Die Rolle der Menschheit

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Re: Die Rolle der Menschheit

von akoehler » 1. Dez 2017, 19:43

Aktuelle Wissenschaft gibt dem Universum deutlich weniger Restlaufzeit - auch wenn da wie in vielen Bereichen der Astrophysik immer wahrscheinliche theoretische Annahmen Grundlage sind - es sind mit die wichtigsten Universitaeten weltweit daran beteiligt die bisher auch bei vielen anderen Theorien in der Astrophysik richtig lagen.

Aktuell sind es ~ 5 Mrd Jahre Restlaufzeit - was nur rein zufaellig grob mit der Restlebensdauer unserer Sonne uebereinstimmt, aber nichts damit zu tun hat sondern ein voellig unabhaengiger Prozess ist.

https://arxiv.org/pdf/1009.4698.pdf

Also schnell noch alle Dinge erledigen bevor es das Universum nicht mehr gibt :D
 
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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 1. Dez 2017, 21:41

cer hat geschrieben:Das ist ein ganz schön abgefahrenes "Nebenthema", aber ich bin froh, hier darüber zu lesen, denn es interessiert mich sehr.

Wenn ich founders unlesbare Websites (hat du schon mal den Gedanken gehabt, dass es ein Akt der Nächstenliebe sein könnte, Dinge leicht wahrnehmbar zu gestalten und in verarbeitbaren Portionen zu servieren?) überfliege, dann sehe ich ein sehr utopisches und zugleich radikal menschzentriertes Weltbild. Diese Kombination steht in ziemlichem Widerspruch zu dem, was bei mir selbst gerade an Bewusstseinsentwicklung stattfindet.


Es ist nicht menschenzentriert, sondern auf das Überleben aller Lebewesen zentriert.

cer hat geschrieben:Und Bewusstsein ist das Stichwort. Ich halte es eher mit den Singularisten: Der Mensch ist in seiner heutigen Form ein Übergangswesen


Wenn er ein Übergangawsesen ist, dann muss er sich weiter entwickeln, bis das nächst höhre zustande kommt.
Eine Selbstzerstörung würde bedeuten, dass wieder eine andere Spezies sich so weit entwickeln muss. um die nächste Stufe zu erreichen.

Geht aber nicht. Irgendwann in der Entwicklung einer Zivilisation ist fossile Energie ein kurzfristiger aber notwendiger Booster der Entwicklung.
Nach einer Selbstzerstörung der Menschheit ist dies aber ein geplünderter Planet.
Es stehen keine kurzfristig nutzbaren fossislen Energiereserven bereit,
um den Entwicklngssprung von

Level 0 - hilflos wie ein Baby auf
Level 1 - kann unmittelbare Probleme lösen einzuleiten.

cer hat geschrieben:nicht Selbstzweck, sondern eine Stufe auf einem langen Entwicklungsweg, der teilweise weit außerhalb der uns zugänglichen Dimensionen stattfindet.


Irgendwann darüber nach gedacht, oder fest in dem Glauben verfallen "Der Mensch ist viel zu blöd und unfähig, um darüber auch nur nachdenken zu können"?

Diese Aussagen "außerhalb der uns zugänglichen Dimensionen" erinnern mich irgendwie an Heavens Gate, einer anderen Selbstmordsekte

cer hat geschrieben:Die Idee eines unbegrenzten Wachstums unter den Bedingungen der geltenden Naturgesetze ist m.E. absurd und gruselig, denn sie würde, wäre sie realisierbar, zu einem "Mehr desselben" führen, aber nicht zu einer Entwicklung.


Lies mal in meinem Buch die Zivilisationsebenen, ist das letzte Kapitel, bis jetzt mußte ich nur Level 4 neuen Erkenntnissen anpassen.

