Die Mär vom sauberen E-Mobil...

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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von snooper77 » 29. Aug 2017, 16:53

tornado7 hat geschrieben:Strom wird sauberer, Benzin und Diesel schmutziger: Die Schere öffnet sich immer weiter, und dies schneller als mancher denkt.

crude_oil_us.png


Quelle: Drax, Electric Insights, Quarterly April to June 2017 (PDF angehängt)
Imperial College London: Dr Iain Staffell, Professor Richard Green, Dr Rob Gross and Professor Tim Green
National Farmers’ Union and The Open University: Dr Jonathan Scurlock


Kannst du das "dreckiger" quantitativ belegen? Intuitiv müsste es so sein, aber ist es auch belegbar, dass Fracking mehr Umweltschäden oder mehr CO2 verursacht als konventionelle Förderung?
85D silber (blau foliert), 19", bestätigt 18.11.2014, VIN seit 16.02.2015, Produktion 02.04., Transport 08.04., Abholung 09.06.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von tripleP » 29. Aug 2017, 18:13

tornado7 hat geschrieben:Hier ein schönes Beispiel aus UK, wie das E-Mobil in nur kurzer Zeit seinen Vorsprung gegenüber dem Verbrenner nochmals deutlich ausbauen konnte:


Während das Tesla Model S also im konkreten Fall in nur 4 Jahren 40% sauberer wurde,


Danke @Tornado.

Wieso wurde der Strom-CO2-Wert denn niedriger in so kurzer Zeit in UK? Alles regenerative Energie und/oder noch Kernkraft?
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von redvienna » 29. Aug 2017, 18:38

Mir kommen die 2/3 weniger Co2 in 5 Jahren auch sehr viel vor. ;)

Schön wenn das stimmt.
Tesla S70D blue metallic 3/2016 - 7/2018 + Tesla S 100 D 7/18 + 2x Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von Bones » 29. Aug 2017, 19:07

Um das in Relation zu sehen bzw. zu begründen, muss man sehen, wie sich die Strom-/Energieerzeugung dort verändert hat.

GB kommt erstmals ohne Kohle aus

GB will bis 2025 alle Kohlekraftwerke schliessen

Grossbritannien braucht keinen Kohlestrom mehr

Noch 1990 gewann das Land zwei Drittel seiner Elektrizität aus Kohle, 2013 waren die fossilen Brocken noch die wichtigste Stromquelle. Doch die britische Energiewende geht rasant voran. 2016 hatte der Klimakiller Kohle nur noch 9,2 Prozent Anteil an der Stromerzeugung; in Deutschland indes waren es mehr als 40 Prozent
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von redvienna » 29. Aug 2017, 19:28

Danke für die Links.

Man sieht auch, dass der Wert im Sommer viel niedriger als im Winter ist.

Der Schnittwert ist nicht ganz so gut aber immer noch deutlich niedriger.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von einstern » 29. Aug 2017, 20:56

GB hat große Off shore WKA vor der Küste. Darin sind die inzwischen richtig gut.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von volker » 29. Sep 2017, 09:34

Sedna hat geschrieben:Diese "Schwedische Studie" zieht ganz schön Kreise, selbst in einem eher harmlosen Tesla-Wirtschaftsthema:

https://www.welt.de/wirtschaft/article166223744/Fuer-Tesla-beginnt-jetzt-die-Zeit-der-Abrechnung.html#Comments

Gleich (gerade) der erste Kommentar:

Der Mythos von der Umweltfreundlichkeit von Tesla wurde ja jüngst nicht nur wiederlegt, sondern regelrecht zerbröselt. Wie eine wissenschaftliche Studie in Skandinavien einwandfrei bewiesen hat, verursacht die Produktion einer Tesla Batterie über 17,5 Tonnen CO₂-Emissionen. ...


Da setzt sich ganz schön was fest..

Gruß,
Sedna


Man wird dauernd auf diese Studie angesprochen. Keiner hat sie gelesen, aber alle werfen mit dieser Zahl um sich.

"Die Produktion eines Tesla erzeugt 17 Tonnen CO2"

Falsch? Richtig? Egal! WARUM?

