Gefährlicher Draghi-Effekt?

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Gefährlicher Draghi-Effekt?

von KaJu74 » 17. Jun 2017, 10:11

Hi,

steht uns ein neuer Finanzcrash bevor?
http://www.businessinsider.de/der-dragh ... ezb-2017-6
:o :shock:
Gruß Karsten

Im Genuss meines Tesla S85 vom 08.02.2014 bis 20.09.2016
Model S75D seit dem 29.09.2016
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http://ts.la/karsten8538
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von jekruege » 17. Jun 2017, 10:47

Im Schnitt gibt es alle 4-5 Jahre einen Börsencrash - derzeit sind es schon 10 Jahre ohne. Es steht also wieder an. Und Zinserhöhungen der FED sind ein üblicher Auslöser ...
Beste Auto der Welt (S85) seit April 2015 und noch ein i3 inzwischen :)
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von zed » 17. Jun 2017, 14:28

Habe gestern irgendwo einen Artikel gelesen dass in USA ca 2/3 aller Unternehmen nicht profitabel sind. Viele davon leben nur (noch) wegen der Niedrigzinspolitik.

Generell bin ich davon überzeugt dass es bald wieder crasht. Dann aber anständig. Wir sind schon lange "drüber" und die Summen gigantisch. Alles blos verzögert durch die Zentralbanken.

Mal sehen wo die Reise hingeht und wie lange es noch gut läuft.
 
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von Pesche » 17. Jun 2017, 14:38

Historisch gesehen ein einzigartiges Experiment.

Es ist für mich verblüffend, dass der Crash so lange herausgezögert werden konnte. Je länger noch, desto heftiger wird er ausfallen.
Da werden diejenigen, die ihr Erspartes ohne Gedanken an die Gläubigerrisiken nur in "Papierwerten" angelegt haben, einmal grosse Augen machen...

Gruss
Peter
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von Elektroniker » 17. Jun 2017, 20:22

Ich halte das Gerede von einem großen Crash wegen der Niedrigzinspolitik für totalen Quatsch.
Die Banken geben maroden Firmen keine Kredite nur weil die Zinsen niedrig sind. Das ist doch dummes Zeug.
Model ≡ 2019? Wohl eher nicht ... hab die Reservierung wieder storniert.
 
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von zed » 17. Jun 2017, 20:36

So die Theorie. Natürlich kriegst Kredite wenn die Bilanz halbwegs ausschaut.

Zudem reichts ja schon wenn du umschulden kannst. Damit ist das Risiko für die Bank bzw eine andere Bank nicht höher aber die Zinslast durchaus wesentlich geringer. So können sich auch kranke Firmen weiterretten.

Die Geldmengen sind irrwitzig die im Umlauf sind. Vor allem am Aktien- und Anleihemarkt.

Die EZB hat ja mittlerweile schon Probleme genug Anleihen zu finden.

Die ganzen ETFs müssen auch Aktien kaufen wie dumm um das Geld der Leute unterzubringen

Wenn du da kein hohes Risiko siehst halte ich das für extrem naiv und kurzsichtig.
 
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von Leto » 18. Jun 2017, 02:12

Giralgeldschöpfung = regelmäßig Crash, die Logik wird ja an vielen Stellen postuliert. Ich bin kein Experte und will keiner werden aber es klingt einleuchtend das erfundenes Geld regelmäßig "korrigiert" werden muss :roll:
2. Model S 90D, seit 9/16, Midnight Silver/Grau/Carbon, Lenkassistent aka AP1, alles außer Tiernahrung und Pano, E.ON Basisbox Kombi und wallb-e eco, je 22kW und BEW "ein Preis" Roaming Vertrag für RWE Säulen sowie TNM Ladekarte und Plugsurfing
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von OS Electric Drive » 18. Jun 2017, 08:05

letztendlich gibt es zwei drei Themen das ist zum einen das Geld und zum anderen die Energie und noch einige weitere Baustellen darum. Billige Energie ist ebenso ein Problem für die kommenden Jahre wie billiges Geld. Beide können kurzfristig tolle Situationen erzeugen...
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von Adastramos » 18. Jun 2017, 23:21

@OS Electric Drive: Und langfristig erzeugen sie keine tolle Situation?

Hm, ich höre gern zu, was Michio Kaku, Ray Kurzweil, Gunther Dueck, Lars Thomsen, Richard David Precht zu sagen haben und einpaar andere deren Name mir gerade nich einfällt.
Wenn nur halb so viel die Realität erreicht, was z.B. Ray Kurzweil für 2030 bis 2040 voraussagt, Elon Musk stimmt ihm in der Entwicklung der KI ab 2030 zu, dann wird Geld -die Bedeutung davon- für unser Leben und Arbeiten in längerfristiger Zukunft abnehmen. Was heißt "längerfristig"? 2030 ist 13 Jahre entfernt, 2040 dementsprechend 23 Jahre weit weg; heute vor 23 Jahren war 1994. Wenn also in diesem Zeitraum menschliche Arbeitsleistung (nicht nur die dummen Tätigkeiten, sondern auch komplexe, wie z.B. Programmierung) zum größten Teil obsolet wird, was für eine Bedeutung kann dann noch Geld haben? Im Szenario 1 wird es noch weit wichtiger werden, weil dann nur noch die welches besitzen, die eine Arbeitsstelle haben - das wünsche ich aber keinem hier auf Erden, in Szenario 2 wird es bedeuten, dass wir in einem System eines Grundeinkommens, einer Grundversorgung leben werden, wird es zunehmend unwichtiger, wie Geld als Tauschmittel behandelt wird. Energie wird günstig, dadurch werden wiederum Produktionskosten sinken, wodurch wiederum Verbraucher profitieren, die Medizin macht deutliche Fortschritte, die Lebenserwartung steigt stark an, wodurch es einfacher wird, viel Geld zu verdienen, dadurch ist der Anreiz geringer, viel Geld in kurzer Zeit zu machen.

Ein Zinseszinssystem ist ein virtuelles Gedankenkonstrukt, das keinerlei natürlicher Grundgesetzmäßigkeit folgt, darum, je länger die Nullzinspolitik geht, desto eher nähern wir uns diesem Ideal an, dass das Ganze irgendwann obsolet wird.

Das ist nur meine einfache Meinung dazu, gibts einen großen Crash? Hm, vielleicht ja oder nein. Mir ist im Grunde nur wichtig, was zukünftig möglich sein kann, in der Hinsicht.

Alles Gute!
Die Zeit lässt sich nicht aufhalten.
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Re: Gefährlicher Draghi-Effekt?

von OS Electric Drive » 19. Jun 2017, 06:10

Ich denke das Geldsystem ist so komplex, das kann man nicht mehr durchschauen. Wer hätte denn gedacht, dass ein paar Leute in USA eine globale Krise auslösen können nur weil die Raten der Häuser nicht mehr bedient werden konnten.

Dass es auf wackeligen Beinen steht das Haus immer weiter zu belasten um sich Boote etc zu kaufen war ja klar aber dass damit in EU Banken ins Wanken geraten hatte niemand geahnt.

Langfristig wird es für eine Gesellschaft das beste sein sich von teuren fossilen Energien zu befreien auch mit 0% Zinsen...
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