1 Hilflos wie ein Baby, der Status der Zivilisation auf Planet Erde
2 Kann unmittelbare Probleme lösen - als unmittelbares Problem gilt alles, was in der letzen Milliarde Jahre Massenaussterben verursacht hat. Sollte in den nächsten Jahrzehnten erreicht werden mit der Meisterarbeit Planetensanierung
2 Planeten herum schieben - Ausweitung der Umlaufbahn gemäß steigender Energieabgabe der Sonne
3 Wilde Änderungen der Sonne überleben - in der Übergangsphase zum roten Riesen steigen die Erfordernisse an "Planeten herum schieben" um 4 Größenordnungen
4 Die Reise zum roten Zwerg - rote Zwerge haben eine Lebensdauer von bis zu 12.000 Milliarden Jahren

cer hat geschrieben: Jeder Fortschritt bedingt das Zurücklassen von etwas, auch das Zerstören von Erreichtem, um Ressourcen für neues frei zu machen.


Und wer sollen die Nachfolger nach dem Selbstmord der Menschheit sein?

cer hat geschrieben:Und genau so sind die Gesetze unserer Natur auch angelegt: Alles geht kaputt, stirbt, zerfällt, nachdem es geblüht hat und seine Potentiale ins Kollektive Bewusstsein eingeschrieben hat.

Das Ergebnis nicht eine homogene Staubwüste, sondern Entwicklung…


Nein, das Ergebnis ist ein einst blühender Planet ohne Leben, der sich allmählich in eine glühende Hölle verwandelt.

Natürlich wird das Böse sich nie selbst als das Böse deklarieren,
sondern als klug, intelligent, erhaben:

"So ist der Lauf der Natur", "So ist eben das Schicksal",
"dagegen kann man nichts machen", "Daran kann man nichts ändern",
"Der Kluge fügt sich in sein Schicksal".

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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 1. Dez 2017, 21:47

akoehler hat geschrieben:Aktuelle Wissenschaft gibt dem Universum deutlich weniger Restlaufzeit - auch wenn da wie in vielen Bereichen der Astrophysik immer wahrscheinliche theoretische Annahmen Grundlage sind - es sind mit die wichtigsten Universitaeten weltweit daran beteiligt die bisher auch bei vielen anderen Theorien in der Astrophysik richtig lagen.

Aktuell sind es ~ 5 Mrd Jahre Restlaufzeit - was nur rein zufaellig grob mit der Restlebensdauer unserer Sonne uebereinstimmt, aber nichts damit zu tun hat sondern ein voellig unabhaengiger Prozess ist.

https://arxiv.org/pdf/1009.4698.pdf

Also schnell noch alle Dinge erledigen bevor es das Universum nicht mehr gibt :D


Sollte dies zutreffen, dann müssen wir uns eben schneller entwickeln.

Im Buch "Calculation ERROR" wurde Level 4 als eine Zivilisation beschrieben, welche das Ende dieses Universums überlebt und in einen anderen Universum wieder auftaucht. 4 wurde 2016 dann als "Reise zum roten Zwerg" eingesetzt.

Aber es gilt immer der kategorische Imperativ "Überlebe". Was auch immer nötig ist, dem muss Folge geleistet werden.
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Re: Die Rolle der Menschheit

von Adastramos » 2. Dez 2017, 01:58

Auch mich begeistert dieses Thema sehr, nicht ohne Grund hab ich mein Profilbild so gewählt, da mich die Vorstellung fasziniert, einmal dorthin zu kommen und zu forschen, wo noch niemand bislang war: "To boldy go where no man has gone before", was doch auch sehr passend auf Tesla und SpaceX zutrifft - um die gedankliche Brücke zum TFF zu schließen.

Zurück zum Thema: wo kommen wir her und wohin gehen wir?

