Model X vs Volvo Diesel

Infos zum elektrischen SUV...

Re: Model X vs Volvo Diesel

von vaunet » 29. Aug 2017, 11:50

egn hat geschrieben:Ich würde mir wünschen dass diejenigen die einen radikalen Umbruch fordern, auch mal über die Folgen für die Mehrheit der Bevölkerung nachdenkt, und sich die Frage stellt ob das alles was momentan geschieht noch im Verhältnis steht.


Was derzeit in der Welt geschieht steht alles absolut nicht mehr im Verhältnis. Alles geht gelinde gesagt den Bach runter.

222 Millionen für nen Fußballer und 300 Millionen Prämie für nen Show-Boxkampf. Was ist in der heutigen Welt denn noch normal?

Das Model 3 kommt, dann sieht es anders aus in der Mittelklasse. Vielleicht muss man den Volvo hier dann mit dem kommenden Model Y vergleichen? Die Reichweite eines Leaf oder Zoe reicht auch dem Großteil der Bevölkerung, wenn man halt für die Langstrecke dann doch mal nen Zug nimmt, und dann vielleicht auf car sharing umstellt.

Wir sind noch immer in den Anfängen der Elektromobilität und wir sollten schon versuchen diese durchzuboxen und zu verteidigen wenn wir falsche Vergleiche sehen und auch gegen falsche Vergleiche argumentieren. Ich denke im Endeffekt ist das besser für die Menschheit.
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von OS Electric Drive » 29. Aug 2017, 12:12

+1000

Es wird mehr und mehr zu einer SMUG Geschichte... Und man hat ja nun sein 100.000€ Spielzeug und hat sich somit frei gekauft ...
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von past_petrol » 29. Aug 2017, 12:32

egn hat geschrieben:Mir kommen die Diskussionen zu diesem Thema manchmal sehr abgehoben vor.

Da diskutiert ein Gruppe von Leuten mit 100.000 Euro Autos darüber was für die Leute, die sich nur ein Auto mit einem Bruchteil des Wertes davon leisten können, das Richtige ist. Sie wollen diesen Leuten die bisherigen Autos wegnehmen, ohne ihnen gleichwertige Alternativen bieten zu können.

Alleine die ganze Diskussion zum Dieselthema hat vielen Besitzern von Dieselfahrzeugen einige Monatsgehälter als Wertverlust gekostet. Durch Einfahrverbote in Städte wären wahrscheinlich viele Leute sogar in ihrer Existenz bedroht. Ein Arbeiter mit seinem Einkommen kauft sich nicht schnell mal ein Elektroauto, das sein bisheriges Auto komplett ersetzen kann, aus der Portokasse. Das alte Auto muss gerade wegen des erlittenen Wertverlusts weiter genutzt werden können.

Das kann doch nicht der richtige Weg sein, den Umstieg auf Elektromobilität mit so radikalen Maßnahmen zu forcieren. Man muss auch den Menschen mit niedrigem Einkommen eine Perspektive aufzeigen, anstatt sie in ihrer Existenz zu bedrohen.

Warum geht man nicht den bisherigen Weg der kontinuierlichen Verbesserung mit klaren Zielvorgaben, die natürlich dann auch eingehalten und kontrolliert werden müssen, weiter?

Dann nimmt man die Menschen mit anstatt sie vor den Kopf zu stoßen, und sie z.B. dann auch zu Gegnern der Elektromobilität zu machen. Ich habe den Eindruck, dass die Menschen sich bisher nicht so sehr durch die Weiterbenutzung des eigenen Verbrenners bedroht sehen, sondern es ist anscheinend immer mehr die Elektromobilität eine Bedrohung der Lebensgrundlage der eigenen Familie.

Ich würde mir wünschen dass diejenigen die einen radikalen Umbruch fordern, auch mal über die Folgen für die Mehrheit der Bevölkerung nachdenkt, und sich die Frage stellt ob das alles was momentan geschieht noch im Verhältnis steht.

