Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

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Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von Yellow » 9. Jan 2018, 08:11

OS Electric Drive hat geschrieben:Ich kann Herrn Becker auch nicht leiden, das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass alles was er sagt grober Unfug ist. Dass E-Autos einfach noch ein großes Problem haben ist bekannt, die Frage wird sein wie schnell wird das behoben (Tanken, Preis und Reichweite).

Dazu fällt mir sofort ein Zitat ein: "Der Sieger findet für jedes Problem eine Lösung. Der Verlierer findet in jeder Lösung ein Problem."

OS Electric Drive hat geschrieben:Sobald jemand in einer Wohnung ohne Stromanschluss wohnt sieht die Welt ganz anders aus. Ich habe das schon öfters gesagt und auch hier geschrieben, zwei meiner Mitarbeiter können zuhause nicht laden. Der eine hat das e-Auto nun gegen einen Verbrenner ersetzt, nicht weil er das blöd findet sondern weil es einfach zu anstrengend ist.


"Die Welt" sieht nicht anders aus! Für deine Mitarbeiter passt ein E-Auto einfach noch nicht bzw. Sie sind zu früh dran!
In etwa so, als wenn ein Mensch, der auf dem Land wohnt und einen DSL 3.000 Anschluss hat, ein Netflix-Abo abschließt und sich dann wundert, dass er es nicht nutzen kann. Das können nur die Städter mit ihren schnellen Internetanschlüssen! ;-)
Ist Netflix deswegen ein schlechtes Produkt oder "hat große Probleme"?

Aufs E-Auto bezogen bedeutet das: Erst die Ladestation, dann das E-Auto!

Warum gibt es keine Förderung für Stadtbewohner, die jedem, der sich ein E-Auto anschaffen will, zusichert einen Parkplatz mit Lademöglichkeit im Umkreis von 100m seiner Wohnung zu bekommen?

Und allen, die jetzt vielleicht denken: "Das ist viel zu teuer und nicht realistisch" kann ich ebenfalls mit einem Zitat antworten: "Der Sieger sagt: „Es mag schwierig sein, aber es ist möglich!“ Der Verlierer sagt: „Es ist möglich, aber es ist zu schwierig.“ :D

OS Electric Drive hat geschrieben:Richtig spannend wird der Markt, sobald das E-Auto 60-80kWh Akku hat oder eine Bioethanol Heizung, dann kann der Akku etwas kleiner werden.

Nö! "Spannend" wird der Markt, wenn es ein "Recht auf eine eigene Lademöglichkeit" gibt!
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von FrankfurterBub » 9. Jan 2018, 08:21

Yellow hat geschrieben:Nö! "Spannend" wird der Markt, wenn es ein "Recht auf eine eigene Lademöglichkeit" gibt!


This!
Und diesbezüglich (sorry, OT) eine Bitte: Redet mit euren Stadt-, Land-, Bundestagsabgeordneten hierüber! Sagt denen, dass ihr Schwierigkeiten habt, Ladestationen zu finden oder selbst zu installieren. Macht denen klar, dass hier KEIN Henne/Ei-Problem besteht, sondern die Infrastruktur Aufgabe des Staates ist, ggf. über (gesetzliche/monetäre) Förderung der privaten Haushalte!
Ich habe dies nun vermehrt getan, allerdings bin ich nur eine Stimme in einer Kakophonie.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von OS Electric Drive » 9. Jan 2018, 08:24

Wir sind hier bestimmt nicht überall gleicher Meinung. Wir haben uns damals bewusst auf das Abenteuer eingelassen in der Hoffnung dass die Ladesäulen schneller wachsen. Wir beklagen uns nicht darüber dass es nicht funktioniert hat ich beschreibe lediglich den Fakt, dass E-Autos maximal für jemanden sind die viel Geld und Mühe mit bringen und da hat Herr Becker einfach Recht. Mit einem Tesla sieht die Welt natürlich entspannt aus, keine Frage, aber das war ja auch nicht der Aufhänger. Bei Tesla kann man locker finanziell gegen einen vergleichbaren Wagen rechnen. Beim i3 geht das einfach nicht.
Sehr viele Autos stehen auf der Straße und haben keinen Zugang zu Strom, weder im Büro noch Zuhause und daran wird sich auch in zwei Jahren nichts ändern. Ich glaube, dass die Kapazität und die Schnellladung das Problem schneller lösen werden als Herrn Becker lieb ist und mein gefühlter Termin ist 2025. Bis dahin dürfte in jedem untere Mittelklassewagen 80-100kWh locker machbar sein und eine Ladung von 4-5C ohne Probleme darstellbar.
Bis dahin sollte dann das MS 3.0 in der Vorbereitung sein. Wenn Tesla das Tempo halten kann werden sich Herr Becker und Co ganz schön die Augen reiben.
Dass er so dermaßen gegen Tesla ist kann ich überhaupt nicht verstehen. Das zeigt schon, dass er sich mit diesem speziellen Auto nicht wirklich auskennt und nur vom Hörensagen argumentiert.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von OS Electric Drive » 9. Jan 2018, 08:26

