Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von Leto » 8. Mai 2017, 12:14

Als wir den 440i xDrive Cabrio meiner Frau gekauft und ich mich für den 330e interessiert habe war das ganz anders, der Verkäufer hofft inständig das bald größere Akkus und andere reine EVs kommen, das sei die Zukunft. Ich glaube inzwischen ist da schon mehr Veränderung in den Köpfen als man so glauben mag. Noch haben die BMW&Co. ja nichts anderes zu verkaufen, was sollen sie machen? Jedenfalls wünscht sich mein weiß-blauer inständig einen M4e xDrive mit 100 kWh und 150 kW CCS für den er schon eine Serie von Kunden hätte...
2. Model S 90D, seit 9/16, Midnight Silver/Grau/Carbon, alles außer Tiernahrung und Pano, E.ON Basisbox Kombi und wallb-e eco, je 22kW und BEW "ein Preis" Roaming Vertrag für RWE Säulen sowie TNM Ladekarte und Plugsurfing
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von Hanse62 » 8. Mai 2017, 12:27

Ich wurde heute von Mercedes zu den Flottentesttagen am 19.5. in Teesdorf eingeladen,
da werden sie die Dinosaurier wieder verherrlichen. NOCH Effizienter, noch Leistungsstärker, blah,blah,... ;)

"Erleben Sie Geländekompetenz, spüren Sie höchsten Komfort, lassen Sie sich vom Top-Speed in einem AMG Modell beeindrucken." So der Slogan :lol:

Nun, da bin ich aber gespannt drauf :lol:
P85D verkauft Dezember 2016. Model S P100D 03/2017, VINGF180...
PV-23kWp, 16 kWh Stromspeicher,
2016 KIA Soul EV, 1.4.2016 Model 3 Online RN. 1071.....
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von AQQU » 8. Mai 2017, 13:31

Mittelgrosse Stadt in grossem bayerischen Ballungsraum: eine sehr gut laufende BMW-Niederlassung (die übrigens nicht von der BMW AG, sondern separat geführt werden - spart Sozial- und sonstige Leistungen die bei der AG üblich sind) soll geschlossen werden. Der ablaufende Mietvertrag müsste verlängert werden. Der Vermieter möchte einen Zehnjahresvertrag mit der Niederlassung abschliessen. No-go. Der Grund: es ist noch nicht absehbar wie sich der Vertrieb in diesem Zeitraum entwicklen wird, sprich wann das Vertriebsmodell "auf Internet" umgestellt werden wird. BMW-Kunden aus der Region müssen fortan in die angrenzende Grossstadt zur nächsten bestehenden offiziellen Niederlassung.
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von OS Electric Drive » 9. Mai 2017, 22:15

Heute ein super tolles Angebot für einen i3 erhalten... 24 Monate 5.000km p.a. also 10.000 für 12.319€!

Frechheit!
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von smartgrid » 9. Mai 2017, 22:29

Quizfrage: wenn in zwei bis drei Jahren bei BMW, Mercedes, VW etc. langstreckentaugliche BEVs zum Verkauf stehen werden - wie wird sich der normale (deutsche?) Autokäufer entscheiden? Ich denke, da wird TESLA den Kürzeren ziehen weil "made in Germany" immer noch einen Vertrauensvorschuss genießt.
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von tornado7 » 9. Mai 2017, 22:33

Glaub ich nicht. Beim Autokauf geht's a) um Prestige und das hast du auch mit einem Tesla (YouTube, Ampelstarts) und b) um den Preis. Da kann dann eben jener Hersteller mit der eigenen Batteriefabrik alle anderen gnadenlos unterbieten. Vielleicht wär c) noch wichtig: Wer kauft schon ein Auto ohne zuverlässiges "Tank"stellennetz? ;-)
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von OS Electric Drive » 9. Mai 2017, 22:34

YMMD :D :D :lol: :lol:

glaubst Du auch nur an eine 2% ige Chance dass das passiert?
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von Naheris » 9. Mai 2017, 22:59

Und weil es nur ums Prestige geht, sehen wir auch niemals irgendwo Dacias und Kias und Hyundais und Opels und Volkswagen in Deutschland. ;)

Ein Tankstellennetz habe ich mit meinem Nicht-Tesla zuhause an der Steckdose, und mit der serienmäßigen Ladekarte auch an tausenden Ladestationen Deutschlandweit. Auf einer Landkarte macht das viel mehr her als Teslas Ladenetz, weil man dort die Anzahl von Ladesäulen an einem Standort nicht sieht. Somit kann Verkäufer Kleverlich der Familie Unbedarft die "Vorzüge" seiner Marke beim Laden gegenüber Tesla ziemlich sicher vermitteln. Ein 350kW Netz tut sein übriges, auch wenn kein BEV das nutzen können wird (weil 350kW nur bei 1000 Volt, die aber kein BEV in absehbarer Zeit haben wird).