Founder hat bereits schöne Gedanken geäußert, auch was "das Böse" sein kann, bewegt mich gerade. Jedoch kann ich aus meiner Sicht heraus sagen, dass ich CERs Beträge nicht so totalitaristisch sehe, dass sie auf die Zerstörung eines Zustandes aus sind, als vielmehr, dass man Verhaltensweisen, Lebensweisen überwindet, die der eigenen Entwicklung hinderlich waren. Auch kulturell entwickeln wir uns stetig weiter und legen Gewohnheiten ab, lassen sie damit zurück, die uns gesellschaftlich mehr einschränken oder Menschen und Lebewesen diskriminieren und schaden.

Jedoch muss ich aus wissenschaftlicher Sicht auch sagen, auch mit Bezug zum Wachstum bei dir Founder, dass es ein unumstößliches Naturgesetz ist, dass die Entropie zunimmt, die gleichmäßige, chaotische Verteilung aller Energie, ohne die wir heute aber auch nicht existieren könnten, da sie uns die "Bestandteile des Lebens" zuspülte.
Ich hoffe sehr darauf, dass wir in Zukunft die Möglichkeiten und Fähigkeiten dazu haben werden, unseren Mutterplaneten zu verlassen, um entweder das Weltall zu erforschen und entdecken und dann auch Leben auf andern Planeten zu fördern.
Ganz besonders spannend in diesem Bezug finde ich die Möglichkeiten die sich mit/ab der Technologischen Singularität (sprach CER dies zuerst an?) bieten, wenn wir unsere mentale Leistungsfähigkeit in -bis heute- unvorstellbare Sphären heben können. die Mikrotechnik sozusagen als "Brille für's Gehirn" nutzen können, um schärfer und tiefer denken zu können, um hoch komplexe und abstrakte Probleme überhaupt erfassen und lösen können. Vielleicht wäre dies ein Punkt in der Menschheitsgeschichte, in der wir mikro- wie makroskopisch zu Erkenntnissen gelangen, von denen die meisten als unvorstell- oder unlösbar galten. Einstein sagte bereits, dass ein Problem nie durch die selbe Denkweise gelöst wird, durch die es entstand.

Founder auch und gerade in Sinne der Energienutzung und den Möglichkeiten die sich daraus geben, freute mich es, über die Zivilisationsstufen zu lesen, die ich von Kardaschow-Skanla kenne: https://de.wikipedia.org/wiki/Kardaschow-Skala
Alles Gute!
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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 2. Dez 2017, 09:30

Adastramos hat geschrieben:Founder auch und gerade in Sinne der Energienutzung und den Möglichkeiten die sich daraus geben, freute mich es, über die Zivilisationsstufen zu lesen, die ich von Kardaschow-Skanla kenne: https://de.wikipedia.org/wiki/Kardaschow-Skala
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Re: Die Rolle der Menschheit

von Leto » 2. Dez 2017, 11:07

Der OP ist auf meiner ignore Liste aus guten Gründen. Aber dank der Quotes kann ich zumindest beitagen das dies nicht ganz OT ist denn Tesla existiert quasi nur weil wir keine Anzeichen irgendeiner Typ III Zivilisation sehen (und die wäre nicht zu übersehen). Nun gut, Typ III ist auch anstrengend solange wir ein strikt durchgesetztes Tempolimit von 299.792.458 m/s haben. Da ist man viel unterwegs. Selbst Typ II solle zu beobachten sein, ist aber nicht. Diesem Fermi-Paradox zu entkommen ist ja der Grund warum Musk Tesla und SpaceX gegründet hat. Der "große Filter" der Zivilisationen vor Erreichen von Typ II erledigt ist bei uns schon in Ansätzen zu sehen gewesen öfter als uns lieb sein kann.

