Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von hiTCH-HiKER » 17. Jul 2017, 15:53

Schon 2006 war das Problem beim Bundesumweltministerium bekannt:

Diesel-Abgas gefährlicher als gedacht

Bei NO2-Emissionen gebe es eine "Zunahme an vielen Stellen". "Setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, dann ist im Jahr 2010 eine Überschreitung der NO2-Grenzwerte an vielen straßennahen Messstellen in Deutschland sehr wahrscheinlich", heißt es.


Jetzt muss rechtlich geklärt werden, wer die entsprechenden Maßnahmen verschleppt hat.
 
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von Eberhard » 17. Jul 2017, 16:39

FrankfurterBub hat geschrieben:Nicht falsch verstehen: Alles valide Überlegungen - allerdings alles aus einer Elfenbeinperspektive, da man selbst ja schon "vorgesorgt" hat. Die faktische Enteignung wird NIEMALS kommen, jedenfalls nicht ohne Entschädigung durch die Verursacher (VW & Co.) oder andere Alternativen. Das überlebt kein Politiker, wenn auf einmal der Familienvater nicht mehr in die Stadt mit seinem Auto darf - es kann nur für die Zukunft funktionieren, und hier MUSS natürlich von Politik, Justiz und letztlich den Menschen umgedacht werden. Nur das bringt Wandel.

Ich sehe keine unrechtmäßige Enteignung.
Der Dieselautobesitzer wurde Opfer eines großangelegten (Kapital-)Betruges.
Warum sollte er entschädigt werden. Die Anleger bei SLK, Prokton, German Pellets, die vielen Investoren in pleitegegangenen Schiffsfond erhalten doch auch keine Entschädigung. Die Haben nichts und können nicht mal aus der Insolvenzmasse was erwarten.
Wie ergeht es den Damen, die ihre Brüste mit Billigimplantate aufgehübscht haben? Hersteller pleite, die Versicherungssumme ausgeschöpft.

Nur bei der Automobilindustrie stellt sich der Staat schützend davor, da wird folgenlos gelogen und betrogen und die Verantwortlichen im AR und Vorstand wussten angeblich von nichts und gehen straffrei aus und kassieren darüber hinaus noch Ihre Boni/Pensionen.

VW gehört enteignet bzw. die Aktionäre verlieren Alles, damit die Geschädigten mit dem Rest-Unternehmenswert entschädigt werden können.
Der neuen VW gehört auferlegt, ab sofort keine Diesel mehr herstellen zu dürfen.

Das Gleiche gilt für BMW und Daimler.

Die EU prangert bereits die Tatenlosigkeit unserer Regierung an.
Roadster 2.5 11/2010-6/2016 nach fast 170.000km abgegeben, Range 254/320km, P85+ 349.529 km Range 365/456km MX #460 am 8.8. storniert, da bei drivetesla 2.0 dabei
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von KaJu74 » 17. Jul 2017, 16:53

Gruß Karsten

Im Genuss meines Tesla S85 vom 08.02.2014 bis 20.09.2016
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Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von NCC-1701 » 17. Jul 2017, 18:59

Es gab 1973 schon mal ein Fahrverbot. Ja es war nur sonntags und es galt für alle aber es hat funktioniert.
Fakt ist doch, dass die vielbescholtene EU sich versucht hat dem Thema anzunehmen und die Grenzwerte kontinuierlich weiter abgesenkt hat. Das Problem ist, dass die dahinter liegende Idee mit den Kriterien der Messung (Verfahren auf dem Prüfstand) ad absurdum geführt wurde und wir heute vor dem Scherbenhaufen stehen.
Am Ende müssen wohl die Bedingungen der Messverfahren neu geregelt werden und die Hersteller in die Pflicht genommen werden. Genau davor sträuben sich aber alle Politiker und genau das muss sich als Erstes ändern, bevor man Bestandsfahrzeuge anpackt.
"Weise ist wer weiß wo geschrieben steht, was er nicht weiß."
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von Volker.Berlin » 17. Jul 2017, 19:26


Randnotiz: "Die Hersteller aber sind rechtlich gezwungen wie auch aus eigenem Antrieb daran interessiert, eine mittlere Lebensdauer ihrer Motoren zu garantieren. Die wird mit etwa 160.000 Kilometern angesetzt." Da kann man als Tesla-Fahrer ja nur müde lächeln... :roll:
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von Eberhard » 17. Jul 2017, 19:40

richtig, habe mit meinen 315.000km kaum mal die Hälfte der erwarteten Laufleistung erreicht.
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von FrankfurterBub » 18. Jul 2017, 04:38

Eberhard hat geschrieben:
FrankfurterBub hat geschrieben:Die faktische Enteignung wird NIEMALS kommen, jedenfalls nicht ohne Entschädigung durch die Verursacher (VW & Co.) oder andere Alternativen.