Die ist das Tesla-Ladenetz nicht einmal mehr kostenlos. Da werden die ca. 25-27ct je kWh von einer serienmäßigen Ladekarte das ganze dann auch wieder nicht vermiesen. Wenn der etablierte Hersteller dann noch 30 Tage Ersatzmobilität im Jahr mit dem nostalgischen Verbrenner drauf legt, dann ist der Vorteil des Tesla Ladenetz vollkommen neutralisiert.

Und letztendlich wird es auch immer irgendwelche Markenfans geben. Ich kenne so einen BMW-Fanatiker. Ein BEV kommt für den erst in Betracht, wenn es Nieren vorne drauf hat. Nur ein Auto einer Marke wird sich nicht durchsetzen, vor allem nicht in Deutschland, wenn es ihn nicht als Kombi gibt.

Was aber auch nicht heißt, dass man keinen Tesla verkaufen kann. Der wird schon seine Käufer finden. Höhenflüge würde ich aber ohne Firmenflottenverkäufe für das TM3 nicht erwarten.
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von OS Electric Drive » 9. Mai 2017, 23:19

Wie schon gesagt, das Angebot von BMW ist eigentlich eine Frechheit mit 1,20€ /km für einen i3!!! HALLO?

Wer bezahlt denn das bitte? Für 200€ mehr im Monat bekommt man aus ordentliches aus Affalterbach habe ich mir sagen lassen.

Da wird doch kaum jemand schwach!

BTW mit dem Tesla kann ich NEBEN den tollen SUC auch an den anderen Säulen laden wie jeder andere auch!

Sogar Chademo geht.. das geht bei VW und BMW nicht!
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Re: Hinter feindlichen Linien: im BMW-Autohaus

von Naheris » 9. Mai 2017, 23:32

Dein Angebot für den i3 ist recht teuer, weil Du wenige km fährst. Es wird mit mehr km nicht so viel teurer. Mein Angebot für 35tkm/a liegt zwar in Summe 50% höher, aber dafür je km um eine halbe Größenordnung darunter. Das ist auch einigermaßen logisch, wenn man bedenkt, dass selbst ein 94er i3 in zwei Jahren wieder recht veraltet sein wird. Es soll ja nächstes Jahr der 120er kommen. Das schlägt sich natürlich in der Leasingkalkulation nieder.
____________________

Das mit dem Tesla-Netzt stimmt natürlich schon, aber als Tesla-Fahrer muss man sich für die selben Säulen eine oder mehrere Ladekarten selber organisieren, und dann beim Laden dann im Normalfall merklich mehr bezahlen. Bei BMW und VAG ist die Karte mit dem Auto automatisch mit dabei, und bietet dazu noch einen ziemlich günstigen Ladetarif, den nur wenige Anbieter und dann nur für Viellader toppen können. Und ich schrieb doch extra dazu, dass es nicht darum geht, was nun letztendlich besser ist, sondern was man dem normalen Kunden besser verkaufen kann. Und das ist ziemlich sicher die Ladekarte vom i3 oder e-Golf.

Und ja, Tesla kann derzeit SuC und Chademo. Dafür können die meisten Anderen halt CCS, und da können sie dann häufig schneller laden als Tesla an Chademo. Und CCS hat zudem den Vorteil, dass man mit "EU-Konform" und somit "Zukunftssicher" werben kann. Dazu kann der Verkäufer dann noch anmerken, dass mehr Autobauer CCS unterstützen als Chademo und SuC kombiniert. Klar kann man dann als Tesla dagegen halten, dass heute noch mehr Autos mit Chademo rumfahren. Heute. Noch. Was wird also letztendlich hängen bleiben? "CCS ist die Zukunft in der EU". Die Argumentation wird also bei einem normalen Kunden auch nicht pro Tesla ausgehen.

Der größte subjektive Vorteil von Tesla ist inzwischen weg: das immer kostenlose Ladenetz. Das war ja sogar bei mir nicht ganz irrelevant. Ich wusste, dass ich es nur ca. viermal im Jahr brauche. Aber ich hätte es trotzdem gewollt und bei der Kostenkalkulation wohlwollend 10% der Treibstoffkosten reduziert. Die freien kWh sind dagegen irrelevant. Das sind ja nur ein Vorteil von 66€/Jahr im Vergleich zu meinem flächendeckenden DC-Tarif, mit dem ich heute schon mit einem e-Golf ohne Furcht von Wolfsburg nach Augsburg komme. Im Winter. Mit Heizen.

Man sollte sich als Tesla-Fahrer meiner Meinung nach langsam von dem warmen Gedanken verabschieden, dass das liebgewonnene SuC-Netz in Zukunft beim Verkauf noch ein so großer Vorteil sein wird wie in der Vergangenheit. Der Vorteil ist schon heute weit weniger signifikant, und er wird weiter schwinden und letztendlich irrelevant werden.

Sollte das Model 3 dann CCS nativ und auch mit hohen Ladeleistungen (90kW+) beherrschen, wäre Tesla natürlich wieder im Vorteil. Denn dann wäre SuC einfach eine Erweiterung der Möglichkeit.
Zuletzt geändert von Naheris am 9. Mai 2017, 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
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