FrankfurterBub hat geschrieben:
This!
Und diesbezüglich (sorry, OT) eine Bitte: Redet mit euren Stadt-, Land-, Bundestagsabgeordneten hierüber! Sagt denen, dass ihr Schwierigkeiten habt, Ladestationen zu finden oder selbst zu installieren. Macht denen klar, dass hier KEIN Henne/Ei-Problem besteht, sondern die Infrastruktur Aufgabe des Staates ist, ggf. über (gesetzliche/monetäre) Förderung der privaten Haushalte!
Ich habe dies nun vermehrt getan, allerdings bin ich nur eine Stimme in einer Kakophonie.


Sehr OT und da kann ich Dich nur enttäuschen, da passiert gar nichts. In Gemeinden sind E - Ladesäulen in etwa so wichtig wie das Schlagloch auf dem letzten Feldweg. Ich bin im OV der Grünen und wir basteln schon seit Jahren an einer Ladesäule in der Stadt, nun wurde sie endlich mal beschlossen aber nur eine 22kW Säule und diese hat einen Sperrvermerk. Ich werde berichten sobald die Bagger rollen, denke aber nicht dass da vor 2019 irgendwas passiert.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von eggerhd » 9. Jan 2018, 11:25

FrankfurterBub hat geschrieben:
Yellow hat geschrieben:Nö! "Spannend" wird der Markt, wenn es ein "Recht auf eine eigene Lademöglichkeit" gibt!

........Macht denen klar, dass hier KEIN Henne/Ei-Problem besteht, sondern die Infrastruktur Aufgabe des Staates ist, ggf. über (gesetzliche/monetäre) Förderung der privaten Haushalte! Ich habe dies nun vermehrt getan, allerdings bin ich nur eine Stimme in einer Kakophonie.

Das ist ja ein eigenartige Logik! :roll:
Dann hat alle Benzin/Diesel/Gastankstellen der "Staat" gebaut? ;)
Ich denke "E-Abgabestellen" sind eher Sache der Verkäufer von Elektroenergie! :mrgreen:
Gruss rundum
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von FrankfurterBub » 9. Jan 2018, 12:40

Nein.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von fränki1 » 9. Jan 2018, 12:51

Sehe ich genauso, wie eggerhd. Allerdings ist der Staat aus meiner Sicht schon in der Pflicht, wenn es um die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen geht. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass sich das derzeitige Treibstoffvertriebsnetz freiwillig an der neuen Infrastruktur beteiligt, da sie sonst irgendwann nur noch die Oldtimer als Kunden haben.
Steuergelder haben da jedenfalls nichts verloren.
 
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von Yellow » 9. Jan 2018, 13:24

Meinst Du dann auch, dass Steuergelder nix bei der Förderung des Breitbandausbaus verloren haben? :lol:

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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von Bones » 9. Jan 2018, 13:41

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Und Förderung von Maßnahmen (die andere durchführen) ungleich "Aufgabe des Staates" ;)
Des weiteren wird doch aktuell der Ausbau Ladestellen und Stationen gewerblich und privat genauso gefördert.
Ich sehe da kein Problem.

Wobei ich persönlich die Breitbandanbindung als sehr viel wichtiger finde als Autofahren.
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Re: TESLA in der heutigen Tagespresse...

von fränki1 » 9. Jan 2018, 13:59

Yellow hat geschrieben:Meinst Du dann auch, dass Steuergelder nix bei der Förderung des Breitbandausbaus verloren haben? :lol:

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Nein, ich habe ja auch nichts gegen Steuergelder beim Nahverkehr und allen anderen Dingen, die der Allgemeinheit dienen.
Aber die Grenze aus meiner Sicht ist halt das Private oder Gesellschaftliche Interesse.
Im privaten Bereich muss es der Staat genau umgekehrt tun, wie es uns übrigens viele unserer Nachbarn richtig vormachen. Was er fördern will, fördert er nicht mit Steuergeld, sondern er verzichtet auf höhere Steuern. Hubraum, Leistung, Brennstoff usw. muss z.B. progressiv Versteuert werden. (Norwegen,Niederlande, Österreich als Beispiele). Bei einem EV gibt es diese progressive Versteuerung eben nicht. Aber Steuergeld für ein EV ist aus meiner Sicht Unsinn.
 
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