Erneuerbare Energien allgemein

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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von OS Electric Drive » 12. Dez 2017, 14:13

Ich bin auch nicht im BSW tätig. Der BSW wird u.A. auch von Sonnen als Speicherhersteller beeinflusst die nachweislich kleinere PV Anlagen empfehlen als die volle Dachfläche auszuschöpfen. Ich habe hier einen Faden laufen der heißt, die Eigenverbrauchsfalle. Und genau das ist das Problem, seit dem extremen Fokus auf EV ist die Branche quasi kollabiert. Wenn ich mir den Shitstorm ansehe den ich darauf auch hier geerntet habe wird halt einiges klar. Die Mehrheit der Menschen mit großen Dachflächen interessiert das halt alles nicht. Warum auch, die haben einen Dienstleister für Energie, für Leasing für kfz, Versicherung, und mieten sich die Räumlichkeiten von einer Gebäude Gesellschaft.

Und kaum haben wir ein paar GWp installiert kommt irgendwo her einer der mir erzählt, dass PV Strom ja so unzuverlässig sei und teuer vor allem. Bei den aktuellen Ausschreibungen liegt man bei rund 5Ct /kWh als unter den Gestehungskosten von Gas Kraftwerken. Neubau Atom Kohle und Co kann da so oder so nicht mehr mithalten.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von egn » 12. Dez 2017, 15:01

founder hat geschrieben:Oh, man braucht keinen Speicher, Licht am Tag genügt doch.
In der Nacht sollen die Menschen doch besser schlafen.


Man braucht so lange keinen Speicher so lange noch kein tatsächlicher Überschuss im Netz, also nahezu 100 % der vertikalen Netzlast produziert wird. D.h. bis keines der konventioneller Kraftwerke mehr zu laufen braucht. Und selbst dann braucht man noch keinen Speicher solange man noch Abnehmer im Ausland für den Strom findet. In Europa ist es letztlich egal wo konventionelle Kraftwerke abgeregelt werden. Kraftwerke abzuregeln ist viel effizienter als die Energie irgendwo zu speichern und dann wieder zu verstromen. Und natürlich kann man potentielle Überschüsse auch über Demand-Side-Management als Nutzenergie speichern. Hierzu zähle ich auch die Energie in den Akkus von Fahrzeugen. Dort entsteht kein zusätzlicher Verlust.

Die Speicherung des regenerativ erzeugten Stroms in Kleinspeichern um eine hohe Eigenversorgungsquote zu erreichen ist eine Verschwendung von Resourcen, übrigens genauso wenn D als Ganzes für sich anstreben würde einen möglichst hohen Eigenversorgungsgrad zu erreichen. Es ist weit besser für die Energiewende wenn nach Abriegelung aller konventionellen Kraftwerke die Überschüsse ins Ausland exportiert werden, denn dort werden dann auch wieder konventionelle Kraftwerke verdrängt.

2010, 2011, 2012 gab es jeweils 7,5 GW Photovoltaik zubau.
Bei den Ausbauzahlen wäre 70 GW in 4 Jahren erreicht.
Aber wer mit diesen Verband zusammen ist, hat wohl auch das Ausbauziel 70 GW verinnerlicht, wo eben gerade noch kein Speicher nötig ist.


Diese Ausbaugeschwindigkeit ist Geschichte und solange die entsprechenden Quoten nicht erhöht werden wird es noch Jahrzehnte dauern bis signifikante Überschüsse auftreten die das Speichern nötig machen.

Deshalb bin ich hier auch voll bei OSE. Wenn PV dann sollte das komplette Dach voll gemacht und der Strom eingespeist werden. Wenn tatsächlich Überlastung im Ortsnetz auftritt dann sollte eher der Ortsnetzbetreiber lokalen Speicher im Netz einsetzen.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von stevelectric » 12. Dez 2017, 17:33

egn hat geschrieben:[...]Wenn tatsächlich Überlastung im Ortsnetz auftritt dann sollte eher der Ortsnetzbetreiber lokalen Speicher im Netz einsetzen.


...oder regelbare Verbraucher anbinden, z.B. E-Autos.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von founder » 12. Dez 2017, 19:18

egn hat geschrieben:
founder hat geschrieben:Oh, man braucht keinen Speicher, Licht am Tag genügt doch.
In der Nacht sollen die Menschen doch besser schlafen.


Man braucht so lange keinen Speicher so lange noch kein tatsächlicher Überschuss im Netz, also nahezu 100 % der vertikalen Netzlast produziert wird. D.h. bis keines der konventioneller Kraftwerke mehr zu laufen braucht. Und selbst dann braucht man noch keinen Speicher solange man noch Abnehmer im Ausland für den Strom findet. In Europa ist es letztlich egal wo konventionelle Kraftwerke abgeregelt werden. Kraftwerke abzuregeln ist viel effizienter als die Energie irgendwo zu speichern und dann wieder zu verstromen. Und natürlich kann man potentielle Überschüsse auch über Demand-Side-Management als Nutzenergie speichern. Hierzu zähle ich auch die Energie in den Akkus von Fahrzeugen. Dort entsteht kein zusätzlicher Verlust.