Natürlich sind die immer wieder kolportierten 10.000 Toten pro Jahr, die angeblich durch Schadstoffe verursacht werden nicht zu akzeptieren. Aber die Zahl zu reduzieren ist halt ein langfristiger Prozess. Die Mehrkosten und Unbequemlichkeiten die dabei entstehen müssen für alle tragbar sein, und nicht nur für diejenigen die es sich locker leisten können.

Ich glaube eine sachliche Diskussion mit weniger Herzblut wäre für das Erreichen des Ziels einer lokal emissionsfreien individuellen Mobilität wesentlich wirksamer, als das momentan laute Geschrei und Gezeter, bis hin zu Hetzerei gegen den Diesel und alles was irgendwie zu tun hat. Da ist auch etwas Geduld und langer Atem gefragt, genauso wie es ursprünglich und auch heute noch beim Ausbau der EE Fall ist.


Nee - wir müssen mal damit aufhören so zu diskutieren ! Die Folgen für die Mehrheit der Menschen sehen noch ganz anders aus, wenn man nicht JETZT auch mal radikal etwas macht !!!

Das sagt übrigen nicht jemand mit einem 100.000,- Euro Spielzeug, sondern jemand mit einer 21k Euro ZOE die im Jahr mehr fährt und viel mehr aushalten muss, als der Tesla !!!! Ja - Eigenheim mit Lademöglichkeit Gefasel - na und ? Stell die doch mal all um - haste auf den Schlag 2,5 Mio E-Fahrzeuge auf der Strasse ! Wär' ja schonmal was. Wir werden auf die ZOE viel öfter angesprochen, als auf den Tesla !

Das Problem der Weltmeere ist nicht PLASTIK (das läßt sich von Greenpeace & Co besser vermarkten - ist auch wichtig), sondern die Temperaturerhöhung und Versauerung. Was jetzt gerade in unseren Meeren abgeht, ist nicht mehr aufzuhalten - man kann es ggf. noch abschwächen.

Das "Mitnehmen" der Menschen hätten wir in den 90ern machen sollen. Und ja - es ist ja so - der Diesel ist auch nicht viel wert - oder anders herum - er war nie das wert, was man hier in DE dafür zahlen durfte.

Wir haben keine 20 Jahre mehr um alles in einer Seelenruhe hinzubekommen.

Als Deutscher ist es einfach, hier die ruhige Kugel zu schieben - wir werden als letzte nass und bekommen als letzte das Thema Wetter zu spüren. Vorher saufen die Leute in den anderen Ländern fein ab - mir ist das nicht mehr egal.

Für die Menschen mit niedrigerem Einkommen wünsche ich mir Fahrzeuge, die günstiger sind als heute - ein Klacks mit E-Fahrzeugen. Fakt ist doch, dass die hier viel zitierten Menschen mit weniger Einkommen einfach in DE auch zu viel für ihre Bi-Turbo-Downsize-Dieseldinger bezahlen - sind ja auch viele Teile drin.

Ein 5-Jahresplan ist nicht radikal ! Die Hersteller in die Verantwortung nehmen - kein Ding ! Man - die machen jetzt Werbung mit einer Umweltprämie bei Inzahlungnahme von Euro4 und darunter liegenden Dieseln - geht's noch ? Das ufert echt alles aus ? kann man ja machen, wenn der alte Diesel verwertet wird und das neue Fahrzeug elektrisch ist ! Die Weichen dafür hätte man vor 4 Jahren stellen können - wenigstens könnte man es JETZT aber mal EINFACH MACHEN ! Das bringt auch Schwung in die Bude !

Wenn Du Dein Haus nicht mehr gegen Elementarschäden versichern kannst, weil es dreimal im Jahr absäuft oder weggepustet wird - dann hast Du wirklich ein Problem, als Normalbürger ! Aber OK - warten wir doch einfach auch noch so lange, bis dass dann eintritt !

