Erneuerbare Energien allgemein

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von egn » 2. Jan 2018, 16:45

Als Gegenstudie zu der nach dem Motto "Ich wünsch mir was ich will." erstellten Studie der Netzbetreiber empfehle ich das Lesen der Studie der BNA zu diesem Thema.

Wie in der Abbildung 49 zu sehen ist, beläuft sich die Mindesterzeugung in den analysierten Stunden auf einen Bereich von 3,2 GW bis 4,6 GW. Der konventionelle Erzeugungssockel liegt in den analysierten Stunden zwischen 18,8 GW und 23,6 GW. Insgesamt befanden sich in den analysierten Stunden also Kraftwerke am Netz mit einer Einspeiseleistung zwischen 23,4 GW und 28,1 GW.


Rein aus netztechnischen Gründen sind Must-Run Kapazitäten also viel kleiner als in der Studie der Netzbetreiber behauptet. Der konventionelle Erzeugungssockel ist nur wegen der betriebstechnischen Einschränkungen der konventionellen Kraftwerke vorhanden. Durch Ersatz dieser Kraftwerke durch flexiblere Kraftwerke könnten in der Spitze rund 20 GW mehr Leistung aus den EE eingespeist werden. Die Netzdienstleistungen könnten auch problemlos durch EE Erzeuger und andere Maßnahmen erbracht werden.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 2. Jan 2018, 16:57

Ja klar ist das relativ hohe prod_min durch die Realitaet gegeben?

Natuerlich kann man sich Szenarien ausdenken in denen die Realitaet anders sein koennte nur das aendert doch erst mal nichts an der echten Realitaet.
Zuletzt geändert von akoehler am 2. Jan 2018, 16:59, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von KaJu74 » 2. Jan 2018, 16:58

akoehler hat geschrieben:Öl, Kohle Atom und Gas reicht vollkommen um ein sichere thermisch basierte Versorgung hinzubekommen

Ich frage mich immer mehr, was du beruflich machst.

Du schreibst ganz klar wie ein Lobbyvertreter.

Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.
Gruß Karsten

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Eberhard » 2. Jan 2018, 16:59

Bei Atom und Kohle faehrt das Gaskraftwerk lediglich die Spitzenlasten die ausserhalb der sinnvollen Lastfolgebetriebs der anderen liegen ab


Genau das macht es bei EE auch. Wie gesagt EE können auch grundlastfähig sein.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 2. Jan 2018, 17:13

Eberhard hat geschrieben:
Bei Atom und Kohle faehrt das Gaskraftwerk lediglich die Spitzenlasten die ausserhalb der sinnvollen Lastfolgebetriebs der anderen liegen ab


Genau das macht es bei EE auch. Wie gesagt EE können auch grundlastfähig sein.


Aber der Wert die 35 Mrd Gegenwert orientieren sch doch nicht daran was sein koennte sondern was tatsaechlich ist??
Er ist nunmal nicht mal ansatzweise grundlastfaehig oder verlaesslich und daher auch meiner Meinung nach in der Realitaet sein Geld aktuell so nicht wert im Vergleich zu verlaesslichem Strom,

Was echt grundlastfahiger EE Strom kostet weiss doch niemand Serioses - ausser den 2 Kugeln Eis "Experten" vielleicht.

Allerdings wenn du bereit bist fuer Dinge Geld auszugeben die existsieren koennten es aber nicht tun weil Du die trotzdem fuer genauso wertvoll haelst we reale Dinge haette ich da einige gute Angebote fuer Dich :D
Zuletzt geändert von akoehler am 2. Jan 2018, 17:19, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Eberhard » 2. Jan 2018, 17:17

Für 35Mrd bekommst du 3,5GW Parabolrinnenanlage in Marokko einschließlich HGÜ bis nach D mit > 7000VLH.
Dann hat Gas für die restlichen 1760h im Jahr noch genug zu tun sofern der Wind nicht stark genug bläst.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von tripleP » 2. Jan 2018, 17:21

Reale Dinge wie Atomkraft und Kohlekraft? Ja leider. Der Mist muss weg, zu schmutzig, zu teuer, zu gefährlich und dazu nicht flexibel.

Einfach EE weiter erhöhen, und Gaskraftwerke zur Hilfe nehmen +vor allem neue Ideen anwenden.

Chemische Speicher kommen von alleine, Preiszerfall machts möglich. Ähnlich wie PV.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 2. Jan 2018, 17:24

Eberhard hat geschrieben:Für 35Mrd bekommst du 3,5GW Parabolrinnenanlage in Marokko einschließlich HGÜ bis nach D mit > 7000VLH.
Dann hat Gas für die restlichen 1760h im Jahr noch genug zu tun sofern der Wind nicht stark genug bläst.


