Erneuerbare Energien allgemein

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 1. Jan 2018, 19:27

KaJu74 hat geschrieben:@akoehler
Bitte lass die persönlichen Spitzen, denn sonst wird das zu diskutierende Thema bald nur noch Nebensache.


Wie geil ist das denn?
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von KaJu74 » 1. Jan 2018, 19:29

DerSchwabe hat geschrieben:Aber haben jetzt einen Punkt erreicht bei dem ein Speicherausbau einem weiteren EEG Ausbau vorzuziehen wäre. Imho.
Sag das mal der Regierung, die machen den Speicherausbau immer unattraktiver.

Oder ist das deren Plan? :roll:
Zuletzt geändert von KaJu74 am 1. Jan 2018, 19:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von DerSchwabe » 1. Jan 2018, 19:30

KaJu74 hat geschrieben:Ich habe meinen Stromverbrauch um 13.000kWh gesenkt.
Ich speise 15.000kWh sauberen Strom ins Netz ein.
Ich verbrauche kein Benzin/LPG mehr.

Also eine Kombination von beidem!


Das ist persönlich betrachtet sehr löblich und wird auch so mit der EEG Umlage gesteuert und gewollt.

Nur den Punkt: "Ich speise 15.000kWh sauberen Strom ins Netz ein." können nicht alle und noch nichteinmal viele machen ohne unsere bestehenden Netze an den Rand des machbaren zu bringen.

Deshalb meine Aussage im Kommentar zuvor doch nun den Fokus auf eine intelligente Steuerung und Speicherung zu setzen und erst dann den weiteren Ausbau der erneuerbaren weiterzutreiben.

Aber: Sehr gute Diskussion, wir haben dasselbe Ziel und diskutieren nur über das wie.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von DerSchwabe » 1. Jan 2018, 19:31

KaJu74 hat geschrieben:
DerSchwabe hat geschrieben:Aber haben jetzt einen Punkt erreicht bei dem ein Speicherausbau einem weiteren EEG Ausbau vorzuziehen wäre. Imho.
ag das mal der Regierung, die machen den Speicherausbau immer unattraktiver.

Oder ist das deren Plan? :roll:


Ja leider...
Ne einen Plan kann ich da wirklich nicht erkennen ;-)
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von egn » 1. Jan 2018, 19:33

Das jetzt mit wieder nichts mit den Mikrostromausfällen zu tun? Ist das Thema erledigt? Gibst Du nun zu dass Du Unsinn verbreitet hast? Wenn ja, können wir das nächste Thema diskutieren. :roll:

SLAM hat geschrieben:Die EEG Produzenten agieren nicht nur völlig zufällig, die Schwankungsbreite der von diesen eingespeisten Last ist sogar größer als die Schwankungsbreite der ebenfalls erratischen Summe aller Verbraucher.

Die sich aus der Summe der EEG Einspeiser und Verbrauchern ergebende Lastgang (=Residuallast) schwankt daher sehr viel stärker als nur die Verbraucher. Es werden also mit EEG Einspeisung deutlich mehr und drastischere Regeleingriffe benötigt als bei der Versorgung mit rein konventionellem Kraftwerkspark. Das sollen aber immer weniger konventionelle Kraftwerke leisten, was an die Infrastruktur irgendwann nicht mehr leisten kann.


Die Schwankungsbreite spielt doch wegen der der Prognosemodelle im Day-Ahead Markt überhaupt keine Rolle. Die Planung der Kraftwerke zur Deckung der Residuallast werden vollständig im Voraus gemacht und erforder im Prinzip keinerlei zusätzliche Regeleingriffe.

Die von Dir genannten Regeleingriffe sind nicht wegen der Einspeisung der EE nötig, sondern weil der Strommarkt davon ausgeht dass das Stromnetz eine einzige durchgehende Kupferplatte ist, in die an beliebigen Stellen mit beliebiger Leistung ein/ausgespeist werden kann. Wie schon bei den Frequenzschwankungen tragen der Strommarkt und die konventionellen Kraftwerke Verantwortung für die Regeleingriffe. Denn wenn die EE viel Energie produzieren sinken die Preise an der Strombörse auf die Grenzkosten der konventionellen Kraftwerke und die Nachbarländer decken sich mit Stromkontrakten ein. Das Stromnetz ist aber bisher nicht dafür ausgelegt Braunkohlestrom, der momentan von D nicht benötigt wird, quer durch D nach A, CH, F zu leiten. Genau das macht die Regeleingriffe nötig. Diese Regeleingriffe haben nichts mit mit dem Regelenergiemarkt zu tun, der kurzzeitige Schwankungen ausgleichen. Diese Regeleingriffe werden wie die normale Kraftwerksplanung im Voraus geplant und sorgen auch im Rahmen dieser Planungen wie der normale Kraftwerkfahrplan im Zeitraster für Frequenzschwankungen.

Das zweite Problem sind die in weiten Teilen noch ohne Steuermöglichkeit durch die Netzbetreiber agierenden Schutzschaltungen der Frequenzumrichter und der Anlagenschutzschaltungen (hier insbesondere bei Wind): unangekündigte Lastabwürfe bei Unterfrequenz kommen hier ebenso vor wie nichtabschaltbare Einspeisung bei Überfrequenz.


