Erneuerbare Energien allgemein

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von trimaransegler » 16. Jan 2018, 15:20

wollt ihr ihn immer weiter so beschäftigen, dann stellt er wenigstens nichts an. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Zuletzt geändert von trimaransegler am 16. Jan 2018, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße aus dem Westerwald

Friedhelm

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von SLAM » 16. Jan 2018, 15:44

@OS Electric Drive:

Ich habs schonmal angemerkt: bei solchen Texten immer bis zum Ende Lesen: dort stehen die updates ;)


Gruß SLAM
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von OS Electric Drive » 16. Jan 2018, 18:11

Wenn man Leute für dumm verkauft ändert sich nichts an den Tatsachen. Diese Vereinbarung gilt ja nur weil die einzelnen AKWs GmbHs sind.
Ein Schaden können sie so oder so nicht zahlen.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von einstern » 16. Jan 2018, 19:11

SLAM hat geschrieben:
Wieder einmal eine externe Meinung


Was ist eine "externe Meinung" ?

Darf nicht jeder einfach eine Meinung haben ?


Gruß SLAM

Eigentlich sinnlos zu antworten...aber les doch mal anstatt nur herum zu frotzeln.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von OS Electric Drive » 16. Jan 2018, 20:32

Die Sache ist doch recht einfach. Die Versicherung kostet je Kraftwerk 72MRD im Jahr. Da kann man sich leicht ausrechnen was eine kWh aus einem AKW kostet. Dieser Subventionsunsinn muss endlich aufhören.
http://www.manager-magazin.de/finanzen/ ... 61954.html
Gleiches gilt für Braunkohle.
https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... sten_0.pdf
"Stromerzeugung mit Braunkohle verursacht mit 10,75 €-Cent / kWhel die höchsten Umweltkosten, gefolgt von den fossilen Energieträgern Steinkohle und Öl."

Die Umweltschäden durch CO2 sind enorm, wann diese Subventionierung endlich aufhören wird?
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Dringi » 16. Jan 2018, 22:11

Um mal in die Realität zurückzukommen:

Bloomberg New Energy Finance geht davon aus, dass global in 2017 98 GW PV- und 56 GW Wind-Kraft neu installiert wurden. Dazu kommen 3 GW an Biomasse und Müll, knapp 3 GW an kleinen Wasserkraftanlagen und knap unter 1 GW an anderem.
Dafür wurden weltweit 333,5 Mrd USD in die Hand genommen. Das ist zwar etwas mehr als 2016 aber wenigfer als 2015. Bei deutlich erhöhten Installationzahlen.

Das liegt u.a. dran, dass PV in Kraftwerksgröße in 2017 25% günstiger als zwei Jahre zuvor war.

Die Länderzahlen sind interessant. Negativ-Interessant sind die minus 26% Investitionen im "Zukunftsland" Deutschland.

Quelle: Bloomberg New Energy Finance
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von einstern » 16. Jan 2018, 22:38

In den Zahlen sind Veränderungen vermutlich bis Nov 2017 berücksichtigt. Ich denke, es dauert noch ein Monat, dann sieht man im Zubau/Abbau noch mehr Bewegung. Vermutlich wird dann die AKW Abschaltung ebenfalls sichtbar werden.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Adastramos » 16. Jan 2018, 22:44

Eine Frage meinerseits dazu: Die Energieerzeugung/Leistung wird sicher nicht das Problem sein, damit wir uns durch Erneuerbare versorgen können, die Speicherung der Energie ist mir beim nachrechnen noch nicht ganz klar.

Laut den letzen bekannten Zahlen* verbrauchten wir 2015 521TWh Energie (Tendenz leicht fallend bis 2020), die Anzahl der Haushalte in Deutschland beträgt ca 41 Mio.** und wenn jeder zweite ein 14kWh Speicher im Keller/an der Hauswand hätte, könnten wir damit entsprechend 0,287TWh oder 287GWh speichern, was aber noch weit unterhalb dessen ist, was jährlich gebraucht wird. Würden wir Powerpack-Anlagen wie in Australien*** verwenden, mit 129MWh, bräuchten wir etwas mehr als 4 Mio. Stück davon.

Aber ich glaube, dass ich etwas nicht richtig betrachte oder falsch rechnete und darum mag ich mich an euch wenden, wo der Fehler liegt und wie wir die Speicherung unseres Energiebedarfs sicherstellen können.

Dankeschön an euch!