Das waere sicher sinnvoller als das Geld in Deutschland per EE Subventionierung von dagegen im Vergleich extrem ineffektiven Anlagen zu verbraten.

Das hoert sich fuer mich fuer einen deutlich besseren Gegenwert an! Das waere auf jeden Fall sicher viel besser als die aktuelle Praxis.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Eberhard » 2. Jan 2018, 17:38

Also ich würde sofort €2.000 in eine solche Anlage investieren, wenn ich 2kWx7000h = 14MWh für 20Jahre bekäme, auch wenn noch 10% jährlich als Betriebskosten hinzu käme. Damit wäre mein Stromverbrauch einschl. MS abgedeckt.
Dann würde ich auch meine Heizung auf WP umstellen mit 5MWh Verbrauch im Jahr. Da kostet die WP-Heizung schon mehr.
Kosten 15% jährlich aus €2.000 = €300 für 14MWh = 2ct/kWh. Da liegt bei uns schon die Energiesteuer auf Strom höher. Da musst ich mich doch irgendwo völlig verrechnet haben. So günstig kann das doch garnicht sein.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von egn » 2. Jan 2018, 17:46

akoehler hat geschrieben:Und wenn ich schon 100GW Gas bauen muss - was bitte ist denn dann der PV und Solarstrom wert von dem ich nie weiss ob er da ist wenn ich ihn brauche? Das ist lediglich ein nice-to-have addon.


Du hast eine völlig falsche Vorstellung davon wie der Strommarkt funktioniert.

Im Day-Ahead Markt geben alle Erzeuger - auch EE - für Stunden, 1/2 h und 1/4 h ein verbindliches Angebot ab. Diese Angebote werde nach Merit-Order mit der zu erwartenden vertikalen Netzlast in Übereinstimmung gebracht. Wenn für EE für ein bestimmte Stunde 100 MW angeboten werden dann werden die auch genau für die Stunde geliefert.

Der Strom ist genauso viel Wert wie der Strom wenn er in der jeweiligen Stunde durch ein konventionelles Kraftwerk geliefert würde. Wenn es eine Abweichung von der Prognose gibt dann wird die Differenz kurzfristig über den Spotmarkt ausgeglichen.

Genau in so einem Umfeld wo eben keine konventionellen Kraftwerke laufen müssen, lohnen sich wieder Gaskraftwerke und natürlich auch Speicher. Denn die Resuidallast muss ja irgenwie erzeugt werden.

Die spezifischen Investitionskosten für Gaskraftwerke sind mit 400 €/kW relativ niedrig.

Wenn die abgeschriebenen Dreckschleudern parallel zum Aufbau von flexiblen Kraftwerken aufgebaut werden kann hier der Strommarkt wiedereinen rentablen Betrieb ermöglichen. Klar wird dann zu Zeiten wenn EE knapp sind die Preise stark steigen, aber auch zu Zeiten mit hoher EE Einspeisung stark sinken. Aber dies ist erwünscht um die nötigen Preissignale für die Verbraucher zu liefern. Der Durchschnittspreis ist aber wesentlich geringer als heute da die Stromgestehungskosten der EE immer weiter sinken. Alleine das Ende der EEG Förderung bei PV Anlagen die ganz abgeschrieben sind, und noch weitere 10-20 Jahre Strom liefern können wird einen erheblichen Druck auf die Preise ausüben.

Wie eine Versorgung mit 50-100 % mit EE in D funktioniert gibt es eine Vielzahl von ausführlichen Studien. In einem europäischen Stromnetz gibt es aber auch noch eine Vielzahl von weiteren Möglichkeit, die von den ewigen Gegnern überhaupt nicht in Betracht gezogen werden.

Wie hier in diesem Beispiel läuft die Argumentation immer gleich ab. Es wird immer auf einen Extremfall zugespitzt, obwohl dieser gar nicht relevant ist.

Da wird mit 100 GW Gaskraftwerken argumentiert obwohl
- in D gar kein Höchstlast von 100 GW nötig ist,
- es andere Erzeugung wie Wasserkraftwerke, BHKWs, usw gibt,
- PV und Windkraftwerke auch einen Kapazitätsfaktor haben,
- Speicher vorhanden sind,
- Demand Side Managment betrieben werden kann,
- EE aus Regionen importiert werden kann in denen das Angebot momentan höher ist,
- usw.

Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe dagegen. :roll:
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