Aber nun kann man sich auch die Frage stellen ob der Planet irgendeinen Benefit hat von uns. Laut Fermi Paradox ist nicht damit zu rechnen das wir ihn mal vor dem Sterben unserer Sonne retten. Also sind wir für den Planeten eher kontraproduktiv. Aber Spaß macht es doch trotzdem irgendwie, oder :?: :lol: :D :mrgreen:
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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 2. Dez 2017, 11:19

Leto hat geschrieben:Aber nun kann man sich auch die Frage stellen ob der Planet irgendeinen Benefit hat von uns. Laut Fermi Paradox ist nicht damit zu rechnen das wir ihn mal vor dem Sterben unserer Sonne retten. Also sind wir für den Planeten eher kontraproduktiv. Aber Spaß macht es doch trotzdem irgendwie, oder :?: :lol: :D :mrgreen:


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Re: Die Rolle der Menschheit

von Adastramos » 2. Dez 2017, 11:43

Leto, du sprichst da einen guten Punkt an, was sind wir Menschen und profitiert das Leben oder unser Planet von uns oder wird er durch uns parasitär (interessanter Ansatz in der Matrix) befallen? Wir sind ja ein Produkt der Natur, wir sind sozusagen auch der Regelfall, was in der Natur möglich ist, wenn die Bedingungen stimmen. Würden wir andern Spezies die gleichen Möglichkeiten geben, wie wir sie haben, ich nehme an, das Verhalten wäre sehr ähnlich. Was zeichnet uns denn aus? Das wir reflektieren können und unser instinktgetriebenes Wesen damit überwinden - zumindest sollte es so sein.
In der Wirtschaft erleben wir hoch-instinktbehaftetes Verhalten, Kooperation, ist quasi nur in den einzelnen "Stammeszugehörigkeiten", sprich Unternehmen anzutreffen und selbst dort, kann es unter verschiedenen Abteilungen große Differenzen geben, die eher auf den eigenen Profit achten, als auf das "große Ganze", sprich das Unternehmen.
Wo wir wiederum auf die Spieltheorie zurück kommen, die Founder anführte. Ein Spiel funktioniert nur dann, wenn die teilnehmenden Parteien auch gewillt sind, sich regelkonform zu verhalten, niemand kann Mensch-ärgere-dich-nicht mit einem 'trotzigen Kleinkind' spielen, welches eher das Spielfeld abräumt, als auch einmal eine Niederlage zu ertragen.

Beim Fermi-Paradox könnte man aber auch sagen, dass wir Menschen hier, entweder die ersten Lebewesen sein könnten, die sich so entwickelten oder aber wir sogar hinten dran sind und alle andern uns schon weit überholt haben, dass wir wie Steinzeitmenschen wirken, die versuchen Radiowellen zu empfangen. Klar die Physik hat in unserm Kosmos relativ klare Grenzen, aber unsere Technologie auch. Nur um es kurz zu erwähnen, ein theoretischer Warp-Antrieb könnte überlichtschnell fliegen, wie die Energie dazu bereit gestellt wird, lasse ich außen vor.

Mit Michio Kaku gibt es dazu eine schöne Zusammenfassung: https://youtu.be/7NPC47qMJVg

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Re: Die Rolle der Menschheit

von Leto » 2. Dez 2017, 11:55

Eine Jupitermasse äquivalent negative Energie für ein 10 Meter Schiff ist jetzt nichts worauf ich setzen würde, ich glaube das waren die theoretischen Größenordnungen für ein Warp Feld. Aber klar. Die Physik ist so schlecht in der Beschreibung des Universums (statt von dunkler Materie, etc. könnte man auch von Fehlern der beschreibenden Gleichungen sprechen) das wir vieleicht noch einem Weg finden die Geschwindigkeitsbegrenzung auszuhebeln. Was dagegen spricht, es gibt keine Anzeichen das dies irgendeine Zivilisation geschafft hat.

Naja, in dem 30ern wird Zefram Cochrane ja geboren, also in den 60ern wissen wir mehr :mrgreen:
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Re: Die Rolle der Menschheit

von founder » 2. Dez 2017, 12:05

Leto hat geschrieben:Was dagegen spricht, es gibt keine Anzeichen das dies irgendeine Zivilisation geschafft hat.


Gerade driftet das Wrack eines walzenförmigen Raumschiffs mit 400 m Länge und 40 m Durchmesser durch unser Sonnensystem.
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