Quellen:
* https://www.umweltbundesamt.de/daten/en ... mverbrauch
** http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-u ... -haushalte
*** https://www.tesla.com/de_DE/blog/tesla- ... -australia
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von egn » 17. Jan 2018, 08:32

Saisonale Speicherung wird erst interessant wenn tatsächlich ein signifikanter EE-Überschuss vorhanden ist. Momentan ist es so dass gerade mal 38 % des Strombedarfs gedeckt werden. Der von EE erzeugte Strom kann aber nicht nur für die heutigen Stromverbraucher verwendet werden, sondern auch in anderen Sektoren wie dem Verkehr und auch im Wärmemarkt. Es macht ja auch dort Sinn die fossilen Energieträger zu ersetzen.

Bei voll elektrischem Verkehr mit E-Autos kann man 150-200 TWh unterbringen, im Wärmemarkt mit Wärmepumpen noch weit mehr.

Momentan brauchen wir also an eine 100 % Versorgung mit saisonalen Speichern gar nicht denken. Viel wichtiger ist dass man die Erzeugungsspitzen und Flauten mit anderen Maßnahmen ausgleicht.

Bei Erzeugungsspitzen müssen eben die Kraftwerke die Brennstoffe nutzen, d.h. schon gespeicherte Energie nutzen, herunter geregelt werden, und gleichzeitig Verbraucher die konzeptionell Nutzenergie speichern können (E-Auto, Kühlhäuser, Wärmespeicher, Warmwasserbereitung, ...), aktiviert werden. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Umwandlungsverluste, allenfalls geringfügige Speicherverluste.

Man darf hier D auch nicht isoliert betrachten, sondern in einem europaweiten Stromnetz. Jeder Region in Europa hat ein anderes EE Potential das es zu nutzen gibt.

So kann es eben sinnvoll sein dass Norwegen mit seinen großen Wasserkraftresourcen in Sommer mit Strom aus PV aus Mitteleuropa versorgt wird, und dafür seine Speicher immer weiter auffüllt, während dann im Winter die Norweger den Mitteleuropa versorgen. So gibt es viele Beispiele wie sich EE in den einzelnen Regionen ergänzen.

Der Rest was noch fehlt muss lokal durch flexible Kraftwerke wie Gaskraftwerke realisiert werden. Die Gaskraftwerke können z.B. das Gas nutzen das heute noch in Heizungen verbrannt wird. Sie können damit Strom mit 60 % Wirkungsgrad erzeugen.

Heizung: 10 kWh Gas -> 10 kWh Wärme
GUD+WP: 10 kWh Gas -> 6 kWh Strom -> 10 kWh Wärme + 3 kWh Strom

Damit kann man auch den Wärmemarkt mit in den Strommarkt einbinden. Natürlich steigt insgesamt der Stromverbrauch, dafür sinkt aber der Primärenergiebedarf deutlich.

Es ist falsch die Energiewende in Zweifel zu ziehen weil es derzeit noch keine sinnvolle Lösung für 100 % EE gibt. Streben wir doch erst mal 80 % EE an und decken den Rest weiterhin mit den saubereren Varianten der fossilen Brennstoffe. Das ist für die Umwelt auf jeden Fall besser als die heutigen 36 % EE und dem Mix aus Atomenergie, Braun-/Steinkohle, Öl und Gas.

Um das zu erreichen muss aber die EE Erzeugung massiv ausgebaut werden. PV muss an den Ausbau im Jahr 2012 anknüpfen und mindestens 10 GW/Jahr erreichen. Windenergie onshore/offshore muss etwa die gleiche Ausbaurate erreichen. Onshore müssen dies nicht nur Neubauten sein, sondern kann durch Repowering die Leistung bei Reduktion der Zahl der Windkraftwerke vervielfacht werden. Und natürlich muss die Kohle mittelfristig (10-20 Jahre) vom Netz, wobei die dreckigsten Braunkohlekraftwerke schon in den nächsten Jahren abgeschaltet werden müssen. Gleichzeitig müssen verteilt über ganz D neue GUD-Kraftwerke gebaut werden, die dann später die maximale vertikale Netzlast auch ohne EE decken können. Bei 400 €/kW Kosten kostet das für 100 GW rund 40 Mrd € über einen Zeitraum von 20 Jahren, oder 2 Mrd €/Jahr. Die Hälfte davon wäre schon durch die wegfallenden Netzeingriffe gedeckt, und die andere Hälfte durch Einsparungen beim Netzausbau, da man die Gaskraftwerke dort bauen kann wo der Verbrauch am höchsten ist und auch keinen Braunkohlestrom mehr ins Ausland exportieren muss.
Tesla Model S85, 2/2014 (VIN 19XXX), weiß , Leder beige, Tech, Sound, Luftfederung, Doppellader, Kaltwetter, Panoramadach, LTE, Chademo, Allianz Anschlussgarantie 4J/80.000km, Firmware 2017.50.2 3bd9f6d, ca. 90.000 km
 
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