Wieder so eine Nebelbombe. Die Anlagen werden nach den Anschlussbedingungen der Netzbetreiber angeschlossen. Diese haben früher vorgeschrieben dass sich die EE Anlagen bei einer Frequenzabweichung von 200 mHz vom Netz trennen müssen. Nach ein paar Vorfällen bei denen sich alle EE Anlagen vorschriftsmäßig abgeschaltet haben, haben die Netzbetreiber endlich gemerkt was für unsinnige Abschaltbedingungen sie definiert haben, und haben neue Bedingungen definiert. Diese sorgen jetzt schon seit einigen Jahren dafür dass es zu keiner gleichzeitigen Abschaltung und Anschaltung mehr gibt.

Du hast also ein Problem beschrieben das schon lange keines mehr ist und dazu nicht durch die EE verursacht wurde sondern durch die unsinnigen Anschlussbedingungen der Netzbetreiber.

Aktive Bereitstellung von Regelenergie durch die erneuerbaren ist aber verschwindend gering, hier müssen die Betreiber der EE in die Pflicht genommen werden.


Nachdem die EE bis 2011 nicht am Regelenergiemarkt teilnehmen durften steigt der Anteil beständig.
Es ist sogar so dass die Menge an vor zu haltender Regelenergie mit dem steigenden Anteil an EE gesunken ist, die Behauptung dass EE einen erhöhten Regelenergiebedarf verursachr ebenfalls Fake News sind.

Hier kann man mehr darüber nachlesen.

Blickt man auf den historischen Verlauf der ausgeschriebenen Regelleistungskapazitäten, so ergibt sich zunächst ein überraschendes Bild. Obwohl sich die installierte Leistung von Wind und PV in den vergangen fünf Jahren mehr als verdoppelt hat, wurden 2012 etwa 20 % weniger Regelleistungskapazitäten ausgeschrieben als 2008 (vgl. Abb. 4). Die Kosten für die Leistungsvorhaltung konnten sogar um die Hälfte gesenkt werden [1].
Dafür verantwortlich dürften eine Reihe von Einflussfaktoren sein: die Einführung des Netzregelverbundes, die bessere Prognose von Erneuerbaren-Erzeugung sowie ein verbessertes Bilanzkreismanagement dank liquiderem Intraday-Handel. Bedauerlicherweise sind den Autoren keine Studien bekannt, die den Einfluss dieser Faktoren quantifizieren. Die Marktentwicklung der letzten fünf Jahre ist natürlich kein Hinweis darauf, dass fluktuierende Erneuerbare den Regelleistungsbedarf senken, aber eine deutliche Erinnerung daran, dass eine Vielzahl von Faktoren den Bedarf beeinflussen – und in den letzten fünf Jahren der Wind- und Solar-Boom offensichtlich nicht der dominante Faktor war.


Mit der Integration von Batteriespeichern ins Netz wird es eng für konventionelle Regelenergie. Und wenn die Netzbetreiber endlich zulassen dass auch PV Wechselrichter bei kleineren Frequenzabweichungen mit regeln dürfen und auch Blindleistung einspeisen dürfen dann ist das ein Quantensprung für das Ausregeln von Frequenz und Spannungsschwankungen.

Die moderne Frequenzumrichtertechnik ist den alten Dinosaurierkraftwerken weit überlegen.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 1. Jan 2018, 19:35

KaJu74 hat geschrieben:
DerSchwabe hat geschrieben:Aber haben jetzt einen Punkt erreicht bei dem ein Speicherausbau einem weiteren EEG Ausbau vorzuziehen wäre. Imho.
ag das mal der Regierung, die machen den Speicherausbau immer unattraktiver.

Oder ist das deren Plan? :roll:



Es geht hier doch nicht zum solche Mini Heimspeicher für 1 bis 10 Tage.

Es geht hier um zig Multi TWh Speicher fuer Monate. Also Speicher die z.B. im Juli geladen werden und 5 Wochen oder ein paar Monate spaeter den Strom abgeben.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Fjack » 1. Jan 2018, 19:40

akoehler hat geschrieben:Was ist denn daran geil das man wenn es einem um die Umwelt geht die eigene beschraenkte Egozentrik Welt auch mal verlassen muss?

Das ist doch ganz normal sich zu fragen muss man tatsaechlich soviel Geld der Buerger fuer CO2 Einsparung in EE raushauen wenn das insgesamt nichts gross bewirkt oder ist das Geld woanders nicht sinnvoller und effektiver einsetzbar?

Für 40 Mrd im Jahr koennte man den Verkehr/Heizung/Produktion etc extrem erneuern - das haette auch Auswirkung auf das CO2. Wieso sollte man denn so dermassen beschraenkt sein und sich das nicht fragen wenn es einem um die Umwelt geht?