Die Speicherung des regenerativ erzeugten Stroms in Kleinspeichern um eine hohe Eigenversorgungsquote zu erreichen ist eine Verschwendung von Resourcen, übrigens genauso wenn D als Ganzes für sich anstreben würde einen möglichst hohen Eigenversorgungsgrad zu erreichen. Es ist weit besser für die Energiewende wenn nach Abriegelung aller konventionellen Kraftwerke die Überschüsse ins Ausland exportiert werden, denn dort werden dann auch wieder konventionelle Kraftwerke verdrängt.


Es gibt bei Speichertechnik keinen Vorteil der Größe. Der 1 kWh Speicher hat den selben Wirkungsgrad wie der 1 GWh Speicher.
Ganz im Gegenteil, der Weg vom Erzeuger zum Speicher und vom Speicher zum Erzeuger gibt zentralen Großspeichern sogar einen deutlichen Effizienznachteil.

egn hat geschrieben:
2010, 2011, 2012 gab es jeweils 7,5 GW Photovoltaik zubau.
Bei den Ausbauzahlen wäre 70 GW in 4 Jahren erreicht.
Aber wer mit diesen Verband zusammen ist, hat wohl auch das Ausbauziel 70 GW verinnerlicht, wo eben gerade noch kein Speicher nötig ist.


Diese Ausbaugeschwindigkeit ist Geschichte und solange die entsprechenden Quoten nicht erhöht werden wird es noch Jahrzehnte dauern bis signifikante Überschüsse auftreten die das Speichern nötig machen.


Falsch. China nähert sich schnell dieser Ausbaugeschwindigkeit. 2019 oder 2020 werden pro Einwohner in China wohl mehr PV installiert, als 2010 in Deutschland.
Pro Einwohner sind die 7,5 GW Zubau in Deutschland mit 126 GW in China zu übertreffen.

Glaubst Du im ernst, dass sich in Deutschland jahrzehntelang eine ewig gestrig fossile Regierung von Klimawandelleugnern halten wird?
Die schlimmsten Klimawandelleugner sind jene, die ständig behaupten, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen,
aber alles nur als minimalistische Vortäuschung betreiben.

egn hat geschrieben:Deshalb bin ich hier auch voll bei OSE. Wenn PV dann sollte das komplette Dach voll gemacht und der Strom eingespeist werden. Wenn tatsächlich Überlastung im Ortsnetz auftritt dann sollte eher der Ortsnetzbetreiber lokalen Speicher im Netz einsetzen.


Geringerer Wirkungsgrad durch Übertragungsverluste.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Bones » 14. Dez 2017, 13:04

Es ist zwar noch nicht Ende des Jahres und somit nicht vollständig.
Wenn man nur diese Zahlen/Grafiken nimmt, müsste doch eigentlich alles besser, grüner, sauberer werden.

ABER: Emissionen nehmen im 1. Halbjahr zu
Im ersten Halbjahr 2017 sind die energiebedingten CO2-Emissionen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um knapp 5 Millionen Tonnen auf 428 Millionen Tonnen gestiegen (plus 1,2 Prozent).


Die CO2-Emissionen haben sich dabei nicht bei allen Energieträgern gleich entwickelt: So stiegen die Emissionen aus Mineralöl um 4,6 Millionen Tonnen CO2, aus Erdgas um 2,9 Millionen Tonnen und aus Braunkohle um 2,3 Millionen Tonnen. Demgegenüber sanken die Emissionen aus der Steinkohlenutzung um 5,1 Millionen Tonnen. Ursache beim Anstieg des Mineralöls ist ausschließlich der höhere Benzin-, Diesel- und Kerosinverbrauch, während der Heizölabsatz trotz der kälteren Witterung im ersten Halbjahr 2017 sogar leicht gefallen ist. Die Verbrauchsänderungen bei Braunkohle, Steinkohle und Erdgas sind vor allem auf die Entwicklungen am Strommarkt zurückzuführen: So haben die Erneuerbaren Energien deutlich zugelegt, ebenso die Nutzung von Gas in Kraftwerken (insbesondere KWK-Anlagen), was zu Lasten der Steinkohle ging – hier wurden auch einige Steinkohlekraftwerke im 1. Halbjahr 2017 stillgelegt. Gleichzeitig weiteten die Braunkohlenkraftwerke ihre Stromproduktion aus aufgrund einer verbesserten Kraftwerksverfügbarkeit.


