern kann dieser durch klauseln im vertrag/agb oft nicht schlechter gestellt werden, als die gesetzliche grundlage es hergibt. z.b: wenn die textform ausreicht, kann der untermehmerische vertragspartner nicht die schriftform verlangen)
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Re: Versicherungserhöhung-Was nun?

von Wim » 28. Nov 2017, 11:49

Laserfreak hat geschrieben:
Pitterausdemtal hat geschrieben:Ich kann natürlich auf meinem Recht beharren, (genauso wie an einer Kreuzung auf meiner Vorfahrt) .... Aber zu welchem Preis? Macht das wirklich Spaß? Habe ich da einen Nutzen davon? Wenn ich ein 100.000 € Auto fahre, ist es dann existenziell wichtig, ob ich bei der Versicherung dafür etwas mehr oder etwas weniger Geld ausgebe? Das befriedigt doch nichts außer meinem sportlichen Ehrgeiz ...


Das ist wohl soweit ganz richtig und nachvollziehbar ...
Dumm nur, wenn man bisher weder eine Kündigung, noch einen Beitragsbescheid bekommen hat.
Man also im guten Glauben handelt, es würde alles bleiben wie es ist. :o


du kannst aber den 01.12. verstreichen lassen und dann deinen versicherer um die zustellung einer versicherungsbestätigung ab dem 01.01. bitten. spätestens dann lichtet sich der nebel.
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