Persönlich kenne ich in DE schon Menschen, die ihre Häuser nicht mehr zu sinnvollen Prämien versichert bekommen - war vor 20 Jahren noch anders - jetzt nicht mehr. Sie überlegen nach dem 3. Wiederaufbau einfach wegzuziehen. Wir bewegen uns auch in diesem Land in diese Richtung.

Ich sage nur - Dorsch aus der Ostsee - seltene Sache geworden - ist einfach zu warm da...in ca. 5-10 Jahren gibt es diesen Fisch dort nicht mehr...

DAS IST NICHT NORMAL !

Von VW & Co. zu verlangen - notfalls per Gesetz - in 5 Jahren bezahlbare E-Fahrzeuge auf dem Markt zu haben - nebst Infrastruktur - das ist easy für alle und der reinste Wirtschaftsmotor. Ich kann nicht erkennen, was daran falsch sein soll - Radikal ist es nur für Stadler, Müller, Zetsche & Co - für den Dorsch nicht !
S85D, seit 03/2015
ZOE intens Z.E. 40, seit 03/2017
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von sebas » 29. Aug 2017, 12:39

+1
 
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von Ernstbender » 29. Aug 2017, 13:39

Man hätte Herrn Malmedie das serienmäßige Sonnen-Netz für den oberen Bereich bei Übergabe zeigen sollen
- habe es seit Wochen eingeklippt!
Es wäre wünschenswert, daß erfahrene MX-Teslanauten bei solchen Vergleichstest das MX fahren.
Blue Flame: S P85- (19Zoll), blau, innen sw, carbon, seit 22.11.13
Blue Falcon: X 90 D blau, 6-S.,innen sw, abachi matt, seit 9.9.16
sonst e-NV200 oder I-MIEV. Model 3 reserv. Smart ED Cabrio bestellt LT 8/18
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von plock » 29. Aug 2017, 13:40

@past_petrol: +100!
 
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von Papsele » 29. Aug 2017, 13:42

@past_petrol. +1
 
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von tornado7 » 29. Aug 2017, 14:16

Die Betrachtung von egn ist zwar löblich im Ansatz, greift aber im Jahr 2017 in einer stark globalisierten Welt zu kurz mit ihrer nationalen Betrachtungsweise. Das Problem ist eher an der Küste von Bangladesh denn im Vorort von Berlin zu suchen.

Past_petrol hat ja ein paar Ansatzpunkte genannt; wer wirklich für die Schwachen einstehen möchte, tut gut daran, dem Klimawandel in Ursache und Auswirkung entgegenzutreten und zwar ungeachtet der Landesgrenze.

Die Kosten für eine Anpassung an eine neue, konfliktreiche Realität übersteigen jene der sofortigen Abkehr von fossiler Energie bei Weitem. Rafft das eigentlich niemand? Bezahlen wird diese ganz bestimmt auch wieder grösstenteils der einfache Arbeiter aus seiner Brieftasche. Nur dann eben nicht 1x, sondern halt alle 5 Jahre, wenn mal wieder ein "Jahrhundert"-Hochwasser einen selbst oder die Nachkommen zur Kasse bittet.

Lobreden auf den Verbrenner und seine momentanen monetären Vorzüge verzögern nur unnötigerweise den logischen und notwendigen Schritt und sind eine billige Kapitulation vor der eigentlichen Herausforderung des aktuellen Jahrhunderts. So siehts aus.
"The electric light did not come from continous improvement of candles." (Oren Harari)

Mythbuster Elektromobilität: www.bit.do/mythbuster-eautoUPDATE OKTOBER 2017
CO2-Emissionen mal ganz ehrlich: www.bit.do/co2-emissionen
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von 16locke » 29. Aug 2017, 15:54

@egn


.... dem kann ich nur zustimmen!
Mit dem großen Holzhammer kann man keine feinen Linien zimmern!

Gruss
Thorsten
Habe den Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Sehr bald einen Model S85, grün, AP1, 12/2014 aus Belgien
24.2. auf dem Weg zum Abholen.
24.2. 13:12 Zufriedener Model S treiber
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Re: Model X vs Volvo Diesel

von Spidy » 29. Aug 2017, 15:58

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