17 Tonnen CO2 entsprechen:

  • 7300 Liter Benzin oder
  • 6450 Liter Diesel oder
  • 10350 kg Erdgas, oder
  • 1 Tesla

Angenommen, Familie Müller bekommt diese Menge fossile Rohstoffe zugeteilt. Und zwar einmalig, danach ist Ende und die fossilen Rohstoffe sind versiegt oder unbezahlbar geworden. Soll Familie Müller damit

  • Einen VW Golf Benziner betanken (Spritmonitor: 7,8L/100km) und 93.500km fahren, oder
  • Einen VW Passat Diesel betanken (7L/100km) und 92.100km fahren, oder
  • Einen VW Touran CNG betanken (5,66kg/100km) und 182.000km fahren, oder
  • Einen Tesla Model S bauen?

Die Verbrenner kann Familie Müller nach der gefahrenen Distanz abstellen und verschrotten. Sie sind zu nichts mehr nutze.

Den Tesla kann Familie Müller mit Sonnenstrom betanken und so lange fahren, wie sie wollen.
Autos und Häuser brauchen keinen Auspuff.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von J.R. » 29. Sep 2017, 09:44

volker hat geschrieben:Man wird dauernd auf diese Studie angesprochen. Keiner hat sie gelesen, aber alle werfen mit dieser Zahl um sich.

"Die Produktion eines Tesla erzeugt 17 Tonnen CO2"

Falsch? Richtig? Egal! WARUM?

17 Tonnen CO2 entsprechen:

  • 7300 Liter Benzin oder
  • 6450 Liter Diesel oder
  • 10350 kg Erdgas, oder
  • 1 Tesla

Angenommen, Familie Müller bekommt diese Menge fossile Rohstoffe zugeteilt. Und zwar einmalig, danach ist Ende und die fossilen Rohstoffe sind versiegt oder unbezahlbar geworden. Soll Familie Müller damit

  • Einen VW Golf Benziner betanken (Spritmonitor: 7,8L/100km) und 93.500km fahren, oder
  • Einen VW Passat Diesel betanken (7L/100km) und 92.100km fahren, oder
  • Einen VW Touran CNG betanken (5,66kg/100km) und 182.000km fahren, oder
  • Einen Tesla Model S bauen?

Die Verbrenner kann Familie Müller nach der gefahrenen Distanz abstellen und verschrotten. Sie sind zu nichts mehr nutze.

Den Tesla kann Familie Müller mit Sonnenstrom betanken und so lange fahren, wie sie wollen.


Von den genannten Kilometern musst/darfst Du noch die für die Produktion der jeweiligen Fahrzeuge (Golf, Passat, Touran) verbrauchten Tonnen CO2 abziehen. Nicht nur die Produktion eines Tesla verursacht CO2.
Bis auf weiteres gibts bei mir kostenloses Supercharging: http://ts.la/juergen7345
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von OS Electric Drive » 29. Sep 2017, 09:52

Der Tesla braucht aber natürlich auch noch Strom aus dem Energiemix...

Wenn man die W2W Betrachtung macht kommt man ganz gut voran.

Getriebe und Abgasreinigung fallen ja auch nicht vom Himmel um beim Tesla weg...


Sagen wir der Tesla braucht 15.000kg mehr an CO2 bei der Herstellung sind bei 250.000km
=> 60g wegen dem Akku
Und sagen wir mal der Tesla braucht 30kWh ab Verteilnetz mit derzeit kleiner 500g/kWh
=> 150g
Summe 210g/km

Was braucht ein Porsche Panamera? 14,2l Benzin. Ein Liter Benzin hat rund 3,2kg CO2 W2W also 450g CO2 /km und somit give or take das Doppelte.

Daher auch wieder meine Überzeugung, dass man Kleine Autos heute noch nicht umrüsten sollte weil es dort fast keinen CO2 Nutzen gibt.
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Re: Die Mär vom sauberen E-Mobil...

von redvienna » 29. Sep 2017, 09:52

@volker
+1

Angemerkt muss trotzdem werden, dass es schon unzählige Studien gibt wonach die Produktion von einem Akku deutlich weniger Co2 verursacht.

(Mercedes Daimler, Deutsches und österreichisches Bundesumweltamt etc.)

Laut Elon Musk sogar nicht mehr als ein vergleichbarer Verbrenner !

Außerdem wird das auch immer besser werden. ;)


@OS Electric Drive

Kleine Autos kleinere Akkus. :)
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