EE umfasst auch Einsparungen ausserhalb der Stromerzeugungswelt. Ob ich eine Energieeinheit regenerativ erzeuge oder eine thermisch erzeugte einspare ist nunmal das Gleiche (wobei dass Einsparen sogar eher sinnvoller ist, vir allem wenn die regenerative nicht verbrauchsgerecht erzeugt wird sondern nur eine Subventions kWh ist)


Richtig, es geht ums gesamte. Dort würde eine Steuer für CO2 für alle erzeuger gleich viel bewirken.
Wenn wir über Strom reden bringt ein zeigen auf den Verkehr aber keinen Informationsgewinn.
Die EEG wir nur auf Strom erhoben und nur vom den kleinen Michel bezahlt. Wenn man das auf alle Energieerzeuger umlegt ist viel gewonnen.
Heute wird Grüner Strom mit Umlagen belegt und dreckiger Strom nicht, dieser erhält zum teil sogar den reduzierten MwSt. Satz (Kohle).
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von OS Electric Drive » 1. Jan 2018, 19:41

DerSchwabe hat geschrieben:Zum Glück haben wir (noch) nicht auch nur ansatzweise eine PV-Erzeugung von 100%.
Ohne eine ausreichende Speichermöglichkeit für Zeiten in denen mehr Strom gebraucht wird als erzeugt wird (nachts, Bewölkung,...) oder ausreichend dimensionierte Stromtrassen um eventuell länderübergreifende Ausgleiche herzustellen würden wir damit genau... ja warte mal... gar kein herkömliches Kraftwerk einsparen. Gas und Kohle Kraftwerke müssten ständig in ungünstigen Bereichen laufen um genügend abrufbare Regelenergie zu haben.
Ja, wir müssen das Ziel 100% erneuerbare erreichen.
Aber haben jetzt einen Punkt erreicht bei dem ein Speicherausbau einem weiteren EEG Ausbau vorzuziehen wäre. Imho.


Speicher sind absoluter Unsinn und speichern Kohlestrom. Es gibt bis heute keine Überproduktion an EE Strom und wenn wird dieser nur Stundenweise anfallen. Das kann man auch mit Abregelungen machen was die Planbarkeit des Stromes im Übrigen wieder deutlich steigert weil er dann regelbar wird. Wir haben im PV Bereich schon längst von höchster Effizienz auf Wirtschaftlichkeit geschaltet. Wenn man ein paar % weniger Strom vergütet bekommt kann man entweder lokal speichern für späteren Bedarf oder aber die Anlage einfach nur mit 70% anstatt mit 80% laufen lassen, das macht die Sache regelbar.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von DerSchwabe » 1. Jan 2018, 19:43

akoehler hat geschrieben:
KaJu74 hat geschrieben:
DerSchwabe hat geschrieben:Aber haben jetzt einen Punkt erreicht bei dem ein Speicherausbau einem weiteren EEG Ausbau vorzuziehen wäre. Imho.
ag das mal der Regierung, die machen den Speicherausbau immer unattraktiver.

Oder ist das deren Plan? :roll:



Es geht hier doch nicht zum solche Mini Heimspeicher für 1 bis 10 Tage.

Es geht hier um zig Multi TWh Speicher fuer Monate. Also Speicher die z.B. im Juli geladen werden und 5 Wochen oder ein paar Monate spaeter den Strom abgeben.


Das wäre aber mit heutiger Technik nur durch Pumpspeicherwerke zu realisieren.
Oder über die Wasserstoffherstellung und spätere Verstromung?
...gibt bestimmt noch mehr das ich nicht kenne oder mir im Moment nicht einfällt.

Immerhin wäre es ein erster Schritt eine größere Batterie an jeden Windpark / größere PV Anlage zu packen die von außen gesteuert werden kann. So Tesla mäßig wie in Puerto Rico z.B.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von DerSchwabe » 1. Jan 2018, 19:50

OS Electric Drive hat geschrieben:Es sind einfach die alten Märchen die hier verbreitet werden. Da verstopft dumme Braunkohle das Netz und dann soll es die Schuld der Windkraft sein? Große Wind und PV Kraftwerke laufen alle über die Vermarktung und haben somit eine verbindliche Leistung für den Folgetag.


Das ist doch nicht wirklich dein Ernst:

OS Electric Drive hat geschrieben:Da verstopft dumme Braunkohle das Netz und dann soll es die Schuld der Windkraft sein?



OS Electric Drive hat geschrieben:Speicher sind absoluter Unsinn und speichern Kohlestrom. Es gibt bis heute keine Überproduktion an EE Strom und wenn wird dieser nur Stundenweise anfallen.


un genau deshalb benötigen wir Speicher.
Speicher um die benötigte Regelenergie liefern zu können und die nicht planbaren Spitzen un den Liefermengen der PV Anlagen und Windenergie zu speichern anstatt abzuregeln. Und wieder zu verbrauchen wenn es notwendig ist.

Im nächsten Schritt können dann die Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke abgeschaltet werden.
...in dieser Reihenfolge.

Ohne Speicher kommst du nicht über eine Nacht in der kein Wind weht. (Um wieder auf ein Stammtischniveau runterzukommen... :-) )
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