Mit einem Plus von fast 5 Millionen Tonnen CO2 im ersten Halbjahr 2017 trug der Verkehr am stärksten zum Emissionsanstieg bei. Ursache dafür war ein Absatzplus beim Diesel von 6,5 Prozent, bei Benzin von 2,5 Prozent und beim Flugbenzin von fast 8 Prozent.
Dateianhänge
Zubau-Rückbau.jpg
Netto Leistung.jpg
2017.jpg
2016.jpg
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 14. Dez 2017, 13:20

Garantiert ist in 2017 auch PROD_Min wieder gestiegen - das liegt nahe weil das Stromnetz nicht zusammengelappt ist.

Da steht doch schon nur das meiste am CO2 Anstieg kam aus dem Verkehr - der Rest des Anstiegs teilen sich aber Produktion und Stromerzeugung.

Auch 2017 ist (wie 2016,2015,2014,2013) nur wieder ein "Erfolg" fuer Leite denen es vor allem darum geht sich als angebliche Umweltretter zu feiern - absolut mehr CO2 - auch aus der Stromproduktion - heisst aber fuer alle, denen es um die Umwelt geht eher wieder keinen Grund zum feiern sondern ist ein erneuter Anlass mal nachzuschauen ob die riesigen Subventionen der Buerger nicht anders eingesetzt den CO2 Ausstoss tatsaechlich senken wuerden.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Dringi » 14. Dez 2017, 14:28

akoehler hat geschrieben:Auch 2017 ist (wie 2016,2015,2014,2013) nur wieder ein "Erfolg" fuer Leite denen es vor allem darum geht sich als angebliche Umweltretter zu feiern - absolut mehr CO2 - auch aus der Stromproduktion - heisst aber fuer alle, denen es um die Umwelt geht eher wieder keinen Grund zum feiern sondern ist ein erneuter Anlass mal nachzuschauen ob die riesigen Subventionen der Buerger nicht anders eingesetzt den CO2 Ausstoss tatsaechlich senken wuerden.


Eine Co2-Steuer auf jede Stromerzeugungsart und dem Kohle-Irrsinn wäre ein Riegel vorgeschoben.
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von akoehler » 14. Dez 2017, 14:56

Dringi hat geschrieben:
akoehler hat geschrieben:Auch 2017 ist (wie 2016,2015,2014,2013) nur wieder ein "Erfolg" fuer Leite denen es vor allem darum geht sich als angebliche Umweltretter zu feiern - absolut mehr CO2 - auch aus der Stromproduktion - heisst aber fuer alle, denen es um die Umwelt geht eher wieder keinen Grund zum feiern sondern ist ein erneuter Anlass mal nachzuschauen ob die riesigen Subventionen der Buerger nicht anders eingesetzt den CO2 Ausstoss tatsaechlich senken wuerden.


Eine Co2-Steuer auf jede Stromerzeugungsart und dem Kohle-Irrsinn wäre ein Riegel vorgeschoben.



Mit einem Gesetz dass bei der Verbrennung vieler Stoffe CO2 entsteht waere wohl auch dem CO2 Problem ein Riegel vorgschoben..... :D :D

Ich wette gleich kommt jemand und sagt aber schau doch die subventionierte Menge Strom hat doch zulelegt - das ist doch wichtig und nicht ob CO2 sinkt oder ob man den Strom sinnvoll nutzen konnte.

Die technische Notwendigkeit fuer ein steigendes PROD_min laesst sich nicht durch eine CO2 Steuer loesen.
 
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von Dringi » 14. Dez 2017, 15:12

Du redest wirr...
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Re: Erneuerbare Energien allgemein

von J.R. » 14. Dez 2017, 15:24

@akoehler

Aus welchem (physikalischen oder juristischen) Gesetz ergibt sich nochmal, dass die ständig zuverlässig verfügbare Stromproduktion aus Braunkohle oder AKWs erfolgen muss? Und aus welchem Gesetz ergibt sich, dass diese Stromproduktion im europäischen Verbund unbedingt in Deutschland zu erfolgen hat? Warum nicht, wenn es denn unbedingt sein muss, Steinkohle, Erdgas oder Öl für den zwingend notwendigen Rest, den EE nicht liefern können?

Wenn z.B. das Erdöl, das wir heute für den Verkehr verbrennen, zur Verstromung genutzt würde und die Mobilität hauptsächlich elektrisch wäre, könnten wir wegen des Effizienzvorteils alleine daraus schon mal die Hälfte des Erdöls einsparen.
Bis auf weiteres gibts bei mir kostenloses Supercharging: http://ts.la/juergen7345
Model S 75D VIN 2174xx 11/2017, Red Multi-Coat Paint, Leder crème, Pano, Komfort- und Premium Upgrade, AP2.5
 
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