Ich sehe keine unrechtmäßige Enteignung.
Der Dieselautobesitzer wurde Opfer eines großangelegten (Kapital-)Betruges.
Warum sollte er entschädigt werden. Die Anleger bei SLK, Prokton, German Pellets, die vielen Investoren in pleitegegangenen Schiffsfond erhalten doch auch keine Entschädigung. Die Haben nichts und können nicht mal aus der Insolvenzmasse was erwarten.
Wie ergeht es den Damen, die ihre Brüste mit Billigimplantate aufgehübscht haben? Hersteller pleite, die Versicherungssumme ausgeschöpft.

[...]
VW gehört enteignet bzw. die Aktionäre verlieren Alles, damit die Geschädigten mit dem Rest-Unternehmenswert entschädigt werden können.
Der neuen VW gehört auferlegt, ab sofort keine Diesel mehr herstellen zu dürfen.

Das Gleiche gilt für BMW und Daimler.

Die EU prangert bereits die Tatenlosigkeit unserer Regierung an.


Deswegen schrieb ich auch "faktische" Enteignung, denn ein Verbot der Nutzung des Eigentums kommt einem einer Enteignung gleich, irgendwann im Grundstudium schwirrte der Begriff enteignungsgleicher Eingriff herum..

Es tut mir leid, das so offen zu sagen: Ihr seid mit euren Ansichten leider in einer absoluten Minderheit - eure berechtigen Anliegen in allen Ehren, aber 99% aller Fahrzeuge sind eben keine E-Fahrzeuge, und kaum jemand wird freiwillig seine eigenen Vorteile in der Art und Weise beschneiden wollen, wie das z. T. hier gefordert wird. Die erste Klage gegen Fahrverbote wartet nur, und so wie ich unsere Helden der kommunalen Gesetzgebung kenne, sind die entsprechenden Verbote auch handwerklich so schlecht gemacht, dass die schon aus formalen Gründen den Kommunen um die Ohren fliegen werden :roll:

Kann und sollte man alles bedauern, ist aber die Realität.

Ich fand den Vorschlag einer sukzessiven Abschaffung ebenfalls sehr attraktiv - aber selbst das wird wahrscheinlich auf erbitterten Widerstand treffen. Ich musste echt lachen, nachdem ich in der letzten "Auto Zeitung" einen Artikel über die "wahren Stinker" las und wie toll sich die Automobilindustrie doch entwickelte. Die Leser könnt ihr schonmal größtenteils kaum noch mit euren Argumenten erreichen, die werden nur antworten: "Aber die Schiffe sind viel schlimmer, Feinstaub kommt aus der Industrie, etc.!". (Zur Ehrenrettung: Das Tagebuch eines E-Mobilisten war Werbung für elektrische Antriebe, egal, ob im Auto oder Motorrad!).

Ich gebe euch Brief und Siegel, dass jedes Verbot nur so eingeschränkt "durchkäme", dass das schon wieder lächerlich/nutzlos ist. Und noch einmal: Don't shoot the messenger, ich stehe auf "eurer" Seite, aber ich kenne aufgrund meiner Tätigkeit das Wirken und Schaffen der Interessenvertreter sehr gut. Die Horrorszenarien, die dort vom gesamten Automobil- und nachgelagerten Markt gemalt werden, kann ich mir lebhaft vorstellen - da traut sich kein europäischer/deutscher Gesetzgeber ran, jedenfalls nicht in der hier geforderten Form.
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von Eberhard » 18. Jul 2017, 05:31

da muss ich Dir zu meinem Leidwesen wohl Recht geben


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Roadster 2.5 11/2010-6/2016 nach fast 170.000km abgegeben, Range 254/320km, P85+ 349.529 km Range 365/456km MX #460 am 8.8. storniert, da bei drivetesla 2.0 dabei
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von einstern » 18. Jul 2017, 05:56

Bekommt nicht jede Rwgierung einen Spitznamen, wie Dosenpfand-Regierung?

Mir fällt da etwas ein: Thermofensterregierung.
Alle Gesetze müssen Thermofenster haben.
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Re: Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

von Great Cornholio » 18. Jul 2017, 06:55

Zuletzt geändert von Great Cornholio am 18. Jul 2017, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
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