Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von egn » 12. Jan 2018, 12:05

OT

SLAM hat geschrieben:Welches Interesse sollte ein Kraftwerksbetreiber an Marktpreisen haben, die so gering sind, daß keinerlei Reinvest mehr möglich ist ?


Die niedrigen Marktpreise haben es ihnen ermöglicht Strom in großen Mengen zu exportieren mit dem sie gut Geld verdienen, andernfalls müssten sie die Kraftwerke ab regeln und würden gar nichts verdienen. Durch den zeitweisen Export verdrängen sie in anderen Ländern viel teurere Mittel- und Spitzenlastkraftwerke. Dies geht mittlerweile so weit, dass manche Länder vom deutschen Export abhängig sind.

Und ob bei den Strompreisen kein Reinvest mehr möglich ist, ist fraglich. Es kamen ja laufend neue Kohlekraftwerke ans Netz. Das ist ja irgendwo hergekommen. Dass die Angebotspreise nach Merit-Order Grenzkosten ohne Deckungsbeitrag sind, ist nur Theorie.

Jeder der Akteure will ja letztlich mit seinen Kraftwerken Gewinn machen und wird den seinen Angebotspreis so gestalten dass er auskömmlich und natürlich bezogen auf die Angebotsmenge den entsprechenden Deckungsbeitrag anteilig mit einkalkulieren.

Kann er das nicht dann wird er nicht mit bieten und mittelfristig das entsprechende Kraftwerk vom Netz nehmen.

Jedenfalls ist der Strommarkt und das EEG mittlerweile ein Hemmschuh für die Energiewende. Die Stromexporte sichern den Kohlekraftwerken in D den Weiterbetrieb. Da der exportierte Strom weder zu den Netzkosten noch zu den sonstigen Abgaben beiträgt, müssen dies alles die nicht-privilegierten Letztverbraucher ausgleichen, was auch eine der Ursachen für steigende Endverbraucherpreise ist.

Da dies hier alles OT ist werde ich diesem Thread nichts mehr dazu schreiben.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von OS Electric Drive » 12. Jan 2018, 12:18

Die EnBW hatte ein Feldversuch mit variablen Strompreisen gemacht. Anfänglich war das Interesse groß und ein Mehrheit der Leute hat sein Verhalten an den Strompreis angepasst. Am Ende kommt der Schlendrian wieder rein und es hat dann doch kaum noch jemand interessiert.

Ich denke der größte Fehler ist doch zu glauben, dass die normalen Autonutzer sich auch nur Ansatzweise über solche Dinge interessieren oder auskennen. Eine neue Diskussion über den Preis von 11kW Ladern zu 380 € erspare ich mir weil das wurde zu genüge dargelegt
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von sustain » 12. Jan 2018, 12:40

OS Electric Drive hat geschrieben:Die EnBW hatte ein Feldversuch mit variablen Strompreisen gemacht. Anfänglich war das Interesse groß und ein Mehrheit der Leute hat sein Verhalten an den Strompreis angepasst. Am Ende kommt der Schlendrian wieder rein und es hat dann doch kaum noch jemand interessiert.

Ich denke der größte Fehler ist doch zu glauben, dass die normalen Autonutzer sich auch nur Ansatzweise über solche Dinge interessieren oder auskennen. Eine neue Diskussion über den Preis von 11kW Ladern zu 380 € erspare ich mir weil das wurde zu genüge dargelegt


+1 und wer denkt das eine 11kW Ladestation für 380,- zu haben ist lebt auf dem Mond. Selbst wenn ist die Säule für den Preis noch lange nicht aufgestellt und angeschlossen, kommt dann noch Wartung und Hostingkosten dazu. Bezweifle auch sehr stark das solche Säulen wenn es sie gäbe mit dem Eichrecht konform sind. Das ist alles Nonsens Südstromer, eine Milchmädchenrechnung, sorry.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von Yellow » 12. Jan 2018, 12:53

OS Electric Drive hat geschrieben:Die EnBW hatte ein Feldversuch mit variablen Strompreisen gemacht. Anfänglich war das Interesse groß und ein Mehrheit der Leute hat sein Verhalten an den Strompreis angepasst. Am Ende kommt der Schlendrian wieder rein und es hat dann doch kaum noch jemand interessiert.

Ich denke der größte Fehler ist doch zu glauben, dass die normalen Autonutzer sich auch nur Ansatzweise über solche Dinge interessieren oder auskennen.

Das ist doch aber viel einfacher zu handhaben als die Verbraucher zu Hause und es muss kein "Verhalten" angepasst werden.

Ist ja nix anderes als ich jetzt schon mit dem zeitgesteuerten Laden mache! Ich komme abends nach Hause, stecke die Kupplung ans Auto und gehe weg. Die Einstellung im Fahrzeug sagt: starte das Laden um 3 Uhr.
Wenn ich nochmal weg muss und dringend laden möchte, dann ändere ich in meinem Tesla die Einstellung auf "sofort laden".

In meinem oben beschriebenen Szenario ist das genauso einfach! Ankommen, anstöpseln, weggehen.

Das Auto verwendet die Standardeinstellung und übermittelt an die Ladestation die benötigten kWh und Abfahrtzeit.

Erst, wenn ich von Standard abweiche muss ich aktiv werden und auf meinem Display einen einzigen Schalter für "sofort laden" drücken.

Die Enercity in Hannover hat übrigens auch genau so einen Feldversuch gemacht und gegenteilge (zur EnBW) Erfahrungen gemacht.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von sustain » 12. Jan 2018, 13:00

@yellow, für Heimlader ist das alles easy, mache ich ja auch so. Dieses Szenario übertragen auf Leute ohne eigene Lademöglichkeit würde bedeuten das jeder irgendwann mal eine eigene Säule bräuchte die er jeden Abend ganz sicher für sich hat. Damit sind wir dann wieder am Anfang der Diskussion.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von OS Electric Drive » 12. Jan 2018, 13:22

Yellow hat geschrieben:Das ist doch aber viel einfacher zu handhaben als die Verbraucher zu Hause und es muss kein "Verhalten" angepasst werden.

Ist ja nix anderes als ich jetzt schon mit dem zeitgesteuerten Laden mache! Ich komme abends nach Hause, stecke die Kupplung ans Auto und gehe weg. Die Einstellung im Fahrzeug sagt: starte das Laden um 3 Uhr.
Wenn ich nochmal weg muss und dringend laden möchte, dann ändere ich in meinem Tesla die Einstellung auf "sofort laden".

In meinem oben beschriebenen Szenario ist das genauso einfach! Ankommen, anstöpseln, weggehen.

Das Auto verwendet die Standardeinstellung und übermittelt an die Ladestation die benötigten kWh und Abfahrtzeit.

Erst, wenn ich von Standard abweiche muss ich aktiv werden und auf meinem Display einen einzigen Schalter für "sofort laden" drücken.

Die Enercity in Hannover hat übrigens auch genau so einen Feldversuch gemacht und gegenteilge (zur EnBW) Erfahrungen gemacht.


Vielleicht laufen die Uhren bei manchen anders, das kann ich nicht nachvollziehen. Aber mich nervt es, wenn ich alles nur noch über einen App bedienen kann. Ich bin so froh, dass Tesla nun endlich den Temperierungsknopf ins Auto gemacht hat und ich nicht jedes mal das Telefon raus suchen musste um bei einem Einkauf das Auto zu klimatisieren.

So viele Gedanken wie Du Dir über ein Auto machst machen sich 99% der Leute nicht. Die steigen ein fahren, upps der Tank ist leer ah da ist ne Tanke ich muss kurz raus.

Wenn ich mir anschaue wie viele Leute nicht mal wissen bei welchem Stromversorger sie sind und was die kWh kostet, was das Haus verbraucht ob sie ein oder zwei Zähler haben, dann kannst Du solche Ideen gleich wieder vergraben.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von Südstromer MS85 » 12. Jan 2018, 14:47

sustain hat geschrieben:+1 und wer denkt das eine 11kW Ladestation für 380,- zu haben ist lebt auf dem Mond. Selbst wenn ist die Säule für den Preis noch lange nicht aufgestellt und angeschlossen, kommt dann noch Wartung und Hostingkosten dazu. Bezweifle auch sehr stark das solche Säulen wenn es sie gäbe mit dem Eichrecht konform sind. Das ist alles Nonsens Südstromer, eine Milchmädchenrechnung, sorry.

Welches Eichgesetz? Wir reden doch von privaten Ladesäulen im Carport, in der Garage.
Thema ist hier: Lademöglichkeit zu Hause
Typ2 Ladesäule mit Kabel dran, knapp 500 Euro. In den meisten Garagen ist ja eh schon Strom.
Wenn ich mir vorstelle ich müsste in Zukunft wieder montags "günstig tanken" und dort mit all den anderen 15 Min. rumgammeln bis ich dran bin.... da hat sich der Doppel Lolo bei uns an der Halle aber nach zwei Monaten schon mehrmals amotisiert.

Und wenn mal doch vergisst zu laden, weil man anders geplant hat, dann reicht es mit "guten" Akku bis zum nächsten tripple oder SuC und lädt dort eben. Nur wenn beides vorhanden ist, dicker Akku und Lademöglichkeiten, dann passt es.

Mit den üblichen Gurken kleiner 30 kWh biste auf Gedeih und Verderb den Umständen ausgesetzt.
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von sustain » 12. Jan 2018, 15:02

Bitte lies doch die posts durch, es ging eben nicht um private sondern öffentliche Stationen, auch wenn das Thema hier im Thread ein anderes ist, ausklammern kann man dies aber eigentlich nicht wenn man so eine Thematik beginnt!
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Re: Akkukapazität vs. Lademöglichkeit zu Hause

von OS Electric Drive » 12. Jan 2018, 15:22

Also jetzt bin ich auch verwirrt. Bei denen die eine Lademöglichkeit zuhause haben ist doch mit 60kWh alles erledigt. Die Hersteller werden doch nicht für jeden Fall ein anderes Auto anbieten können, das wird auch für den Wiederverkaufswert durchschlagen. Ich denke ein Auto mit Strom wird eben ein Auto mit Strom sein das aber egal in welcher Version man es kauft flexibel nutzbar ist. Tesla hat ja die kleinen Batterien auch aus dem Programm genommen und nun ist das S mit 75kWh der Einstieg und das ist auch das, mit dem man sehr gut fahren kann.
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